Die Waschmaschine gehört zu den Haushaltsgeräten, die am meisten Energie verbrauchen. In mehrköpfigen Familien ist sie fast täglich in Betrieb. Aber auch das Bügeleisen und der Kleiderschrank bergen Spar-Potentiale.

Lufttrocknen ist immer noch am günstigsten und umweltschonendsten. Foto (C) tausend und eins, fotografie / flickr

Lufttrocknen ist immer noch am günstigsten und umweltschonendsten. Foto (C) tausend und eins, fotografie / flickr

 

Wer viel Wäsche hat, muss in der Regel auch mehr trocknen und bügeln. Da das Bügeleisen ebenfalls viel Strom frisst, lohnt es sich, den Wäscheberg klein zu halten. Wer einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon besitzt, kann auf einen elektrischen Wäschetrockner verzichten. Weniger Wäsche bedeutet nicht nur weniger Strom-Verbrauch, sondern auch weniger Arbeit. Es ist ja schließlich schade um die Zeit und Lebensenergie, sie mit Wäschepflege zu verbrauchen. Außerdem sind häufige Waschgänge eine Strapaze für die Textilien. Sie verformen sich, gehen ein, bleichen aus, werden grau, dünn und hart.

 

15 Spar-Tipps zum Wäschewaschen:

 

  1. Beim Waschmaschinen-Kauf auf die Energie-Effizienz-Klasse achten.
  2. Sparprogramme benutzen bei leicht verschmutzter Wäsche.
  3. Wäsche nicht unnötig waschen, sondern nur, wenn sie schmutzig ist.
  4. Wäsche nach Verschmutzungsgrad sortieren und entsprechende Programme wählen.
  5. Wollsachen und Feinwäsche mit der Hand waschen.
  6. Trockenschränke, die mit Kaltluft arbeiten, sind eine günstige Alternative zu herkömmlichen Trockengeräten. Die Kleidungsstücke werden nicht in einer Trommel geschleudert, sondern in einen luftdurchströmten Schrank gehängt.
  7. Auffällige Flecken mit speziellen Fleckentfernern vorbehandeln.
  8. Luft-Trocknen im Freien funktioniert auch bei eisigen Temperaturen im Winter. Es dauert nur etwas länger.
  9. Waschmittel reduzieren mit Waschbällen.
  10. Waschmittel selber herstellen mit Efeu oder Rosskastanien.
  11. Waschmittel reduzieren durch Verwendung von EM-Pipes (zugenähten Stoff-Beutel mit Pipes in die Trommel geben). Die Effektiven Mikroorganismen ® helfen dabei, Waschmittel-Rückstände und Bakterien abzubauen. Man kann auch nur mit EM-Produkten waschen.
  12. Kurzwasch-Programme verbrauchen in der Regel mehr Strom, weil das Wasser schneller erhitzt werden muss. Wenn man ein Vorwaschprogramm wählt, kann man die Waschtemperatur niedriger halten.
  13. Die Waschmaschine mit einem Warmwasseranschluss versorgen.
  14. Wenig getragene Oberwäsche nur auslüften und einzelne Flecken mit der Hand reinigen.
  15. Schutzkleidung verwenden bei schmutzigen Arbeiten (Schürzen, Arbeitskittel usw.).

 

Wäsche trocknet im Winter auch bei Minustemperaturen, Foto (C) J. Triepke / flickr

Wäsche trocknet im Winter auch bei Minustemperaturen, Foto (C) J. Triepke / flickr

 

Billiger Bügeln

Neuerungen, die immer mehr Geld kosten, sind keine echten Fortschritte. Heute genügt kein einfaches Eisen mehr, sondern man braucht eine Bügelstation mit integriertem E-Boiler, der laufend befüllt und entleert werden müssen. Dazu ein Zitat von Konsument.at: „Im Gegensatz zu Dampfbügeleisen sind die Dampfbügelstationen größer, kostspieliger und fressen mehr Strom. Dafür bügeln sie besser. Doch ausgerechnet die teuerste Bügelstation im Test ging mit Dampf unter.“ Die Stationen kosten zwischen 300 und 500 EUR. Dampfbügeleisen sind unnötig schwer und klobig in der Hand, daher sehr ermüdend für zierliche und ältere Menschen, die keine muskelbepackten Oberarme besitzen. Ein altes, schlichtes Eisen wiegt 700 g, während Dampfbügeleisen mindestens doppelt so schwer sind – ohne Wassserbefüllung! Stationen-Bügeleisen wiegen ab 1000 g und sind immer noch schwerer als nötig. Trockenbügeleisen sind zwar kaum noch im Handel zu finden, aber es gibt sie!

 

Weniger Wäsche anschaffen

Sparmaßnahmen bei der Wäschepflege beginnen bei der Auswahl der Wäschestücke. Teile mit eng anliegenden Krägen und eng geschnittenen Ärmeln verschmutzen besonders schnell. Pullunder, Westen und Gilets halten warm und müssen nicht so oft gewechselt werden, weil sie weit geschnitten sind und man unter den Achseln nicht so leicht schwitzt. Billige Fetzen, die voller Chemie sind und von Kindern hergestellt wurden, zahlen sich nicht aus, denn sie sind nach wenigen Wäschen kaputt. Pflegeleichte Unterwäsche wie T-Shirts und Leggings braucht wenig Platz in der Waschmaschine und muss nicht gebügelt werden. Außerdem kann man sie abends als Pyjama verwenden. Die vorhandene Kleidung lässt sich effizienter nutzen, wenn man seinen eigenen Stil kreiert und unkonventionelle Kombinationen wagt. Oder auf schlichte Basics setzt in wenigen Farben, die gut miteinander harmonieren. Mit verschiedenen Accessoires kann man die Kleidung öfter tragen, ohne jeden Tag gleich auszusehen. Durch Unikate aus zweiter Hand, Maßanfertigungen, Vintage-Stücke von der Omi, Boyfriend-Anleihen und Kleidertausch mit Freundinnen entsteht zusätzliche Vielfalt. Bei „Kleiderkreisel“ zum Beispiel findet man viele trendige Sachen, die nur kurz getragen wurden. Oft sind auch Stücke dabei, die noch neuwertig sind. Textilien aus Naturfasern sind nicht nur gesünder für die Haut, sondern auch leichter zu entsorgen, wenn sie als Kleidungsstücke ausgedient haben.

Für Eltern, die zu Hause sind, kommen vielleicht auch windelfreie Babyjahre in Frage. Es gibt auch Frauen, die die freie Menstruation praktizieren und auf Unterwäsche verzichten. Die meisten Leser/innen werden nun sagen, dass das weder praktikabel noch hygienisch ist. Es ist hier nicht genug Platz, um genauer darauf einzugehen. Wer mehr darüber wissen will, wird im Internet sicher fündig!

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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