Die immergrünen Zweige mit den leuchtenden, roten Beeren sind nicht nur ein beliebter Winterschmuck. Das buschige Gehölz mit dem undurchdringlichen Laubwerk ist auch gut für Hecken geeignet.

Stechpalme, Foto (C) Michael Wunderli / flickr

Stechpalme, Foto (C) Michael Wunderli / flickr

 

Merkmale: Die Bäume oder Sträucher werden bis 15 Meter hoch, wachsen sehr langsam und werden bis 300 Jahre alt. Die ledrigen, glänzenden Blätter sind auf der Unterseite heller und mit spitzen Zacken bewehrt. Auch spitzovale Blätter mit glattem Rand sind möglich. Aus den kleinen, weißen Blüten, die in den Blattachseln herauswachsen, entwickeln sich rote Scheinbeeren. Die runden Früchte enthalten 4 Steinkerne. Der farbenprächtige Tiefwurzler wird auch Stecheiche, Christdorn, Ilex, Stechhülse, Korallenhülse oder Rote Winterbeere genannt. Die Krone bildet einen kegelförmigen Umriss mit buschigem Wuchs und dichtem Blattwerk. Es gibt über 400 Arten, darunter auch niedrige Sorten, die als Bodendecker verwendet werden können. Auch der Mate-Strauch, aus dem der bekannte Mate-Tee hergestellt wird, gehört zu den Stechpalmen-Gewächsen. Nicht alle Arten sind immergrün.

Standorte: Das pflegeleichte Gehölz ist robust, widerstandsfähig und schnittverträglich. Es kann wie Buchsbaum in Form geschnitten werden, gedeiht auch in Heckenform und im Kübel. Der Standort kann sonnig, halbschattig oder schattig sein, mit mäßig feuchtem Boden. Trockenperioden und Staunässe werden nicht vertragen. Zu Hause ist die Stechpalme in Süd- und Westeuropa sowie in Norddeutschland. Bei uns sieht man sie hauptsächlich in Gärten und Parks. Sie ist frostbeständig bis minus 20 Grad und vor allem im Winter eine Augenweide. Für Spielplätze ist sie allerdings nicht geeignet.

Verwendung: Die Zier- und Heckenpflanze bietet geschützte Brutplätze für Vögel, die den Samen fressen und verbreiten. Das Holz ist für Drechslerarbeiten, Handgriffe und Werkzeugstiele geeignet.

Holz-Eigenschaften: Das helle Holz hat eine feine, ruhige Struktur und ist nur in kleinen Dimensionen erhältlich. Es ist sehr hart, schwer zu spalten und zu trocknen (neigt zu Verwerfungen und zum Reißen). Die glatte Oberfläche lässt sicht gut polieren. Der Stamm erreicht Durchmesser bis maximal 60 Zentimeter und neigt zum Drehwuchs. Splint- und Kernholz sind farblich nicht zu unterscheiden.

Stechpalmen-Blatt, Foto (C) Philipp Antar / flickr

Stechpalmen-Blatt, Foto (C) Philipp Antar / flickr

 

Elemente: Feuer

Naturheilkunde: Die Beeren sind sehr giftig und können unter Umständen sogar tödlich wirken. Die Giftigkeit der Blätter ist umstritten. Sie wurden früher abgekocht und als Abführmittel eingesetzt. Die Essenz der Stechpalme ist als Bachblüte mit der Bezeichnung „Holly“ im Handel. Sie soll außerdem homöopathisch bei Rheuma, Gicht und Harnwegsbeschwerden helfen.

Spirituelle Bedeutung: Die knallroten Beeren zwischen den dornig gezackten Blättern sehen angriffslustig und beinahe provokant aus. Da hält man gerne einen Respektsabstand. Das optische Feuerwerk hat aber auch etwas Heiteres und Übermütiges. Die Essenz des Baumes öffnet das Herz, leitet negative Gefühle in gesunde Bahnen und transformiert sie mit Liebe. Die Stechpalme ist ein Kraftbaum für Menschen, die zu Ärger, Lieblosigkeit, Rachsucht, Bitterkeit, Jähzorn und Aggressionen neigen. Sie hilft aber auch Typen, die zu duldsam und zurückhaltend sind. Sie steht für gesunde und natürliche Vitalität, Verteidigungsbereitschaft, Offenheit, Direktheit, Freude, Abwehrstärke, Selbstbewusstsein und Konfliktfähigkeit. Die immergrünen Laub-Bäume wirken mit ihren frischen Farben und der kraftstrotzenden Energie wie Glanzlichter in der sonst kahlen Winter-Landschaft. Bei den Römern galten sie als Symbol für ewiges Leben, Glück und Gesundheit. Bei den Germanen und Kelten hatten sie eine Bedeutung als Schutzpflanzen. Der Name geht auf den Brauch zurück, Stechpalmen als Ersatz für Palmzweige am Palmsonntag zu verwenden, wobei die Blätter die Dornenkrone Christi und die Beeren die Blutstropfen symbolisieren. Heute sind sie ein begehrter Schmuck im Advent, zu Weihnachten und zur Wintersonnenwende, vor allem in England und Skandinavien. Auch zu andern feierlichen Anlässen haben sie eine lange Tradition als Schmuckpflanze. In Mitteleuropa wird die prächtige Winterpflanze gerade wiederentdeckt, nachdem es im Mittelalter gang und gäbe war, das Haus mit Stechpalmen zu schmücken. Die zackigen Sternenformen haben außerden etwas mit einer anderen Star-Welt zu tun. Denn Hollywood heißt übersetzt Stechpalmen-Wald.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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