Was abfällt, ist meistens kein Mist, sondern ein wertvoller und verwertbarer Rohstoff. Obwohl es offiziell Wertstoff-Trennung heißt, reden wir umgangssprachlich hartnäckig von Müll-Trennung – ganz so wie es unserem Bewusstsein entspricht.

Katzen liebe leere Kartons! Foto (C) Mr Thinktank / flickr

Katzen liebe leere Kartons! Foto (C) Mr Thinktank / flickr

 

Das mit dem Müll ist so eine Sache, weil das Wegwerfen von Gegenständen sehr einfach ist und beinahe was Animalisches an sich hat. Schließlich gehört das Zerstören, Zerfetzen, Verknäueln und Herumwerfen zu den Lieblingsbeschäftigungen von kleinen Kindern. Und auch spielende Tiere lieben es geradezu, Dinge zu zerreißen und zu zerbeißen. Dieser Spaß funktioniert jedoch nur so lange, so lange es Menschen gibt, die die Dinge mit viel Aufwand herstellen und ihren (oft viel zu niedrigen) Lohn dafür bekommen. Energetisch gesehen ist derjenige der Dumme, der die Dinge nicht nachhaltig zu nutzen weiß, denn er muss sie immer wieder nachkaufen mit teurem Geld. Und auch die Natur leidet, weil sie unnötig strapaziert und gestört wird. Beim Abfall zu sparen ist also eine Frage der Vernunft, denn der Nutzen wird nicht sofort eingesehen. Die Produktion von Müll bindet wertvolle Lebensenergien und verschmutzt unsere Umwelt in unvorstellbaren Ausmaßen. Es ergibt keinen Sinn, derart verschwenderisch mit den Ressourcen umzugehen und dennoch können es viele nicht lassen, ihr Geld in diverse Tonnen zu befördern. Sie machen sich keine Gedanken oder glauben sogar, dass die vielen Verpackungen gratis seien. Doch jedes Platt Papier und jede Plastiktüte kostet Energie. Für ein leeres Gurkenglas muss man im Baumarkt bis zu einem Euro hinlegen und größere Einmachgläser sind noch viel teurer. Offenbar gibt es genug Leute, die den „Mist“, den sie am Vortag weggeworfen haben, am nächsten Tag wieder einkaufen, ohne den Irrsinn überhaupt zu bemerken.

 

Die folgenden Tipps sollen helfen, den eigenen Müll zu analysieren und Energie-Verluste zu erkennen.

 

Ersatzteile und Reparaturen

 

  • Nähzeug und Nähmaschine anschaffen.
  • Basis-Werkzeugkoffer inkl. Schrauben und Dübel besorgen.
  • Repair Cafés besuchen.
  • Ersatzteile gibt es nicht nur für Autos. Sondern auch für Musikinstrumente, Leuchten, Fenster, Türen, Armaturen und Fahrräder zum Beispiel.
  • Kleine Schäden, Patina und Gebrauchsspuren tolerieren.
  • Das Alte schätzen und weniger perfektionistisch sein.
  • Reparatur-Tischler und andere Reparaturdienste beauftragen.
  • Ein Sortiment mit Klebstoffen bereithalten.
  • Alle Gegenstände pfleglich behandeln.
  • Stoffreste, Wollreste und Reserveknöpfe aufheben.
  • Nachfüllbare Kugelschreiber statt Wegwerf-Kulis.
  • LED-Leuchten nur mit austauschbaren Birnen anschaffen.
  • Dichtungen selber austauschen.
  • Schmiermittel bereithalten für Scharniere und mechanische Getriebe.
  • Spachtelmasse auf Vorrat halten.
  • An Reparatur-Netzwerken teilnehmen.
  • Wartungs- und Pflegetipps studieren.
  • Vergessene Handwerke wie Polstereien, Tapezierer, Uhrmacher, Schuster und Scherenschleifer entdecken.
  • Gute Beziehungen zu begabten Hand- und Heimwerkern pflegen.
  • Regionale Firmen finden, die auf Änderungen und Reparaturen spezialisiert sind.
  • Für Rasenmäher und Heckenscheren gibt es eigene Reparaturdienste.
  • Know How aus dem Internet für alle möglichen Problemfälle.

 

Verpackungen vermeiden

 

  • Unverpacktes bevorzugen (Bauernmarkt, Bioladen, Reformhaus, aus eigenem Anbau).
  • Ökologische Mehrwegverpackungen (Glas, Stoffbeutel, Holzkisten, Kartons, Körbe).
  • Plastiktaschen aufheben und öfter verwenden.
  • Großpackungen und Nachfüllpackungen nutzen.
  • Altbehälter sammeln und wieder verwenden.
  • Gebrauchtes Verpackungsmaterial sammeln und weiter nutzen (für Geschenke, Lieferungen, Umzug, Archivierung usw.).
  • Lebensmittel mit Schale können offen gelagert werden.
  • Ungefärbte Kartons dürfen in den Kompost.
  • Bereits beim Einkaufen auf Plastik-Tragtaschen verzichten.
  • Waren auspacken und die Hüllen beim Händler zurücklassen.
  • Nur brauchbare Verpackungen annehmen, die keinen Müll machen.
  • Leere Vorratsdosen mitnehmen, wenn man Proviant einkauft.
  • Ein leerer Stoffbeutel passt in jede Handtasche für allfällige Einkäufe.
  • Einkaufsnetze für Obst und Gemüse verwenden.
  • Auf den Postweg verzichten. Digitales bevorzugen.
  • Verpackung selbst mitbringen beim Einkaufen.
  • Essen selbst mitnehmen auf Reisen.
  • Druckertinte zum Nachfüllen verwenden.
  • Auch Gewürze, Seifen und Waschmittel gibt es in sparsamen Nachfüll-Beuteln.
  • Regional einkaufen und Online-Bestellungen vermeiden.
  • Auf Tiefkühkost und Fertiggerichte verzichten.
  • Getränke möglichst selbst zubereiten und nicht verpackt einkaufen.
  • Eigenversorgung im Garten.
  • Aufbewahrung in schönen, eigenen Behältern ohne Firmenaufdrucke.
  • Multifunktionelle Behälter bevorzugen, z.B. Kisten, Beutel, Holzschalen und Körbe.
Kreatives Spielzeug aus Abfallstoffen, Foto (C) Emma Craig / flickr

Kreatives Spielzeug aus Abfallstoffen, Foto (C) Emma Craig / flickr

 

Material einsparen oder bestmöglich verwerten 

 

  • Geschenke unverpackt überreichen.
  • Auf Papier verzichten und möglichst persönlich oder digital kommunizieren.
  • Kreative Gerichte aus Essensresten.
  • Abgelaufenes prüfen und möglichst noch verwenden.
  • Auch fehlerhafte und gebrauchte Waren akzeptieren.
  • Krumme Gurken und zu kleine geratene Äpfel schmecken genauso gut.
  • Überzählige Dinge eintauschen, ausleihen, spenden oder verschenken.
  • Elektro- und Elektronikgeräte so lange wie möglich verwenden.
  • Auf unnötige Modernisierungen verzichten.
  • Keine Werbesendungen annehmen.
  • Verrottbare Bio-Reste selber kompostieren oder bei einem Nachbarn mit Garten abgeben.
  • Aufladbare Akkus statt Wegwerf-Batterien.
  • Dekorationen möglichst nur aus Naturmaterialien.
  • E-Books statt Print-Books.
  • Informationen aus dem Internet statt Tageszeitungen.
  • Gelesene Bücher und Zeitschriften weitergeben.
  • Nur das Nötigste ausdrucken. Fotos digital archivieren.
  • Material-Reste für Basteleien aufheben.

 

Reinigen und Renovieren statt Wegwerfen

 

  • Schwammtücher aus waschbarer Zellulose oder Viskose (biologisch abbaubare Kunstfasern auf natürlicher Basis).
  • Glasflaschen statt PET-Einwegflaschen.
  • Waschbare Kleidung aus soliden Materialien, die lange halten.
  • Selbst genähte Putzlappen aus waschbaren Stoffen.
  • Waschbare Kopfkissen und Bettdecken.
  • Mehrweg-Rasierer statt Einweg-Rasierer.
  • Stoffservietten statt Papierservietten.
  • Textile Wischtücher statt Küchenrolle.
  • Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln.
  • Stoff-Taschentücher statt Papier-Taschentücher.
  • Ein kleines Sortiment mit ökologischen Oberflächenbehandlungen bereithalten samt Zubehör (Bienenwachs, Hartwachsöl, Öko-Farben und -Lacke, Essigreiniger usw.)

 

Nachhaltige Materialien

 

  • Bambus-Zahnbürsten.
  • Blumentöpfe aus Ton statt Plastik.
  • Textilien aus Naturfasern.
  • Bio-Kunststoffe, die in kurzer Zeit verrotten.
  • Holzwerkstoffe in allen Varianten, möglichst unbehandelt.
  • Zündhölzer statt Feuerzeuge.
  • Keramik-Geschirr statt Kunststoff.
  • Naturheilmittel statt pharmazeutische Medikamente.
  • Lebensmittel ausschließlich aus Bio-Anbau.
  • Vermeidung von kunterbuntem Plastik-Spielzeug.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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