Der buschige, kleine Baum ist eines der  wichtigsten Gehölze für Vögel, Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Für Menschen sind vor allem die Früchte interessant, die zu verschiedenen Delikatessen verarbeitet werden.

Schlehdorn-Früchte, Foto (C) Roberto Verzo / flickr

Schlehdorn-Früchte, Foto (C) Roberto Verzo / flickr

 

Merkmale: Die Schlehe gehört zu den Rosengewächsen. Wie der Name schon sagt, hat sie lange Spross-Dornen, die wie Spieße von den Zweigen abstehen. Weitere (bezeichnende) Namen sind: Hagedorn, Eschendorn, Haferpflaume, Sauerpflaume und Schwarzdorn. Bereits zeitig im März sind die Äste dicht mit kleinen, weißen Blüten übersät, die wie Mandeln duften. Die kurzstieligen Blätter treiben erst später aus. Die schwarzblauen Früchte sehen wie kleine, runde Pflaumen aus und munden am besten, wenn sie erst nach dem ersten Herbstfrost geerntet werden. Vorher schmecken sie sauer und herb. Sie haben einen großen Kern und wenig Fruchtfleisch, das sich nur schwer vom Kern löst. Der Baum wird maximal 6 Meter hoch und bis 40 Jahre alt. Auch wenn er stark beschnitten wird, treibt er immer wieder aus. Zudem bilden sich zahlreiche Wurzelsprosse, die bis 10 Meter lang werden. Die Zweige stehen dicht beieinander und fast rechtwinkelig zur Seite. Die Rinde ist sehr dunkel, fast schwarz.

Standorte: Sonnige Plätze an Waldrändern, in Hecken und auf Böschungen. Als blühender Zierstrauch in Privatgärten und Parks. Gedeiht auch auf felsigen oder steinigen Böden.

Verwendung: Marmelade, Liköre, Fruchtsaft, Mus, Schlehen-Wein, Schnaps. Unreife Schlehenfrüchte können ab September wie Oliven eingelegt werden. Außerdem ist das Gehölz zur Befestigung von Hängen geeignet. Durch die vielen Wurzelschösslinge breitet es sich von selber aus und bildet natürliche Hecken. Man sieht es daher selten allein.

Holz-Eigenschaften: Das rötliche Holz besitzt einen dunklen Kern,  ist sehr hart und für Drechslerwaren, Stiele und Stöcke geeignet.

Schlehdorn-Blüten, Foto (C) netzroot / flickr

Schlehdorn-Blüten, Foto (C) netzroot / flickr

 

Elemente: Erde, Feuer

Naturheilkunde: Für traditionelle Heilmittel werden vor allem die Blättern, Blüten und Früchten verwendet. Sie sollen abführend, entschlackend und entzündungshemmend wirken. Auch homöopathische Mittel sind erhältlich.

Spirituelle Bedeutung: Auffällig an dieser Pflanze ist die sehr lange Reifezeit. Sie blüht bereits im kalten März und trägt ihre fertigen Früchte erst im Oktober, die außerdem nicht abfallen, sondern als Vogel-Nahrung am Baum bleiben. Sie gehört zu den langsamen Gewächsen, die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheinen, wo alles schnell gehen muss, um wirtschaftlich interessant zu sein. Sie wirkt sehr abwehrstark, dicht, dunkel und hart. Früher glaubte man fest daran, dass sie gegen Dämonen hilft. Sie galt als dunkler Gegenspieler zum Weißdorn mit ebenfalls magischen Kräften. Die Schwarzdorn-Essenz soll die nötige Kraft verleihen, um in aussichtslosen Situationen auch radikale Lösungen zu wagen. Die Schlehe kann als Schutzbaum und Mutmacher für ängstliche und schüchterne Menschen fungieren, die sich alleine schlecht wehren können. Das dichte Gestrüpp aus quer stehenden Äste und spießigen Dornen wirkt wie ein Zaun oder Stacheldraht. Der Baum unterstützt Themen wie Durchsetzung und Befreiung, Selbstschutz und Erdung, Abgrenzung und innere Stärke. Bei den Blüten zeigt der Baum nicht nur seine feinen und sensiblen Seiten, sondern auch seine Pionier-Qualitäten.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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