Wie geht man hier vor? Wo und wie platziert man die Steine am besten? Wie richtet man sie aus? Welche Wirkungen haben sie?  –  Zuerst sollte man sich über die Absichten klar werden. Was möchte ich damit erreichen? Nur Experimentieren und Erfahrungen sammeln oder mehr? Man kann grundsätzlich zwischen 3 Formationen unterscheiden: 

Steinkreis in Schottland, Foto (C) Andrew Bennett / flickr

Steinkreis in Schottland, Foto (C) Andrew Bennett / flickr

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1) Kreisförmige Anordnung von Monolithen

Die Steinkreise in England und Schottland entstanden um 3000 vor Christus. Uralte Steinkreise sind auch in anderen Teilen der Welt zu finden, z.B. in Irland, Skandinavien, Norddeutschland, Frankreich, Portugal, Senegal, Gambia, Malta, Indien, Jordanien, Pakistan, Syrien, Armenien, Südamerika und in der Schweiz. Die meisten Steinkreise liegen (ähnlich wie antike Pyramiden) auf geraden Linien, also nicht an zufälligen Orten, sondern nehmen großräumig Bezug aufeinander. Man vermutet, dass sie Kalender-Anlagen waren entlang von geomantischen Linien (Leylines), die ein globales Kraft-Netz um die Erde bilden. Außerdem sollen sie Kult-Plätze gewesen sein, die später durch die Errichtung von Tempeln und Kirchen abgelöst wurden.

Heute kann man Steinkreise anlegen, um einen energetisch konzentrierten Raum zu erhalten. Dieser Raum lässt sich für Meditationen oder die Energetisierung von Wasser, Heilmitteln und Lebensmitteln nutzen. Man verwendet dafür nicht beliebige Steine, sondern achtet darauf, wie gut sie die Energie aufnehmen, filtern, speichern und weitergeben können. Dazu ist es von Vorteil, wenn die Steine nicht voll sind mit gespeicherter Geschichte, vor allem nicht mit negativen Informationen aus der Vergangenheit. In der Gegenwart werden Steinkreise nicht nur für die private Erbauung, sondern auch im öffentlichen Raum angelegt, um an energetisch hochschwingenden Orten ein Zeichen zu setzen und die Begegnung zu fördern. Dabei muss es sich nicht um exakte Kreise handeln, sondern es können auch mehrere rundliche Reihen sein, die um ein Zentrum gruppiert sind. Diese Figurationen erinnern an harmonische Menschen-Gruppen, die sich zu einem besinnlichen Gespräch versammelt haben. Um sie an das vorhandene Gitternetz anzuschließen, sucht man sich Plätze aus, die in optimaler Blickbeziehung zu anderen Kraftorten stehen. Das können Bergspitzen sein, uralte Bäume, natürliche gewachsene Felsen-Erhebungen sowie die Türme von Kirchen, Burgen, Schlössern und Aussichtswarten. Auch alte Bildstöcke, Kapellen, Heilquellen, Pilgerstätten, Höhlen, Salzstollen, Edelmetall-Minen, Kornkreise, Pilz-Hexenringe, Mistelbäume und geologisch auffällige Insel-Formationen gelten als potentielle Kraftorte. Die Steine können mit eingemeißelten Symbolen oder Kosmogrammen versehen sein.

Steinpyramide, Foto (C) Demion / flickr

Steinpyramide, Foto (C) Demion / flickr

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2) Stein-Pyramiden

Auf Wanderwegen sieht man oft kleinere oder größere Stein-Anhäufungen in Form von Pyramiden – auch Stein-Männchen oder Stein-Manderl genannt. In erster Linie sind sie ein Zeichen, dass hier jemand war und innegehalten oder einen guten Rastplatz gefunden hat. Auf Gipfeln können sie ein Ersatz für das Gipfelkreuz sein. Wenn man aus Größe, Anzahl und Gestaltung schließen kann, dass sie nicht nur der Wegmarkierung dienen, haben sie eine kulturelle Bedeutung. Sie markieren intuitive Orte der Kraft oder gelten traditionell als Glücksbringer bzw. Schutz-Talismane gegen schlechtes Wetter oder böse Geister.

Pyramidenförmige Steintürme wirken ähnlich wie andere Pyramiden als Antennen für Lebensenergie.  Sie sollen das lokale Kraftfeld stärken sowie zur Harmonisierung und Sicherheit des Ortes beitragen. Man kann sie einsetzen, um E-Smog und verschiedene geopathologische Störungen auszugleichen oder die eigenen Abwehrkräfte zu stärken. Wird die Pyramide hohl gebaut, kann man den Innenraum für die Konservierung oder energetische Verbesserung von Lebensmitteln benutzen. Man geht davon aus, dass um die Pyramide herum ein größeres Energiefeld entsteht, dass einen Durchmesser von mehreren Kilometern aufweisen kann. Idealerweise sollte sie genau an den 4 Himmelrichtungen ausgerichtet sein.

Steinstelen, Foto (C) German / flickr

Steinstelen, Foto (C) German / flickr

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3) Einzelne Menhire, Stelen, Pflöcke und Brocken aus Stein

Die säulenförmige Anordnung von Steinen führt zu Formationen, die wie Akupunktur-Nadeln wirken. Hier geht es um eine sehr zielgerichtete Anziehung und Transformation von feinstofflicher Energie. Oft sieht man die Säulen auch in Reihen aufgestellt. Wenn sie zu zweit stehen, ergibt sich eine Tor-Situation bzw. wird ein Feld aufgespannt. Die sogenannte Erd-Akupunktur nimmt man an Plätzen vor, die es nötig haben. Man errichtet sie an neuralischen Punkten, die ein hohes Einstrahlungs-Potential haben, aber an Energiemangel leiden. Dabei geht man davon aus, dass die Erde wie der Mensch zahlreiche Akupunktur-Punkte besitzt, über die man den Energiefluss stimulieren kann. Man kann die Steine auch in Schwellen- und Grenzbereichen einsetzen, um das Revier zu markieren und schädliche Energie-Einwirkungen aufzulösen. Sogar auf öden Supermarkt-Plätzen sieht man gelegentlich große Steinbrocken ausgelegt, um eine energetische Stabilisierung zu erreichen. Sie wirken wie Blitzableiter und verwandeln schädliche Emissionen in positive Lebensenergie. Wenn Kosmogramme eingemeißelt sind, nennt man sie Lithopunktur-Steine. Hierfür eignen sich Symbole wie Auflösungszeichen, Doppelspiralen, die Blume des Lebens und andere heilige Geometrien, die harmonisierend wirken. Indem man die Erd-Akupunktur-Punkte entstört, werden alle damit verbundenen Energie-Leitbahnen reaktiviert. Durch die bewusste Implantierung von Einzelsteinen lassen sich außerdem Zeichen setzen, Beziehungen herstellen, Felder abstecken und die Formwellen im Raum beeinflussen. Wer die Anordnung nicht intuitiv vornehmen möchte, kann sich beraten lassen oder eine geomantische Planung beauftragen. Man kann Säulen z.B. auch verwenden, um Fengshui-Fehlbereiche oder ungünstige Grundriss-Proportionen auszugleichen.

Die meterhohen Hinkelsteine, die uns aus der Frühgeschichte überliefert sind, waren vertikal aufgestellt und trugen oft Schriftzeichen und Symbole. Sie wurden auf verschiedenen Kontinenten errichtet und haben manchmal menschliche Konturen. Manchmal sind sie auch mit Löchern versehen, vielleicht um die Blickbeziehung in eine bestimmte Richtung herzustellen.  Zum Teil wurden unterirdische Gänge gefunden, weshalb man annimmt, dass die Lochsteine den Verlauf dieser Gänge anzeigen sollten und eine Art Torhüter-Funktion zwischen den Welten einnahmen. Mit Hilfe der Steine soll der Kontakt zu den Ahnen aufgenommen worden sein, um Beratung bei Lebensfragen zu erhalten. In Zuge der Christianisierung wurden leider viele Menhire zerstört und durch Kreuze oder Marterl ersetzt. An den nadelförmigen Steinen ließ sich außerdem der Sonnenstand ablesen, weshalb sie auch eine Funktion als Uhr und Kalender hatten. Wie auch immer: Die jahrtausendealten Stein-Monumente sind auf jeden Fall Anziehungspunkte für die menschliche Aufmerksamkeit und somit Lebensenergie. Und diese Energie ist in den Steinen gespeichert. Egal ob das energetische Gitternetz nun mehr oder weniger regelmäßig verläuft, spielen Blickbeziehungen eine große Rolle. Monolithische Steinblöcke können auch natürlich gewachsen aus der Erde ragen und zu Orientierungspunkten werden.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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