Der weit verbreitete Haselbaum hat eine jahrtausende alte Geschichte als Nutz- und Schutz-Pflanze, und ist das Hauptrevier der Eichhörnchen, die bei der Ausbreitung der nussigen Samen helfen. 

Eichhörnchen, Foto (C) Peter Trimming / flickr

Eichhörnchen, Foto (C) Peter Trimming / flickr

 

Merkmale: Die Baum-Hasel gehört zu den Birkengewächsen. Man unterscheidet ca. 150 Arten, die einen oder mehrere Stämme haben können. Häufiger als Bäume sieht man Strauch- und Hecken-Gehölze. Für das buschige Aussehen sorgen die zahlreichen Stock-Ausschläge an der Stamm-Basis, die sich schnell verzweigen und in die Höhe wachsen. Auch das Wurzelsystem ist stark verzweigt. Bereits zeitig im Frühjahr erscheinen die langen, gelben Kätzchen-Blüten, die büschelweise vom Baum hängen, noch ehe die Blätter herauskommen – ähnlich wie bei der Birke. Die herzförmigen Blätter besitzen eine hellgrüne Unterseite, einen zackigen Rand und sind flaumig behaart. Die rundlichen Nuss-Früchte sitzen in einer Schale und sind essbar. Der Baum wird 5 bis 20 Meter hoch und bis 100 Jahre alt.

Standorte: Haselnuss-Sprösslinge gehen gerne als Pionierpflanzen an Stellen auf, wo noch nichts wächst, und bereiten den Boden für andere Pflanzen vor. Sie möchten viel Licht, gedeihen aber auch im Halbschatten. Das sehr anpassungsfähige und vermehrungsfreudige Gehölz bevorzugt feuchte und lockere Böden. Es ist in Europa weit verbreitet. Man findet es am Bachufer, am Waldrand, im Gebüsch, in Auwäldern, in Bauerngärten, an Böschungen und neben Verkehrswegen, auch im Stadtgebiet. Die dekorativen Korkenzieher-Haseln mit den spiralig verdrehten Zweigen sieht man häufig als Ziersträucher in Gärten und Parks.

Verwendung: Die geradwüchsigen Gerten sind ein gutes Flecht-Material für Körbe und Zäune. Aus stärkeren Ästen kann man Armbrustbögen basteln, Fass-Reifen und Spazierstöcke fertigen. Die aromatischen Nusskerne werden naturbelassen, geröstet, gehackt, gerieben oder als Öl angeboten. Sie stammen meist aus Italien oder der Türkei.

Haselnuss-Blüte, Foto (C) Maja Dumat / flickr

Haselnuss-Blüte, Foto (C) Maja Dumat / flickr

 

Holz-Eigenschaften: Das zähe, mittelharte, elastische und wenig dauerhafte Holz eignet sich für Kunsthandwerk, Schnitzereien und Drechslerwaren. Es hat eine helle, gelbliche bis rötliche Farbe, ohne Unterschied zwischen Splint und Kern. Der Stamm-Durchmesser beträgt bis 18 cm.

Elemente: Wasser und Luft

Naturheilkunde: Haselnuss-Kerne sind ein gesunder Snack mit vielen Nährstoffen. Sie bestehen zu 60% aus Fett und sind gut für das Gehirn. Haselnuss-Öl wird geschätzt als delikates Salat-Öl sowie als Massage-Öl gegen Falten und zur Festigung des Bindegewebes. Ein Tee aus den Blütenkätzchen soll schweißtreibend wirken und gegen Fieber helfen. Auch die Blätter und Rinden werden für volksmedizinische Mittel verwendet. Sie sollen unter anderem den Stoffwechsel ankurbeln, entzündungshemmend und blutreinigend wirken.

Spirituelle Bedeutung: Bei den Germanen galt die Hasel als Symbol für Erotik, Fruchtbarkeit, Zeugungskraft und Regenerationskraft. Gibt es viele Haselnüsse, gibt es auch viele Kinder, so der überlieferte Aberglaube. Die Nüsse sollen aphrodisierend wirken und die Potenz steigern. Die alten Römer verwendeten die Zweige als Friedenssymbole. Und auch bei den Kelten gehörte das Gehölz zu den Heiligen Pflanzen. Sie legten die Zweige sogar als Beigabe ins Grab – als Sinnbild für Unsterblichkeit, Erneuerung und Jugendlichkeit. Als  Baum der Weisheit fördert er nicht nur die Intuition, sondern ist auch hilfreich bei Orakel und Weissagungen sowie bei Kontakten zur Anderswelt. Die Äste sind für Hexenbesen, Zauberstäbe und Wünschelruten geeignet. Als Lebensbaum soll er die Erfüllung von Wünschen begünstigen, Glück bringen, Blitzschlag, Erdstrahlen und böse Geister fernhalten, denn er gilt als ausgezeichneter Leiter für Energieströme. Blühende Haselnuss-Zweige signalisieren den Beginn des Frühlings und sind ein wichtiger Bestandteil von Palm-Buschen und Oster-Dekorationen.

Laut keltischem Baum-Horoskop sind Menschen, die im Zeichen der Haselnuss geboren sind, besonders charmante und gesellige Typen, verlässlich, ehrlich, geradlinig, tiefgründig offenherzig, großzügig, tolerant und klarsichtig. Sie besitzen ein gutes Urteilsvermögen und streben nach Vollkommenheit. Da sie sehr freundliche, wohlwollende und einfühlsame Wesen sind, die sich nicht hervortun, sind sie sehr beliebt bei ihren Mitmenschen. Der Haselbaum kann zum Kraftbaum werden für Menschen, die sich orientierungslos fühlen oder schwer entscheiden können.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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