Die Eibe ist ein Respekt einflößender Baum der Extreme, der für Tod und ewiges Leben steht. Er soll in seiner Geschichte an so manchem Mord und Selbstmord beteiligt gewesen sein. 

Eiben-Frucht, Foto (C) stachelbeer / flickr

Eiben-Frucht, Foto (C) stachelbeer / flickr

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Standorte: Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der am liebsten im Schatten wächst und bis zu 20 Meter hoch wird. Sie hat gerne Gesellschaft und lebt in Gemeinschaft mit Laub- und Nadelbäumen. Gedeiht aber auch in Hecken-Form und lässt sich gut zurechtschneiden. Sie gilt als älteste Baumart in Europa und kann über 1000 Jahre alt werden. Wegen ihrer dichten und buschigen Wuchsform wird sie auch als Zierpflanze eingesetzt. Der Boden sollte nicht zu feucht sein, ansonsten werden wenig Ansprüche gestellt. Wegen ihrer Gefährlichkeit für Kinder, Tiere und unwissende Erwachsene ist sie für Spielplätze und öffentliche Parkflächen nicht zu empfehlen. In Irland gab es früher so viele Eiben, dass das Land nach diesem Baum benannt wurde. Irland heißt eigentlich „Eibenland“.  Heute findet man sie meist in privaten Gärten und auf Friedhöfen. In der freie Natur kommt sie nur noch selten vor, weil ihr die Nachbar-Bäume abhanden kommen, die weniger alt oder früher gefällt werden. Bleibt sie alleine übrig, so fehlt ihr der Schatten, den sie benötigt.

Verwendung: Das knorrige Holz hat eine auffällig feurige Maserung und wird daher für Furniere und Ziergegenstände verwendet. Wegen seiner Witterungsbeständigkeit ist es auch für Deko-Objekte im Freien geeignet. Da es nur in geringen Mengen zu Verfügung steht und einen hohen Preis hat, sieht man meist nur kleine Gegenstände wie Schmuckstücke, Bildhauerarbeiten, Werkzeug-Griffe und Musik-Instrumente.

Holz-Eigenschaften: Das langsam gewachsene, sehr harte, elastische und zähe Holz war früher sehr begehrt für Pfahlbauten und Geräte. Das Material ist unglaublich beständig. Es wurden Bögen, Speere und Lanzen gefunden, die 5.000 bis 150.000 Jahre alt sind. Die Eibe ist ein Kernholz-Baum mit großem, rotbraunem Kern, feinen Jahresringen und schmalem, hellen Splint. Sie lässt sich leicht verarbeiten und schwindet beim Trocknen nur mäßig.

Merkmale: Die knallroten Früchte, in denen die schwarzen Samen wie in einem Becher stecken, sind bei den Vögeln sehr begehrt. Die unverdaulichen Kerne passieren den Verdauungstrakt und werden auf diese Weise weit verbreitet. Bei den winzigen Blüten unterscheidet man männliche und weibliche Formen. Mit zunehmendem Alter werden die Bäume immer knorriger. Bei älteren Eiben können mehrere Stämme miteinander verwachsen sein und die Äste bis zum Boden reichen. Aber einem Alter von 250 Jahren werden die Stämme oft hohl. Die Nadeln sind auf der Unterseite graugrün und zeigen zwei undeutliche Streifen. Das Wurzelsystem ist sehr tiefgehend, weitreichend und regenerationsfähig. Selbst wenn der Stamm verloren geht, können neue Schösslinge nachwachsen. Nach Frost- und Sonnenbrand-Schäden erneuern sich die Triebe und auch große Wunden wachsen leicht wieder zu. Außerdem kann sich der Baum durch die Bildung von Ast-Senkern verjüngen.

Uralte Eibe auf einem Friedhof in England, Foto (C) Peter / flickr

Uralte Eibe auf einem Friedhof in England, Foto (C) Peter / flickr

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Element:
 Feuer

Naturheilkunde: Das rote Fruchtfleisch ist essbar, aber alle anderen Teile der Eibe – auch der Kern! – sind hoch giftig. Sogar das Einatmen des Blütenstaubes soll gefährlich sein. Eiben-Nadeln können ab 50 Gramm tödlich wirken bei erwachsenen Menschen. Trotzdem wurden sie in der Vergangenheit für Heilzwecke eingesetzt, unter anderem als Abtreibungsmittel. Heute werden die Eiben-Wirkstoffe noch in der Krebs-Therapie und bei homöopathischen Mitteln geschätzt.

Spirituelle Bedeutung: Durch ihre Fähigkeit, Menschen und Tiere ins Jenseits zu befördern, gilt die Eibe als Totenbaum, der die Seelen ans Licht führt. Ihre Themen sind die Selbstheilkraft und Verjüngung, die Veränderung und Transformation, der Schutz und der Schatten, die Langlebigkeit und Zähigkeit. Wer eine Eiben-Hecke pflanzt, tut dies oft nicht nur wegen der immergrünen Nadeln, sondern auch, um unerwünschte Eindringlinge abzuschrecken. Die Baum-Essenz der Eibe wird zur Stärkung des Selbstschutzes empfohlen. Die Eibe war ursprünglich auch ein Segment im keltischen Baum-Horoskop, wurde später aber (infolge der Tabuisierung des Todes) durch die Tanne ersetzt. Die in Zeichen der Eibe Geborenen sollen besonders feinfühlig, zärtlich, kreativ und anspruchsvoll sein sowie großen Tiefgang besitzen.  Sie stehen jedoch oft auf der Schattenseite des Lebens, sehnen sich nach einem besseren Leben und brauchen sonnigere Partner als Gegenpol.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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