Die Indianerbanane, auch Papau, Paupau oder Pawpaw genannt, ist sehr interessant für Selbstversorger und Direktvermarkter. Der bei uns weitgehend unbekannte Wildobst-Baum ist nicht nur eine Zierde mit seinen exotischen Blüten und großen Blättern, sondern bringt auch äußerst gesunde und leckere Früchte hervor.

Pawpaw-Früchte, Foto (C) Wendell Smith / flickr

Pawpaw-Früchte, Foto (C) Wendell Smith / flickr

 

Merkmale: Man unterscheidet zirka 600 verschiedene Sorten. Der buschige, kleine Baum mit dem kegelförmigen Umriss entwickelt eine breite Krone über dem kurzen Stamm und wird bis 12 Meter hoch. Die länglichen Blätter werden bis über 20 cm lang, sind glattrandig und lanzettförmig zugespitzt. Im Herbst bekommen sie eine schöne Gelbfärbung. Die erste Ernte ist nach 3 Jahren zu erwarten. Aus den rostroten Glockenblüten entwickeln sich große Früchte, die außen wie Papayas aussehen. Wenn sie reif sind, bekommen sie eine gelbgrüne Schale und ein gelbes Fruchtfleisch mit großen Kernen. Sie schmecken ausgesprochen lecker, wie Bananen mit Mango-Aroma. Die Bäume wachsen eher langsam, sind oft mehrstämming, besitzen Pfahlwurzeln und vermehren sich durch Samen und Wurzelausschläge.

Standorte: Pawpaw-Bäume sind in Nordamerika zu Hause, gedeihen aber auch in den Weinbauregionen Mitteleuropas. Sie sind ausreichend frostbeständig bis minus 20 Grad, pflegeleicht und widerstandsfähig gegen Schädlinge. Man kann sie auch als Kübelpflanzen auf der Terrasse halten, wo sie bis 3 Meter hoch werden. Der Standort sollte sonnig sein, mit feuchtem Boden, aber ohne Staunässe.

Verwendung: Die Früchte sind ein rares Nischenprodukt, aber nicht lange lagerfähig und schwierig zu transportieren wegen der empfindlichen Schale. Sie können rein äußerlich mit attraktiveren Obstsorten nicht mithalten, weil die Schale fleckig aussieht. Sie bestechen jedoch mit ihren inneren Werten und sind ein Geheimtipp für Liebhaber von Obst-Raritäten. Für die Massenproduktion und Supermarkt-Vermarktung sind sie nicht geeignet. Außerdem sind die Bäume als Ziergehölz gefragt.

Holz-Eigenschaften: Da die Pflanze bei uns sehr selten ist, ist kein Holz erhältlich. Kleine Bäume mit buschigem Wuchs liefern generell nur Holz, das schwach dimensioniert und sehr astreich ist.

Pawpaw-Blüte, Foto (C) Wendell Smith / flickr

Pawpaw-Blüte, Foto (C) Wendell Smith / flickr

 

Elemente: Luft

Naturheilkunde: Das weiche, saftige und süße Fruchtfleisch wird mit dem Löffel aus der Schale geschabt. Das nährstoffreiche Kernobst sorgt nicht nur für ein intensives Geschmackserlebnis, sondern soll sogar krebshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen, wird im Internet kolportiert. Die Kerne sind nicht essbar. Die Essenz von Paw Paw gehört zur Gruppe der australischen Buschblüten. Damit sind jedoch die weißen Blüten der Papaya-Früchte gemeint.

Spirituelle Bedeutung: Der Pawpawbaum ist bei den Indianern sehr wertvoll und geschätzt. Der Baum lässt alles hängen, strahlt Leichtigkeit und Gelassenheit aus. Das Blattwerk und die Glockenblumen wirken luftig und wie auf einem Christbaum aufgehängt. Das wuschlige, kleine Gehölz mit den großen Blättern kann als Kraftbaum erweichend und auflockernd wirken bei Menschen, die blockiert, verspannt oder verkrampft sind. Er hat ein ruhiges und freundliches Wesen, unterstützt Loslassprozesse und bringt die Energien wieder zum Fließen.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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