Die meisten Menschen arbeiten nicht mehr zu Hause und legen selbst kürzeste Wege mit dem PKW zurück. Weniger auf Achse zu sein, bedeutet nicht nur weniger Fahrtkosten, sondern auch mehr Freizeit. Doch wie geht das? 

Zugegeben: Nicht jeder Radweg sieht so idyllisch aus wie dieser. Foto (C) albularider / flickr

Zugegeben: Nicht jeder Radweg sieht so idyllisch aus wie dieser. Foto (C) albularider / flickr

 

Wegzeiten sparen bei Dienstfahrten

Dass es in Großstädten immer wieder zu Stau-Bildungen kommt entlang der Hauptverkehrsadern, hat damit zu tun, dass es so viele Pendler gibt, die zur gleichen Zeit unterwegs sind. Außerhalb der Stoßzeiten sind die Straßen weitgehend leer. Die Kilometer, die wir täglich zurücklegen müssen, um zur Arbeit zu kommen, kosten nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld und Energie und wirken sich negativ auf die Umwelt aus. Am effizientesten wäre es, einfach 40 Stunden pro Woche am Stück zu arbeiten und nur einmal hin und her zu fahren. Aber unser Körper ist nun mal keine Maschine, die sich kommerziell ausbeuten lässt, bis der Motor eingeht! Hier einige Denkanstöße, wie sich Arbeitswege einsparen lassen. Es sind keine sensationellen Tipps dabei, aber wer kann von sich behaupten, dass er wirklich alle Möglichkeiten nutzt, um die Fahrzeiten zu reduzieren? Manchmal muss man schon selbst die Initiative ergreifen, um mit dem Arbeitgeber günstigere Alternativen zu finden.

  • Fahrgemeinschaften bilden mit Kollegen: Der Zeitaufwand wird zwar nicht geringer, aber der Energieaufwand lässt sich halbieren. Öffentliche Verkehrsmittel kann man auch als Form von Fahrgemeinschaften betrachten, allerdings wird der Zeitaufwand umso größer, je mehr Leute mitfahren und je mehr Haltestellen auf der Strecke liegen.
  • Andere Wege mit den Arbeitswegen verbinden: Statt am Samstag-Vormittag einkaufen zu fahren, kann man die Einkäufe auch unter der Woche erledigen. Ebenso lassen sich Besuche bei Freunden, Freizeit-Ausfahrten, Kinder-Taxi-Dienste und Behördengänge vor, nach oder während der Dienstzeit am schnellsten zurücklegen.
  • An 4 Tagen länger arbeiten, um am Freitag (oder an einem anderen Wochentag) frei zu haben. Wer sich die Zeit frei einteilen kann, nimmt sich besser den Montag frei oder drei Tage mitten in der Woche.
  • Um schneller voranzukommen, hilft es, wenn man in der Früh eine Stunde früher anfängt und noch vor der Rushhour nach Hause fährt.
  • Arbeiten von zu Hause aus: Wer kann, verlagert zumindest einen Teil der Arbeit ins Homeoffice oder in die hauseigene Werkstatt.
  • Wer selbstständig ist, setzt auf Telekommunikation und spart bei persönlichen Meetings. Es gibt nicht nur Telefon, Emails und Internet-Datendienste, sondern auch Videokonferenzen! Wenn man alle Möglichkeiten nutzt, ist es nur noch selten nötig, sich ins Auto zu setzen, um Recherchen durchzuführen, Interviews zu machen und Prospekte vorzulegen. Bei Bauvorhaben und anderen prozesshaften Projekten sind fixe Besprechungszeiten üblich, aber sind sie auch immer notwendig?
  • Lieferungen auf dem Postweg: Es ist verkehrstechnisch fast immer von Vorteil, sich beliefern zu lassen, statt die Waren persönlich einzukaufen. Vor allem in Großstädten, wo hunderte Kunden zu Hause bleiben können, wenn stattdessen ein Paketdienst vorfährt. Nur in entlegenen Gegenden ist die Fahrt mit dem PKW billiger als mit dem Lieferwagen.
  • Übernachten in Pendlerwohnungen und Gastzimmern: Wer keine Familie hat und eine nette Unterkunft findet, kann viel Zeit sparen, indem er an Arbeitstagen am Arbeitsort bleibt und nicht täglich hunderte Kilometer lang in der Gegend herumfährt.
  • Um Dienstfahrten mit sportlicher Betätigung zu verbinden, nimmt man am besten ein Fahrrad oder geht überhaupt zu Fuß. Strecken unter 2 Kilometern sollten eigentlich kein Thema sein für Menschen mit intakten Gehwerkzeugen.

 

So sieht es aus, wenn alle gleichzeitig in eine Richtung fahren. Foto (C) Jason Thien / flickr

So sieht es aus, wenn alle gleichzeitig in eine Richtung fahren. Foto (C) Jason Thien / flickr

 

Sparen beim Freizeit- und Urlaubsverkehr

  • Unnötige Ausfahren vermeiden: Wie oft kommt es vor, dass man nach der Arbeit erst mal nach Hause fährt, um zu essen und sich umzuziehen, und eine Stunde später für Freizeitverkehr zu sorgen?
  • Urlaub in der Region: Wie viele schöne Ecken gibt es noch in der unmittelbaren Umgebung, die man noch nie erkundet hat?
  • Das Freizeitprogramm mit beruflichen Dienstfahren verbinden: Es ist doch schade, stundenlang unterwegs zu sein für ein relativ kurzes Meeting, um danach gleich wieder nach Hause zu brausen.
  • Urlaub außerhalb der Hauptsaison: Müssen es überhaupt mehrere Wochen am Stück sein? Wenn man keine Schulkinder hat, gibt es eigentlich keinen Grund, ausgerechnet in den Ferienzeiten auf Urlaub zu fahren.
  • Urlaub zu Hause: Auch wenn es was zu feiern gibt, muss man sich nicht in einem entlegenen Gasthaus treffen, sondern kann eine Hausparty veranstalten oder zumindest einen zentralen Treffpunkt wählen mit kürzestmöglichen Anfahrtswegen.
  • Entspannter Lebensstil: Wer das ganze Jahr über so lebt, dass er gar keine „Kur-Aufenthalte“ benötigt, kann sich den Urlaub komplett ersparen.
  • Stammtische ins Internet verlegen: Natürlich ist auch der persönliche Kontakt wichtig, aber muss man sich wirklich so häufig treffen?
  • Regionaler Freundeskreis: Dass woanders alles besser und interessanter ist, ist oft ein Gerücht.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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