Schmuckstücke sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch Glück, Schutz, Gesundheit und Vitalität bringen. Energetischer Schmuck nimmt Anleihen aus der Welt der Symbole, Edelsteine, Farben und Heiligen Geometrie.

Foto (C) Mike Powell aka Elektroll / flickr

Foto (C) Mike Powell aka Elektroll / flickr

 

Körperschmuck: Bling-Bling-Tand oder mächtiger Hexenzauber?

Schmuck hat eine lange Tradition bei vielen Naturvölkern, Indianern und Schamanen. Er wird selten aus praktischen Gründen getragen, sondern um die Schönheit und körperlichen Vorzüge herauszustreichen und das Selbstwertgefühl anzuheben. Schmuckstücke stehen für Ehrung, Auszeichnung und Luxus. Sie sind aber auch Macht- und Statussymbole sowie ein Zeichen, dass jemand auffallen und gefallen möchte. Bei profanem Mode-Schmuck geht es oft nur um Klitzerkram, um andere zu beeindrucken. Der Geschmückte möchte Anerkennung erlangen, indem er seine Bedeutung hervorhebt und Aufmerksamkeit auf sich zieht. Oder nonverbal signalisieren, dass er einer bestimmten Gesellschaftsgruppe angehört. Wer sich auffällig schmückt, will auf jeden Fall angeschaut und beachtet werden. Energetischer Schmuck hingegen wird nicht immer offen gezeigt, sondern in der Tasche oder unter dem Hemd versteckt. Vor allem in spirituellen Kreisen ist es üblich, Wellness-Schmuck und magische Objekte zu verwenden gegen elektromagnetische Störfelder, böse Blicke und zur Stärkung der Nerven in heiklen Situationen. Wellness-Schmuckstücke wie Massage-Ringe, Pulswärmer und Halstücher in Aura-Farben erfüllen zugleich praktische Funktionen.

Beliebte und häufig gesehene Energie-Symbole sind Pentagramme, Sonnen, Sterne, Monde, Tropfen, Blätter Ankh-Kreuze, Keltische Knoten, Spiralen, Venusblumen, Horusaugen, Herzen und Engel. Natürlich dürfen auch die Blume des Lebens und andere Ursprungs-Formen wie Eier und Kugeln nicht fehlen. Schmuck-Objekte aus Tesla-Platten sollen wie Antennen für kosmische Energie wirken. Zur Stärkung der menschlichen Energiezentren wird gerne Chakra-Schmuck verwendet. Talismane und persönliche Glücks-Accessoires sind Mitteldinge zwischen reiner Dekoration und bedeutungsvollem Energie-Schmuck. Die meisten Menschen sind eben doch ein wenig abergläubisch und fühlen sich beschützt, wenn sie Objekte bei sich tragen, die sie energetisch mit ihren Liebsten verbinden.

 

Raumschmuck: Home-Deko von der Stange oder effizienter Plasma-Generator?

Die Welt der Dekorationen und Accessoires für die Wohnung ist ein sehr weites Spielfeld. Sie reicht vom Jahreszeiten- und Festtags-Schmuck über Andenken- und Kunst-Sammlunngen bis zu gezielten Feng-Shui-Interventionen. In keinem Baumarkt und keinem Möbelladen darf die Deko-Abteilung fehlen. Je nach Charakter-Typ und Wohnstil fällt die Gestaltung eher familiär, rustikal, romantisch, modisch, naturverbunden, pragmatisch, improvisiert, esoterisch oder kühl aus. Böse Architekten-Zungen behaupten gar, dass es sich bei den trendigen bis liebevollen Arrangements um lächerliche und kitschige Behübschungen handelt, die den Blick von den wesentlichen Raum-Qualitäten ablenken. Doch die profanen oder spirituellen Kleinkunstwerke können viel dazu beitragen, um gesichtslose und anonyme Mietwohnungen in ganz individuelle Lebensräume zu verwandeln. Sie sprechen vor allem die Gefühlsebene an. Mit bewussten Intentionen lassen sich die verschiedenen Wohnbereiche dem Zwecke entsprechend aufwerten. Wenn man dabei nicht vergisst, dass Weniger oft Mehr ist, sind auch die Architekten zufrieden. Reduziert eingerichtete Räume sehen im Allgemeinen besser aus und fördern Qualitäten wie Klarheit, Freiheit und Leichtigkeit. Daher arbeiten Profi-Ausstatter selten mit ornamentalen Vorhängen, Bodenbelägen, Wand-Tattoos und Tapeten. Es sei denn, es ist ausdrückliche eine Märchen- oder Themen-Welt gefragt.

Feng-Shui-Accessoires sollen dazu beitragen, die Räume zu energetisieren, zu harmonisieren oder das Gefühl der Geborgenheit zu erhöhen. Sie werden meist unseriös und ohne nähere Informationen angeboten, weil es offenbar genug leichtgläubige Menschen gibt, die von ihrer Wirkung überzeugt sind. Ob sie tatsächlich das persönliche Wohlbefinden steigern oder als Staubfänger für Ärger sorgen, muss jeder selbst hinterfragen. Typische Dekorationen aus der Fengshui-Welt sind Zirkelblumen,  Zimmerbrunnen, Windspiele, Drachen, Elefanten, Schildkröten, Delphine, Lebensbäume, Glaskristalle, Spiegel-Objekte, Fische, Lotusblüten, Gingko-Blätter, Glücksmünzen, Flöten, Glocken, Papier-Laternen, Elemente- und Tierkreiszeichen-Symbole.

Häufige Objekte aus der Geomantie- und Freie-Energie-Szene sind Orgoniten, Pyramiden, Torus-Körper, Wirbel-Objekte, Kegel-und Kugelformen – und seit einigen Jahren auch Plasma-Objekte mit vitaler Feldwirkung. Das Ziel ist nicht die Behübschung des Raumes, sondern die Schaffung von Kraftplätzen sowie die Anhebung des Schwingungs-Niveaus im Raum.

In spirituellen Kreisen werden gerne Meditationsbilder verwendet und persönliche Altäre gestaltet mit Engel-Symbolen, Buddha-Statuen und anderen Gottheiten, Pflanzen, Licht+Liebe-Bildern, Steinen, Muscheln, Zwergen, Elfen, Natur-Fotos, Gefäßen, Skultpuren, Gestecken, Kränzen, Holzteilen, Kerzen, Kissen, Deko-Leuchten, Matten, Zierdecken, Vasen, Mandalas, Basteleien und außergewöhnlichen Fund-Gegenständen.

Buddha im Garten, Foto (C) -Karyn Christne / flickr

Buddha im Garten, Foto (C) -Karyn Christne / flickr

 

Magnetschmuck: Maskuline Machtsymbole oder heilsame TCM-Steine?

Das Tragen von Magentschmuck ist eine Form von Bio-Feld oder Magnetfeld-Therapie. Wie bei vielen alternativen Methoden gibt es keine gesicherten Beweise für die Heilkraft. Während externe, künstliche Magnetfelder als belastend gelten, sollen die kleinen, lokalen Magnetfelder, die durch den Schmuck in Körpernähe entstehen, positive Wirkungen hervorrufen. Auf jeden Fall soll der Magnetschmuck nicht schädlich sein und wer sich wohl fühlt damit, kann ihn unbesorgt tragen, soferne er keinen Herzschrittmacher oder andere Metall-Implantate besitzt. Aus Sicht des europäischen Fengshui verstärken die Metall-Objekte die Feuer-Energien. Das Design hat im Allgemeinen keine liebliche Anmutung, sondern wirkt fesselnd und schwer. Es ist sicher kein Zufall, dass die meisten Objekte wie Panzer-Ketten gestaltet sind. Magneten haben die Eigenschaft, dass sie Energien anziehen und fest an sich binden. Auch eine konzentrierende, anregende und kräftigende Wirkung wird ihnen nachgesagt. Der maskulin aussehende Schmuck lässt sich gut mit Kupfer kombinieren, wobei das Kupfer entzündungshemmend wirken soll. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt der Bio-Magnetismus bereits seit Jahrtausenden eine bedeutende Rolle. Schon die alten Chinesen legten magnetisierte Steine auf Akupunkturpunkte des Körpers. Die Magneten sollen das körpereigene Bio-Feld stärken und harmonisieren. Die aktivierende Wirkung kann nicht nur die Durchblutung fördern, sondern auch auch den Stoffwechsel ankurbeln. Unterdrückte Gefühle können leichter an die Oberfläche kommen. Dekorative, mit Symbolen verzierte Magnetstäbe, Scheiben und Knöpfe sind auch zur Energetisierung von Wasser im Handel. Außerdem findet man Objekte mit Wellness-Wirkungen und Sport-Armbänder mit Magneten.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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