Krafttiere wirken wie Schutzengel, glauben die Schamanen. Sie stehen dem Menschen zu Seite, beschützen ihn, fördern seine Entwicklung und unterstützen Heilungsprozesse.

Die Giraffe ist das größte Landtier auf dem Planeten, Foto (C) Denise Womack-Avila / flickr

Die Giraffe ist das größte Landtier auf dem Planeten, Foto (C) Denise Womack-Avila / flickr

 

Was ist ein Krafttier?

Es gibt die schamanische Vorstellung, dass jeder Mensch von einem oder mehreren Tierwesen unterstützt wird. Dabei handelt es sich um keine lebenslängliche Gefolgschaft, sondern die Tiere passen zum jeweiligen Lebensabschnitt. Für die meisten Haustier-Besitzer ist es vollkommen klar, dass ihre Lieblinge so etwas wie Lebensgefährten sind, die das Dasein auf diesem Planeten erleichtern. Es ist jedoch nicht so, dass die Krafttiere in lebender Form präsent sein müssen, sondern die Energie der Tiere kann auch im Verborgenen wirken. Den meisten Menschen ist es gar nicht bewusst, dass sie mit einem Krafttier verbunden sind. Die Tiere können auf dem Bildschirm auftauchen oder wie zufällig in der Natur über den Weg laufen. Sie können auch in Träumen erscheinen oder bei Freunden untergebracht sein. Normalerweise mag man sein Krafttier, aber es kann auch vorkommen, dass sich um ein Tier handelt, das man weder appetitlich noch sympathisch findet. Nicht jeder findet es toll, mit Hühnern, Raben oder Schlangen verbandelt zu sein. Aber auch die unbeliebteren Tierarten können uns nützlich sein mit ihren speziellen Energien. Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter mit besonderen Fähigkeiten und Vorlieben. So kann zum Beispiel eine Giraffe mit ihrem langen Hals und ihrer gelassenen Art ermutigend wirken auf jemanden, der sich klein, unsicher und ohne Perspektive fühlt.

  

Wie kommt man zu seinem Krafttier?

 In den meisten Fällen wird das Krafttier identisch sein mit dem aktuellen Lieblingstier. Wer sich da nicht so sicher ist, kann sein Krafttier mit folgenden Methoden finden:

  • Eine Krafttier-Orakel-Karte ziehen.
  • Einen Test im Internet machen.
  • Eine Schamanische Reise unternehmen zur Begegnung mit dem Krafttier.
  • Tiere beobachten, die im Alltag aufkreuzen.
  • Tiere beachten, von denen wir oft träumen.
  • Durch besondere Verbundenheit mit einem Haus- oder Nutztier.
  • Durch ungewöhnliche Begegnungen mit Wildtieren, die man nicht so oft sieht (z.B. Gottesanbeterinnen, Störche, Steinböcke, Wölfe, Fledermäuse, Uhus).
  • Grundsätzlich kann jedes Tier ein Krafttier sein. Auch eines, das in keinem Verzeichnis aufgelistet ist. Zum Beispiel können es auch spezielle Insekten sein, die sich immer wieder ins Haus verirren oder außen an den Fensterscheiben sitzen.
So ein kapitaler Hirsch ist ein besonderes Erlebnis, keine Frage. Foto (C) Peter Pham / flickr

So ein kapitaler Hirsch ist ein besonderes Erlebnis, keine Frage. Foto (C) Peter Pham / flickr

 

Was bedeuten die verschiedenen Tierarten?

Man kann die Bedeutung entweder im Internet nachlesen auf einer der vielen Plattformen, die Verzeichnisse über Krafttiere führen. Oder man kann die Deutung auch selber vornehmen, indem man sich überlegt, welche besonderen Eigenschaften das Krafttier hat. Wassertiere (Element Wasser) haben im Allgemeinen mit Gefühlen zu tun, Lufttiere (Element Luft) mit Freiheit und Führung, Landbewohner (Element Erde) mit Schutz und Raubtiere (Element Feuer) mit Transformation.

 

 Beispiel Hühner

Ja, die „dummen“ Hühner! Gackernd, nervös, unsozial, eigensinnig, rechthaberisch und scheu wie sie sind, eignen sich sich nicht unbedingt als Kuscheltiere. Aber sie haben auch viele gute Eigenschaften. Nicht nur, dass sie fleißig Eier legen und sich bei der Unkraut-Bekämpfung nützlich machen, nein auch auf geistiger Ebene! Hühner sind sehr gründliche Tiere, die alles erforschen und einen starken Willen besitzen. Das Ei steht für Neubeginn und Fruchtbarkeit. Der Hahn kann den Menschen ermutigen, den Kopf zu erheben und sich durchzusetzen. Hühner beanspruchen ein angemessenes Revier mit reichlich Platz und Bewegungsraum. Sie ordnen sich nicht leicht unter, sondern achten auf ihre Vorteile. Halten nicht den Mund, sondern machen sich lautstark bemerkbar. Hühner können Krafttiere sein für Menschen, die zögerlich und konfliktscheu sind, vorschnell nachgeben und ihre Wünsche nicht offen aussprechen.

 

Beispiel Eichhörnchen

Eichhörnchen haben ein niedliches Äußeres mit ihren wuscheligen Spitzohren und dem buschigen Schwanz. Doch auch sie sind eher scheu und auf ihren Vorteil bedacht. Wer Nuss- oder Maroni-Bäume besitzt, kann ein Lied davon singen, denn die sammelfreudigen Kletter-Maxis legen Vorräte an und sind meistens schneller als der Mensch beim Ernten – oft schneller als man überhaupt schauen kann. Sie erstaunen mit ihrer Wendigkeit und ihrem rasanten Tempo, bringen Schwung in stagnierende Verhältnisse und schaffen überraschende Perspektiven. Sie machen auch Mut, nicht am Boden zu bleiben, sondern die höchsten (Baum-) Gipfel zu stürmen. Außerdem wirken sie immer zufrieden und freundlich, geerdet und unabhängig zugleich. Eichhörnchen können Krafttiere sein für Menschen, die auf günstige Fügungen warten, statt für sich selbst zu sorgen, Chancen zu nutzen und zufrieden zu sein mit dem, was sie haben.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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