Der äußerst dekorative, exotische Laubbaum mit den seidig weichen Wuschel-Blüten gedeiht nicht nur im Mittelmeer-Raum, sondern auch weiter nördlich in milden Weinbau-Regionen. Er wird in Gärten vor allem als Schmuck-Baum gepflanzt, ist aber auch ein heilkräftiges TCM-Gehölz.

 

Seidenbaum-Blüte, Foto (C) -Wendy Cutler / flickr

Seidenbaum-Blüte, Foto (C) -Wendy Cutler / flickr

 

Merkmale: Die Albizia, Seidenakazie oder der Schlafbaum, wie das hübsche Bäumchen auch heißt, gehört zu den Mimosen-Gewächsen, trägt wunderschöne, rosarote Schmetterlingsblüten und schotenförmige Hülsenfrüchte. Es wird bis 8 Meter hoch, wächst schnell, lebt aber nur bis 30 Jahre lang. In seiner Jugendzeit ist es besonders kälteempfindlich, daher sollte es nach dem Auspflanzen im Wurzel- und Stamm-Bereich geschützt werden. Mit zunehmendem Alter wird es robuster und verträgt dann bis minus 15 Grad. Es gibt auch Sorten, die mehr oder weniger Frost aushalten. Die zahlreichen, haarfeinen und pinselförmigen Blüten erscheinen erst in den Sommermonaten. Die langstieligen Blätter sind doppelt gefiedert, d.h. die Einzelblätter sind nochmals gefiedert und dadurch so gelenkig, dass sie sich bei jedem Windhauch bewegen. Auf der Unterseite sind sie entlang der Mittelrippe behaart. Die schirmförmige, flache Krone nimmt eine buschige Form an und geht in die Breite. Bei Dunkelheit und Trockenheit falten sich die Blätter zusammen, woher der Name „Schlafbaum“ kommt. Der wuschelige, und zart duftende Blüten-Schmuck bleibt offen. Die Früchte sehen aus wie große, braune Erbsenschoten, werden bis 15 cm lang und hängen in Büscheln herab. Die Samen sind jahrelang fruchtbar und haben eine außergewöhnlich hohe Keimrate. Das filigrane Bäumchen besitzt Knöllchenbakterien an den Wurzeln, die in Symbiose mit Schmetterlingsblütlern leben und Luft-Stickstoff binden. Es verträgt daher auch nährstoffarme Böden, da es sich quasi selber düngen kann, ähnlich wie auch Lupinen, Erbsen, Wicken und Bohnen es tun.

Standorte: Das pflegeleichte Gehölz ist in Asien beheimatet und im Mittelmeerraum verbreitet. Es gedeiht auch als Kübelpflanze und an witterungsgeschützen Plätzen, zum Beispiel vor südseitigen Hauswänden sowie in milden Weinbauregionen. In manchen Gegenden, wo es sich wild verbreitet, steht es wegen seiner Vermehrungsfreude auf der Liste der invasiven Neophyten. Seidenbäume mögen es warm und auch heiß, vollsonnig bis halbschattig. Ein lockerer, durchlässiger und nährstoffreicher Boden ist ideal, es werden aber auch trockene und karge Untergründe vertragen.

Verwendung: als Zierpflanze und Bodenverbesserer.

Holz-Eigenschaften: Relativ hell mit dunklerem Kern, weich, leicht, spröde und zerbrechlich, nicht sturmfest. Es lässt sich schwer schneiden. Ist auch unter der Bezeichnung „Albesia-Holz“ zu finden und wird vor allem für Kunsthandwerk verwendet.

Seidenbaum-Früchte, Foto (C) -Tatters ❀ / flickr

Seidenbaum-Früchte, Foto (C) -Tatters ❀ / flickr

 

Elemente: Wasser und Luft

Naturheilkunde: Albizia-Sorten spielen eine wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit vielen Anwendungsformen. Man verwendet die Blüten und die bitter schmeckenden Borken. Unter anderem werden beruhigend, harntreibende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben.

Spirituelle Bedeutung: Die feingliedrigen Blätter und seidigen Blüten-Staubgefäße sind ständig in Bewegung und fördern daher auch im übertragenen Sinn die Gelenkigkeit und den Chi-Fluss. Nimm es leicht, sieh es rosarot, lockere dich, lass es fließen und entspanne dich! – sagt uns der Baum mit seiner Formensprache. Er speichert viel Sonnenenergie, wirkt aufhellend und macht uns glücklich. Somit kann er besonders für schwermütige und depressive Menschen zum Kraftbaum werden. Die Essenz der Zylinder-Albizia soll die Aura aktivieren, das dritte Auge öffnen und positiv auf die drei Kopf-Chakren wirken (Hals, Stirn und Scheitel). Der strahlend schöne Baum, dessen Blüten an Paradiesvögel erinnern, beruhigt den Geist und fördert die Gelassenheit. Aber auch die Feinstofflichkeit, das Loslassen und die Unabhängigkeit sind ein Thema. Er stellt wenig Ansprüche und versorgt sich selbst, wenn er nur genug Sonne bekommt.

 

*

*

Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage

*

Literatur-Übersicht

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil

Advertisements