Flieder in der Vase sieht berauschend aus, nicht nur zum Muttertag, hält sich aber leider nicht lange. Die wunderschönen und betörend duftenden Blütendolden gelten als Zeichen der reinen Liebe.

Weißer Flieder, Foto (C) Maja Dumat / flikr

Weißer Flieder, Foto (C) Maja Dumat / flikr

 

Merkmale: Man unterscheidet über 600 verschiedene Arten, darunter auch Zwergformen und mehrstämmige Sträucher. Die kleinen Bäume gehören zu den Ölbaum-Gewächsen. Sie werden bis 7 Meter hoch, je nach Sorte, und 50 Jahre alt. Von Mai bis Juni öffnet sich eine üppig duftende Blütenpracht in Weiß, Purpurrosa oder Lila. Die prächtigen, großen Rispenblüten bestehen aus vielen kleinen, vierblättrigen Einzelblüten, aus denen sich kapselförmige Früchte entwickeln. Aber auch die spitzovalen oder herzförmigen Blätter wirken dekorativ. Die Tiefwurzler haben ein dichtes Wurzelgeflecht und bilden Ausläufer.

Standorte: Die anspruchslosen und pflegeleichten Zierpflanzen mögen es sonnig bis halbschattig. Sie tolerieren Trockenperioden und behaupten sich auch in städtischem Umfeld. Man kann sie in Maßen zurechtstutzen, sollte es aber nicht übertreiben. Obwohl sie auch wild aufgehen, findet man sie vor allem in Bauerngärten, Privatgärten und öffentlichen Parkanlagen. Auch die Haltung als Kübelpflanzen ist möglich, sie vertragen allerdings keine Staunässe. Sie sehen am schönsten alleinstehend aus, gedeihen aber auch in einer buschigen, lockeren Hecke. Die Vermehrung erfolgt durch Bodentriebe. Manche Sorten sind windfest, andere brauchen einen Windschutz.

Verwendung: Flieder wird fast ausschließlich als Schmuckpflanze gesetzt. Das ätherische Öl ist für Hautpflegeprodukte und Parfum zu verwenden. Um die Schnittblumen haltbarer zu machen, gibt es folgende Tricks:

1) Schneiden möglichst in der Früh und nicht zu Mittag.

2) Nur Dolden nehmen, die noch nicht ganz aufgeblüht sind.

3) Alle Blätter entfernen. Statt dessen ein paar grüne Laubzweige ohne Blüten dazustecken.

4) Die Stielenden mit einem scharfen Messer so schräg mit möglich abschneiden.

5) Lauwarmes Wasser verwenden und täglich wechseln. Dabei die Stielenden neu anschneiden.

Holz-Eigenschaften: Die Stämme sind oft drehwüchsig, werden im Alter morsch und brüchig. Das schön gefladerte Holz ist sehr dicht, hart, schwer, witterungsbeständig und lässt sich fein polieren. Es muss vorsichtig getrocknet werden, weil es zu Rissen neigt. Im Querschnitt zeigt sich ein brauner Kern und ein heller Splint. Es sind nur kleine Dimensionen verfügbar, die sich für Kunsthandwerk, zum Drechseln und Schnitzen eignen.

Fliederbüsche, Foto (C) Thomas Kohler / flikr

Fliederbüsche, Foto (C) Thomas Kohler / flikr

 

Elemente: Wasser und Luft

Naturheilkunde: Es werden die Blüten, Blätter, Früchte und junge Rinden verwendet, die als Heilmittel bitter schmecken. Das ätherische Öl lässt sich nur mit der CO2-Methode gewinnen, es wirkt entspannend und antibakteriell. Flieder-Tee soll unter anderem gegen Fieber und Verdauungsbeschwerden helfen, das Nervensystem beruhigen und Schmerzen lindern. Die Blüten sind essbar. 

Spirituelle Bedeutung: Die Blumen stehen für die romantische und „unschuldige“ Liebe, Lachen, Freude und Heiterkeit, weshalbe man sie gerne als Geschenk mitbringt und zu Festtagen auf den Tisch stellt. Sie wurden bereits im Mittelalter geschätzt. Die Kelten glaubten, dass man durch den Duft in überirdische Welten gelangen könnte. Das blumige Aroma hat was Überschwängliches, wirkt sehr feminin, harmonisierend und beglückend. Als Räucherpflanze sorgt der Flieder für Schutz und Reinigung. Zahlreiche Gedichte und Gemälde ranken sich um den Fliederstrauch. Auch die Farbe hat es in sich. „Flieder“ ist ein Farbton für sich, der was Feierliches, Überirdisches, Traumhaftes und Heilsames austrahlt.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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