Eigenheime sind langfristige Investitionen und Planungen sind immer zukunftsorientiert. Die solide Finanzierung setzt voraus, dass man auf die Stabilität des Geldsystems vertrauen kann und die nächsten Jahrzehnte vorhersehbar sind.

Foto (C) Tax Credits / flickr

Foto (C) Tax Credits / flickr

 

Zum herrschenden Geld- und Finanzsystem, dem wir alle unterworfen sind, ist bereits viel geschrieben worden. Daher hier nur ein paar Eckdaten:

Schuldgeld-System und Geldschöpfung aus dem Nichts:

Bei der Vergabe von Krediten wird kein vorhandenes Geld verliehen, sondern die Kreditbeträge werden einfach auf das Konto aufgebucht. Auf diese Weise wird die Geldmenge unverhältnismäßig erhöht und die Banken geraten selber in die Schuldenfalle, wenn zu viele Kreditnehmer ihre Kredite nicht zurückzahlen und zu wenig reale Güter vorhanden sind (Stichwort „Faule Kredite“). Es ist insgesamt zirka 10 Mal mehr Geld im Umlauf als das weltweite Bruttoprodukt ausmacht. Das Bankensystem ist nicht in der Kontrolle der Regierungen, sondern die Regierungen sind von den Banken abhängig. Die US-Notenbank FED ist eine Privatbank.

Geld-Abschöpfung durch die Elite:

Die so genannte Elite (Regierungseinrichtungen + Banken) kassiert zirka 90% des gesamten Geldvermögens und damit lässt sich natürlich viel anfangen. Zirka 50% werden vom Bruttolohn abgezogen. Dazu kommen 20% Mehrwertsteuer und sonstige Zwangsabgaben wie Rundfunkgebühr, Kammerbeiträge, KFZ-Steuern und Zwangsversicherungen, Grundsteuern, 40% Fixkosten bei Fernwärme und Strom und weitere Kommunalabgaben (Wasser, Kanal, Müllabfuhr). Und dann noch die versteckten Kreditkosten, die in allen Produkten enthalten sind, vor allem bei Immobilien. Wer dann noch eigene Kredite abstottern muss, zahlt noch mehr. Das Leben ist eigentlich total billig, denn man käme mit 5 bis 10% dessen aus, was die Waren und Dienstleistungen kosten, wenn die hohen Abgaben nicht wären.

 

Wachstumszwang und Immobilien-Finanzierung:

Das Finanzsystem wird nur vom Vertrauen der Menschen und ihrer Autoritäts-Gläubigkeit aufrechterhalten. Außerdem wurden Mechanismen eingebaut, die dafür sorgen, dass der Umsatz laufend steigen muss, während Vermögende gleichzeitig enteignet werden. Für Menschen, die ein eigenes Haus bauen möchten, ist es nicht nur schwierig, dieses zu finanzieren, sondern auch, es zu halten. In Südeuropa ist es nicht üblich, das Vermögen auf der Bank zu horten, sondern es wird lieber in Immobilien investiert. Eine finanzielle Absicherung kann nur sicher sein, wenn sie vom kollabierenden Finanzsystem unabhängig ist. Es kommt seit 2008 zu einer massiven Geldblasen-Bildung, die logischerweise irgendwann platzen muss, weil das Wirtschaftswachstum nicht Schritt halten kann. Relativ sicher sind nur Anlagen in Sachwerte. Dazu gehören hauptsächlich die Immobilien, aber auch andere Investitionen von bleibendem Wert. Also keine Verbrauchsgüter wie Essen, Trinken, Urlaub, Fahrtkosten, Medien (Fernsehen, Zeitungen) und Energiekosten. Auch Versicherungen sind keine sicheren Investitionen. Bei den Immobilien ist darauf zu achten, dass sich auch hier Blasen bilden in bestimmten Regionen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Zunahme der Armut trotz Wirtschaftswachstum

Trotz wachsender Wirtschaft sinkt der Lebensstandard, weil die Abgaben zunehmen und weniger in der Geldbörse bleibt. Es gibt derzeit knapp 4 Millionen Hartz-4-Empfänger in Deutschland. Viele selbstständige Arbeitslose werden in Österreich gar nicht erfasst, weil sie keinen Anspruch haben. Wer knapp über ca. 5.000 EUR im Jahr verdient, dem werden noch die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen und er kann sehen, wo er bleibt – ohne jede staatliche Unterstützung. Tausende Menschen in Österreich können sich keine Krankenversicherung leisten, weil ihr Einkommen weit unter der Armutsgrenze liegt. Um die Mindestsicherung beziehen zu können, muss man beinahe völlig mittellos sein. Die Arbeitslosigkeit ist seit über 20 Jahren viel höher als früher. Bei den Statistiken werden meist nur die letzten Jahre gezeigt und nicht die Jahre vor 1991. Gleichzeitig hat sich die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Österreich fast verdoppelt seit 1946. Es muss also zirka doppelt so viel gearbeitet werden, damit die Kaufkraft mit der Inflation Schritt halten kann.

Eigenheim-Finanzierung vor dem Hintergrund der Finanzkrise

Für Menschen, die ein Eigenheim errichten wollen, ist es sehr schwierig geworden, sich zu orientieren, weil das Finanzsystem jederzeit kollabieren kann. Geldvermögen bedeutet eigentlich Sicherheit und Freiheit, aber Geld bringt keinen Nutzen, wenn man es nicht verwendet. Daher muss man abwiegen, was gerade Priorität hat: Das Ansparen von Eigenmitteln mit dem Risiko der Geldentwertung oder die Anlage in Sachgüter, wobei mit Spesen und Wertverlusten zu rechnen ist. Eigentum, das nicht genutzt wird, führt genauso zu negativen Bilanzen wie Minuszinsen am Sparkonto. Kredite sind nicht nur viel teurer als jede Form von Eigenmittel-Finanzierung, sondern bedeuten meist jahrezehntelange Bindung an den Kreditgeber. Die Aufnahme von Krediten ist nur kalkulierbar, wenn man davon ausgehen kann, dass sich in den nächsten 20-30 Jahren nicht viel ändert.

Kleinhaus, Nicolas Boullosa-flickr

Mobiles Kleinhaus, Foto (C) Nicolás Boullosa / flickr

 

Einige Tipps zur finanziellen Absicherung

  • Keine Investitionen, die sich gar nicht oder erst in Jahrzehnten amortisieren.
  • Keine lang laufenden Kredite.
  • Keine Lagerhaltung. Einkäufe nur bei Bedarf und Produktionen nur auf Bestellung.
  • Sparmaßnahmen bei den Lagerkosten, der Verpackung, den Reinigungskosten, den Transportkosten, der Buchhaltung und beim Kommunikationsaufwand haben den schönen Nebeneffekt, dass die Umwelt geschont wird.
  • Preise sind oft verhandelbar.
  • Minimalistische Konzepte, die sich bei Bedarf erweitern lassen.
  • Eigenheimfinanzierungen nur mit hohem Eigenmittel-Anteil.
  • Risiken vermeiden, denn das globale Finanz-Kartenhaus ist völlig undurchschaubar und äußerst instabil.
  • Aus Fehlern lernen und Geldschleudern erkennen.
  • Fixkosten reduzieren. Im Notfall mit wenig Geld auszukommen ist die beste aller Sicherheitsvorkehrungen.
  • Ein hohes Wertebewusstsein schützt vor Verlusten.
  • Verzicht auf Kreditkarten. Bezahlung aller täglichen Bedarfsgüter mit Bargeld.
  • Einkäufe bei Großkonzernen vermeiden, wenn es Alternativen gibt.
  • Keine hohen Bankguthaben, sondern verstreute Anlage des Vermögens (Sachwerte, Bargeld, Aktien, Edelmetalle, Mietobjekte oder selbst genutzte Immobilien).
  • Kooperation mit Familienmitgliedern und Nachbarn.
  • Eigenversorgung und Eigenleistungen, so weit möglich.
  • Mehr Qualität, weniger Quantität: Bio, Fairtrade, Einkauf in der Region, Handgemachtes.
  • Weiterbildung und nützliche Fertigkeiten abseits der beruflichen Spezialisierung.
  • Dem Geld keinen zu hohen Wert beimessen. So viele Beziehungen werden durch Geldsorgen belastet oder zerstört.
  • Möglichst autonom und unabhängig werden vom Geld.
  • Nicht mehr arbeiten, als man für sich und seine Angehörigen braucht. Was die Menschen arbeitslos macht, ist nicht der Mangel, sondern die Überproduktion.
  • Sich Zeit lassen beim Hausbau und alle Standards hinterfragen.
  • Aussteigen aus dem Hamsterrad der ständig wachsenden Bedürfnisse.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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