Die Rosskastanie ist ursprünglich kein einheimisches Gehölz, sondern kam als Zierpflanze nach Mitteleuropa. Der stattliche Laubbaum liefert wenig brauchbares Holz und auch keine essbaren Früchte, spielt aber in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle. 

Rosskastanie im Herbst, Foto (C) Irmgard Brottrager

Rosskastanie im Herbst, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Standorte: Die Rosskastanie ist keine echte Kastanie, sondern heißt nur so, weil die stacheligen Früchte gewisse Ähnlichkeiten mit Edelkastanien aufweisen. Man unterscheidet rund zwölf verschiedene Arten. Sie kam erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von Griechenland nach Mitteleuropa und wächst seither in Parks und Alleen, aber auch in städtischem Ambiente, zum Beispiel in Hinterhöfen, obwohl sie empfindlich auf Salz und Bodenverdichtung reagiert und oft von Schädlingen befallen wird.

Verwendung: Die Rosskastanie gehört zu den Seifenbaum-Gewächsen, zu denen auch der Waschnuss-Baum zählt. Die Früchte können wie die Waschnüsse zum Reinigen von Wäsche oder als Badezusatz verwendet werden. Früher wurden sie an Pferde, also Rösser, verfüttert, daher die Namensgebung. Die Schalen sind als Färbemittel für Wolle und Haare geeignet. Aus dem Holz entstehen Schnitzarbeiten, Furniere und unsichtbare Unterkonstruktionen von Tischlerarbeiten. Als Bauholz und im Außenbereich ist es wegen des Drehwuchses nicht zu verwenden.

Holz-Eigenschaften: Das Holz ist nicht so wertvoll wie das der Edelkastanie und hat keine wirtschaftliche Bedeutung, weil die Rosskastanie fast ausschließlich als Zierbaum gepflanzt wird und der Stamm einen starken Drehwuchs aufweist. Das Splintholz ist gelblichweiß und besitzt sehr feine Gefäße, die nur mit der Lupe sichtbar sind. Auch die Jahresringe treten nicht hervor, so dass sich ein sehr schlichtes Erscheinungsbild ergibt.

Merkmale: Die rundlichen, kastanienbraunen, glänzenden Früchte sind sehr dekorativ, aber für den Menschen leicht giftig. Sie können bei der Lagerung eine spürbare Wärme entwickeln und die Umgebungstemperatur merklich erhöhen. Der Baum wird bis 30 Meter hoch und entwickelt eine konisch geformte Krone. Die mehrteiligen Blätter sind mit 5 bis 11 Fiederblättern fingerförmig gegliedert. Die großen, weißen, traubenartigen Blüten-Büschel stehen wie Zylinder aufrecht auf den Ästen. Die graubraune Borke bildet dicke, platten-artige Schuppen, die sich langsam loslösen und abblättern.

Rosskastanie Blüten, Foto (C) Irmgard Brottrager

Rosskastanien-Blüten, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Elemente: Erde und Feuer

Naturheilkunde: Die Liste der Heilwirkungen ist lang. Die Wirkstoffe der Rosskastanie werden unter anderem bei Venenleiden, Krampfadern und geschwollenen Füßen empfohlen. Es könnten fast alle Pflanzenteile für diverse Rezepturen und Naturheilmittel verwendet werden. Auch in der Homöopathie ist die Rosskastanie im Einsatz, sowie als Aesculus Urtinktur erhältlich. Das Tragen der Früchte in der Hosentasche soll vor Rheuma schützen.

Spirituelle Bedeutung: Die Rosskastanie strahlt als Kraftbaum viel Wärme aus und unterstützt die Erdung und Verwurzelung im Hier und Jetzt. Sie hilft dem Menschen, sich der Realität stellen und den richtigen Platz im Leben zu finden. Ein weiteres Thema ist die Sammlung und Fokussierung auf das Wesentliche, das sich aus der Signatur der Früchte und Blätter ablesen lässt. Bei den Blüten zeigen sich die aufrichtenden Kräfte des Baumes. Der Baum hat vorwiegend runde und strahlenförmige Elemente. Daraus werden die zentrierenden Wirkungen der Pflanze abgeleitet.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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