Weihrauch, auch „Olibanum“ und „Weißes Gold“ genannt, ist das getrocknete Harz vom Weihrauch-Baum. Hierzulande gedeiht die anspruchsvolle Wüstenpflanze am ehesten in hellen und warmen Wintergärten. 

Weihrauch, Foto (C) Bart Everson / flickr

Weihrauch, Foto (C) Bart Everson / flickr

 

Merkmale: Der echte Weihrauchbaum, Boswellia Sacra, ist weder mit der Weihrauchzeder noch mit der Weihrauchpflanze verwandt. Er gehört zu den Sukkulenten und kann Wasser speichern. Wenn man die Rinde anschneidet, rinnt ein gelbliches Harz heraus, wobei kleine Mengen auch von selber austreten. Man unterscheidet zirka 25 Arten, die in Form von Sträuchern oder stark verzweigten, kleinen Bäumen vorkommen. Sie wachsen sehr langsam und werden bis 9 Meter hoch, entwickeln eine knorrige Gestalt mit breiter Krone und dicken Ästen mit wenig nur Laub. Von der Borke blättern papierdünne Schichten ab. Die sternförmigen, rot-weißen Blüten-Trauben ziehen viele Insekten an. Die behaarten Fieder-Blätter, die im Herbst abfallen, besitzen einen gekerbten Rand.

Standorte: In Mitteleuropa gibt es keine wilden Exemplare. Die anspruchsvollen und empfindlichen Gewächse lassen sich nicht verpflanzen und werden leicht durch andere Pflanzen verdrängt. Wilde Bäume wachsen vor allem in Nordafrika, Indien und im arabischen Raum. Ideal ist ein Wüstenklima in der Nähe vom Meer, das nicht zu trocken ist. Diese Bedingungen bietet am ehesten ein heller, warmer und luftiger Wintergarten. Die Bäume sollten im Sommer im Freien stehen, im Winter frostfrei bei mindestens 15 Grad und sehr hell. Sie sind als Kübelpflanzen erhältlich, aber selten und sehr teuer. Staunässe, Nachbarpflanzen und Wurzelverletzugen werden nicht vertragen. Der Standort sollte luftig sein, mit durchlässigem Boden bzw. kargem Substrat.

Verwendung: Das Harz wird als Räuchermittel und für medizinische Zwecke verwendet. Aus der Rinde können Farbstoffe gewonnen werden. Obwohl die Bäume so empfindlich sind, lassen sich sich als Bonsais züchten.

Holz-Eigenschaften: Das aromatisch duftende Holz ist nur als teures Luxus-Brennholz erhältlich.

Weihrauchbaum, Foto (C) Lalithamba / flickr

Weihrauchbaum, Foto (C) Lalithamba / flickr

 

Elemente: Luft

Naturheilkunde: Das Harz soll reinigend und desinfizierend, stärkend und aufbauend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und sogar krebshemmend wirken. Die Beduinen kauen das frische Harz, um die Zähne zu stärken. Weihrauch ist ein Ayurveda-Heilmittel bei Atemwegsbescherden. Mit seinem Reichtum an ätherischen Ölen hat er eine große Bedeutung in der Aromatherapie, besonders zusammen mit Myrrhe, die mehr erdende Eigenschaften hat. Er gilt als sanftes Universal-Heilmittel auf allen Ebenen und kann daher auch bei diffusen Beschwerden eingesetzt werden.

Spirituelle Bedeutung: Bei den alten Ägyptern, Römern, und Griechen wurde täglich mit Weihrauch geräuchert. Die Inder schätzen das Baumharz zur Vertreibung von Dämonen und Fremdenergien. Wegen der schwierigen Aufzucht wird das Balsambaum-Gewächs gelegentlich als wertvollster Baum auf Erden bezeichnet. „Der Duft des Himmels“ hilft den Menschen, in Kontakt mit ihrer Seele zu kommen. Er ist als Räucherwerk für kultisch-religiöse Handlungen gebräuchlich und besonders beliebt zu Weihnachten. Mit seiner warmen, erhebenden, erhellenden und besänftigenden Ausstrahlung wirkt Weihrauch-Duft wie ein Reinigungsmittel auf die Aura.
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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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