Kerzen werden meist nur als Deko-Objekte verwendet, aber sie können noch viel mehr. Sie sind nicht nur stimmungsvolle Lichtquellen, sondern strahlen auch beachtliche Wärme ab, wenn man sie richtig einsetzt.


 Verschiedene Teelicht-Öfen mit Stövchen, Foto (C) Irmgard Brottrager

Verschiedene Teelicht-Öfen mit Stövchen, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Stövchen

Die ersten Teelichter wurden angeblich in Holland hergestellt und dienten zum Warmhalten von Tee in Teekannen. Noch heute werden beim Anrichten gerne Stövchen oder Warmhalte-Platten aus verschiedenen Materialien verwendet, die mit Teelichtern beheizt werden, um gekochte Speisen und heiße Getränke am Tisch bei Temperatur zu halten. Sie eignen sich auch, um Rohkost anzuwärmen, Kokosöl zu verflüssigen, Käsefondue anzurichten und Ähnliches.

Duftlampen

Eine Weiterentwickung des Stövchens sind Teelicht-Öfen und Aromalampen. Statt der Teekanne, der Pfanne, dem Kochtopf oder dem Anrichte-Teller ist eine Schale für Wasser vorgesehen, das mit ätherischem Öl beträufelt wird. Das Wasser wird langsam heiß, verdunstet dabei und gibt die Duftstoffe in die Raumluft ab. Bei Lampen, die aus speicherfähigem Material wie Keramik oder Stein bestehen, entsteht neben der Luftbefeuchtung und Beduftung zusätzlich eine wohlige Wärme.

Teelichtöfen

Beim Teelicht-Ofen wird ein zweischaliger Keramiktopf über das Stövchen gestellt, wobei die offene Seite nach unten zeigt. Die Hitze, die von den Teelichtern aufsteigt, erwärmt die Keramikteile und die Luft zwischen den beiden Töpfen. Daraus ergibt sich ein kleiner Kachelofen-Effekt. Teelicht-Öfen geben sehr angenehme Strahlungswärme ab und eignen sind wunderbar als mobile Zusatzöfen. Es funktioniert auch mit nur einem Topf und einer Kerze. Für größere Öfen nimmt man entsprechend große Tontöpfe und vier Teelichter. Die meisten Öfen werden selbst gebastelt beziehungsweise zusammengestellt. Man braucht dafür im Prinzip nur ein Stövchen und einen dazu passenden Blumen-Übertopf. Mittlerweile gibt es auch fertige Teelicht-Öfen im Handel mit verschiedenen Einsätzen zum Braten, Backen und Kochen. Strahlungsheizungen erwärmen nicht die Luft, sondern die Oberflächen in der Umgebung. Um die Speicherkapazität zu erhöhen, kann man passende Steine auf die Töpfe legen. Für die Selberbauer gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet.

Verschiedene Stövchen zum Warmhalten von Speisen und Getränken, Foto (C) Irmgard Brottrager

Verschiedene Stövchen zum Warmhalten von Speisen und Getränken, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Die Ausbeute verbessern

Gewöhnliche Teelichter sind für eine Brenndauer von 4 Stunden konzipiert. Mit folgenden Tricks brennen sie wesentlich länger:

1) Man streut Salz auf die Oberfläche, bevor man die Lichter anzündet. Sie brennen danach ungfähr 50% länger und es bleiben keine Wachsreste in der Alu-Hülle.

2) Man lagert die Kerzen mehrere Wochen lang bei Minustemperaturen im Gefrierfach oder im Winter am Balkon. Sie brennen danach viel langsamer ab als warme Kerzen. Zusammen mit der Salz-Methode lässt sich die Brennzeit fast verdoppeln.

3) Die Flamme wird größer, wenn man den Docht herausnimmt und die Kerze umdreht. Durch die Vertiefung, die vorher auf der Unterseite war, brennt die Kerze viel besser.

4) Kerzen mit dickem Docht brennen besser als Kerzen mit dünnem Docht. Wenn man die Kerzen selbst herstellt oder den Docht austauschen kann, lässt sich der Energie-Ertrag deutlich verbessern.

5) Die Flammen brennen ruhiger, wenn man Wind-Gläser verwendet.

6) Bei dicken Kerzen bleibt viel Wachs übrig. Die Wachsreste kann man sammeln und einschmelzen für neue Kerzen. Wenn die Flamme im Wachs zu ertrinken droht, sollte man das Wachs abgießen. Überstehende Wachsränder kann man abschneiden. Anleitungen zum Kerzengießen findet man im Internet.

Gesundes Wachs verwenden

Der Geruch von standesüblichen Stearin- und Paraffin-Kerzen kann schädlich sein. Stearin wird aus Palmöl oder tierischem Fett gewonnen. Die meisten Kerzen bestehen aus Paraffin, aber die Rohstoffe werden auch oft gemischt verwendet. Paraffin wird aus Erdöl hergestellt und gilt als besonders ungesund. Bienenwachs-Kerzen und Kerzen aus Soja-Wachs verbrennen ohne schädliche Nebenwirkungen. Um Russ zu vermeiden, sollte man Kerzen nicht ausblasen, sondern abbrennen lassen oder den Docht in das flüssige Wachs tunken.

Strom sparen mit Kerzenlicht

Für romantische Stunden und wenn Gäste kommen, sind Kerzen oft die bessere Wahl. Uns so nebenbei sparen sie auch noch Strom. Zum Abschluss ein paar nette Anwendungstipps für Schöner Leben mit Kerzen:

  • Im Schlafzimmer stimmungsvolle Kerzen verwenden statt Dämmerungslicht.
  • Verglaste Kerzen-Laternen auf der Terrasse oder vor der Eingangstür.
  • Candle-Light Dinner mit hohen Kandelabern oder kleinen Windlichtern.
  • Räucherschalen und -Stövchen mit Teelichtern.
  • Vorlesestunden bei Kerzenschein.
  • Meditieren mit Kerzenlicht.
  • Kerzen neben der Badewanne.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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