Permakultur bedeutet, dass eine Grünraum-Bewirtschaftung naturnah und auf Nachhaltigkeit angelegt ist, so dass sie sich längerfristig selbst erhalten kann, ohne chemische Behandlung oder großen Energie-Input. 

Foto (C) Sarah Sammis / flickr

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Um am Balkon etwas anpflanzen zu können, müssen zuerst Pflanz-Behälter besorgt oder gebaut werden. Je größer diese Behälter sind, umso eher kann sich ein natürliches Bodenleben entwickeln. Allerdings sind schwere Behälter kaum zu bewegen, weshalb man sie lieber fix einbauen sollte – sofern die Belastung statisch zulässig ist. Ansonsten ist man mit kleineren Töpfen besser dran. Sie sind flexibler und die Pflanzen lassen sich leichter austauschen. Ob man sich für maßgeschneiderte Kisten entscheidet oder doch lieber für ein Sammelsurium an Klein-Behältern, hat auch optische Konsequenzen. Denn die Pflanzen halten sich nicht an die Topf-Grenzen, sondern besiedeln auch den Raum dazwischen, wenn man sie in Ruhe lässt. In der Natur gibt es keinen Mist und wer sich auf Permakultur einlässt, muss sich mit einer gewissen Verwilderung anfreunden.

Foto (C) Sarah Sammis / flickr

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Wenn die Töpfe kein Abflussloch für Stauwasser besitzen, brauchen sie zuunterst eine Drainage-Schicht aus Steinen, Tonkugeln oder Holzresten. Darüber kann man eine Lage vegane Küchen-Abfälle geben. Je gröber diese Abfälle sind, umso luftiger wird der Boden. Man kann auch später immer wieder kompostierbares Material eingraben, um den Boden aufzulockern. Bei der Anordnung der Pflanzen ist darauf zu achten, dass sie sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen, sondern einander optimal ergänzen. Sie müssen alle die gleichen Standort-Anforderungen haben, wenn sie nebeneinander gedeihen sollen. Pflanzen, die besonders viel Feuchtigkeit, Trockenheit, Wärme oder Schatten benötigen, finden vielleicht in einer anderen Ecke Platz. Mit Spiegeln, Glas- und Wasserflächen lassen sich so genannte Wärme-Fallen herstellen, die die Sonnenstrahlen reflektieren. Neben den Pflanztöpfen sollten auch Behälter für Regenwassser und Kompost nicht fehlen. Um Nützlinge anzulocken, kann man sich mit einem Vogelhäuschen und Insekten-Hotel ausrüsten. Auch Steine sind nützliche Accessoires. Sie speichern die Wärme, liefern Mineralien und sorgen für kleine Nischen im Boden. Was man im Permakultur-Garten jedoch NICHT braucht, sind Spritzmittel und Kunstdünger! Auch Erde braucht keine mehr zugekauft zu werden, denn sie entsteht durch die Kompostierung der nachwachsenden Biomasse.

5 Permakultur-Prinzipien

1) Maximale Biodiversität: Was am Balkon leider nicht möglich ist, sind tief wurzelnde und voluminöse Pflanzen, die zu viel Raum einnehmen.

2) Keine nackte Erde: Um den Boden locker und feucht zu halten, sollte man alle freien Stellen abdecken mit Laub, Sägespänen, Heu, Stroh, Gras-Schnitt oder Ähnlichem.

3) Vernetztes Denken: Alles hat mehrere Funktionen und ist ein harmonischer Teamplayer im gesamten Netzwerk der Natur.

4) Kreislauf-Denken: In der Natur gibt es keine Schädlinge. Auch Organismen, die dem Abbau von biologischem Material dienen, gehören dazu.

5) Minimaler Energieaufwand: Die Natur erhält sich grundsätzlich selbst und wir greifen nur ein, um sie ein wenig zu lenken.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

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Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

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Buch “Happy Aging mit westlichem Fengshui”:

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

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