Body-Fengshui beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von körperlichen Erscheinungen mit dem Charakter bzw. der Psyche eines Menschen. Der Körper als Tempel der Seele lässt sich als Ausdruck der inneren Einstellungen genauso deuten wie materielle Immobilien. Was verraten uns die Haare eines Menschen über seine Eigenheiten? 

Foto (C): Daniela Vladimirova / flickr

Foto (C): Daniela Vladimirova / flickr

 

Ganz allgemein sollten die Kopfhaare weder zu dünn noch dick sein, weder schnurgerade noch verfilzt, weder zu trocken noch zu fett, weder zu dicht noch zu spärlich wachsen. Auch starke Wirbel deuten auf Disharmonien hin. Gesundes Haar hat einen schönen Glanz, fühlt sich weich und energiegeladen an. Es darf nicht lasch herunterhängen oder an der Kopfhaut kleben oder wie elektrisiert in die Höhe stehen. Wie wir alle wissen, sitzt die Frisur nicht immer gleich gut, wir unterscheiden zwischen „good hair days“ und „bad hair days“. Wenn wir nicht gut drauf sind, sehen auch die Haare meist nicht so toll aus.

Friseure müssen oft nicht nur Frisuren kreieren, sondern auch Seelenklempner spielen. Jeder weiß, dass man sich nach einem Haarschnitt wie neugeboren fühlen kann. Die Frisur hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns präsentieren und von anderen wahrgenommen werden. Viele Redewendungen wie „Mir stehen die Haare zu Berge“, „Es ist zum Haareraufen“ oder „Das ist ein alter Zopf“ deuten darauf hin, dass Haare und Psyche eng zusammenhängen.

Die Haare als Energie-Barometer und Mineralstoff-Lager 

Die Haare gelten als Energie-Barometer und könnte psychische Unausgewogenheiten verraten. Kraftloses Haar deutet darauf hin, dass man gerade einen Durchhänger hat und zu wenig Ladespannung vorhanden ist. Plötzlicher Haarausfall kann mit Angst zu tun haben. Brüchige Haare und Glatzen-Bildung weisen auf eine Unterversorgung mit Nährstoffen hin. Trockene Haare und Schuppen können wie trockene Haut ein Zeichen für unterdrückte Aggressionen sein. „Es juckt mich etwas“ hat ja auch eine doppelte Bedeutung. „Das kratzt mich nicht“ bedeutet „Es berührt mich nicht“. Wenn es aber kratzt, dann berührt und ärgert es mich. „Schreck lass nach“ deutet darauf hin, dass man bei Angst gerne etwas fallen lässt, auch Haare. Wenn die Haare brechen, fehlt es nicht nur körperlich an Elastizität, sondern auch geistig an Beweglichkeit. Dichte Haare sehen nach Kraftreserven aus, daher gilt es als vorteilhaft, wenn man reichlich davon besitzt. Schließlich weiß man aus Erfahrung, dass die Haare zum ersten gehören, woran man den Alterungsprozess erkennt. Sobald sie dünner werden und ihre Farbe verlieren, wirkt der Mensch nicht mehr jugendlich.

Die Antennenwirkung der Haare

Interessant ist auch die Idee, dass Haare wie Antennen funktionieren und unsere Feinfühligkeit beeinflussen. Vieles deutet darauf hin, dass Haare Informationen aufnehmen und speichern können. Daher auch die große Erleichterung, wenn sie geschnitten werden. Da fällt spürbar mehr Ballast ab als die paar Gramm, die sie tatsächlich wiegen. Je länger das Haar wird, um schwächer werden die Spitzen. Langes Haar sitzt nur gut, wenn man es regelmäßig nachschneidet. Wer eine Naturwelle hat, weiß, dass sich das Haar auszieht, wenn es zu lange und daher zu schwer wird. Bei gesunden Spitzen spürt man eine energetische Ladung, wenn man sie mit den Händen berührt. Bei kraftlosen und gespaltenen Spitzen ist das nicht der Fall. Offenbar sind die geschnittenen Spitzen aufnahmefähiger für die Energien, die über die Hand-Chakren einstrahlen, während die Leitung bei kaputten Spitzen nicht funktioniert. Ein Problem bei zu langen Haaren ist außerdem, dass sie nicht mehr weiter wachsen und die Erneuerung daher gebremst ist. Es kommt zu einem Energiestau und die gespeicherten Informationen werden zur Belastung. Menschen, die viel transformieren oder sich stark entwickeln bevorzugen kurze Haare nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch wegen des damit verbundenen Wachstumsschubes. Frisch geschnittenes Haar will sprießen und verursacht einen gewissen Energie-Kick. Man ist offener für neue Informationen, wirkt aufgeräumter, lebt mehr in Hier+Jetzt.

Manche Liebhaber/innen von langen Haaren glauben, dass sie mit kurzen Antennen nicht so feinfühlig wären. Sie mögen Recht haben, wenn es auf die MENGE der Informationen ankommt. Im Allgemeinen wirken Langhaarige eher passiv und eingeschränkt, was ihre Körperhaltung betrifft. Sind die Haare nicht zusammengebunden, müssen sie den Kopf gerade und aufrecht halten, während die Kurzhaarigen voll beweglich sind. Außerdem ist der Informationsspeicher bei vielen Langhaarigen VOLL und dann wirken sie nur noch versponnen, verzopft, rückwärtsgewandt und nicht aufnahmefähig. Ob das Haar wirklich vital und sensibel ist, kommt letztlich nicht auf die Länge an, sondern auf seine energetische Ladung sowie die Fähigkeit, auf die Umwelt zu reagieren. Sobald die Haare keine Spannkraft mehr haben, gehören sie geschnitten. Energielose und chemisch gefärbte Haare sind nur noch Wolle auf dem Kopf, die wie Dämmstoff wirken. Lange Haare sind nur zu empfehlen, wenn sie ohne Hilfsmittel schön und gesund sind und so perfekt fallen, dass sie die Bewegung nicht einschränken. Man sollte außerdem mit seiner Vergangenheit im Reinen sein und diese als Kraftquelle betrachten, also eher ein bodenständiger Typ mit starker Verwurzelung sein. Da Haare immer etwas verbergen, ist auch die Frage erlaubt, was durch die Haartracht versteckt wird oder welche Sichtweisen verhindert werden, wenn jemand seinen Blickradius mit Haarbergen einschränkt. Viele Haare auf dem Kopf wirken ähnlich wie eine Haube und signalisieren, dass man seine Gedanken nicht teilen möchte. Bärte verdecken den Unterkiefer, der möglicherweise energischer aussieht als man auftreten möchte.

Foto (C) K. Kendall / flickr

Foto (C) K. Kendall / flickr

*

Haar-Analyse laut Europäischem Fengshui

Das Europäische Fengshui unterscheidet 8 Wandlungsphasen, die sich an den 4 Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde sowie an den Jahreszeiten orientieren. Für die Haar-Analyse gelten folgende Entsprechungen:

Wandlungsphase Winter / Element Erde:

Braune Haarfarbe, klassische Schnitte, kräftiger Bartwuchs, Zöpfe und Hochsteckfrisuren, Dauerwellen, mit Haarspray fixierte Frisuren, dicke Kopfhaut. Warum? Weil dieses Wandlungselement für konservative und rückzügliche Typen steht, die auf Dauerhaftigkeit ebenso Wert legen wie auf gute Pflege.

Wandlungsphase Vorfrühling / Element Erde im Übergang zu Wasser:

Kurze und sehr kurze Haare, Naturwelle und Naturkrause, rote und rötlich blonde Haarfarbe, flaumiger Bartwuchs, feines und glänzendes Haar, empfindliche Kopfhaut. Der Vorfrühlingstyp ist ein zartes und empfindsames Wesen, er ist auf schnelle Veränderung eingestellt, sehr anpassungsfähig und sprunghaft.

Wandlungsphase Frühling / Element Wasser:

Kinn- und schulterlange Frisuren mit nach außen gebogenen Enden, blonde und hellbraune Haarfarbe, weiche Kopfhaut. Diese Menschen haben nicht nur ausgeprägt weibliche Qualitäten, sondern sind auch familien-orientiert und gerne in mütterlichen Rollen. Sie sind offen, kreativ und kommunikativ.

Wandlungsphase Frühsommer / Element Wasser im Übergang zu Luft:

Romantische Langhaarfrisuren, Lockenwickler-Wellen, starke Körperbehaarung bei Männern, schwarze Haarfarbe (südländisches Aussehen), glänzende bis fettige Kopfhaut (Schmalzlocken).  Hier sind die Haare nicht bloß ein wärmender Pelz auf dem Kopf, sondern sollen die erotische Anziehungskraft betonen.

Wandlungsphase Sommer / Element Luft:

Sehr lange Haare oder Extensions, trendige Schnitte, mit Gel fixierte Frisuren, weißblonde oder von der Sonne gebleichte Farbe, gerade oder künstlich modellierte Haare, gebräunte Kopfhaut. Der Sommertyp versteht sich in Szene zu setzen. Er ist modebewusst und hilft gerne etwas nach, um sich optimal zu verkaufen.

Wandlungsphase Spätsommer / Element Luft im Übergang zu Feuer:

Dunkelbraune Haarfarbe, praktische Frisuren, Mittelscheitel oder gerade zurückgekämmte Haare, robuste Kopfhaut. Dieser Charaktertyp ist nicht eitel, sondern denkt pragmatisch. Er ist widerstandsfähig und kräftig, tüchtig und zupackend. Da dürfen die Haare nicht ins Gesicht hängen oder Umstände bereiten.

Wandlungsphase Herbst / Element Feuer:

Dichtes und dickes Haar, dynamische Schnitte, Rotbraune Haarfarbe, trockene Kopfhaut. Feuertypen stehen wie unter Strom, sie brennen voll Energie und Leidenschaft, neigen aber auch zum Ausbrennen. Die Haare können daher wie elektrisch wirken und kräftig zu Berge stehen.

Wandlungsphase Spätherbst / Element Feuer im Übergang zu Erde:

Spärlicher Haarwuchs, Glatzen und dünne Haare, fadenartige Stirnfransen, aschblonde und anthrazitfarbene Haare, trockenes und strohiges Haar, trockene Kopfhaut und Schuppen, fransig wuchernder Vollbart. Wie die Jahreszeit Spätherbst tendiert dieser Typ zur Auflösung und Transformation.

*

*

Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

*

Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

Buch “Happy Aging mit westlichem Fengshui”:

E-Book-Version

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

 

 

Advertisements