Die besten Selbstversorger-Kanäle bei Youtube

Meine persönlichen Favoriten heißen „Selbstversorger Rigotti“, „Gartengemüsekiosk“,  und „Stefans Hobbygarten“. Hier kommt Freude auf!

Foto (C) Irmgard Brottrager, Design (C) Selbstversorger Rigotti

Foto (C) Irmgard Brottrager, Design (C) Selbstversorger Rigotti

 

Der beste Inhalt hilft wenig, wenn ein Video langweilig ist oder die Qualität nicht stimmt. Die drei Kanäle, die ich hier vorstelle, sind professionell gemacht, mit sehr viel Liebe gestaltet und obendrein wirklich interessant.

 

Selbstversorger Rigotti: Biogärtner und (zu)packende Ulknudel

Fangen wir gleich mit dem Erfolgreichsten an. Er hat zwar nicht die allermeisten Follower, aber die meisten binnen kürzester Zeit geangelt, schätze ich. Der fidele Aussteiger filmt besser als so mancher Profi und verblüfft mit den gewagtesten Kamera-Effekten. Einfach nur so dastehen und was Nettes erzählen ist nicht sein Ding. Bei Florian Rigotti darf man wesentlich mehr erwarten. Seine Videos sind packend bis zur letzten Minute, immer humorvoll und actionreich. Er gartelt nicht nur, sondern werkelt auch und scheut sich nicht vor schweren Arbeiten mit originellen Geräten. Außerdem kocht er gerne und verwendet altes Handwerkszeug aus früheren Jahrhunderten. Bei dieser Bandbreite besteht keine Gefahr, dass ihm die Ideen so bald ausgehen. Die meisten Beiträge wirken spontan gefilmt, ohne große Planung und sind sehr unterhaltsam aufbereitet.

Was Rigotti von den meisten anderen Garten-Youtubern unterscheidet, ist, dass er keine fertigen Ergebnisse zeigt, sondern sich beim Arbeiten zuschauen lässt – mit viel Gestöhn, gelegentlichen Flüchen und inszenierten Pannen. Die Arbeiten muten oft abenteuerlich und bisweilen sogar gefährlich an. Er nimmt seine Zuschauer mit zum Angeln, auf die Kuhwiese, in den Wald, zu den Bauern in der Nachbarschaft, in ein Bienenhaus, in ein Sägewerk, auf den Dachboden und natürlich in den Hühnerstall, in die Werkstatt und auf seine diversen „Baustellen“. Man darf immer mit irgendwelchen Überraschungen rechnen, wobei Rigotti selten der Versuchung unterliegt, den Spaß zum Selbstzweck zu machen, sondern im Kern seriös bleibt und wirklich viel mitzuteilen hat. Er kommt sehr leidenschaftlich rüber und hat eine glückliche Art, das Beste aus jeder Situation zu machen.

 

Das Gartengemüsekiosk von Jen, ihrem „Gärtner“ (Mann) und den „Gartenzwergen“ (Kindern)

Jen ist eine warmherzige junge Mutter, die in märchenhaften Kleidern auftritt, die sie selber schneidert. Sie hat einen schlichten Vortragsstil und besticht durch ihre herzliche Art. Es gibt viel zu sehen und die Spannung entsteht hier vor allem durch die geballte Information und die schönen Aufnahmen. Oft sind auch tolle Zeitraffer-Filme, Makroaufnahmen und Stimmungsbilder dabei. Jen wirkt immer gut gelaunt, strahlt von einem Ohr bis zum anderen und und hat mit über 20.000 Followern eine satte Fan-Gemeinde. Wie im Rigotti-Garten werden auch Hühner gehalten und Tiere integriert. Der kreative Permakultur-Stil lässt viel Raum für Wildwuchs, wirkt aber trotzdem gepflegt, durchdacht und ertragreich. Es wird immer wieder Neues ausprobiert und nicht alles muss perfekt gelingen. In ihrem Online-Shop wartet Jen mit selbstgemachten Kalender, Rezeptbüchern und Samentüten auf.

 

Stefans Hobby-Garten: Wo die Welt noch in Ordnung ist

Was mir an Stefan besonders gefällt, ist die Sorgfalt, mit der er alles angeht. Er berichtet nicht nur über seinen gepflegten Garten, sondern auch über seine Holzwerkstatt und seine Kochkünste. Die Kocherei ist generell nicht mein Ding, muss ich zugeben, weder bei Florian, noch bei Jen noch bei Stefan. Das macht aber nichts, denn es gibt viele Randthemen in der Kategorie „Nahrungszubereitung“, die einen Informationswert für mich haben. Stefans Kanal ist noch sehr jung, aber solide aufgebaut. Der smarte Familienvater ist die Ruhe in Person, wirkt sehr konzentriert und zielbewusst. Alles scheint ihm ganz leicht von der Hand zu gehen und perfekt zu gelingen. Seine Spezialität sind Holzarbeiten für den Garten: Futterhäuschen, Nistkästen und Insektenhotels zum Beispiel. Er hat erst 2013 mit dem Gärtnern begonnen und es ist schön, dass er einen Weg gefunden hat, seine Erfahrungen mit uns zu teilen. Seine Videos eigenen sich wunderbar zum Entspannen und vermitteln das angenehme Gefühl, dass alles seine Ordnung hat.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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3 heimische Super-Früchte: Äpfel, Aprikosen und Kirschen

Sind Äpfel wirklich so gesund wie propagiert wird? Oder sind frische Kirschen die wahren Vitaminbomben? Oder sind es doch die sonnigen Aprikosen, die am meisten zu bieten haben?

Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr

Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr

 

Zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Frucht-Arten enthalten viel Wasser, wenig Fett, wenig Eiweiß und hauptsächlich Kohlenhydrate. Die Flavonoide in der Schale sorgen für ein leckeres Farb-Spektrum von Orange und Rot bis Violett. Obwohl die Fürchte leicht zu verdauen sind und man große Mengen davon essen kann, handelt es sich um keine vollwertigen Lebensmittel. Kleinere Portionen sind gesünder als der Verzehr von mehreren Kilos pro Tag. Der Vitamin-C-Gehalt ist relativ hoch, erreicht aber keine Spitzenwerte. Zitrusfrüchte, Kohlgemüse und Paprika liefern mehr Vitamin C.

 

Äpfel: Qualität kann man schmecken

Äpfel sind omnipräsent und in fast jedem Mischfruchtsaft enthalten. Doch können Äpfel es mit berühmteren Superfoods aufnehmen? Zwischen Äpfeln gibt es bekanntlich riesige Qualitätsunterschiede, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Nicht jeder Apfel ist gleich wertvoll. Wer sich etwas Gutes tun möchte, kauft keine Äpfel im Supermarkt, sondern sucht nach alten, ungespritzten Sorten, die von Streuobstwiesen stammen. Die Äpfel sollten weder wässrig noch fade schmecken, sondern ein kräftiges Aroma haben, weder zu süß noch zu sauer. Alte Sorten sind weniger perfekt, aber widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ideal ist ein Geschmacksbouquet, in dem auch herbe Bitterstoffe vorkommen. Gute Bio-Äpfel sind zweifellos gesund, aber wundersame Heilwirkungen sollte man sich lieber nicht erwarten. Frutarier, die sich nur von Früchten ernähren, müssen mit einer Überdosis Fruchtzucker und einem Mangel an Eiweiß rechnen, wenn hauptsächlich Äpfel konsumiert werden.

 

Aprikosen: In Österreich heißen sie Marillen

Die Nährstoffdichte ist generell etwas höher als bei Äpfeln – sowohl bei den Vitaminen als auch bei den Mineralstoffen. Aber auch Aprikosen sind zu fructose-lastig und haben zu wenig Eiweiß, um als Grundnahrungsmittel herhalten zu können. Sie sind weniger lagerfähig als Äpfel und haben daher eine kurze Saison. Spitzenwerte sind beim Beta-Carotin und beim Vitamin B3 zu vermerken. Auch der Vitamin-A-Wert ist deutlich höher als bei Äpfeln und Kirschen. Aprikosen sind nicht nur für Heil-Diäten interessant, sondern werden auch gerne für Körperpflegeprodukte verwendet. Die goldgelben Früchte gedeihen nur in milden und sonnigen Regionen. Außerhalb der Saison kann man zu getrockneten Früchten greifen, die eine höhere Mineralstoffkonzentration aufweisen. Bittere Aprikosenkerne stehen sogar im Ruf, bei Krebserkrankungen hilfreich zu sein.

 

Kirschen: Zum Vernaschen gut

Süßkirschen gehören zu den leckersten Früchten und es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht mag. Spiegelt sich der tolle Geschmack auch auch in den Nährstoffangaben? Im Vergleich mit Äpfeln und Aprikosen stechen die Früchte nicht hervor, sondern liegen im Mittelfeld. Sie können die Verdauung anregen und haben viele andere gesundheitliche Vorteile, werden aber in großen Mengen nicht immer vertragen. Frische Kirschen sind relativ teuer und nur einmal im Jahr verfügbar. Falls man selber einen Baum hat, darf man sich ruhig mal überessen.

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen! Alle drei Früchte haben einen hohen Wasseranteil. Die Werte beziehen sich frisches und rohes Obst.

 

Alle Angaben pro 100g Äpfel Aprikosen Süßkirschen
Kohlenhydrate (g) 11 9 13
Fett (g) 0,049 0,13 0,31
Eiweiß (g) 0,034 1 1
Ballaststoffe (g) 2 2 2
Vitamin A  (µg) 8 267 6
Beta-Carotin (µg) 45 1604 35
Vitamin B1 (µg) 30 40 39
Vitamin B2 (µg) 30 53 42
Vitamin B3 (µg) 200 953 420
Vitamin B5 (µg) 100 290 190
Vitamin B6 (µg) 50 70 45
Vitamin B7, Biotin (µg) 1 1
Folsäure  (µg) 7 4 27
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 12 9,4 15
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 490 500 130
Vitamin K (µg) 4 3 2
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja ja ja
Calcium (mg) 7 16 17
Kalium (mg) 144 280 235
Magnesium (mg) 6 9 13
Phosphor (mg) 11 21 24
Schwefel (mg) 6 6 7
Eisen (mg) 0,48 0,65 0,35
Jodid  (µg) 2 0,5 1,2
Kupfer  (µg) 100 134 100
Mangan (mg) 0,065 0,167 0,086
Zink (mg) 0,12 0,102 0,075
Selen (µg) 1 1 1
Methionin (mg) 3 4 5
Tyrosin (mg) 5 21 11
Arginin (mg) 8 32 16
Omega 3 Fettsäure (mg) 6 46

 

 

 

 

 

 

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3 fermentierte Superfoods: Oliven, Sauerkraut und milchsauer eingelegte Gurken

Fermentieren ist in! Denn lebende Milchsäurebakterien sind vegan, haben eine probiotische Wirkung, sind gut für die Darmflora und machen frisches Gemüse lange haltbar.

Eingelegte Gurken, Foto (C) taschenkruemmel / flickr

Eingelegte Gurken, Foto (C) taschenkruemmel / flickr

 

Unter Fermentierung versteht man die Gärung von Obst und Gemüse, die entsteht, wenn die Produkte in eine Salzlake eingelegt werden. Dabei ist es wichtig, dass alles mit Salzwasser bedeckt ist, damit keine Luft an die Oberfläche kommt. Alternativ kann man auch luftdichte Deckelverschlüsse verwenden. Für die Herstellung von Sauerkraut wird Weißkohl gehobelt oder feingeschnitten, gestampft oder mit den Finger geknetet, mit Salz vermengt und mit Wasser aufgefüllt. Statt Salz und Wasser kann man auch eine Sole nehmen. Nach diesem Prinzip funktioniert auch das Einlegen von Oliven, Gurken, Paprika, Rotkohl, Chinakohl, Karotten und Kürbis. Fermentiertes Gemüse schmeckt erfrischender und pikanter als die ursprüngliche Ware, ist leichter verdaulich und gesünder für den Verdauungstrakt. Zugleich ist das Fermentieren eine Form von Haltbarmachung. Fermentierte Lebensmittel können wochenlang aufbewahrt werden, wenn sie kühl und dunkel gelagert werden. Die Fermentation erfolgt bei Zimmertemperatur und ist nach 10 bis 21 Tagen abgeschlossen.

 

Frische Fermentationsprodukte haben Rohkostqualität

Fermentiertes Gemüse zählt als Rohkost, wenn es nicht nachträglich sterilisiert wurde. Nur wenn es frisch und nicht erhitzt ist, ist es wertvoll! Gute Fermentationsprodukte gibt es daher kaum zu kaufen, aber jeder kann sie leicht selbst herstellen. Es sind keine besonderen Gerätschaften oder Zutaten erforderlich.

 

Eingelegte Oliven: herzhaft und heilsam

Die gesunden Mittelmeer-Früchte besitzen viel Vitamin E, viele B-Vitamine und wenig Vitamin C. Sie sind roh wenig wohlschmeckend, weil sehr bitter. Daher werden sie bei uns meist eingelegt vertrieben, entweder in Öl oder in Salzlake oder in Essig oder milchsauer vergoren. Schwarze Oliven sind – sofern sie nicht gefärbt sind – voll ausgereift und etwas gehaltvoller als grüne Oliven, die unreif geerntet werden. Um in den Genuss der wertvollen Milchsäurebakterien zu kommen, dürfen die Früchte nicht erhitzt oder mit Konservierungsstoffen versehen sein. Wasser und Meersalz genügen. Olivenöl wird nicht nur in der Küche verwendet, sondern ist auch ein Bestandteil von vielen Hautpflege- und Gesundheitsprodukten.

 

Sauerkraut: Frisch muss es sein!

Sauerkohl kennt jeder. Es gilt als super gesund, hat viel Vitamin C, Vitamin K und praktisch keine Kohlenhydrate. Es schmeckt gut mit Kümmel, Zwiebeln, Knoblauch und geriebenen Äpfeln. Vor allem im Winter, wenn grünes Blattgemüse rar ist, bekommt frisches Sauerkraut den Stellenwert eines Grundnahrungsmittels. 200 Gramm decken den gesamten Vitamin-C-Bedarf.

 

Salzgurken: DIE Lösung zur Zeit der Gurkenschwemme

Für milchsauer eingelegte Gurken wurde leider keine Tabelle gefunden. Am besten, man stellt sie selber her, denn die Gewürzgurken, die im Handel erhältlich sind, enthalten meist Essig, Zucker und Aromastoffe, und sind obendrein sterilisiert. Damit die Gurken beim Einlegen nicht matschig werden, gibt man ein paar Meerrettichstücke oder Weinblätter hinzu. Die kleinen Einlegegurken kommen roh in eine 5%ige Salzlake, zusammen mit passenden Gewürzen wie Dill, Senfkörnern, Korinandersamen, Knoblauch und Zwiebeln. Je kleiner die Gurken sind, umso besser.

 

Sauerkraut im Glas, Foto (C) jules / flickr

Sauerkraut im Glas, Foto (C) jules / flickr

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen! Beim Vergleich mit trockenen Lebensmitteln ist der hohe Wasseranteil zu beachten.

 

Alle Angaben pro 100g Oliven grün Sauerkraut
Kohlenhydrate (g) 2 1
Fett (g) 14 0
Eiweiß (g) 1 2
Ballaststoffe (g) 2 4
Vitamin A  (µg) 48 3
Beta-Carotin (µg) 289 18
Vitamin B1 (µg) 30 27
Vitamin B2 (µg) 80 50
Vitamin B3 (µg) 850 170
Vitamin B5 (µg) 560 230
Vitamin B6 (µg) 23 210
Vitamin B7, Biotin (µg) 2 0,2
Folsäure  (µg) 50 16
Vitamin B12 (µg) Milchsäurebakterien Milchsäurebakterien
Vitamin C (mg) ja 20
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 1990 150
Vitamin K (µg) ja 80
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja
Calcium (mg) 95 48
Kalium (mg) 45 288
Magnesium (mg) 19 14
Phosphor (mg) 17 43
Schwefel (mg) 36 41
Eisen (mg) 1,6 0,6
Jodid  (µg) 4 1
Kupfer (µg) 250 130
Mangan (mg) 58 0,14
Zink (mg) 0,15 0,32
Selen (µg) ja ja
Methionin (mg) 29 15
Tyrosin (mg) 46 27
Arginin (mg) 137 113
Omega 3 Fettsäure (mg) ja 94

 

 

 

 

 

 

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3 grüne Wildkräuter im Superfood-Vergleich

Löwenzahn, Brennnesseln und Bärlauch gehören zu den gesündesten Wildpflanzen. Doch können die wuchernden Unkräuter mit dem seltenen Knoblauchspinat mithalten?

Bärlauch mit Blüten, Foto (C) Maja Dumat / flickr

Bärlauch mit Blüten, Foto (C) Maja Dumat / flickr

 

Allen drei Wildkräutern gemeinsam ist, dass sie wesentlich gehaltvoller sind als hochgezüchtete Salatsorten aus dem Supermarkt. Alle drei sind vollwertige Lebensmittel und in der freien Natur zu finden.

 

Brennnesseln

Die wehrhaften Pflanzen wachsen oft an unschönen Plätzen. Sie genießen keinen guten Ruf, sondern gelten als hässliches und hartnäckiges Unkraut, das man mit bloßen Händen nicht angreifen sollte, weil sonst mit brennenden Schmerzen und Quaddeln zu rechnen ist. Man sieht sie häufig an halbwilden Stellen, neben dem Straßenrand, auf Brachflächen und im Gestrüpp, in der Nähe von Gemäuer und zwischen schmutzigem Gerümpel. Gerne werden sie auch von Insekten besucht und die haarigen Blätter mit den spitzen Zacken sehen nicht gerade appetitanregend aus. Der Umgang mit den störrischen Blättern erfordert etwas Geschick, aber wenn man weiß, wie man sie wirksam entschärft, ist alles halb so wild.

Der Geschmack ist ziemlich eigen und etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlimmer als der von Spinat. Die Blätter sind frisch und roh zu genießen, zum Beispiel im Smoothie, in der Suppe oder im Salat. Sie sind aber auch getrocknet und gemahlen zu verwenden, wobei die Samen besonders wertvoll sind. Neben dem hohen Wasseranteil sind fast alle essentiellen Mineralien und Vitamine enthalten, vor allem viel Vitamim C, Eiweiß, Silizium und Beta-Carotin. Die Brennnessel hat eine lange Tradition als Naturheilmittel und wird vor allem bei Stoffwechselstörungen empfohlen.

 

Löwenzahn, Butterblume, Kuhblume, Pusteblume

Die gezahnten Blätter enthalten 89 Prozent Wasser und sind daher zum Entsaften geeignet. Außer den Stängeln ist die ganze Pflanze essbar, auch die Blüten und die langen Pfahl-Wurzeln. Letztere werden nach zwei Jahren ausgegraben, getrocknet und gemahlen. Die hübsche Pflanze mit den gelben Blüten wächst fast überall und ist kostenlos auf jeder Naturwiese erhältlich. Sie hat etwas mehr Vitamine als Brennnesseln und weniger Mineralien. Die jungen Blätter schmecken leicht bitter, die älteren sind weniger schmackhaft, aber auch genießbar. Löwenzahn gehört zu den Pflanzen mit der größten Menge an Vitamin K (zusammen mit Petersilie, Sauerampfer, Kresse, Schnittlauch, Gerstengras und Brennnesseln). 100 Gramm denken den täglichen Vitamin-K-Bedarf zu 650%. Hervorragende Werte sind auch bei Beta-Carotin und Vitamin A zu vermerken. Das super gesunde Wildkraut ist eine beliebte Gartenpflanze in Frankreich und Italien. Bei uns wird sie viel zu wenig genutzt und nur ganz selten angebaut. Dabei ist sie ganzjährig im Überfluss vorhanden, denn die Stöcke sind winterhart und stellen bei Frost zwar ihr Wachstum ein, sterben aber nicht ab.

Das vielseitige Superfood sättigt nicht nur, sondern hat viele heilsame Nebenwirkungen. Es wird in der Volksmedizin vor allem gegen Gallensteine, Leber- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Außerdem wirkt es blutreinigend und harntreibend.

 

verblühter Löwenzahn, Foto (C) gravitat-OFF / flickr

verblühter Löwenzahn, Foto (C) gravitat-OFF / flickr

 

Bärlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch

Die wilde Lauchpflanze ist nur im Frühling verfügbar und nur an bestimmten Plätzen. Sie gedeiht am besten in feuchten Auwäldern und an schattigen Bachrändern. Die Blätter bestehen zu 92,6% aus Wasser. Die Nährstoffdichte ist sehr hoch, aber nicht ganz so hoch wie bei Brennnesseln und Löwenzahn. Hervorragend sind vor allem der Schwefel- und Vitamin-C-Anteil. Für den Vitamin-K-Gehalt habe ich keinen Wert gefunden, aber er dürfte ähnlich hoch sein wie bei Löwenzahn und Brennnesseln, denn Bärlauch ist ein Hauptbestandteil von Vitamin-K-Präparaten.

Bärlauch verleiht Bärenkräfte, glaubten die alten Germanen, weil auch Bären gerne Bärlauch verspeisen. Er riecht dezent nach Knoblauch und wird in der Küche wie Schnittlauch verwendet. In der Volksmedizin ist er für seine entgiftenden und verdauungsfördernden Wirkungen bekannt. Er soll auch die Quecksilber- und Cadmium-Ausleitung fördern.

 

Alle Angaben pro 100g Brennnessel roh Löwenzahnblätter Bärlauch roh
Kohlehydrate (g) 1,31 2,44 2,93
Fett (g) 0,61 0,62 0,3
Eiweiß (g) 7,37 3,13 0,9
Ballaststoffe (g) 3,11 3 2,18
Vitamin A  (µg) 400 1317 200
Beta-Carotin (µg) 2400 7900 1200
Vitamin B1 (µg) 200 190 130
Vitamin B2 (µg) 150 170 60
Vitamin B3 (µg) 800 800 700
Vitamin B5 (µg) 300 250 110
Vitamin B6 (µg) 160 200 200
Vitamin B7, Biotin (µg) 0,5 0,7 0,9
Folsäure  (µg) 30 40 17
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 333 67 150
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 800 2500 250
Vitamin K (µg) 600 700 ja
Calcium (mg) 713 168 76
Kalium (mg) 475 501 326
Magnesium (mg) 80 37 22
Phosphor (mg) 138 66 50
Schwefel (mg) 40 17 61
Eisen (mg) 4,12 3,38 2,87
Jodid  (µg) 3 3 2
Kupfer  (µg) 240 260 80
Mangan (mg) 1,26 0,92 0,32
Zink (mg) 1,02 0,83 0,27
Bor (mg) ja 10 ja
Selen ja
Kobalt ja ja ja
Silizium, Kieselsäure ja ja
Methionin (mg) 119 61 13
Tyrosin (mg) 234 85 39
Arginin (mg) 359 163 167
Omega 3 Fettsäure (mg) ja ja
Saponine ja ja ja
Chlorophyll ja ja ja

 

 

 

 

 

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Was ist eine ketogene Ernährung?

Diese spezielle Low-Carb-Diät ist wenig bekannt und ziemlich anspruchsvoll. Sie wird nicht nur gegen Parasiten empfohlen, sondern hilft auch beim Abnehmen und soll sogar Krebszellen aushungern können.

Speisepilze haben viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate, Foto (C) Tony Alter / flickr

Speisepilze haben viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate, Foto (C) Tony Alter / flickr

 

Es ist schon faszinierend, wie sehr die Ernährung das Wohlbefinden beeinflussen kann. Allein diese Erfahrung ist einen Versuch wert!

 

Low Carb + High Fat

Kohlenhydrate werden bei der ketogenen Diät gemieden und sind streng limitiert. Gesunde Fette hingegen sind erlaubt. Diese Umverteilung führt zu einer Änderung des Stoffwechsels. Normalerweise wird die Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten gewonnen. Sind diese nicht vorhanden, stellt sich der Stoffwechsel um und produziert aus den Fetten so genannte Ketonkörper in der Leber. Dieses Prinzip wird Ketose genannt. Es kommt zu einer erhöhten Fettverbrennung, wobei auch auf gespeichertes Körperfett zurückgegriffen wird. Der Anteil der Kohlenhydrate darf 30 bis 50 Gramm pro Tag oder 5% nicht überschreiten. Die Proteine dürfen 15% bis 35% ausmachen. Die Umstellung des Stoffwechsels dauert zirka drei Tage. Um sicher zu gehen, dass die Ketose funktioniert, sollte man die Mahlzeiten protokollieren. Die Ketonwerte können mit speziellen Urin-Teststreifen überprüft werden. Es ist also Disziplin erforderlich und somit ist auch gleich der Haken an der Sache angesprochen: Die Diät ist praktisch undurchführbar von Menschen, die auf Zucker nicht verzichten können. Doch gerade sie würden am meisten davon profitieren.

 

Verbotene Lebensmittel

  • Alle süßen Früchte, vor allem Bananen
  • Trockenfrüchte
  • Brot
  • Nudeln
  • Reis
  • Kekse und Kuchen
  • Getreide
  • Zucker, Süßigkeiten und zuckerhaltige Fertigprodukte
  • Alkohol
  • Synthetische Zuckerersatzstoffe
  • Süße und stärkehaltige Gemüsesorten wie Karotten und Kartoffel
  • Hülsenfrüchte
  • Kokosflocken
  • Ungesunde Fette wie Margarine und Palmöl

 

Erlaubte Lebensmittel

  • Obstsorten mit wenigen Kohlenhydraten
  • Beeren
  • Sprossen und Keimlinge
  • Salate
  • Avocados
  • Oliven
  • Sauerkraut und fermentiertes Gemüse
  • Nüsse und Mandeln
  • Hochwertige Öle (Kokosöl, Leinöl, Kürbiskernöl)
  • Kürbiskerne
  • Hanfsamen
  • Pilze
  • Alle Kohlsorten
  • Stärkearme Gemüsesorten wie Blattgemüse, Gurken und Tomaten
  • Kräuter
  • Kokosnüsse
  • Algen
  • Eier
  • Rohmilchkäse

 

Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr

Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr

 

Empfehlungen bei gesundheitlichen und therapeutischen Hintergründen

Eine ketogene Diät ist angezeigt bei allen Beschwerden, bei denen der Blutzuckerspiegel eine Rolle spielt. Dazu gehören Diabetes, Krebs, Akne, Alzheimer, Epilepsie, Multiple Sklerose, Darmparasiten und etliche Suchtkrankheiten. Die Diät ist vor allem eine Herausforderung für Menschen, die süchtig nach Zucker, Mehl oder Alkohol sind. Da es zu Entzugserscheinungen kommen kann, wird die Absprache mit Ärzten oder Naturheilpraktikern angeraten Außerdem kann die fettreiche Ernährung ungünstige Wirkungen haben bei bestimmten Krankheiten. Da Fett und Eiweiß schwer verdaulich sind, sollte der Anteil an Grünpflanzen, Kräutern, Gewürzen und Ballaststoffen nicht zu gering ausfallen.

 

Vorteile

Es ist keine Einschränkung bei den Kalorien erforderlich. Man kann sich richtig satt essen, denn Fett ist ein Geschmacksträger und sättigt nachhaltig. Low-Carb-Diäten wirken besser als Low-Fat-Diäten. Eine rasche Gewichtsabnahme ist möglich. Es kommt normalerweise zu keinen dauerhaften Schäden oder Nebenwirkungen. Die Diät kann monatelang durchgezogen werden. Bei Bedarf sind Pausen möglich. Auch ein Muskelabbau ist nicht zu befürchten. Bodybuilder schätzen diese Diät, weil sie nicht nur den Fettabbau, sondern auch die Ausschüttung von Wachstumshormonen unterstützt. Sogar ein Antiaging-Effekt ist möglich. Die Steigerung der Zellatmung im Gehirn führt zu größerer geistiger Wachheit. Außerdem werden Darmparasiten abgetötet, die ohne Zucker nicht überleben können.

 

Nachteile

Die Beschränkung bei den Kohlenhydraten muss strikt eingehalten werden – im Unterschied zu einer gewöhnlichen Low-Carb-Diät. Denn sonst kommt der Ketose-Stoffwechsel nicht ins Laufen. Man kann sich nicht ein bisschen ketogen ernähren, sondern nur zur Gänze. Für den Umstieg ist eine entsprechende Vorbereitung erforderlich. Parasiten sind nachtaktiv und wenn sie kein Futter bekommen, sind Schlafprobleme möglich. Auch mit einem vorübergehenden Anstieg der Blutfettwerte muss gerechnet werden, die sich nach einer Weile wieder normalisieren sollten. Die Diät ist nicht für Menschen geeignet, die ihre Ernährungsgewohnheiten nicht ändern können oder ihr Essverhalten nicht unter Kontrolle haben.

 

Anabole Diät, Fasten-Stoffwechsel, Öl-Eiweiß-Diät nach Budwig

Die Ketogene Diät ist in abgewandelter Form auch unter anderen Namen im Umlauf. Bei der „Öl-Eiweiß-Diät nach Dr. Johanna Budwig“ sind alle tierischen Fette, Fleisch- und Wurstwaren verboten. Ebenso Milchprodukte (mit Ausnahme von Quark) und Konserven. Die „Anabole Diät“ ist eher fleischlastig und in der Sportler-Szene ein Begriff. Ketone werden außerdem in Hunger- und Fastenzeiten gebildet. Ganz allgemein besteht bei dieser Diät die Gefahr, dass es zu einer Übersäuerung und zur Verstopfung kommt, wenn zu wenig basenbildende Lebensmittel gegessen werden.

 

 

 

 

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Wie wird man 120 oder älter?

Methusalem wurde angeblich 969 Jahre alt. Wie alt kann ein Mensch werden? Extreme Langlebigkeit hat ihren Reiz und sorgt für eine Mischung aus Furcht und Ehrfurcht. Denn wer möchte schon wie ein Schreckgespenst aussehen?

Foto (C) Thomas Leuthard (2008-2017) / flickr

Foto (C) Thomas Leuthard (2008-2017) / flickr

 

Da die meisten Menschen nicht grundlos sterben, sondern weil sie entweder krank oder geschwächt sind, haben wir schon mal zwei Anhaltspunkte. Auch wenn immer wieder kolportiert wird, dass Überhundertjährige den Genuss in den Vordergrund stellen und nicht auf ihre Gesundheit achten, so ist es dennoch Fakt, dass Todesfälle ohne körperliche Dysfunktionen selten sind. Ergo sollte ein gesundheitsbewusstes Leben eine gute Voraussetzung sein, um ein hohes Alter zu erreichen. Aber Genuss und Freude am Leben gehören sicher auch dazu, damit ein Mensch überhaupt motiviert bleibt, so lange zu bleiben.

 

Experten sind meist nur theoretisch erfolgreich

Das Studium von Literatur hilft nicht unbedingt weiter, denn den Beweis für die Richtigkeit ihrer Annahmen bleiben die Autoren meistens schuldig. Interessanter ist es, Menschen zu befragen, die entweder bereits uralt sind oder 20 Jahre jünger aussehen als sie sind. Oder noch besser: Man beobachtet sie einfach, denn nicht jeder, der sich jung hält, weiß genau, woran es liegt. Zum Beispiel lässt sich leicht erkennen, dass Menschen, die keine Falten bekommen, eine entspanntere Lebenshaltung einnehmen als andere, die sich ständig Sorgen machen. Sie sind zufriedener, gelassener, bescheidener, friedfertiger und seltener emotional. Sie bewerten weniger und nehmen die Dinge wie sie kommen. Wer ständig Emotionen mit sich herumträgt, darf sich über den entsprechenden Gesichtsausdruck nicht wundern. Falten sind quasi chronisch gewordene Emotionen, die nicht verarbeitet werden. Egal ob es sich um Verbissenheit, Wut, Angst, Zweifel, Trauer, Resignation oder Sturheit handelt.

 

100 bis 120 Jahre könnten bald normal sein

Ein weiterer Punkt ist, dass es nicht unbedingt die medizinischen Fortschritte sind, die Menschen uralt werden lassen. Im Gegenteil. Die meisten Hundertjährigen stammen nicht aus Industrieländern, nehmen keine Medikamente und lassen sich selten verarzten. Sie bevorzugen ursprüngliche Lebensmittel aus der Region und kaufen nicht in Supermärkten ein. In meinem Buch mit dem Titel 200 Jungbrunnentipps habe ich bereits sehr viele Hinweise zum Thema gegeben. Daher will ich hier auf die Ernährung nicht näher eingehen, sondern bei der Frage bleiben, wie alt Menschen werden können. Wir werden auf jeden Fall immer älter und hundert Jahre sind bei gesunder Lebensführung nichts Besonderes mehr. Im Jahr 2014 lebten in Österreich 1.371 Menschen, die hundert oder mehr Jahre auf dem Buckel hatten. In Deutschland hat sich die Zahl der Hundertjährigen binnen zehn Jahren verdoppelt. Zirka 17.000 Deutsche sind derzeit über hundert Jahre alt.

Auch 120 Jahre sind keine absolute Ausnahme, sondern wurden von etlichen Personen annähernd erreicht oder überschritten. Menschen, die keine Geburtsurkunde besitzen, werden in offiziellen Statistiken nicht erwähnt und wie Betrüger behandelt, auch wenn es viele Zeugen und Beweise gibt. Es ist anzunehmen, dass 140 bis 180 Jahre erreichbar sind, ohne ein Yoga-Meister sein zu müssen. Chaim Cohen von der Univerität Bar Ilan in Israel hält 140 Jahre für realistisch. Andere Forscher glauben, dass die Obergrenze bei 125 Jahren liegt. Laut indischen Weisheitslehren sind für jeden Menschen 21600 Atemzüge vorgesehen pro Tag.Wer schneller atmet, verkürzt sein Leben. Wer sich mehr Zeit lässt, verlängert es. Die Lebensenergie ist mit dem Atem verbunden und wer den Atem beherrscht, beherrscht auch seine Lebensdauer. Manche Tiere stellen den Atem ein während des Winterschlafes, um Energie zu sparen. Extreme Yogis können ihren Atem angeblich nicht nur Minuten, sondern Wochen, Monate und sogar Jahre lang anhalten. Die Nachahmung wird hier ausdrücklich NICHT empfohlen! Im Westen bekannte Yoga-Meister wurden oft gar nicht alt. Zum Beispiel starb Swami Yoganada mit 59 Jahren.

 

Weitere Antiaging-Empfehlungen von Weisheitslehrern

  • Beherrschung des Geistes und der damit verbundenen Emotionen.
  • Gleichgültigkeit und geistig-emotionale Unabhängigkeit von anderen Menschen.
  • Vertrauen ins Leben und dass alles seinen Sinn hat.
  • Unerschütterlicher und gefestigter Charakter.
  • Regeneration durch Rückzung, Besinnung und Einkehr.
  • Blutreinigende Heilkräuter.
  • Viel Schlaf, Dösen und Entspannen.
  • Viel Achtsamkeit und wenig Gedanken.
  • Körperliches und geistiges Fasten.
  • Minimalistischer Lebensstil.
  • Tätig und in Bewegung bleiben.
  • Kaya Kalpa: Ayurveda Verjüngungskur.
  • Makaradhvaj: Ayurvedisches Stärkungsmittel

 

 

25 Namen von Menschen, die vielleicht über 120 Jahre alt wurden

Nachfolgend eine Auflistung von Personen, von denen berichtet wird, dass sie uralt wurden. Es fällt freilich auf, dass viele runde Zahlen dabei sind – was darauf hindeutet, dass keine genauen Daten vorliegen. Wer Lust hat, kann gerne nachforschen!

  1. Swami Sivananda, geboren 1896, 120 Jahre
  2. Thomas Parr: 152 Jahre
  3. Die Indonesierin Turinah, mindestens157 Jahre.
  4. Anami, ebenfalls aus Indonsien, mindestens 140.
  5. Kizah Hotato, Indien, 126 Jahre
  6. James E. Monroe, Florida, 131 Jahre
  7. Jan Krasanski, Polen, 132 Jahre
  8. Joseph Crele, Detroit, 146 Jahre
  9. Draakenberg, Dänemark, 146 Jahre
  10. Kebenah Giveywence, Minnesota, 151 Jahre
  11. Neils Paulsen, Schweden, 160 Jahre
  12. Zora Agha, Türkei, 162 Jahre
  13. Henry Jekins, Yorkshire, 169 Jahre
  14. Sarah und Janos Roven, 164 und 172 Jahre
  15. Joseph Surrington, 160 Jahre
  16. Tapsi Bishan, 170 Jahre
  17. Joseph Harrington, Norwegen, 160 Jahre alt
  18. Heyda Joseph, 120 Jahre
  19. Li Qing Yun: 256 Jahre
  20. Schirali Mislimow, Kaukasus, 167 Jahre
  21. Miguel Carpio, Kaukasus, 123 Jahre
  22. Seliak Butba, Georgien, 121 Jahre
  23. Saint Mungo (auch Kentigern genannt), Bischhof von Glasgow, 185 Jahre
  24. Petraez Czarten, Ungarn, 185 Jahre
  25. Essingham, 144 Jahre

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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3 exotische Super-Früchte: Avocados, Papayas und Granatäpfel

Superfoods enthalten nicht nur alle wichtigen Vitamine und Mineralien, sondern gelten darüber hinaus als Naturheilmittel. Exoten sind wie kleine Urlaube und besonders für Festtage und Diäten angesagt. 

Saftige Granatäpfel, Foto (C) Erik Pöhler / flickr

Saftige Granatäpfel, Foto (C) Erik Pöhler / flickr

 

Die sehr unterschiedlichen Frucht-Arten haben nicht nur ihre hervorragenden Eigenschaften gemeinsam. Alle drei sind arm an Kohlenhydraten und daher für eine ketogene Ernährung geeignet. Bei dieser Ernährungsform bezieht der Körper seine Energie aus Fett und Ketonkörpern, die der Körper nur dann bildet, wenn die Kohlenhydrate limitiert werfen. Da Früchte hauptsächlich aus Wasser bestehen, sieht der Nährstoffgehalt in Relation zum Gewicht relativ bescheiden aus. Ein direkter Vergleich mit Trockenfrüchten, trockenen Nüssen und Trockenpulvern ist nicht zielführend. Alle drei Früchte haben verwertbare Kerne, die unbedingt mitgegessen werden sollten.

 

Avocados, Butterfrüchte, Butterbirnen

Avocados gelten als gesunde Fett-Lieferanten. Das Fruchtfleisch ist streichfähig, wenn die Früchte reif sind. Sie reifen zu Hause nach, sollten beim Kauf aber nicht ganz hart sein. Die nährreichen und nahrhaften Butterbirnen machen schnell satt. Sie enthalten essentielle Aminosäuren, viele Vitamine und Mineralstoffe, aber sehr wenige Kohlenhydrate. Daher sind sie für eine Low-Carb-Ernährung geeignet. Die antioxidative Wirkung wird unter anderem auf den hohen Gehalt an Lutein zurückgeführt. Der Kern ist in getrockneter und gemahlener Form verwendbar.

 

Granatäpfel: die älteste der Heilfrüchte

Bei Granatäpfeln wird nicht das zähe Fruchtfleisch verzehrt, sondern die Kerne, die von einer roten, saftigen Masse umgeben sind. Sie schmecken säuerlich fruchtig und können auch zu Fruchtsaft verarbeitet werden. Die gesundheitlichen Wirkungen sind vielfältig, wobei die schützenden, vorbeugenden und antioxidativen Eigenschaften hervorzuheben sind. Die rote Schale kann für die Zubereitung von Tee verwendet werden – vorausgesetzt, man hat Biofrüchte gekauft. Da es beim Öffnen der Früchte leicht zu Spritzern kommt, die Farbflecken hinterlassen, sind sie für den Alltag nur mit Vorsicht geeignet.

 

Papayas: Wunder- und Zauberfrüchte

Die schwarzen Kerne wirken entgiftend und gegen Darm-Parasiten. Auch dem Fruchtfleisch werden heilsame Wirkungen nachgesagt. Es soll gut für die Verdauung sein, gegen Entzündungen wirken und sogar bei Krebserkrankungen hilfreich sein. Die Kerne schmecken scharf wie Pfeffer und können getrocknet aufbewahrt werden, um bei Bedarf als natürliches Antibiotikum Einsatz zu finden. Die großen, birnenförmigen Früchte mit dem orangefarbenen Fruchtfleisch sind weiters als Anti-Aging-Mittel, zur Stärkung des Immunsystems und zum Aufbau der Darmflora in Verwendung. Papaya-Extrakt befindet sich in vielen Kosmetikprodukten und Stoffwechsel-Präparaten. In unreifen Früchten ist mehr von dem wertvollen Papain (Papaya-Enzym) vorhanden. Es fördert die Wundheilung und wirkt antiseptisch.

 

Papaya mit Kernen, Foto (C) Lara604 / flickr

Papaya mit Kernen, Foto (C) Lara604 / flickr

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen!

 

Alle Angaben pro 100g Avocados Papaya Granatäpfel
Kohlenhydrate (g) 3,55 10 16,1
Fett (g) 12 bis 24 0,1 0,6
Eiweiß (g) 1,37 1 0,7
Ballaststoffe (g) 4,1 2 2,24
Vitamin A  (µg) 19 27 7
Beta-Carotin (µg) 112 165 40
Vitamin B1 (µg) 70 30 50
Vitamin B2 (µg) 100 39 20
Vitamin B3 (µg) 1010 300 483
Vitamin B5 (µg) 1100 218 600
Vitamin B6 (µg) 270 30 105
Vitamin B7, Biotin (µg) ja 1 2
Folsäure  (µg) 20 2 7
Vitamin B12 (µg) ja
Vitamin C (mg) 10 80 10
Vitamin D (µg) 3,43
Vitamin E (µg) 1300 700 200
Vitamin K (µg) 19 20
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja ja
Calcium (mg) 14 21 8
Kalium (mg) 550 191 220
Magnesium (mg) 25 41 3
Phosphor (mg) 49 16 17
Schwefel (mg) 20 10 15
Eisen (mg) 0,44 0,4 0,5
Jodid  (µg) 3 1 1,5
Kupfer  (µg) 390 35 120
Mangan (mg) 0,186 0,023 0,13
Zink (mg) 0,644 0,376 0,57
Selen (µg) ja 0,6
Methionin (mg) ja 5 11
Tyrosin (mg) ja 10 21
Arginin (mg) 78 20 38
Omega 3 Fettsäure (mg) 111 16 46

 

 

 

 

 

 

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