Der echte Lorbeerbaum oder „Gewürzlorbeer“ verbreitet seinen aromatischen Geruch nicht nur als Küchenkraut in der Suppe, sondern hat auch als Räuchermittel wohltuende Wirkungen.

Lorbeerblüten, Foto (C) Manuel / flickr

Lorbeerblüten, Foto (C) Manuel / flickr

 

Merkmale: Die dicht belaubten, immergrünen Bäume wachsen sehr langsam. Sie werden in der Natur bis 10 Meter hoch und über 100 Jahre alt. In unseren Breiten bleiben sie kleine Bäumchen, die meist im Kübel gezogen werden. Die ledrigen, dunkelgrünen Blätter glänzen an der Oberfläche, sind leicht gewellt und sind lanzettförmig zugespitzt. Aus den kleinen, gelbgrünen Doldenblüten entwickeln sich glänzende, dunkelblaue Beeren. Bei den Bezeichnungen muss man aufpassen bzw. auf die lateinischen Namen achten, weil auch diverse andere aromatische Pflanzen als Lorbeer bezeichnet werden. Der Echte Lorbeer heißt Laurus Nobilis. Der als Heckenpflanze verbreitete Kirschlorbeer ist giftig.

Standorte: Lorbeerbäume stammen aus Vorderasien, sind im Mittelmeerraum beheimatet und brauchen während der Wachstumsperiode viel Sonne, mindestens 5 Stunden am Tag, sonst werden sie anfällig für Krankheiten. Sie sind nur bedingt winterhart bis minus 5 Grad und sollten auch für die Überwinterung im Zimmer einen hellen Platz bekommen. In milden Weinbaugebieten gedeihen sie wohl auch im Freien, aber nur mit Winterschutz. Sie dürfen nicht komplett austrocknen und vertragen keine Staunässe. Das Laubwerk lässt sich gut in Form schneiden.

Verwendung: Die Blätter sollten dunkel getrocknet und gelagert werden, wenn man sie als Küchen- oder Essig-Gewürz verwenden möchte. Zerkleinert sind sie beliebt für diverse Räuchermischungen. Das butterartige, grüne Öl wird durch Auspressen der Früchte gewonnen, meist für medizinische Zwecke. Die kleinen Bäume sind auch als Zierpflanzen attraktiv, vor allem wenn die Krone kugelig zugeschnitten wird.

Holz-Eigenschaften: Das rare und im Handel kaum erhältliche Holz hat eine helle Farbe mit dunkler Maserung. Es ist sehr hart, lässt sich gut verarbeiten und glatt polieren. Man verwendet es für Drechslerwaren und Küchenutensilien wie Schneidebretter und Holzschälchen.

Lorbeer im Topf, Foto (C) Cristina / flickr

Lorbeer im Topf, Foto (C) Cristina / flickr

 

Elemente: Feuer und Erde

Naturheilkunde: Die vielseitige Heil- und Gewürzpflanze wurde im Mittelalter sogar gegen die Pest eingesetzt. Es werden ihr unter anderem antibakterielle, beruhigende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt. Der Sud der harten Blätter ist gut für die Verdauung. Sie werden bei Gerichten mitgekocht, aber nicht gegessen. Man kann auch einfach Tee damit brauen. Lorbeeröl ist als Arzneimittel, Aromaöl und zum Inhalieren mit Wasserdampf gefragt. Früher wurde es zum Abbrechen von Schwangerschaften verwendet.

Spirituelle Bedeutung: Berühmt ist der Lorbeerkranz von Julius Cäsar als Siegessymbol, wovon Redewendungen wie „Vorschusslorbeeren“ abgeleitet sind. Die Pflanze galt als heilig bei den Griechen und Römern, die ihre Helden mit Lorbeerkränzen ehrten. Auf altgriechisch heißt der Lorbeer „Daphne“. Daphne, eine Bergnymphe und Priesterin der Mutter Erde, wurde einem Mythos zufolge von ihrem Vater in einen Lorbeerstrauch verwandelt, um sie vor dem heftigen Liebesbegehren von Apollon zu schützen. Apollon verehrte daraufhin den Lorbeerbaum und der Lorbeer wurde dem Gott Apollon geweiht. Seither gilt er als Symbol für Weisheit und Ruhm. Auch der akademische Grad „Bachelor“ ist vom Lorbeer abgeleitet. Da er die visionären und intuitiven Fähigkeiten verbessert, wurde er zu einem wichtigen Bestandteil von magischen Rezepten. Er ist eine wichtige Orakel-Pflanze und soll sogar Wahrträume hervorrufen können, narkotische Wirkungen haben und Trancezustände unterstützen. Im Allgemeinen verwendet man Lorbeer als Räuchermitel gegen Stress und Verstimmungen, zur Reinigung von negativen Energien und Segnung des Raumes. Aus der Struktur des Rauches sind verschiedene Deutungen möglich, zum Beispiel um die Ursache von Krankheiten zu finden. Er gehört zu den Schutzpflanzen, fördert die Erkenntnis, den Duchblick und die Klarsicht, schärft die Sinne und hilft bei schwierigen Entscheidungen, den richtigen Weg zu finden. Die Essenz des ätherischen Öles wirkt erdend, anregend, aufheiternd, erwärmend, harmonisierend und konzentrationsfördernd.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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