Die Birke gehört zu den Bäumen, die jeder kennt. Sie wächst beinahe überall, genießt hohe Sympathie-Werte und trotzt auch unwirtlichen Bedingungen. 

Junge Birkenstämme, Foto (C) Irmgard Brottrager

Junge Birkenstämme im Querschnitt, Foto (C) Irmgard Brottrager

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Standorte: Die Birke ist ein Pionier-Baum mit geringen Ansprüchen. Sie gedeiht auch am Straßenrand und in urbanen Umfeldern, wächst sehr schnell, wird bis zu 30 Meter hoch und bis zu 160 Jahre alt.

Verwendung: Als Möbelholz, Parkett- und Brennholz, für Schnitz- und Drechslerarbeiten, Sperrholz-Platten, Spanplatten und Schäl-Furniere. Die Birkenrinde war früher ein wichtiges Naturmaterial für Gebrauchsgegenstände und wird heute noch für Kunstgewerbe-Objekte verwendet. Auf altem Birkenholz wächst der Zunder-Schwamm, der so leicht entflammbar ist, dass er (mit etwas Übung) Streichhölzer ersetzen kann. Das aus Birken hergestellte Pech gilt als erster Kunststoff der Menschheitsgeschichte und wurde zum Verbinden von Werkzeugteilen benutzt.

Holz-Eigenschaften: Helles Splintholz ohne sichtbaren Kern und mit schwach ausgeprägter Fladerung, leichtem Glanz und glattem Querschnitt. Das Material lässt sich gut biegen. Es ist relativ schwer und hart, sehr elastisch und stark schwindend. Es muss sofort nach dem Schlägern getrocknet werden und verträgt auch später keine Feuchtigkeit, sonst ist es anfällig für Insekten- und Pilzbefall.

Merkmale: Die Stämme können zusammengewachsen sein und fallen durch ihre dekorative Schwarz-Weiß-Musterung auf. Im Querschnitt sieht man, dass das Holz durchgehend hell ist und sich die Jahresringe fast gar nicht abzeichnen. Nur die rötlichen Mark-Flecken heben sich farblich ab. Bei manchen Arten kann die Zeichnung auch stärker sein. Junge Borken sind glatt und fast weiß, später nehmen die dunklen Risse zu. Die Blätter sind meist tropfenförmig, manchmal auch herzförmig. Sie zeigen eine deutliche Ader-Struktur und einen leicht gezähnten Rand. Bei den Blüten werden männliche und weibliche Formen unterschieden. Beide bestehen aus länglichen Kätzchen, wobei die männlichen hängen und die weiblichen aufrecht abstehen. Die aus den reifen Fruchtständen fallenden Früchte sind nur wenige Millimeter groß und mit kurzen, häutigen Flügeln versehen.

Männliche Birkenblüten, Foto (C) Irmgard Brottrager

Männliche Birkenblüten, Foto (C) Irmgard Brottrager

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Element: Wasser und Luft

Naturheilkunde: Die Birkenrinde war als Wund-Heilmittel bereits im Mittelalter bekannt. Die Birken-Knospen und jungen Blätter sind essbar, zum Beispiel im Salat. Der Saft der Birke ist zuckerhaltig und findet sich in diversen Kosmetik- und Wellness-Produkten wieder. Birkenzucker oder Xylit sieht aus wie weißer Kristallzucker, ist aber kalorienarm und gut für die Zähne. Birkenblätter-Tee wird zur Spülung der Harnwege und Reinigung des Blutes empfohlen. Durch diese reinigenden Wirkungen verbessert sich auch das Hautbild. Auch der Zunderschwamm der Birke ist ein altes Naturheilmittel, vor allem wegen seiner blutstillenden Wirkung. Er wächst auch auf Buchen und hat eine gewellte Oberfläche. Der Birken-Porling ist heller und glatter und zählt ebenfalls zu den Heilpilzen.

Spirituelle Bedeutung:  Die Birke ist der Welten-Baum bei den sibirischen Schamanen und gilt als Mittler zwischen den drei Welten – der Unterwelt, der Erde und dem Himmel. Durch ihre Nähe zum Wasser-Element bringt sie die Säfte in Fluss. Ihr zartes Wesen hat eine sehr lichte und leichte Ausstrahlung mit frühlingshaften Energien. Die biegsamen Birken-Zweige sind alte Fruchtbarkeitssymbole, die manchenorts auch heute noch als Ruten dienen, um nach der Sauna die Durchblutung anzuregen. Als Sinnbild für Neubeginn, Jugend, Freude, Wachstum und Liebe geben Birken-Wälder ein beliebtes Motiv auf Foto-Tapeten ab. Auch Stamm-Stücke und Rinden von der Birke sind als Deko-Objekte gefragt. Ganze Birken-Stämme passen gut als Maibäume und wurden früher als Heiratsantrag vor das Haus der Geliebten gesetzt. Wer sich mit dem Rücken an einen Birken-Baum lehnt, kann seine mütterlichen und fürsorglichen Energien spüren. Er verkörpert das weibliche Prinzip, doch trotz seiner grazilen Anmutung handelt es sich um ein sehr zähes Gehölz, das auch unter harten Bedingungen überlebt.

Birkenblätter, Foto (C) Rene Schwietzke / flickr

Birkenblätter, Foto (C) Rene Schwietzke / flickr

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Happy Aging mit westlichem Fengshui”:

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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