Die zierliche und dekorative Eberesche ist nicht mit der Esche verwandt, sondern besser als Vogelbeere oder Drosselbeere bekannt, weil sie im Winter als Futterplatz für Vögel dient. 

Vogelbeere, Foto (C) Irmgard Brottrager

Vogelbeere, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Merkmale: Das zarte Laubbäumchen wird nur 5 bis 10 Meter hoch und ist auch als mehrstämmiger Strauch anzutreffen. Es wächst anfangs sehr schnell, wird dann aber nur noch langsam größer. Die Blätter sind hübsch gefiedert, wobei die Einzelblätter lanzettförmig zugespitzt sind und einen gesägten Rand haben. Aus den weißen Doldenblüten entwickeln sich im Spätsommer orangerote, apfelförmige Beeren-Früchte, die etwas größer als Erbsen sind, büschelförmig auf den Ästen hängen und bis in den Winter hinein am Baum bleiben. Das pflegeleichte Gehölz wird bis 100 Jahre alt.

Standorte: Die Eberesche gehört zu den Pionierbäumen und stellt wenig Ansprüche an den Boden. Sie wächst sogar im Mittelgebirge bis 2000 Höhenmeter, leidet aber bei Staunässe und zu viel Hitze. Man findet sie auch in Gärten, an Straßen und auf öffentlichen Grünflächen. Da sie Autoabgase gut verträgt und dekorativ aussieht, wird sie gerne als Stadtbaum gepflanzt. Sie lässt sich in Hecken integrieren, steht aber lieber alleine  – am besten sonnig oder halbschattig – und sollte nicht radikal geschnitten werden. In der Natur wächst sie am liebsten an Waldrändern. Im verbauten Gebiet ist Vorsicht geboten, denn sie hat sehr aggressive Wurzeln, die unterirdische Leitungen zerstören können. Auch Stock-Ausschläge sind möglich. Die lichte Krone wirft nur wenig Schatten, was für kleine Hausgärten von Vorteil ist, weil kleinere Pflanzen und Büsche genug Licht bekommen, um direkt daneben zu gedeihen.

Verwendung: Vogelbeerbäume sind für Garten- und Landschaftsplaner als Pionier-, Lawinenschutz-, Zier- und Vogelschutz-Gehölze sowie für Wildbach-Verbauungen interessant. Die Rinde kann zum Färben von Wolle verwendet werden. Die Früchte werden zu Schnaps, Likör, Wein und Konfitüre verarbeitet.

Holz-Eigenschaften: Das Holz von älteren Bäumen ist ähnlich wie Eiche sehr hart und dauerhaft, aber auch elastisch und biegsam. Auf Grund der geringen Dimensionen hat es wirtschaftlich keine große Bedeutung. Es besitzt eine schöne Zeichnung und ist vor allem für Drechslerwaren und Kunsthandwerk gefragt. Früher wurden Wagenräder daraus gefertigt.

Ebereschenblüten, Foto (C) Andy / Andrew Fogg / flickr

Ebereschenblüten, Foto (C) Andy / Andrew Fogg / flickr

 

Elemente: Feuer und Luft

Naturheilkunde: Die roten Beeren sehen giftig aus, das ist jedoch nicht der Fall. Man sollte sie allerdings roh nicht essen, weil sie ziemlich bitter sind, kann aber Saft, Gelee, Marmelade oder Tee daraus kochen. Der herb-saure Geschmack verliert sich beim Trocknen und Erhitzen. Nach den ersten Frösten schmecken die Früchte auch roh leicht süßlich. Als Heilmittel sollen sie bei Verdauungs- und Lungenproblemen helfen. Die enthalten neben Vitamin C, Bitterstoffen, Gerbstoffen und verschiedenen Säuren auch ätherisches Öl. Die Blätter duften beim Zerreiben wie Bittermandeln. Man unterscheidet verschiedene Kultur- und Hybrid-Formen, die teilweise besser zum Verzehr geeignet sind. Bei Atemwegserkrankungen werden vor allem die Blüten eingesetzt.

Spirituelle Bedeutung: So zart die Vogelbeere von weitem wirkt, so hart beißt sie sich durch. Das robuste und durchsetzungsstarke Gehölz hat es in sich und galt bei den alten Germanen als heiliger Baum und Glücksbringer. Die Iren glaubten, dass sie Unheil und Blitzschlag fernhält, und in Schottland gilt sie als Herrin der Berge. Vogelbeeren über der Türschwelle sollen böse Geister daran hindern, durch die Tür zu gelangen. Laut keltischem Baum-Horoskop sind Menschen, die im Zeichen der Eberesche geboren sind, sehr großzügig und hilfsbereit, aufgeschlossen, neugierig und begeisterungsfähig. Die Essenz des Baumes kann helfen, in schwierigen Situationen bei sich zu bleiben. Sie unterstützt Eigenschaften wie Standhaftigkeit, Anpassungsfähigkeit, Zuversicht, Lebensfreude und Flexibilität. Der Charakter der Eberesche ist der einer Pionierin und Visionärin, die den Weg voraus geht, realistische Zielvorstellungen hat und unter allen Umständen Lösungen findet. Besonders für Menschen, die gerade nicht weiter wissen oder an ihrer Zukunft zweifeln oder mit Unwägbarkeiten schlecht zurechtkommen, kann sie zum persönlichen Kraftbaum werden.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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