Man kann sie als Heilmittel verwenden, als Gewürze, Räucherstoffe, Genussmittel, Aphrodisiaka, für Liebeszauber, schamanische Rituale und Hexen-Zeremonien. Magische Pflanzen sind jedoch nicht ganz ungefährlich, sondern gehören zu den Drogen, vor denen gewarnt werden muss – wenn man nicht versteht, damit umzugehen. Die Herstellung von Rauschmitteln aus Hanf und psychoaktiven Pilzen ist sogar gesetzlich verboten. 

Fliegenpilz, Foto (C) weisserstier / flikr

Fliegenpilz, Foto (C) weisserstier / flikr

 

Hanf und Medikamente

Die Hanfpflanze, auch als Cannabis bekannt,  ist umstritten. Sie ist in manchen Ländern legal und zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt, war also auch früher legal. Sie wird selten ganzheitlich bewertet, sondern schnell als Droge abgestempelt. Hanf könnte in der Naturheilkunde eine bedeutende Rolle einnehmen, wenn er erlaubt wäre. Jedenfalls unbedenklich ist der Genuss von Hanfsamen, der in jedem Reformhaus erhältlich ist. Hanffasern sind in Form von Textilien und Wärmedämmstoffen im Handel. Gefährlich sind nur die Blüten und Blütenblätter der weiblichen Pflanzen, die getrocknet als Marihuana kursieren und zu den Rauschgiften zählen. Auf der Internet-Seite des Deutschen Hanfverbandes sind folgende Wirkungen nachzulesen: Störung des Kurzzeitgedächtnisses, euphorische Gefühle oder Horrortrips, sprunghaftes Denken oder Chaos im Kopf, Intensivierung der Wahrnehmungen oder Überempfindlichkeit, Herzrasen bin hin zum Kreislaufkollaps. Alles in allem soll die Droge jedoch nicht gefährlicher oder schädlicher als Alkohol sein. Sie kann zur Einstiegsdroge für härtere Drogen werden. Da sehr viele gesunde Pflanzen giftige Bestandteile enthalten, ist es schade, dass Hanf fast komplett aus dem Verkehr gezogen wurde. Wenn man mit Verboten gegen Suchtmittel vorgehen möchte, dann sollte man dies konsequent tun, finde ich, und bei Kaffee, Zucker und Alkohol anfangen, die so gut wie keine positiven Auswirkungen haben. Allerdings wird man nie ausschließen können, dass sich stimulierende Substanzen in Lebensmitteln befinden. Und man würde das generelle Verbot niemals durchsetzen können, weil viel zu viele Menschen davon abhängig sind.

Auch Medikamente sind nicht anderes als Drogen, die dafür sorgen sollen, dass sich unangenehme Befindlichkeiten in angenehme verwandeln. Wenn die Bekämpfung von Symptomen was nutzen würde, würden die Menschen nicht ständig ungesünder werden. Die Schulmedizin schreckt sogar vor dem Einsatz von Psychopharmaka nicht zurück und greift somit direkt in die Gehirnfunktionen des Menschen ein. Psychopharmaka gehören angeblich zu den am häufigsten verabreichten Medikamenten überhaupt. Und wie vielen Patienten ist bewusst, dass es psychoaktive Drogen sind, wenn  die Ärzte ihnen Valium, Aspirin, Antidepressiva, Beruhigungsmittel und Schlaftabletten verschreiben? Heutzutage werden sogar Kinder bereits mit ruhig stellenden Arzneien behandelt, wenn sie zu lebhaft sind für den Geschmack der Lehrer/innen. Fast alle Pharmaprodukte haben nachteilige Nebenwirkungen, aber auch Hanf und andere Naturheilmittel können unerwünschte Wirkungen nach sich ziehen. Meine persönliche Meinung ist, dass man davon abkommen sollte, jedes Symptom sofort zu bekämpfen, ohne seine Ursachen zu erforschen. Symptome sind die Sprache des Körpers. Sie wollen beachtet und verstanden werden. Viele Symptome sind gar keine Krankheiten laut „Neuer Medizin“ von Dr. Hamer, sondern Heil-Reaktionen nach Konfliktsituationen, die man am besten in Ruhe lässt, bis sie von selber verschwinden.

Links zum Weiterlesen:

Hanfverband Psychopharmaka Zauberpflanzen

Hanfpflanzen (Cannabis), Foto (C) Manuel / flickr

Hanfpflanzen (Cannabis), Foto (C) Manuel / flickr

 

Mohnsamen und Hexenkräuter

Mohn kennt jeder, aber er ist bei weitem nicht das einzige Kraut, das psychoaktive Substanzen enthält. Speisemohn enthält Morphin nur in Spuren. Solange man nicht zuviel davon isst, wird nichts passieren. Morphin kann abhängig machen und bei Überdosierung sogar zum Tod führen.

Die meisten der folgenden Natur-Drogen sind gefährlicher und gelten als mehr oder weniger giftig. Die Liste ist keineswegs vollständig und eine klare Abgrenzung von den Heilpflanzen nicht möglich. Es ist jedenfalls nicht ratsam, mit Giftpflanzen zu experimentieren, wenn man sich nicht auskennt.

Ackerwinde, Adonisröschen, Agaven, Aloe, Alraune, Anemone, Baldrian, Beinwell, Bilsenkraut, Buntnessel, Clematis, Christrose, Eberesche, Engelstrompete, Efeu, Eisenhut, Farn, Feigenkaktus, Fingerhut, Flieder, Fliegenpilz, Gingko, Goldregen, Haselwurz, Hauswurz, Holunder, Hopfen, Hortensie, Immergrün, Johanniskraut, Katzenminze,  Königskerze, Lupinen, Maiglöckchen, Mistel, Mushrooms (Psilocybinhaltige Pilze), Passionsblume, Petunie, Physalis, Ranunkeln, Rhododendron, Rittersporn, Schafgarbe, Schneeball, Schöllkraut, Stechapfel, Stiefmütterchen, Tollkirsche, Traumkraut, Trichterwinde, Waldmeister, Wolfsmilch, Ziertabak.

Zu den Zauberpflanzen oder Hexenkräutern zählen auch Nachtschatten-Gewächse wie Tomaten und Kartoffeln. Manche wirken aufputschend, manche beruhigend und andere täuschen die Sinne. Wer sich unbedingt schädigen oder legal vergiften will, hat also eine große Auswahl. Doch auch die meisten Küchenkräuter und Gewürze wirken stimulierend – obwohl sie bei normaler Dosierung noch niemandem geschadet haben. Die eigenverantwortliche Verwendung von Heilkräutern setzt eine gewisse Reife voraus. Wer sich nicht sicher ist oder kein Risiko eingehen möchte, sollte unbedingt professionelle Heilpraktiker aufsuchen – allerdings mit einer aufmerksamen und selbstbewussten Grundhaltung. Denn heilen muss sich der Körper letztlich selbst, das kann ihm niemand abnehmen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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