Die Silberweide gehört zu den wichtigsten Au-Bäumen, die sich auf feuchten Untergründen am wohlsten fühlen. Sie steht für Feinfühligkeit, Flexibilität, Fortpflanzung und Erneuerung. 

Silberweide mit watte-artigen Samenbüscheln, Foto (C) Irmgard Brottrager

Silberweide mit watte-artigen Samenbüscheln, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Merkmale: Die meisten Weiden-Arten wachsen nicht in Form von Bäumen, sondern sind als kriechende Gehölze und buschige Sträucher anzutreffen. Die Silberweiden werden 25 bis 35 Meter hoch. Sie besitzen lange, schmale, lanzettförmige Blätter, die auf der Unterseite weißlich behaart sind und in der Sonne silbrig glänzen. Die Kätzchen-Blüten stehen aufrecht, wobei die weiblichen etwas kleiner und schlanker sind als die männlichen. Die Früchte bestehen aus länglichen Rispen, die zur Reifezeit weiße Samen-Büschel bilden, die kilometerweit durch die Luft fliegen und wie Wattebäusche aussehen. Die Flachwurzler wachsen sehr schnell und werden bis zu 200 Jahre alt. Die Bäume entwickeln eine mächtige und stark verästelte Krone, die tief am Stamm ansetzt und gerne von Vögeln und Aufsitzer-Pflanzen besiedelt wird. Die Stämme von alten Bäumen sind oft hohl. Es gibt zahlreiche Hybridsorten, daher ist eine artenreine Zuordnung schwer möglich.

Standorte: Man findet sie auf feuchten Böden und in der Nähe von Gewässern, in Auwäldern zusammen mit Erlen und Pappeln, sowie als Pionierbäume und Ufergehölz. Die Bäume besitzen spezielle Wurzeln, mit denen sie auch im Grundwasser stehen können. Die Silberweide braucht viel Licht und wird von Bäumen verdrängt, die mehr Schatten tolerieren. Damit genug Licht in die Krone kommt, kann sie eigenständig gesunde Äste abtrennen und abwerfen. Für diese „Absprünge“ sind besondere Bruchstellen vorgesehen. Die abgefallenen Äste können neue Wurzeln schlagen, wenn sie vom Wasser an einen ausreichend hellen Ort getrieben werden.

Verwendung: Die biegsamen Weiden-Triebe bzw. Gerten oder Ruten sind für Körbe und andere Flechtwerke geeignet. Durch das absichtliche Zurückschneiden bis auf den Stamm können die Gerten gezielt produziert werden, weil Weiden gerne ausschlagen. Man nennt diese besen-artigen Züchtungen „Kopfweiden“. Die wattigen Samen-Büschel wurden früher zum Füllen von Kissen verwendet. Frische Äste können für die Sicherung der Böschungen von Fließgewässern eingesetzt werden, weil sie weitreichende Wurzeln austreiben, die das Erdreich zusammenhalten. Das Holz wird vor allem als Brennmaterial und für die Papierherstellung genutzt, außerdem für Spanplatten, Furniere und als Blindholz für nicht sichtbare Unterkonstruktionen.

Holz-Eigenschaften: Es handelt sich um einen Kernholzbaum mit hellgrauem Splint und braunem Kern. Die Jahresringe sind gut sichtbar. Das Holz ist feinporig und sehr weich und leicht, aber nicht elastisch.

Gespenstisch anmutende Kopfweiden, Foto (C) Velyana Luca / flickr

Gespenstisch anmutende Kopfweiden, Foto (C) Velyana Luca / flickr

 

Element: Wasser

Naturheilkunde: Weidenrinden-Tee ist ein traditionelles Heilmittel gegen Schmerzen, Rheuma, Fieber und diverse andere Leiden. Die Rinde wird auch als Tinktur und homöopathisches Mittel eingesetzt. Laut TCM (Traditioneller chinesischer Medizin) wirkt die Silberweide trocknend, zusammenziehend und kühlend.

Spirituelle Bedeutung: Weide bedeutet „Die Biegsame“. Sie wurde in der Antike als Symbol des Lebensflusses zwischen Geburt und Tod verehrt. Die Germanen glaubten, dass die Bäume als Sitz der Gottheiten fungierten. In der nordischem Mythologie waren sie Iduna, der Göttin der ewigen Jugend, geweiht. Charakteristisch ist das starke Ausschlagvermögen des Baumes sowie die zahlreichen Vermehrungs-Möglichkeiten über die Samen. Daher steht die Weide für Fruchtbarkeit, Wiedergeburt, Verjüngung und Erneuerung. Sie ist „dicht am Wasser gebaut“ und wirkt leicht melancholisch – was jedoch für die Silberweide weniger gilt als für die Trauerweide. Als Kraftbaum vermittelt sie viel Mitgefühl und weibliche Qualitäten. Sie unterstützt künstlerische Ambitionen, ästhetische Bedürfnisse, Ausflüge und Fernreisen. Menschen, die laut keltischem Baumhoroskop im Zeichen der Weide geboren sind, sind sehr sensibel, lernfähig, flexibel und anpassungsfähig. Sie sind gerne unterwegs, lieben Ortswechsel und andere Veränderungen, sind aber auch harmoniebedürftig und leicht beeinflussbar.

 

*

*

Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

*

Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

Buch “Happy Aging mit westlichem Fengshui”:

E-Book-Version

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

Advertisements