Die Lärche ist der einzige Nadelbaum, der nur im Sommer grün ist und im Winter seine Nadeln verliert. Ihr Holz zählt – mit der selten genutzten Eibe – zu den schwersten und härtesten unter den europäischen Nadelhölzern und ist entsprechend begehrt. 

Lärche im Herbst, Foto (C) Andrey Pivovarov / flickr

Lärche im Herbst, Foto (C) Andrey Pivovarov / flickr

 

Merkmale: Lärchen-Bäume gehören zu den Kiefern-Gewächsen. Sie werden bis 45 Meter hoch und bis 800 Jahre alt. Die kleinen, aufrecht stehenden Zapfen mit nach außen gebogenen Schuppen, bleiben nach dem Ausfallen der Samen noch jahrelang am Baum. Die Nadeln wachsen in Büscheln aus noppen-artigen Basen heraus, die im Winter an den Ästen bleiben und den Ästen ihr typisches, raues Aussehen verleihen. Im Frühling erscheinen die Nadel hellgrün, im Herbst nehmen sie eine leuchtend goldgelbe Farbe an. Die sturmfesten Herzwurzler, die meterweit in die Tiefe gehen, finden auch auf steinigen Böden Halt. In der groben Borke älterer Bäume tummeln sich viele Insekten-Arten.

Standorte: Der relativ anspruchslose und anpassungsfähige Pionier- und Hochgebirge-Baum ist in den Alpenregionen stark vertreten bis 2400 Meter, wächst aber auch im Hügelland und Flachland. Er verträgt Hitze ebenso wie starken Frost, braucht aber ausreichend Licht. Besonders gut harmoniert er mit Buchen. Die abfallenden Nadeln bilden wertvollen Humus und verbessern den Boden.

Verwendung: Das Holz ist für Baukonstruktionen, Fassaden-Verkleidungen, Dachschindeln, Fenster und Türen, Treppen, Geländer, Fußböden, rustikale Möbel, Terrassen, Gartenhäuschen, Blockhaus- und Sauna-Bau, Hochbeete, Holzzäune, Sichtschutzwände, Brücken, Schiffe, Masten, Erd- und Wasser-Bauwerke, Bottiche, Fässer und Badezuber geeignet. Das Harz kann zur Herstellung von Abdichtungen und Lacken verwendet werden. Die Lärche ist in exponierten Lagen ein traditioneller Haus-Baum, der gerne als Wetterschutz gepflanzt wird. Außerdem hat sie eine große Bedeutung als Lawinenschutz, Windschutz und bei Hang-Befestigungen gegen Erdrutsch und Steinschlag.

Holz-Eigenschaften: Das schön gemaserte Holz ist schwer, mittelhart, wasserfest, wetterfest, formbeständig und gut zu bearbeiten. Es besitzt nur einen sehr schmalen hellen Splint und besteht im Wesentlichen aus hell- bis rotbraunem Kernholz, das kräftig nachdunkelt.  Die Stämme haben einen hohen Harz-Gehalt und erreichen bis 150 cm im Durchmesser.

Lärchen-Nadeln, Foto (C) Michael Wunderli / flickr

Lärchen-Nadeln, Foto (C) Michael Wunderli / flickr

 

Elemente: Erde

Naturheilkunde:  Das Harz der Lärche – auch Lärchenpech genannt – ist ein alt-bewährtes Hausmittel und soll entzündungshemmend wirken. Zur Herstellung von Lärchenpech-Balsam wird außer Lärchen-Terpentin Bienenwachs, Olivenöl, Teebaumöl und Thymian-Öl verwendet. Das ätherische Öl hat eine Bedeutung in der Aromatherapie mit antibakteriellen und durchblutungsfördernden Eigenschaften. Für Massagen wird es mit einem Basis-Öl verdünnt. Man kann es tropfenweise auch als Badezusatz verwenden. Die Nadeln der Lärche sind Bestandteil von Volksmedizin-Mittel bei Atemwegsbeschwerden und zur Entgiftung. Die Bachblüte „Larch“ wird bei Schüchternheit und mangelndem Selbstwertgefühl empfohlen.

Spirituelle Bedeutung: Der Charakter der Lärche ist heiter, edel, würzig, robust, sonnig, gemütlich, warmherzig und fröhlich. Sie ist der Wohnsitz der Berg-Feen, die auch Salingen genannt werden. In Lärchen-Wäldern soll man den Zugang zum Feenreich finden. Als Kraft-Baum stärkt sie die Willenskraft, das Durchhaltevermögen und die Motivation. Sie öffnet das Herz und spielt eine Rolle als Schutzbaum.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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