Im Gegensatz zu konstruktiver Kritik zielen Abwertungen auf das Gute ab und richten damit viel Schaden an, wenn sie von den Opfern nicht klar erkannt und gebannt werden.

Wer sich nicht mal bedanken kann, ist wirklich arm! Foto (C) SigNote Cloud / flickr

Wer sich nicht mal bedanken kann, ist wirklich arm! Foto (C) SigNote Cloud / flickr

 

Abwertungen haben viele Formen und sind so alltäglich, dass sie oft kaum bemerkt werden. Sie kosten sehr viel Lebensenergie und behindern den natürlichen Chi-Fluss im Organismus. Ein Mensch, der viele Abwertungen an sich heranlässt, ohne zu begreifen, wie ihm geschieht, kann kein starkes Selbstwertgefühl aufbauen und wird immer wieder mit seinen Feinden konfrontiert. Das kosmische Gesetz der Anziehung sorgt dafür, dass wir Defizite im Bewusstsein – auch Verdrängungen genannt – nicht loswerden können, ehe wir lernen, die falschen Freunde zu entlarven. Oft befinden sich diese Erzfeinde und Saboteure des Erfolges direkt in der Herkunftsfamilie. Im Grunde jedoch sind sie ein Teil von uns selbst, solange wir uns mit ihnen identifizieren und daher keine Abwehrreaktionen zeigen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich in der Kindheit mit seinen Bezugspersonen identifiziert und deren Einstellungen übernimmt. Wenn nun die Eltern gewisse Begabungen schlecht machen oder die Interessen des Kindes nicht gutheißen, dann glaubt der kleine Mensch, dass er nicht gut genug ist oder nicht richtig tickt. Ist die zweifelhafte Meinung von sich selbst mal verankert, kann es sehr lange dauern, bis der junge Mensch zu sich kommt und Selbstvertrauen gewinnt.

 

Kritik ist nur sehr selten hilfreich gemeint

Man muss Kritik aushalten und konfliktfähig sein, heißt es. So als wäre Kritik etwas Gutes. In Wirklichkeit ist Kritik nur ganz selten eine Form von Hilfestellung, um etwas besser zu machen. In den allermeisten Fällen wird Kritik einfach dazu benutzt, um einen Menschen schlecht zu machen. Es gibt immer etwas zu kritisieren, wenn man einen Mitmenschen nicht respektieren möchte, so wie er ist und wenn man seine Bemühungen nicht würdigen möchte. Echte Kritik ist niemals pauschal auf den ganzen Menschen gemünzt oder auf die gesamte Qualität eines Werkes. Sie ist auch keine Schuldzuweisung, sondern die Darstellung eines subjektiven Problems, das ein Empfänger mit einer Leistung hat. Nützliche Kritik kann niemals auf Personen gerichtet sein, die einem gar nichts getan haben oder die man nie bezahlt hat. Jede Form von „Kritik“ an Menschen, die man bloß irgendwo sieht oder hört, ist eine Form von Angriff. Dazu gehören auch die herabwürdigenden Kommentare unter Youtube-Videos, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Kritik ist erlaubt, wenn man etwas wirklich nicht gut findet. Aber in diesem Fall sollte klar hervorgehen, dass es sich bloß um die eigene Meinung handelt und dass man den anderen nicht herabsetzen möchte. Kritik ist oft sehr ungerecht, wenn sich der Empfänger einer Information auf den Schlips getreten fühlt, wenn er von Missgunst gepeinigt wird oder mit sich selbst nicht zufrieden ist. Kritiker, die ihre Mitmenschen fertig machen, um selber besser dazustehen, haben niemals Recht.

 

Kann man Abwertungen mit einem hohen Selbstwertgefühl ausgleichen?

Wenn ein Mensch den anderen abwertet, kann die Energie zwischen diesen beiden Menschen nicht mehr fließen. Der Abgewertete kann sich mit einem hohen Selbstwertgefühl retten, aber er kann sich innerhalb der Beziehung nicht verwirklichen. Er kann sich nur abgrenzen und anderen Menschen zuwenden, die seine Qualitäten besser zu schätzen wissen. Ständige Abwertungen werden zu massiven Hindernissen in der Entwicklung, wenn man sie toleriert. Wer von sich selbst etwas hält, gibt sich mit herabwürdigenden Menschen nicht länger ab, sondern ignoriert sie (ohne die Kritik zu überhören!) oder schaltet ihre Kommentare aus. Kritik ist nur interessant, wenn sie als Hinweis gedacht ist, wohlwollend und in Augenhöhe ausgesprochen wird und nicht mit der Absicht, einen Vorzug oder eine gute Leistung zu schmälern. Wenn etwas nicht ganz gelungen ist, weiß man das doch meist selbst am besten und man braucht sich von niemandem vorführen zu lassen wie ein Verbrecher.

 

Selbstbewusstsein, Frieden und Freiheit gehören zusammen. Foto (C) Lauren McKinnon / flickr

Selbstbewusstsein, Frieden und Freiheit gehören zusammen. Foto (C) Lauren McKinnon / flickr

 

40 Abwertungen, die nicht immer als solche erkannt werden

1) Ständige Beurteilungen, auch positive: Wer andere beurteilt, maßt sich eine höhere Position an und versetzt den Beurteilten auf eine tiefere Hierarchie-Ebene.

2) Besserwisserei und Belehrungen: Auch hier erhebt sich ein Mensch über den anderen.

3) Ausbleibender Dank nach dem Erhalt von Leistungen.

4) Prahlerei und Vergleiche, bei denen die Verglichenen schlechter abschneiden: Hier versucht einer den anderen zu degradieren, indem er ihm seine eigenen Wertmaßstäbe überstülpt.

5) Verlachen und Spotten.

6) Dominieren, unterdrücken, nicht zu Wort kommen lassen, das Wort verbieten, nicht zuhören und ins Wort fallen.

7) Zurechtweisungen.

8) Üble Nachrede.

9) Ausgrenzung, Leugnung und Aberkennung von natürlichen Positionen. Zum Beispiel der Position als Mitglied einer Familie, einer Hausgemeinschaft, einer Berufsgruppe, eines Arbeitsteams oder einer Paar-Beziehung.

10) Abwertungen und Diskriminierungen auf Grund des Geschlechtes.

11) Demütigungen und Erniedrigungen.

12) Leugnen von erhaltenen Leistungen.

13) Verweigerung der Anerkennung für Leistungen oder liebevolle Zuwendung.

14) Respektlosigkeiten, Rücksichtslosigkeit und Grenzverletzungen aller Art.

15) Gewalttätigkeiten und Gewaltfantasien.

16) Ausdrückliche Abwertungen: „Du bist mir egal“ „Du bist nicht gut genug“ „Es gibt bessere (Männer, Frauen, Freunde, Schüler, Lehrer, Autoren) als dich.“

17) Verweigerung der Aufmerksamkeit und des Mitgefühls.

18) Ablehnung von Eigenschaften, die nicht zu ändern sind: „Du bist zu groß, zu dunkelhaarig, zu grauhaarig, zu jung, zu alt …“

19) Herabwürdigende Kommentare im Internet.

20) Unterstellen von Fehlern, die nicht vorhanden sind oder keine Rolle spielen. Niemand muss perfekt sein, um Achtung zu verdienen.

21) Das Haar in der Suppe suchen bei hervorragenden Leistungen.

22) Die Verweigerung der Realität eines anderen Menschen wider besseres Wissen, weil man ihn binden möchte oder am Boden sehen möchte. Dazu gehört auch die Unterstellung von Missständen, die nicht existieren. Zum Beispiel, dass jemand krank sei, nicht zahlungsfähig sei, nicht leistungsfähig sei, nicht zurechnungsfähig sei und so weiter.

23) Beschimpfungen und Beleidigungen.

24) Absichtliche Täuschung, Unehrlichkeit und Betrug. Manipulation, irreführende Werbung und Brechen von Wahlversprechen.

25) Verweigerung der Kooperation und des Entgegenkommens.

26) Absichtliche und grundlose Ignoranz. Ignorieren von Regeln und Vereinbarungen.

27) Überwachung, Anstarren, Verfolgen, Abpassen und Belagern.

28) Schuldzuweisungen.

29) Schadenfreude, hämische Wünsche und Verwünschungen.

30) Verweigerung von Gegenleistungen und angemessener Bezahlung.

32) Das Verbot, ehrlich und offen zu sein. Einschränkung der Meinungsfreiheit.

33) Die Herabwürdigung von wichtigen Anliegen und Herzenswünschen.

34) Die Unterdrückung von Knowhow und Technologien, die nichts kosten.

35) Jede Form von Entmündigung, vor allem durch Ärzte, Lehrer und Vorgesetzte, die Unterwerfung verlangen.

36) Finanzielle Benachteiligung, Ausbeutung, Abzocken und Unterdrückung von Menschen, die aus der Reihe tanzen und dem herrschenden System nicht dienen.

37) Vereitelung des Erfolges von Kooperationen durch das Prinzip „Teile und Herrsche“.

38) Hetzerei, Schwarzmalerei und Panikmache um zu verunsichern, Sorgen zu schüren, Energien zu binden und vom Ziel abzulenken.

39) Bedrohung und Erpressung.

40) Vandalismus, Beschädigungen und Verschmutzungen.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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