Menschen sind wie Pflanzen temperaturempfindlich und schränken ihre Vitalität ein, wenn die Betriebstemperatur zu niedrig ist. Körpertemperaturen bis 38 Grad sind eigentlich kein Fieber, sondern ideal.

Kerzen geben gesunde Strahlungswärme ab. Foto (C) Waifer X / flickr

Kerzen geben gesunde Strahlungswärme ab. Foto (C) Waifer X / flickr

 

Von der Thematik der Körper-Unterkühlung hatte ich bislang noch wenig gehört. Passt aber zu meiner Lebensenergie-Serie und hat mich neugierig gemacht. Bisher dachte ich immer, dass man ab 37 Grad Fieber hat. Denn so steht es auf jedem Fieber-Thermometer. Dabei ist es ganz normal, dass die Temperatur am Nachmittag auf bis zu 37,8 Grad ansteigt. Nur in der Nacht sinkt sie auf 36,5. Laut Uwe Karstädt, Autor des Buches „37°, Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit“ leiden 70% seiner Heilpraxis-Patienten, die chronisch krank sind, zugleich an Untertemperatur. Es scheinen vor allem Krankheiten begünstigt zu werden, die mit Energiemangel zu tun haben: Burnout, Impotenz, Depressionen und auch Krebs gehören dazu. Normalerweise misst niemand seine Körpertemperatur, wenn er sich nicht gerade fiebrig fühlt. (Von Frauen, die täglich ihre Basaltemperatur messen, mal abgesehen.) Kalte Hände und Füße gelten gemeinhin nicht als Krankheitssymptome. Doch wer friert, ist nicht vollkommen entspannt. Und aus dieser chronischen Verspanntheit können sich gesundheitliche Probleme ergeben.

 

Untertemperatur: 35 Grad

Normale Körpertemperatur: 36,3 bis 37, 4

Ideale Körpertemperatur: 37 Grad

Erhöhte Temperatur: 37,5 bis 38

Leichtes Fieber: 38,1 bis 38,5

Fieber: 38,6 bis 39

Hohes Fieber: 39,1 bis 39,9

Sehr hohes Fieber: 40 bis 42

Todesgefahr: ab 42 Grad und unter 20 Grad

 

Laut Uwe Karstädt ist Fieber eher ein gutes Zeichen, denn Fieber bekommt man nur, wenn viel Energie vorhanden ist und das Immunsystem stark ist. Für gefährliche Unterkühlung gibt es keine Markierung am Fieberthermometer. Sie wird in der Regel weder bemerkt noch behandelt. Unterkühlte Menschen neigen zu Versteifungen und Verhärtungen. Heutzutage wird Fieber schnell bekämpft, während es früher fast zu jeder Krankheit wie selbstverständlich dazu gehörte. Impfungen sind Anti-Fieber-Therapien, erklärt der Autor und Heilpraktiker, und können daher verhindern, dass die Körpertemperatur steigt. Viele gängige Medikamente gegen Infektionskrankheiten nehmen dem Körper das Feuer, um Entzündungen zu verhindern oder abzuschwächen. Auch Blutdruck-Senker wirken abkühlend. Im warmen und entspannten Zustand funktionieren viele Körperprozesse besser: Durchblutung, Verdauung und Stoffwechsel, Gehirnleistung, Regerationsprozesse, Enzymleistung und die gesamte körperliche Vitalität.

Entspannung im Römerbad, Foto (C) Bad Kleinkirchheim / flickr

Entspannung im Römerbad, Foto (C) Bad Kleinkirchheim / flickr

 

Da die meisten Europäer in Regionen wohnen, wo die Durchnittstemperaturen weit unter der Behaglichkeitsgrenze liegen, wäre eine gewisse Erd-Erwärmung durchaus ein Segen. Aber es gibt auch noch andere Maßnahmen bei Neigung zu kalten Gliedmaßen:

 

  • Vitamin D durch natürliche Sonneneinstrahlung
  • Viel natürliches Licht in Innenräumen
  • Warme Bettdecken
  • Infrarotstrahlung
  • Natürliche Strahlungswärme von Kachelöfen und offenem Feuer
  • Ausreichend Bewegung
  • Ruhe und Gelassenheit, bewusste Entspannung
  • Kuscheln
  • Lebensmittel und Gewürze, die inheränt wärmen, wie z.B. Zimt, Ingwer und Kirschen
  • Keine inhärent kühlenden Lebensmittel wie z.B. Pfefferminztee, Zitrusfrüchte und Gurken
  • Keine eiskalten Lebensmittel direkt aus dem Kühlschrank
  • Saunagänge
  • Fußbäder
  • Hyperthermie (gezielte Überwärmung des Körpers, insbesondere gegen Krebs)
  • Basische Ernährung
  • Lockere Kleidung mit wärmenden Naturtextilien (keine Seide und kein Leinen)
  • Thermo-Unterwäsche
  • Nierenwärmer
  • Gelenk- und Schulterwärmer
  • Psychische Wärmequellen: warme Farben, gelbes Licht, heiße Düfte, Oberflächen aus Holz (statt Fliesen, Stein oder Glas)

 

Tabellen über wärmende und kühlende Lebensmittel findet man auf TCM-Seiten im Internet. Sommergemüse und Südfrüchte wirken im Allgemeinen kühlend, während Frühlings- und Herbstfrüchte, Wurzelgemüse, Nüsse und Samen eher wärmend wirken. Der beste Tee für den Winter ist eine Gewürzmischung aus Zimtstangen, Nelken, Pimentkörnern, Kardamon, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Vanille, Koriander und getrockneten Chili-Schoten. Auch Ingwer-Tee und Fencheltee heizen innerlich ein. Ein wärmendes Winteressen kann zum Beispiel aus Kürbis bestehen, aus Maroni, Fenchel, Karotten, Linsen, Kartoffel, schwarzen Bohnen, roten Rüben, Rosenkohl und Kohlrabi. Besser als anstrengende Sportarten sind Dehn- und Aufwärm-Übungen, weil unterkühlte Menschen oft zu wenig Kraft haben für sportliche Hochleistungen. Beim Trinken sollte man es nicht übertreiben, denn auch zu viel Wasser kann kühlend wirken.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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