Bauanleitungen für das plasmatische „Freie Energie“ Gerät findet man zuhauf im Internet, aber über Erfahrungen und Messergebnisse hört man nur wenig.

Magrav mit Holz-Gehäuse und Sichtfenster, Foto + Design (C) Irmgard Brottrager

Magrav mit Holz-Gehäuse und Sichtfenster, Foto + Design (C) Irmgard Brottrager

 

Der MAGRAV (MAGnetisch-GRAVitative Technologie) ist ein plasmatisches Energie-Gerät, bestehend aus drei nano-beschichteten Kupferspulen, die ringförmig um drei GaNs-Behälter angeordnet sind. (GaNs = Gas im Nano-Zustand) Die Geräte können käuflich erworben werden, werden aber meist selbst gebaut oder gemeinsam mit anderen Interessenten in Workshops hergestellt. Warum baut man sich überhaupt so ein Ding? Dafür gibt es grundsätzlich drei Gründe:

1) Man möchte mit der Plasma-Energie vertraut werden und eigene Erfahrungen sammeln.

2) Man erhofft sich Einsparungen beim Stromverbrauch.

3) Aus Prestige-Gründen, weil es in der Freie-Energie-Szene „in“ ist, einen Magrav (und andere plasmatische Tools) zu besitzen.

Für die meisten, die auf den Freie-Energie-Zug aufgesprungen sind, ist die Plasma-Forschung wie eine Abenteuer-Reise, die man nicht abbrechen möchte, ehe an einem Ziel angekommen zu sein. Je mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Geld man bereits investiert hat, umso weniger möchte man aufgeben. Doch ist der Hype um den Magrav-Bau das Aufsehen wirklich wert, das er erregt? Wenn sich diese Frage so leicht beantworten ließe, wären vermutlich bereits viele abgesprungen. So viel über alle möglichen Bauarten geredet und diskutiert wird, so wenig wird über die Ergebnisse gesprochen. Angeblich hängt der Erfolg vom Glauben ab. Wer nicht daran glaubt, wird auch keine Ersparnisse erzielen, heißt es.

 

Messungen sind schwierig

Da man den Stromverbrauch nicht messen soll – denn das würde ja bedeuten, dass man misstrauisch ist – und selbst dann nicht so einfach messen kann, wenn man es will, gibt es keine fundierten Auswertungen. Die Stromverbräuche sind von Natur aus nicht konstant, sondern von Tag zu Tag sehr unterschiedlich. Man könnte nur bei jedem Verbraucher einen Wattzähler dazwischenschalten, aber dieser stört angeblich den plasmatischen Energiefluss. Dazu kommt noch, dass mit Einsparungen frühestens in 6 Monaten zu rechnen ist und es daher nichts bringt, täglich auf die Wattzähler zu starren. Ein Magrav ist kein banales technisches Gerät, sondern ein feinfühliges Wesen, das nicht besser funktioniert, wenn man es mit frustrierten Gedanken unter Druck setzt. Da verhält es sich dann wie ein sturer Esel und bringt erst recht nichts. Eine weitere Erschwernis ist, dass die meisten Anwender nicht recht wissen, wie sie diese neue Energieform überhaupt begreifen sollen und wie damit umzugehen ist. Man merkt, dass die Geräte etwas bewirken und kann auch messtechnisch allerlei Anomalien feststellen, bleibt aber mangels Verständnis in der Beobachter-Rolle.

Magrav mit Holz-Gestell, Foto + Design (C) Irmgard Brottrager

Magrav mit Holz-Gestell, Foto + Design (C) Irmgard Brottrager

 

Unterschiedliche Ergebnisse

Mal abgesehen davon, dass man keinem trauen kann, wenn er von Strom-Einsparungen berichtet, weil diese ziemlich sicher nur gefühlsmäßig ermittelt wurden und es keine seriösen Nachweise gibt, fallen die Erfahrungen sehr unterschiedlich aus. Schließlich hat auch jeder einen anderen Magrav und nicht alle funktionieren gleich gut. Die meisten Anwender erzielen marginale bis gar keine Einsparungen, wie es scheint – jedenfalls nicht binnen 6 Monaten. Einige wenig berichten von erheblichen Einsparungen zwischen 30% und 50%. Andere von stark schwankenden Werten. Und nur ganz wenige Ausnahme-Tüftler wie Paul Davis Laurentides sparen angeblich bis zu 95% ein mit speziellen Bauarten. Auch bei Kraftfahrzeugen wurden bisher so gut wie keine Treibstoff-Ersparnisse erzielt. Die meisten Forschenden bemerken jedoch diverse andere Vorteile, die sich durch eine energetische Harmonisierung ergeben: Zum Beispiel mehr Leistung und einen ruhigeren Lauf der angeschlossenen Elektrogeräte. Vor allem jedoch verändert ein Magrav die Schwingung im Raum und das spüren fast alle feinfühligen Menschen.

 

Raum-Harmonisierung und atmosphärische Wirkungen

Ein Magrav soll neben den Stromspar-Effekten dazu dienen, die Schwingungen in der Umgebung anzuheben, und das scheint er tatsächlich zu tun. Der Magrav – und auch andere plasmatische Energie-Objekte – macht den Menschen friedlicher und ausgeglichener, entspannter und zentrierter. Zur Gemeinde der Plasma-Forschenden gehören nicht zufällig viele angenehme Persönlichkeiten mit sanften und wohlklingenden Stimmen, die sich altruistisch um das Gemeinwohl bemühen. Daher spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob ein Magrav mehr kann, als nur Strom durchzulassen. Dennoch sollte man sich nicht ablenken und einlullen lassen von der Friede-Freude-Eierkuchen-Bewegung und die eigentlichen Energie-Ziele nicht aus den Augen verlieren.

 

Elektrotechnische Wirkungen

Laut einer elektrotechnischen Studie der Firma „expect more“, die beim Verein GAIA veröffentlicht wurde, verhält sich ein Magrav wie ein Verbraucher und spart nicht nur nichts ein, sondern verbraucht sogar noch zusätzliche Energie. Seine Effizienz liegt bei dürftigen 97%. Allerdings sind die Messungen noch während der 6-monatigen Adaptierungsphase erfolgt, in der keine Ersparnisse zu erwarten sind. Wir werden sehen, wie sich die Forschungen weiter entwickeln. Die nächste vollmundige Ankündigung seitens der Keshe-Foundation ist bereits erfolgt: „In wenigen Wochen“ (was bekanntlich ein sehr dehnbarer Begriff ist) soll ein selbst-laufender Generator vorgestellt werden ohne Leistungsbegrenzung. Falls dieser tatsächlich hält, was er verspricht, genügt es vollkommen, wenn die „alten“ Magravs nichts weiter können als die Stimmung verbessern.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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