Man sieht ihn immer öfter in den Gärten, denn Exoten liegen im Trend. Der lustige Name kommt von den auffällig geformten Ästen, die entfernt an Affenschwänze erinnern.

Affenschwanzbaum, Foto (C) Jason V / flickr

Affenschwanzbaum, Foto (C) Jason V / flickr

 

Merkmale: Von weitem sieht das bizarre Gewächs mit dem kegelförmigen Umriss wie eine Mischung aus Tannenbaum und Kaktus aus. Doch die schwungvollen, quirligen Äste machen es unverwechselbar. Der zentrale, kerzengerade Stamm ist ebenso dicht belaubt wie die Äste, die etagenförmig und mit ziemlichem Abstand angeordnet sind. Die Schlangentanne, Araukarie, Schuppentanne, Andentanne oder Chilenische Tanne, wie sie auch heißt, gehört zu den ältesten Bäumen auf dem Planeten. Sie soll bereits vor 90 Millionen Jahren existiert haben, ist jedoch nicht sonderlich langlebig in unserem Breiten. Die harten, ledrigen Blätter, die sich schuppenförmig um die Äste legen, sind dreieckig geformt und mit Dornen zuspitzt. Das Wachstum erfolgt sehr langsam. An den Enden bilden sich nach oben stehende, wuschelige Blüten, die wie Pommel aussehen und sich rötlich verfärben, während die männlichen Zapfen nach unten hängen. Die immergrünen Koniferen sind von Natur aus keine kleinen Bäumchen, sondern werden ursprünglich bis 50 Meter hoch bei einem Stamm-Durchmesser bis zu zwei Metern. In ihrer Heimat sollen sie mehr als tausend Jahre alt werden. Ab einem Alter von 100 Jahren fallen die unteren Äste ab und der Baum nimmt einen schirmförmigen Umriss an.

Standorte: Die Schmucktanne ist eine Solitärpflanze, die am liebsten alleine steht. Sie verträgt keine Staunässe und ist nur bedingt winterhart. Bei Temperaturen unter minus 5 Grad ist ein Winterschutz erforderlich. Ältere Bäume können stärkeren Frost vertragen, aber nur kurzfristig bis minus 15 Grad. Der Standort sollte sorgfältig gewählt werden, denn ein Verpflanzen wird meist nicht überlebt. Er sollte nicht nur geschützt und nicht zu trocken, sondern auch hell und sonnig sein. Allerdings besteht im Winter die Gefahr, dass die Blätter austrocknen, wenn der Boden gefroren ist und gleichzeitig die Sonne scheint. Für den Durchmesser kann man zirka 6 Meter rechnen.

Verwendung: Die Stämme werden in Chile als Baumaterial für Häuser, Brücken und Boote verwendet. Die Samen gehörten bei den Indigos zu den Hauptnahrungsmitteln im Winter. In Mitteleuropa sind die dekorativen Bäumchen als Zierpflanzen für Gärten und Parks gefragt, sofern die Witterung es zulässt. Sie können auch im Kübel gezogen werden.

Holz-Eigenschaften: Die Stämme sind witterungsbeständig und besitzen eine feuerfeste Rinde. Das rötlich gefärbte Holz ist auch für Furniere geeignet. Da die Bäume vom Aussterben bedroht sind, ist der Handel mit dem Holz weitgehend verboten.

Wald mit "Monkey-Puzzle-Trees", Foto (C) Anselm Hook / flickr

Wald mit „Monkey-Puzzle-Trees“, Foto (C) Anselm Hook / flickr

 

Elemente: Erde, Luft und Feuer.

Naturheilkunde: Die Kerne der Zapfen werden auch als Pinienkerne bezeichnet, sind aber größer als diese und bei uns kaum erhältlich. Wer selber fruchttragende Bäume hat, kann die Kerne für den Eigenbedarf ernten.

Spirituelle Bedeutung: Das uralte Hartlaub-Gewächs zieht die Aufmerksamkeit auf sich und besteht aus sehr archetypischen Formen der heiligen Geometrie. Die Spiralmuster entlang der Äste erzeugen lange Energiewirbel und wirken zentrierend. Durch die Biegsamkeit der Äste, die wie erhobene Arme noch oben weisen, entsteht Leichtigkeit und Schwung. Die prächtigen Bäume haben eine sehr ruhige und gelassene Ausstrahlung, wirken widerstandsfähig, robust und abwehrstark. Die kleinen Schuppenblätter sehen wie Flammen aus, wobei die dornigen Nadelspitzen zahlreiche Antennen bilden für Lebensenergie. Durch die Solitärstellung wird eine starke Unabhängigkeit und innere Freiheit signalisiert. Die pyramidenartige Schirm-Form hat was Beschützendes, Erhabenes und Besinnliches. Der stachelige Lebensbaum würde als Bindeglied zwischen Himmel und Erde gut auf Friedhöfe passen mit seiner millionenalten Geschichte und dem würdevollen, unnahbaren Habitus. Als Kraftbaum kann er Menschen helfen, sich besser abzugrenzen und in ihre Mitte zu finden.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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