Natürlich ist es am Schönsten. Um von innen heraus schön zu werden, setzt man am besten bei der Ernährung an. Die Zutaten für natürliche Körperpflege-Produkte findet man in der Küche.

Kurzhaar-Schnitte sind schnell gewaschen und frisiert, Foto (C) Francesca Cappa / flickr

Kurzhaar-Schnitte sind schnell gewaschen und frisiert, Foto (C) Francesca Cappa / flickr

 

Die Schönheitsindustrie möchte jährlich ihre Umsätze steigern und daher wird die Liste der Pflege-Prozeduren immer länger. Doch das meiste davon ist völlig unnötig. Inzwischen gilt man bereits als ungepflegt, wenn man seine natürliche Haarfarbe zeigt und ungeschminkt aus dem Haus geht. Gegen ein wenig Styling ist nichts einzuwenden, aber wer täglich stundenlang vor dem Spiegel verbringt, um sich zurechtzumachen, verpasst wertvolle Lebenszeit.

Der Bedarf an Pflege- und Kosmetik-Produkten hängt von der Ernährung und von der körperlichen Betätigung ab. Vegane Rohköstler haben kein Problem mit dem Körpergeruch und müssen daher viel seltener duschen. Wenn man nicht gerade im Garten arbeitet, ein Handwerk ausübt oder schweißtreibenden Sport betreibt, lässt man die Haut am besten in Ruhe. Sie kann sich von selbst regulieren. Die künstlichen Parfüm-Gerüche, die mit Pharma-Pflegeprodukten verbunden sind, riechen abstoßend für feine Nasen.

 

Tipps für die Haare

Kurze Haare haben viele Vorteile: Man braucht keinen Fön, keine Bürste, keine Haarspangen, wenig Reinigungsmittel und noch weniger Haarfarbe. Man sieht ohne jeden Aufwand gepflegt aus und braucht keine Zeit, um die Haare in Form zu bringen. Den Haarschnitt kann man mit etwas Geschick und einem großen Rückenspiegel selbst erledigen (eventuell auch mit einem Haarschneide-Gerät.). Die Kopfhaut wird mit den Fingern massiert und wenn die Haare ein wenig länger werden, dürfen sie so fallen, wie die Natur es vorgesehen hat.

Aber auch mit längeren Haaren sind Einsparungen möglich: Man kann den Talg mit einer Bürste in den Längen verteilen statt sie häufig zu waschen und zu fönen. Die Kopfhaut reguliert die Tagproduktion von selbst, wenn die Haare wiederholt mit reinem Wasser gewaschen werden. Erfahrungsberichte dazu findet man im Internet. Um sich die stundenlange Patzerei mit Färbemitteln zu ersparen kann man sich entweder mit der Naturfarbe begnügen oder nur Strähnen tönen oder nur die Ansätze am Scheitel und Wirbel nachfärben. Selbstverständlich sollte man keine Chemie an die Kopfhaut lassen, sondern nur Tönungspulver aus natürlichen Zutaten verwenden.

Die Investition in einen klassischen Rasierhobel für die Nassrasur statt Plastik-Einwegrasierer oder elektrische Rasiergeräte zu verwenden, spart viel Müll und Strom. Vor allem, wenn man 3-Tage-Bärte tolerieren kann und die kürzeren Körperhärchen seltener rasiert. Deswegen sieht man noch lange nicht ungepflegt aus.

Für die Haar-Wäsche ist Lavaerde, Dinkelmehl oder Roggenmehl zu empfehlen. Auch eine Mischung aus Vollkorn-Dinkelmehl, Tonerde und Natron funktioniert gut. Die Spülung mit einer Mischung aus Apfelesssig und Wasser kostet fast nichts und macht das Haar glänzend und geschmeidig.

Luffa-Schwämme sind Naturprodukte, fördern die Durchblutung und haben eine Peeling-Wirkung, Foto (C) Steve Johnson / flickr

Luffa-Schwämme sind Naturprodukte, fördern die Durchblutung und haben eine Peeling-Wirkung, Foto (C) Steve Johnson / flickr

 

18 Spar-Tipps für das Bad und den Schminktisch

  1. Duschen statt Baden spart Wasser, Energie und Zeit.
  2. Nur Duschen und Haarewaschen, wenn es nötig ist. Für die Haut sind seltenere Wäschen gesünder.
  3. Sparsame Alternativen zum Baden und Duschen: Trockenbürsten, Fußbäder mit Steinsalz, Waschen mit dem Waschlappen oder Luffa-Schwamm.
  4. Die Warmwasser-Temperatur begrenzen mit einem Thermostat.
  5. Kokosöl statt Gesichts- und Augencreme.
  6. Natron-Puder verwenden statt Deo.
  7. Auf Sonnenschutzmittel verzichten. Stattdessen die Haut mit Hüten, Tüchern und Sonnenbrillen schützen und langsam an die Sonne gewöhnen.
  8. Olivenöl mit ein paar Tropfen ätherischem Zitronenöl statt Handcreme.
  9. Zahnpasta selbst herstellen mit Kokosöl, Kurkuma, Natron, Steinsalz und Pefferminzöl.
  10. Natur-Seifen selbst herstellen.
  11. Kräuteröle selbst herstellen.
  12. Lippen mit Honig oder Kokosöl pflegen.
  13. Ätherische Öle verwenden statt Parfum.
  14. Mundspülung mit reinem Wasser und einem Tropfen Teebaumöl.
  15. Duschgel selbst herstellen mit geriebener Kernseife, Wasser, Honig und Pflanzenöl.
  16. Gesicht, Hals und Dekolleté nur mit klarem Wasser waschen. Peeling mit Luffa-Schwämmen.
  17. Hände waschen mit Kernseife.
  18. Verzicht auf Schminke und Nagellack. Oder Kosmetika selbst herstellen mit natürlichen Zustaten. Zum Beispiel Puder aus Bentonit-Pulver und Lippenfarbe mit Roten Rüben. Allgemein gilt: Man sollte nur an die Haut lassen, was man auch essen würde.

 

5 Extra Tipps für Freaks:

  1. WC-Papier einsparen: Po mit einer Flasche Wasser oder einer Handbrause reinigen, so wie es in Afrika und Arabien üblich ist. Wer hat, kann ein Bidet verwenden. Oder waschbare Tücher aus weichem Frotteestoff schneidern für die „kleinen Geschäfte“. Unhygienisch ist das keineswegs, denn mit trockenem Klopapier wird der Po nicht richtig sauber. Dusch-WCs sind schließlich hochmodern.
  2. Duschen mit kaltem Wasser, sommers wie winters.
  3. Baden in natürlichen Gewässern, Bächen und Seen.
  4. Vollbart und Zöpfe bis zur Hüfte nach dem Vorbild vor Uroma und Uropa.
  5. Tampons einsparen mit wiederverwendbaren Menstruationstassen.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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