Nachdem lange Zeit nur über Streitereien berichtet wurde, kann die E-Cat-Erfolgsgeschichte endlich weitergehen! Der Erfinder Andrea Rossi hat seine Lizenz zurückbekommen.

Symbol-Foto (C) Manfred Steger / flickr

Symbol-Foto (C) Manfred Steger / flickr

 

Zur Vorgeschichte

Der Italiener Andrea Rossi ist der Erfinder von hoffnungsvollen Energie-Geräten auf Basis der „Kalten Fusion“ (auch als „LENR“ bezeichnet bzw. „Low Energie Nuclear Reaction“), die bereits vor Jahren vorgestellt wurden und unter der Bezeichnung „E-CAT“ vermarktet werden sollten. Nachdem die Firma IH (Industrial Heat) einen 1-Megawatt-Reaktor sowie Patentrechte erworben hatte, brach im Juni 2016 ein Rechtsstreit aus zwischen Rossi und der Firma IH. Rossi erkrankte außerdem an einem Hautkrebs und muss seither eine Perücke tragen, um seine Kopfhaut zu schützen. Hier ein Link zur offiziellen Seite der Leonardo Corporation, wie die Firma von Rossi heißt. Der „Treibstoff“ eines E-CATs besteht aus Wasserstoffgas sowie speziell behandeltem Nickel- und Lithiumpulver. Der COP (Coefficient of Performance) soll 80 betragen – was so viel heißt, wie dass aus einem KW Eingangsleistung eine Ausgangsleistung von 80 KW erreicht wird.

 

Beilegung des Rechtsstreites und Rückgabe der Lizenzrechte an Rossi

Andrea Rossi hat seine Lizenz Anfang Juli 2017 schlussendlich zurückbekommen nach einem langen und teuren Gerichtsstreit mit seinem US-amerikanischen Lizenznehmer, wobei keine der Parteien für den Schaden des anderen aufkommen muss. Rossi wurde von den Medien schrecklich vorverurteilt, gemobbt und diffamiert. Es ist daher eine große Erleichterung, dass die Geschichte zu seinen Gunsten ausgegangen ist und eine konstruktive Fortsetzung findet. Rossi war durch die Lizenzvereinbarungen ein Jahr lang wie geknebelt. Er hatte sich eigentlich eine Kooperation mit IH vorgestellt und die Situation falsch eingeschätzt. Inzwischen sind weitere LENR-Player an die Öffentlichkeit getreten und es ist nicht mehr möglich, die Technologie zu vereinnahmen.

Das 1 MW Wärmekraftwerk wurde nun ein Jahr lang vom Lizenznehmer betrieben, dieser wollte jedoch die vereinbarte Gebühr nicht in voller Höhe bezahlen. Keiner der Kontrahenten konnte seine Vorwürfe beweisen. Die Firma IH hat laut Rossi genug Informationen, um die Technik zu kopieren und Rossi kann seine Technik wieder weiterentwickeln, was sonst nicht möglich gewesen wäre, weil laut Vertrag alle zukünftigen Entwicklungen in das Eigentum des Lizenznehmers gefallen wären. Tom Darden, der Chef von IH, vertritt die jedoch Auffassung, dass die erhaltenen Informationen für eine Replikation niemals ausreichen. Da Rossi nicht der einzige erfolgreiche LENR-Forscher ist, ist so oder so für gesunde Konkurrenz gesorgt und es wird keine Monopolstellung geben, egal wer von beiden nun Recht haben mag. Während des Prozesses kamen Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit von Andrea Rossi auf, doch schließlich konnte man ihm keinerlei Betrug anlasten. Die einjährige Testphase spricht für den Erfolg der Technik. Andrea Rossi hat nun umfangreiche Präsentationen geplant, um die Industrialisierung der neuesten E-Cat-Version E-CAT-QX voranzutreiben.

Als Ausgangsmaterial werden geringe Mengen an Nickel-Pulver benötigt. Foto (C) fdecomite / flickr

Als Ausgangsmaterial werden geringe Mengen an Nickel-Pulver benötigt. Foto (C) fdecomite / flickr

 

 

Was kann der neue E-CAT-QX?

Laut einem Artikel von Chapman am 22. Juli 2017 auf der Internet-Plattform ECW (E-Cat-World) soll der neue E-CAT unabhängig vom Netzstrom laufen mit einem operativen COP von 2000. Wie die technischen Angaben von Andrea Rossi zu interpretieren sind, scheint nicht ganz klar zu sein. Optimisten und Skeptiker stehen einander weiter gegenüber.

Eine Einschätzung von Donald Anderson mit technischen Detailangaben ist in einem Beitrag vom 25. Juli bei ECW nachzulesen. Ende Oktober soll eine vollständige Präsentation und Offenlegung erfolgen. Der QX kann eine Kombination aus Wärme (bis 2600 Grad Celsius), Strom (ca. 10%) und Licht (ca. 25%) erzeugen, wobei die Wärme durch einen Wärmetauscher, der die Lampe umgibt, generiert wird. Zum Starten des Gerätes sollen Gleichstrom-Batterien ausreichen. Die bisher von Rossi frei gegebenen Informationen lassen noch Spielraum für Spekulationen, wie das Ding wirklich funktioniert.

Was Rossi selbst zu über das Modell ECAT Quark X bekannt gibt, ist auf der Webseite der Leonardo Corporation nachzulesen. Der Energieverbrauch wird mit 0,5 Wh/h angegeben, die erzeugte Energie mit 100 Watt Wh/h. Davon sind 0% bis 50% Lichtenergie, 0% bis 10% elektrische Energie und 0% bis 100% Hitze. Die Prozentsätze lassen sich modulieren. Dazu wird ein Foto mit einem Lichtfleck veröffentlicht, der in Wirklichkeit viel heller sein soll als dargestellt.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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