Wer kennt sie nicht, die sommergrünen Hainbuchen-Hecken? Die Weißbuche oder Hagebuche – wie sie auch heißt – hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Buche, gehört aber zu den Birkengewächsen.

Hainbuche im Park, Foto (C) JohnPickenPhoto / flickr

Hainbuche im Park, Foto (C) JohnPickenPhoto / flickr

 

Merkmale: Man unterscheidet zirka 170 Arten. Die schnell wachsenden Gehölze werden bis 25 Meter hoch und bis 300 Jahre alt. Die Flach- und Herzwurzler besitzen spitzovale Blätter mit deutlich sichtbaren Adern, gesägtem Rand und hellerer Unterseite. Aus den kätzchenartigen, hellgrünen Blüten entwickeln sich bis 15 mm lange Nüsse mit flügelförmigen Tragblättern. Die Vermehrung erfolgt durch Verwehung der Nussfrüchte und durch Stockausschläge. Die dunkelgraue Borke bleibt auch im Alter ziemlich glatt. Über dem meist kurzem Stamm entwickelt sich eine ausladende, dicht verzweigte Krone.

Standorte: Der strauchartige Laubbaum ist anspruchslos und sehr regenerationsfähig. Er wächst nicht nur im Wald und im Gebüsch, sondern auch freistehend. Man findet ihn fast überall in ganz Europa, weil er Frost ebenso gut verträgt wie Hitze. In Strauchform ist er eine robuste Heckenpflanze, die immer wieder neu austreibt.

Verwendung: Das Holz wird fast nur als Brennholz und zur Herstellung von Holzkohle verwendet, weil es optisch nicht viel hermacht und einen ausgezeichneten Brennwert besitzt. Außerdem ist es für Werkzeugteile und mechanisch beanspruchte Gegenstände geeignet. Die Sträucher lassen sich als „lebende Zäune“ gut in Form schneiden und werden daher gerne für die Park- und Garten-Gestaltung eingesetzt.

Holz-Eigenschaften: Weißbuchen-Holz gehört zu den härtesten Hölzern in Europa. Es ist zäh und schwer und hat eine sehr helle Farbe. Man findet es auch unter der Bezeichnung „Hornbaum“ im Handel. Die Stämme sind oft spannrückig und weisen daher eine unregelmäßige Form auf. Die Schnittflächen können fleckig oder wellig aussehen. Das Holz lässt sich schwer trocknen, weil es stark schwindet und leicht reißt, ist aber gut für Drechslerwaren geeignet.

Hainbuchen-Blüten, Foto (C) Maja Dumat / flickr

Hainbuchen-Blüten, Foto (C) Maja Dumat / flickr

 

Elemente: Erde, Feuer

Naturheilkunde: Die jungen Blätter sind essbar und können für Tee verwendet werden. Die Essenz der Bachblüte „Hornbeam“ kann unterstützend wirken, wenn jemand zu zögerlich, enttäuscht, misstraurisch, unsicher, verängstigt, pessimistisch, lustlos und frustriert ist, um wieder Selbstvertrauen zu gewinnen und in die Gänge zu kommen. Sie hilft bei der Überwindung von Krankheiten und Verstimmungen, stärkt die Abwehrkräfte und die Leistungsfähigkeit.

Spirituelle Bedeutung: Die Bezeichnung Hagebuche ist von „Hag“ abgeleitet – den dichten Schutz-Hecken, mit denen früher Äcker und Weiden eingezäunt wurden. Das anpassungsfähige Gehölz, das sich quasi in jeder Lebenslage behauptet, gehört zum 12-teiligen Baumkreis-Horoskop der Kelten. Zuversichtlichkeit, Unberirrbarkeit, Beharrlichkeit, Unverwüstlichkeit und ein unbändiger Lebenswillen gehören zu den herausragenden Eigenschaften dieser Baumart. Menschen, die im Zeichen der Hainbuche geboren sind, geben nie auf, ertragen jede Verletzung und lassen sich von ihren Zielen nicht abbringen. Dank ihrer starken Regeneratiosfähigkeit kennen sie kein Alter und trotzen der Vergänglichkeit. Die Hecken wachsen so dicht, dass sie sogar als lebende Wehrbauten geeignet sind. Wird ein Ast abgebissen, wachsen drei neue wieder nach – so ungefähr. Dabei haben die wuscheligen Sträucher durchaus ein freundliches Wesen, ohne Stacheln und feurige Drohgebährden.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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