Der echte Ceylon-Zimtbaum ist eine uralte Nutzpflanze und liefert uns ein wertvolles Gewürz, das besonders im Winter beliebt ist.

Zimtrinden, Foto (C) anuandraj / flickr

Zimtrinden, Foto (C) anuandraj / flickr

 

Merkmale: Der relativ kleine Baum mit der aromatischen Rinde wird bis 15 Meter hoch und gehört zu den Lorbeer-Gewächsen. Das immergrüne und buschige Gehölz wächst nur sehr langsam, aber um Gewürze zu ernten, muss man nicht warten, bis der Baum ausgewachsen ist. Denn die älteren Blätter duften zart nach Gewürznelken und sind ebenfalls als Gewürz verwendbar. Die Blätter besitzen gut sichtbare, weiße Blattnerven auf dunkelgrünem Grund, sind glattrandig, ledrig, spitzoval und glänzend. Die neuen Blatttriebe haben eine rötliche Farbe und duften noch nicht. Aus den unscheinbaren, weißen Rispenblüten bilden sich schwarze Steinfrüchte. Die Zimtrinde hat eine rötliche Farbe.

Standorte: Der Zimtbaum ist im tropischen Asien zu Hause. (Ceylon ist eine alte Bezeichnung für Sri Lanka.) Bei uns gedeiht er als Kübelpflanze, aber er darf nicht mal im Sommer im Freien stehen, weil er konstante Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt.

Verwendung: Die Zimtrinde befindet sich unter der äußeren Rinde. Für die Ernte werden Äste vom Baum geschnitten, die Zimtrinden herausgeschält und getrocknet. Beim Trocknen rollen sie sich zu den bekannten Zimtstangen zusammen. Zimt wird verwendet für die Aromatisierung von Speisen und Körperpflegeprodukten, ist aber auch ein traditionelles Heilmittel.

Holz-Eigenschaften: Das Zimt-Holz (ohne Rinde) hat eine zimtbraune Farbe und wird gerne für Gebetsketten, Haushaltswaren, Deko-Objekte und Zimtpantoffel (Sauna-Latschen) verwendet. Es gibt auch Zahnstocher aus Zimtholz.

Zimtblätter, Foto (C) david / flickr

Zimtblätter, Foto (C) david / flickr

 

Elemente: Feuer und Erde

Naturheilkunde: Der Zimtbaum ist eine berühmte TCM- und Ayurveda-Heilpflanze. In der Rinde und auch in anderen Pflanzenteilen befinden sich ätherische Öle, die destilliert werden können. Das beliebte Gewürz ist reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, gilt als Superfood und (beinahe) Allheilmittel. Es soll sich heilsam auf den Verdauungstrakt auswirken, entspannend, wärmend, desinfizierend und entzündungshemmend wirken. Das Zimtöl spielt eine wichtige Rolle in der Aromatherapie. Beim Erwerb sollte man darauf achten, dass es sich um Ceylon-Zimt und nicht um Cassia-Zimt vom chinesischen Zimtbaum handelt, der weniger gesund ist. Zimtnelken sind die getrockneten Blüten-Knopsen vom Cassia-Zimtbaum. Zimtbruchstücke passen gut zu Ingwer und anderen „heißen“ Gewürzen, wie man sie in winterlichen Gewürztee-Mischungen vorfindet. In Pulverform wird Zimt meist für Süßspeisen und Fruchtschalen verwendet. Die Blätter können als Ersatz für Lorbeerblätter dienen.

Spirituelle Bedeutung: Das edle Gewürz soll früher wertvoller als Gold gewesen sein. Es wurde unter anderem zum Einbalsamieren der ägyptischen Adeligen verwendet. Obwohl es heute für jeden erschwinglich ist, gilt es immer noch als Symbol für Reichtum und exotisch-warme Länder. Im Zimtbaum sind viel Sonne und Wärme speichert. Als persönlicher Kraftbaum kann er das Selbstbewusstsein stärken, die Stimmung aufhellen und uns mit der Energie der Sonne verbinden. Der angenehme Geruch fördert die Konzentration, macht locker, wirkt anregend, aphrodisierend und entspannend zugleich. Man kann die Zimtrinden und Zimtnelken auch zum Räuchern verwenden. Zimt- Räucherwerk hat eine Tradition bei Ahnen-Räucherungen, um Frieden zu schließen mit den Verstorbenen. Es unterstützt Loslass- und Trauerprozesse, klärt den Geist und lenkt den Blick auf das Wesentliche.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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