Wie könnte eine wirksame „Zahnheil-Diät“ aussehen? Ganzheitliche Ernährungs-Tipps für die Zähne mit substantiellen Vitaminen, Mineralstoffen und speziellen Naturheilmitteln für die Wiederherstellung verlorener Zahn-Substanz. 

Foto (C) LaVladina / flickr

Foto (C) LaVladina / flickr

 

Obwohl es fast an jeder Straßenecke einen Zahnarzt gibt, findet man kaum schulmedizinische Hilfe, wenn man Karieslöcher nicht mit noch größeren Bohrlöchern bekämpfen möchte. Im Gegenteil: Es wird sogar vorsorglich und aus rein optischen Gründen gebohrt. Schon bei kleinen, oberflächlichen Pünktchen und wenn alte Füllungen undicht geworden sind. Denn es könnte sich ja Karies ausbreiten. Und Wurzelbehandlungen sind sowieso reine Prophylaxe-Maßnahmen. Ebenso die Abschleifungen für Zahnkronen, die Schlimmeres verhindern sollen. Doch was gibt es Schlimmeres, als natürliche Zahnsubstanz zu verlieren? Dabei findet man sogar Studien, die belegen, dass Karies, die oberflächlich versiegelt ist, nicht weiter wachsen kann. Und manche Zahnärzte bohren daher nicht alles aus, sondern arbeiten mit Injektionen, um die kariöse Substanz zu festigen. Dass Karies nicht heilbar ist, scheint ein Märchen zu sein, denn immer wieder hört man von Kariesschäden, die auf natürliche Weise ausgeheilt sind. Auch ich selbst hatte kleine Karieslöcher, die sich von selbst repariert haben und seit Jahren ausgehärtet sind. Ebenso verschwunden sind Probleme wie Zahnstein und Zahnfleischschwund. Früher hieß es sogar, dass Zahnfleisch nicht nachwachsen kann, doch das ist nur dann der Fall, wenn man die Ursachen ignoriert.

Eigenverantwortung versus Arzt-Vertrauen

Die invasiven Behandlungsmethoden führen bekanntlich zu keiner Heilung, sondern zu massivem Substanz-Verlust. Nach den Ursachen wird gar nicht gefragt und selbst wenn man die Ernährung umgestellt hat und keine neuen Schäden mehr entstehen, bleibt die Frage, wie man mit den Altlasten aus früheren Jahren umgeht, die teilweise noch aus der Kindheit stammen. Wenn sogar Knochen wieder zusammenwachsen können, warum sollten dann nicht auch Zähne nachwachsen? Ein Hindernis sind die künstlichen Füllstoffe, die der natürlichen Regeneration im Wege stehen. Dass Füllungen undicht werden, könnte ein Signal sein, dass der Körper sie loswerden möchte. Wer selbst die Verantwortung für seine Gesundheit übernehmen möchte, muss beim Zahnarzt unterschreiben, dass er ihn von seiner Verantwortung entbindet. Die Eigenverantwortung birgt ein gesundheitliches Risiko, aber auch eine große Chance für Menschen, die an die Selbstheilungskräfte glauben und imstande sind, sich selber weiterzubilden. Schließlich beziehen die Ärzte ihr Wissen hauptsächlich von Pharma-Beratern und nicht aus eigenen Studien. Sie sind an die Vorschriften der Krankenkassen gebunden und haben wenig Spielraum für Experimente. Eigenverantwortung ist unbequem, denn es gibt niemandem, dem man die Schuld geben kann, wenn der Erfolg ausbleibt. Eine Blombe ist in einer halben Stunde fertig, aber die natürliche Heilung kann Jahre dauern.

Aus Beinwell-Blüten und Blättern lässt sich Tee brauen. Besonders wirksam ist das Pulver der langen Wurzeln. Foto (C) Irmgard Brottrager

Aus Beinwell-Blüten und Blättern lässt sich Tee brauen. Besonders wirksam ist das Pulver der langen Wurzeln. Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Säure-Basen-Haushalt

Die Knochen und Zähne bilden ein großes Mineralstoffdepot, das angegriffen wird, wenn die Versorgung unzureichend ist. Die Zähne sind nicht für das Essen da, sondern das Essen nährt auch die Zähne. Besonders wichtig ist der Säure-Basen-Haushalt. Alle säurebildenden Lebensmittel und „Vitaminräuber“ sind zu meiden. Vor allem Zucker, Weißmehl, Kaffee, chemische Stoffe, Pestizid-Rückstände und Alkohol sollte man komplett weglassen. Tierische Produkte sollten nur roh gegessen werden (Rohmilchkäse, Rohmilchbutter, rohe Eier) oder in Form von Knochenbrühen. Zu viel tierisches Eiweiß führt zur Übersäuerung. Fast alle Eiweißquellen, auch die pflanzlichen, werden sauer verstoffwechselt. Sie sollten daher mit überwiegend (ca. 80%) basischen Lebensmitteln kombiniert werden. Bei den Nährwertangaben für Gewürze, Öle und Fette ist zu bedenken, dass man mengenmäßig nicht so viel essen kann wie bei Blattgrün, Obst und Gemüse. Öle und Fette sind sehr wichtig um die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K überhaupt verwerten zu können. Nur Vitamin C und alle B-Vitamine sind wasserlöslich. In Indien leben Millionen von Menschen vegetarisch und auch in Europa hat man früher nur an Sonn- und Feiertagen Fleisch gegessen. Man braucht keine umfangreichen Studien, um zu erkennen, dass „moderne“ Ernährung mit viel Eiweiß, wenig Fett, viel Süßem und massenhaft Chemie nicht gesund ist.

Die maßgeblichen Vitamine

Die Vitamine, die für die Zähne relvant sind, sind A, Betacarotin, B12, D, E, Folsäure und K. Die Vitamine D, B3 (Niacin), B12 und K sind nicht essentiell, sondern können vom Körper selbst hergestellt werden. K und B12 werden mithilfe von bestimmten Bakterien gebildet, die in einer gesunden Darmflora vorhanden sind. Vitamin D ist eigentlich ein Hormon, das mit Hilfe von Licht und Sonne gebildet wird und monatelang gespeichert werden kann. Die Kombination aus Natriumfluorid und Vitamin B12 soll nachweislich gegen Karies wirken. Dass eine ausgeglichene Vitamin D-Aufnahme Karies reduzieren kann, wurde mit Studien nachgewiesen. Vitamin D verbessert auch die Verwertung der Mineralien. Vitamin A wirkt wie als  starkes Antioxidantium und unterstützt die Erneuerung von Zellen. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A und wichtig für das Zahnfleisch und die Schleimhäute. Vitamin B12-Quellen für Veganer sind: Mikroorganismen an Wurzelgemüse und Wildkräutern, Algen, Aroniabeeren, Beinwell, Pilze, Sprossen, Sanddorn, Topinambur, Sauerkraut und anderes fermentiertes Gemüse. Vitamin B12 für Vegetarier und Pesectarier ist enthalten in rohen Michprodukten, Eiern, Fischen und Meeresfrüchten. Vitamin B12 kann trotz seiner Wasserlöslichkeit jahrelang im Körper gespeichert werden.

Ackerschachtelhalm hat den höchsten Anteil an Kieselsäure. Foto (C) Irmgard Brottrager

Ackerschachtelhalm hat den höchsten Anteil an Kieselsäure. Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Maßgebliche Mineralien und das Zusammenspiel der Nährstoffe

Maßgebliche Mineralien für die Zähne sind: Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Silicium, Kupfer, Zink und Selen. Bio-Informationen wirken grundsätzlich auch homöopathisch. Daher kommt es weniger auf die Menge der Nährstoffe an als auf das Zusammenspiel. Und nicht immer ist ein Mangel vorhanden, wenn was „fehlt“. Der Körper leidet öfter am „zu viel“! Calcium und Phosphor sollten in Balance sein. Zu viel Eisen kann die Aufnahme von Phosphor hemmen. Zu viel Eiweiß kann schädlich sein, weil der Körper übersäuert wird. Jede Form von Übersäuerung, auch durch Rückvergiftung, wirkt angriffig auf die Zähne. Die verschiedenen Proteine sind aus 20 Aminosäuren zusammengesetzt, von denen der Körper 12 selbst herstellt. Die Eiweißzufuhr kann bis 0,4 g pro kg Körpergewicht reduziert werden. Die semi-essentielle Aminossäure Arginin fördert die Bildung von Kollagen, das ein wichtiger Bestandteil von Haut, Knochen und Zähnen ist. Die essentielle Aminosäure L-Methionin ist für den Aufbau von jeglichem Gewebe wie Haaren und Nägel notwendig. Folsäure unterstützt die Zell-Erneuerung. Sie ist nicht hitzebeständig und wirkt nur zusammen mit Vitamin B12 und Zink. Selen ist ebenfalls wichtig für die Knochen und Zähne. Zu viel Selen wirkt jedoch giftig und kann Karies begünstigen. Zink ist gut für die Schleimhäute und für die Stabilität der Zellen. Kupfer sorgt für die Struktur der Knochen, wirkt desinfizierend und ist fördert die Wundheilung. Der Nutzen von Fluorid und Jod ist umstritten. Angeblich ist auch natürliches Fluor schädlich in Überdosen, ebenso wie Jod. Künstliche Fluorisierung und jodiertes Salz sollte man auf jeden Fall meiden. Es hat schon seinen Grund, warum die Stoffe der Natur in bestimmten Mengen vorkommen. Der Stoffwechsel ist sehr kompliziert und längst nicht vollständig erforscht.

Die Aufnahme der Nährstoffe optimieren

Die Aufnahme der Mineralien kann durch verschiedene Faktoren gestört sein wie z.B. Medikamente, Schwermetallbelastung, Stoffwechselkrankheiten und so weiter. Zumindest ein Teil der Nahrung sollte aus Rohkost bestehen, weil nicht alle Nährstoffe hitzebeständig sind. Die Nährstoffaufnahme erfolgt nicht nur über den Magen, sondern auch über den Mund und den Dünndarm. Daher sollte man sich beim Kauen Zeit lassen und öfter den Darm reinigen. Smoothies und andere Brei-Gerichte nicht sofort runterschlucken, sondern vorher einspeicheln! Auch im Dickdarm werden noch Nährstoffe resorbiert. Für die Reinigung der Zähne gibt es verschiedene basische Mischungen zum Selbermachen mit Steinsalz, Natron, Kurkuma, Heilerde, Pfefferminzöl, Kokosöl und so weiter, die für ein basisches Milieu sorgen. Für die bessere Verwertung der Nährstoffe sind außerdem hilfreich: Bio-Qualität, Gewürze, Bewegung in frischer Luft und Sonne, Entspannung, Essenspausen (intermittierendes Fasten). Man sollte nur essen, wenn man hungrig ist. Die Nahrung wird sonst nicht richtig aufgenommen und belastet den Verdauungstrakt. Die Supplementierung mit künstlichen Nährstoffen ist zu vermeiden, weil Überdosen genauso schädlich sind wie Mängel und der Organismus durcheinanderkommt.

Glutenfreie und schleimfreie Kohlenhydrate mit Omega 3 Fettsäuren

Nüsse, Samen und Kerne werden besser aufgeschlossen, wenn man sie vor dem Essen einweicht. Durch die Schädigung der Dünndarmschleimhaut mit Gluten werden die Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen, daher ist glutenhaltiges Getreide strikt zu vermeiden. Zöliakie-Kranke haben häufer Zahnschäden als normale Menschen. Auch glutenfreie Kohlenhydrate wie Pseudogetreide können schaden, wenn sie den Darm verschleimen. Trockenfrüchte und Honig haben die Neigung, zwischen den Zähnen kleben zu bleiben und den Zahnschmelz anzugreifen, weil sie säurebildend wirden. Statt Getreide kann man Nüsse und Keimlinge essen, die außerdem wertvolles Fett enthalten. Grundsätzlich sind alle Lebensmittel hilfreich, die in der Natur harte Schalen oder Kerne bilden (Nüsse, Mohnkapseln, Schalentiere, Krebse, Eier, Korallen, Steinobst usw.) Harte Kost, die die Speichelbildung anregt, schützt die Zähne! Omega 3 Fettsäuren wirken gegen Infektionen, verhindern das Wachstum von Kariesbakterien und Parodontitis, was angeblich mit Studien belegt ist. Die beste pflanzliche Quelle ist Leinöl. Das Verhältnis zwischen Omega 6 Fettsäuren (Linolsäuren) und Omega 3 Fettsäuren sollte ausgewogen sein. Zu viel Linolsäure durch Getreide und Tierprodukte verursacht Entzündungen.

Angekeimte Braunhirse ist eine Silizium-Bombe, Foto (C) Irmgard Brottrager

Angekeimte Braunhirse ist eine Silizium-Bombe, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Spezielle Naturheilmittel

Spezielle Naturheilmittel für die Zähne sind: Kräuter mit Bitterstoffen, Zahnwurz, fermentierter Lebertran, Sango-Korallenpulver, Eierschalenpulver und der „Birkenzucker“ Xylit. Für die Zahnpflege gibt es antibakterielle Zahnbürsten mit Bambuskohle und Nano-Gold. Silizium (Kieselsäure) soll nicht nur die Zähne, Knochen, Haut und Nägel kräftigen, sondern auch zur Entgiftung von Aluminium beitragen und die Aufnahme von Magnesium verbessern.

Heilpflanzen mit Kieselsäure: Schachtelhalm, Brennnessel, Klettenlabkraut, Beinwell, Gemeiner Odermennig, Rote Taubnessel, Geflecktes Lungenkraut, Schlüsselblume, Mädesüß, Vogelmiere, Pfennigkraut, Gurkenkraut, Echinacea, Spitzwegerich und Waldklette.

Lebensmittel mit viel Kieselsäure: Kartoffelschalen, Braunhirse, Hafer, Gerste und Rote Rüben. Außerdem ist Silizium in Zeolith enthalten.

Sonstige Naturheilmittel: Schungit-Wasser, Baumharz kauen. In Russland wurden Karieslöcher früher mit passenden Steinchen geflickt, die mit Baumharz abgedichtet wurden, bis das Zahnmaterial wieder nachwuchs.

Gesundheitsbewusstsein und Entgiftung

Ganz allgemein werden die Zähne nicht kaputt durch diverse Krankheiten, sondern der Zustand der Zähne ist ein Maßstab für die Gesamtverfassung eines Menschen. Daher setzt eine ganzheitliche Zahnheilung nicht bei den Zähnen an, sondern beim Gesundheitsbewusstsein und gesunden Lebensstil. Um Zähne aus eigener Kraft mineralisieren zu können, muss man es schaffen, so gesund zu werden, dass der Körper keine Mineralien mehr abbaut, sondern erneut einlagert! Erst wenn die schlimmsten Stoffwechsel-Rückstände ausgeleitet sind und der Darm saniert ist, sind überhaupt die Voraussetzungen gegeben, um neue Nährstoff-Reserven anlegen zu können. Wer sich bis jetzt achtlos ernährt hat, wird es kaum schaffen, von heute auf morgen Substanz zu gewinnen. Bei Entgiftungsmaßnahmen ist zu beachten: Da nicht alle Stoffwechsel-Rückstände wasserlöslich sind, hilft Trinken nur beschränkt. Um den Mundraum zu entgiften, wirkt tägliches Ölziehen. Es gibt auch Kuren mit Kokosöl, das innerlich eingenommen wird. Man findet sie unter den Stichworten „Entgiften mit Kokosöl“ im Internet. Zur Entschlackung empfiehlt sich basische und schleimfreie Ernährung ohne Getreide, Pseudogetreide, Reis, Milch- und Sojaprodukte sowie schleimende Samen (Chia, Leinsamen). Besonders wichtig ist natürlich auch die psychische Ebene mit ihren vielfältigen Ursachen, die auf die Zähne einwirken. Jeder Zahn ist mit bestimmten Organen und Bereichen verbunden, die wiederum mit bestimmten geistig-emotionalen Themen verknüpft sind. Die stoffliche Ebene der Ernährung kann heilsame Impulse setzen und auch psychische Altlasten bereinigen. Viele Rohköstler berichten, dass sich durch die Ernährungsumstellung auch ihr Wesen zum Positiven verändert hat. Die übergeordneten Ebenen sind die geistige und die seelische Ebene. Wer geistig völlig im Reinen ist, kann theoretisch auch Schrott (oder gar nichts) essen, ohne sich zu schaden.

 

Haftungsausschluss:

Für die meisten Menschen werden diese Tipps nicht umsetzbar sein, weil sie ihre Ernährung nicht im Griff haben und zu weit von einem gesunden Lebensstil entfernt sind. Die Remineralisierung kann meines Erachtens nur gelingen, wenn man konsequent vorgeht, um den Verfall der Zähne zu stoppen. Sollten Sie sich diesem Vorhaben nicht gewachsenen fühlen, bitte unbedingt zum Arzt gehen! Ich übernehme KEINE Verantwortung in dem Sinne, dass ich jemanden dazu verleite, auf notwendige Untersuchungen und Behandlungen zu verzichten. Die Eigenbehandlung setzt umfangreiche Studien auf eigenes Risiko voraus. Das Lesen dieses Artikels genügt nicht, um alles zu wissen, was man für Heilungserfolge benötigt. Ich bin weder Ärztin noch Heilkunde-Expertin, sondern gebe hier nur meine persönlichen Einschätzungen wieder. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen, denn meine Informationen basieren auf Internet-Recherchen, die bekanntlich äußerst widersprüchlich sind, wenn es um Ernährung geht.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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