Wenn man schnell einen hohen Baum haben möchte, sollte man einen Pappel-Zweig in die Erde stecken. Die Säulenpappel, die auch italienische Pappel oder Pyramidenpappel genannt wird, wächst 2 Meter pro Jahr und geht kaum in die Breite. 

Pappelreihe, Foto (C) Irmgard Brottrager

Pappelreihe, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Merkmale: Das unverwechselbare Weidengewächs ist eine Form der Schwarzpappel. Der Flachwurzler wird 35 Meter hoch und wächst so schnell wie kaum ein anderer Baum. Binnen 10 Jahren wird eine Höhe von 20 Metern erreicht. Mit einer Lebenserwartung von 100 Jahren ist er aber relativ kurzlebig. Zahlreiche, aufwärts strebende Äste, die eng am Stamm anliegen, bilden schlanke Säulen, die mehr oder weniger buschig aussehen. Meist gibt es nur einen Mittelstamm. Die dreieckigen bis rautenförmigen Blätter sind 6-8 cm lang und glänzend. Die Blüten bestehen aus zirka 12 cm langen, herabhängenden Kätzchen, die rötlich gefärbt sind. Der Baum kann sich nur ungeschlechtlich (vegetativ, durch Stecklinge) vermehren, weil es nur eingeschlechtliche, meist männliche Exemplare gibt. Es gibt auch Säulen-Arten, von denen man nur weibliche Bäume findet. An den Borken wachsen gerne Baumpilze wie Austernseitlinge, Schwefelporlinge, Zunderschwämme und Hallimasch. Die Samen sehen wollig aus und erinnern an Schnee, wenn sie durch die Luft wirbeln, weshalb man sie auch Pappelschnee nennt.

Standorte: Säulenpappeln mögen es sonnig bis halbschattig. Man findet sie in Auwäldern und an feuchten Plätzen sowie als Alleebäume entlang Straßen oder in Parks. An trockeneren Standorten gedeihen sie zwar auch, werden aber anfälliger für Krankheiten. Sie sind unempfindlich gegen Wind und werden auch in Plantagen angebaut, weil sie relativ schnell Erträge bringen.

Verwendung: Die Blätter wurden früher als Viehfutter und Färbemittel verwendet, die Rinde als Gerbmittel. Das Holz ist für Furniere, Spanplatten und Zellstoff geeignet. Die Bäume sind gute Schutzpflanzen gegen Wind und Erosionen sowie zur Verbesserung der Boden- und Wasserqualität. Sie sind recht widerstandsfähig gegen städtische Stressfaktoren und wegen ihrer Fähigkeit, Schadstoffe zu binden, für Phytosanierungen einsetzbar. Für die Energieholz-Produktion ist der Anbau auf Plantagen üblich, um Biomasse und so genannte Pappel-Schnitzel (Hackschnitzel) zu erzeugen.

Holz-Eigenschaften: Pappelholz ist hell, weich und elastisch, und lässt sich gut bearbeiten. Da die Stämme sehr astig sind, ist das Massivholz nur für kleine Gegenstände wie Holzschuhe einsetzbar.

Pappeln, Foto (C), Loren Kerns / flickr

Pappeln, Foto (C), Loren Kerns / flickr

 

Elemente: Wasser und Luft

Naturheilkunde: Die Kätzchen und Knospen werden für Tees und Salben verwendet, die entzündungshemmend, harntreibend und schmerzstillend wirken sollen.

Spirituelle Bedeutung: Säulenpappeln sind auf Grund ihrer Form sehr markante Bäume, die die Landschaft wie Markierungspunkte prägen. Sie stehen für Geradlinigkeit, Tatkraft, Zielstrebigkeit und schnelles Wachstum. Für Menschen, denen diese Eigenschaften gerade fehlen, können sie zu Kraftbäumen weden. Pappel-Persönlichkeiten laut keltischem Baum-Horoskop sind gefühlvolle Kämpfernaturen, die sich gut anpassen können. Wie die Bäume stehen sie nicht gerne allein im Leben, sondern bevorzugen langjährige Beziehungen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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