Der Laubbaum mit den herzförmigen Blättern ist ein traditioneller Kult-Baum, der wenig brauchbares Holz liefert, aber im nicht-materiellen Bereich umso mehr zu bieten hat. 

 

Lindenbaum, Foto (C) free photos / flickr

Lindenbaum, Foto (C) free photos / flickr

 

Standorte: In Europa sind vor allem drei Linden-Arten verbreitet. Die Winterlinde und die Sommerlinde unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Standort-Ansprüche. Alleebäume und einzeln stehende Parkbäume sowie Dorflinden sind meist Sommerlinden. Sie benötigen mehr Wärme als die Winterlinden, die man eher in Mischwäldern und in höheren Lagen antrifft. Sommerlinden können bis 1000 Jahre alt werden und Stamm-Durchmesser von mehreren Metern erreichen. Sie werden bis 40 Meter hoch, die Winterlinden bleiben etwas kleiner. Mit ihren kräftigen Pfahlwurzeln sind sie ideale Stadtbäume, die sich gut zurechtschneiden lassen, aber empfindlich auf Streusalz reagieren. Sie wurden früher gerne als Schutz-Gehölze um Eichen herum gepflanzt und können auch in Hecken-Form gezogen werden. Die Silberlinde wächst in Südost-Europa.

Verwendung: Schnitzereien, Spielwaren, Modellbau, Musik-Instrumente, Bilderrahmen und Behälter, Blindfurniere und Blindhölzer im Möbelbau. Die Rinde ist reich an Bastfasern und wurde früher für Textilien, Papier und Seile genutzt.

Holz-Eigenschaften: Die Linde ist ein so genannter Reifholz-Baum. Der Kern zeichnet sich kaum ab, neigt zu Rissen ist und ist trockener als das Splintholz. Mit zunehmendem Alter zerfällt er ganz, so dass der Stamm hohl wird. Das Splintholz ist hell und weich, mittelmäßig schwer und leicht zu bearbeiten. Zuerst schwindet es stark, aber nach dem Trocknen behält es gut seine Form. Es ist nicht wetterbeständig und anfällig für Pilze und Insekten. Die Jahresringe sind nur undeutlich zu erkennen. Mit den feinen Poren, der unauffälligen Maserung und dem seidenmatten Glanz ergibt sich ein sehr schlichtes Erscheinungsbild.

Merkmale: Die Bäume haben eine schöne, gleichmäßige und aufrechte Wuchsform mit großer, kegelförmiger Krone und kurzem Stamm. Die Rinde ist in jungen Jahren grünlich grau und bekommt später starke Längsrisse. Die nektar-reichen Blüten, dessen intensiver süßer Duft viele Insekten anzieht, hängen in Büscheln nach unten. Wenn die Stämme hohl werden, können sich Innenwurzeln bilden, die stamm-abwärts wachsen und den Baum mit zusätzlichen Nährstoffen versorgen. Bei abgeschnittenen Stämmen sind Stock-Ausschläge möglich, indem neue Triebe aus dem Stumpf wachsen. Die Früchte bestehen aus kleinen, kantig-rundlichen Nüssen, die an langen Stielen mit einem flügel-förmigen Blatt verbunden sind. Die „lindgrünen“ Hauptblätter zeigen eine unsymmetrische Herzform.

Lindenblüte, Foto (C) Gabriel Čenkei / flickr

Lindenblüte, Foto (C) Gabriel Čenkei / flickr

 

Elemente: Wasser und Luft.

Naturheilkunde: Verwendet werden vor allem die Blüten, die verschiedene „lindernde“ Eigenschaften haben. Neben dem bekannten Lindenblüten-Tee sind auch Lindenblüten-Honig, Gesichtswässer, Badezusätze und Kissen-Füllungen im Handel. Auch ätherische Öle, Baum-Essenzen und homöopathische Mittel sind erhältlich. Die jungen Blätter und lieblich duftenden Blüten gelten bei Rohköstlern als Delikatesse und können frisch gegessen werden.

Spirituelle Bedeutung: Die Bäume wurden in der Vergangenheit gerne bei Gasthäusern und  im Zentrum von Ortschaften gepflanzt. Die „Dorflinden“ waren ein Treffpunkt für feierliche und gesellige Veranstaltungen, aber auch für öffentliche Gerichtsverhandlungen. Sie galten außerdem als Bäume der Liebenden und waren beliebte Begleit-Pflanzen an Kult- und Kulturstätten. Viele Orts- und Straßen-Bezeichnungen erinnern an sie, viel wird auch heute noch über die gesungen und gedichtet. Der Baum hat ein weibliches und mütterliches Wesen mit freudvoller, friedlicher und gelassener Ausstrahlung. Er schenkt Geborgenheit und Trost und spricht Menschen an, die das Schöne lieben. Er unterstützt Träume und Fantasien und fördert die Kreativität. Im Mittelalter wurden die meisten sakralen Bildhauerarbeiten aus Lindenholz angefertigt, daher gehörte es zu den heiligen und heilsamen Hölzern. Typisch Linde sind ihre mildernden und lieblichen Eigenschaften. Menschen, die laut Baum-Horoskop im Zeichen der Linde geboren sind, wünschen sich ein glückliches Leben und sind auch bereit, etwas dafür zu tun. Sie streben nach Erfüllung und Vollkommenheit, sind ausgeglichen, warmherzig, diplomatisch, besonnen, gerecht und besänftigend.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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