Obwohl sie wie Bäume aussehen, einen holzigen Stamm besitzen und auf englisch „palm-trees“ genannt werden, gehören sie eigentlich nicht zu dem Bäumen, sondern bilden eine eigene Familie.

Kokospalme, Foto (C) alisonpavlos / flickr

Kokospalme, Foto (C) alisonpavlos / flickr

 

Merkmale: Die Familie der Palmengewächse besteht aus tausenden Arten mit unterschiedlichem Aussehen. Sie können sehr klein sein, aber auch über 60 Meter hoch werden. Die meisten Arten haben keine Äste, sondern die langen Blätter wachsen direkt aus dem Stamm heraus und sind spiralförmig angeordnet. Die Blattwedel werden samt Stiel bis 25 Meter lang. Meist sind sie wie Fächer oder Federn unterteilt. Der Stamm ist verholzt, jedoch fehlt das Kambium (die bei Bäumen übliche Wachstumsschichte zwischen Splintholz und Rinde). Die schuppenförmige Außenhaut der Stämme entsteht durch die abgefallenen Blätter. Es gibt viele exotische Arten, die essbare Früchte tragen, aber bei uns nicht erhältlich sind. Die Früchte wachsen im Allgemeinen büschelförmig an eigenen Auslegern aus den Stämmen heraus. Auch die Wurzeln sind wenig verästelt, sondern kommen zentral aus der Mitte heraus und nehmen eine besenförmige Form an, ohne Haupt- und Nebentriebe. Bekannte Zimmerpflanzen sind die Yucca-Palme, die Bergpalme, die Dattelpalme, die Bambuspalme und die Kentia-Palme.

Standorte: Die immergrünen Exoten, deren Verwandte bereits vor 70 Millionen Jahren verbreitet waren, sind heimisch in Südeuropa und in Ländern, die am Äquator liegen. In Mitteleuropa gedeihen sie nur in Palmengärten und in Kübeln. In milden Regionen sind Zwergpalmen und Hanfpalmen auch für die Auspflanzung im Freiland geeeignet, wenn man ein sonniges und nicht zu feuchtes Plätzchen hat und einen Winterschutz anbringt. Nicht alle Arten sind einstämmige Solitärpflanzen, manche besitzen auch mehrere Stämme.

Verwendung: Bei uns sind Palmen hauptsächlich als Zierpflanzen gefragt. Von den fruchttragenden Palmen sind die Kokospalmen, die Dattelpalmen und die Ölpalmen am bekanntesten. In den Tropen und Subtropen werden alle Pflanzenteile genutzt, z.B. für Bürsten, Besen, Matten, Haushaltsgeräte und als Heizmaterial. Die Kokospalmen sind für die Plantagenwirtschaft geeignet, wobei die Bäume nach 50-60 Jahren gefällt werden und das Holz als Nebenprodukt anfällt.

Holz-Eigenschaften: Palmhölzer besitzen keine Jahresringe, sondern zahlreiche Leitbündel, die sich dunkel abzeichnen und von weitem wie Gänge von Holzwürmern aussehen, aber nicht hohl sind. Das Material hat eine hellbraune bis rotbraune Farbe mit schwarzen Streifen bzw. Punkten, je nach Querschnitt. Die Textur weist eine gewisse Ähnlichkeit mit Bambusholz auf. Das Kokos-Palmholz wird auch als „Red Palmira“ bezeichnet. Es ist für den Innenausbau, Möbel, Parkett und Kunstgegenstände geeignet. Es lässt sich jedoch schwer bearbeiten, weil das Grundgewebe und die Leitfasern ungleich dicht sind. Je dunkler das Holz ist, umso dichter und härter ist es.

Palme, Foto (C) Jonathan Krise / flickr

Palme, Foto (C) Jonathan Krise / flickr

 

Elemente: Luft

Naturheilkunde: Datteln und Kokosnüsse sind viel gepriesene Superfoods mit gesundheitsfördernden Wirkungen. Vor allem das Kokosöl hat den Ruf, wie ein Allheilmittel zu wirken bei einer Vielzahl von Problemen. Das billigere Palmöl bzw. Palmfett, ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird, steht jedoch auf der Liste der ungesunden Fette – vor allem, weil beim herkömmlichen Erhitzen schädliche Stoffe entstehen. Kalt gepresstes, unraffiniertes Palmöl in Bioqualität ist durchaus gesund. Raffiniertes Palmöl ist in sehr vielen Fertigprodukten enthalten, weshalb man beim Kauf sehr vorsichtig sein sollte.

Spirituelle Bedeutung: Wenn man an Palme denkt, denkt man zugleich auch an Meer, Wind, Weite, Sonne und Wärme. Die Palme steht als Symbol für Frieden, Freiheit, Urlaub, Fernweh und Entspannung. Sehr gerne jedoch werden auch ihre edlen und eleganten Qualitäten wahrgenommen, um sie bei festlichen Anlässen einzusetzen. Palmen wirken nobel, majestetisch und äußerst dekorativ. Palmwedel sind ein Symbol für die Auferstehung und ein Leben nach dem Tod. Die Palmengewächse gelten daher auch als Lebensbäume. Die Formensprache wirkt zentrierend, leicht, schwungvoll und gelassen. Durch ihre Solitärstellung vermittelt die Palme ein Gefühl von starkem Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit. Wenn die Palme im Traum erscheint, kann sie auch etwas mit Segen, Güte, Glück, Freude, Sorglosigkeit, Heiterkeit, Wohlstand oder Erfolg zu tun haben.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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