Von den neuen Energie-Technologien, die Ende 2014 in den Startlöchern stehen, um 2015 auf den Markt zu kommen, gehören die Auftriebskraftwerke zu den interessantesten. Was haben diese Geräte, die sich natürliche Kräfte zunutze machen, an Vorteilen zu bieten?

Das Auftriebskraftwerk G100 der GenoGen eG wird in einen Schiffscontainer eingebaut, Foto (C) Mike Bohle / flickr

Das Auftriebskraftwerk G100 der GenoGen eG wird in einen Schiffscontainer eingebaut, Foto (C) Mike Bohle / flickr

*

Das Prinzip von Auftriebskraftwerken ist einfach nachzuvollziehen, denn sie funktionieren ähnlich wie Schöpfwerke. Schöpfwerke sind mit Kübeln ausgestattete Wasserräder, die zum Teil in einem Gewässer stehen und die Schwerkraft sowie den Auftrieb nutzen, um Wasser nach oben zu schaufeln. Die Behälter entleeren sich am höchsten Punkt des Rades, wo das Wasser aufgefangen und umgeleitet wird. Diese Technik ist uralt, die Räder sind aus vielen historischen Kulturen bekannt, zum Beispiel aus Ägypten, Syrien, China, Indien und Portugal. Um sie in Gang zu setzen, kann man die Wasserkraft von Fließgewässern nutzen. Man kann sie auch händisch in Schwung bringen, mit Windenergie oder Motorkraft betreiben. Beim Auftriebskraftwerk rotieren die Schaufeln in einem turmartigen Gehäuse, das mit Wasser gefüllt ist. Um den Auftrieb anzuregen, wird mit einem Kompressor Luft unter die Schaufeln geblasen. Da Luft leichter ist als Wasser, steigt sie im Wasserturm hoch und bringt die Dreh-Mechanik in Gang. Die erzeugte Bewegungsenergie wird für den Antrieb eines Generators genutzt, der ein Vielfaches an Strom erzeugt als für den Kompressor notwendig ist. Der Wirkungsgrad (COP, Leistungszahl) soll ca. 1:7 erreichen – deutlich mehr, als mit Wärmepumpen möglich ist.

Unabhängig von Witterungseinflüssen

Im Gegensatz zu Sonnen- und Windenergie sind Auftriebskraftwerke unabhängig  von den Wetterverhältnissen. Sie liefern gleichmäßige Energie, 24 Stunden am Tag, im Winter genauso wie im Sommer. Für die Konstruktion des Turmes gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Firma GenoGen eG bringt das Getriebe in handelsüblichen Schiffscontainern unter, die oberirdisch oder unterirdisch aufgebaut werden können und leicht zu transportieren sind. Ihr G100 Auftriebskraftwerk bietet eine Leistung von ca. 100 kW Strom und soll so preisgünstig sein, dass es sich in 3 Jahren amortisiert. Die genauen Daten werden Anfang 2015 verfügbar sein. Der überschüssige Strom kann als Wasserkraft-Energie in das deutsche Stromnetz eingespeist werden und bringt entsprechend Erträge. Laut EEG-Gesetzt ist das regionale Energie-Versorgungs-Unternehmen zur Abnahme des Stroms zum festgelegten Tarif verpflichtet. Es gibt auch eine Miet-Option für Interessenten, die nicht so viel investieren möchten. Im Kosten/Nutzen-Vergleich soll sich eine Effizienz ergeben, die viermal höher ist als bei Photovoltaik-Anlagen. Die Geräte sind optisch unauffällig und es werden keine Ressourcen verbraucht.

Modelle für die Industrie und private Wohnhäuser

Ein alternativer Anbieter ist die Schweizer Firma ROSCH Innovations AG, die jedoch ausschließlich für industrielle Zwecke produziert. Diese Geräte sind unter der Bezeichnung „Kinetic Power Plant“ (KPP) bei der E-CAT-Deutschland GmbH zu beziehen und werden derzeit in 4 Leistungsgrößen angeboten: mit 2 MW Nennleistung, 5 MW, 40 MW und 100 MW. Durch die Kombination der Module sind auch andere Größen realisierbar. Kaufinteressenten können ein funktionierendes Musterkraftwerk in Belgrad besichtigen. Eine weiterer Anbieter ist die Firma Energietechnik Weiden UG in Bamberg. ROSCH kooperiert auch mit dem international tätigen GAIA Verein (Gesellschaft für autarke Energie, technische Innovationen & Altruismus), um Kleinanlagen für Wohnhäuser anbieten zu können. ROSCH stellt dem Verein seine Technologie und die Bausätze zur Verfügung. Der Zusammenbau erfolgt in Form von Workshops, die von GAIA organisiert werden. Bis Ende 2014 ist die Fertigstellung von 500 Geräten geplant. Ein eindrucksvolles Funktionsmodell aus transparentem Gehäuse wurde auf der Herbstmesse in Klagenfurt vorgestellt. Von diesen Präsentationen könnt Ihr mehrere Video-Mitschnitte bei Youtube finden. Auf der Seite von GAIA sind alle Informationen zu entnehmen, die für die Planung notwendig sind. Von der Fundament-Bemessung über den Platzbedarf, die Einbauhöhe und andere technische Kenndaten bis zu den Kosten ist hier alles aufgelistet. Die Nennleistung beträgt 5 KW, die Tagesleistung 100 kW, die Jahresleistung ist mit 36.500 kWh beziffert.

Informationen über weitere Erfindungen und Forschungen

über Auftriebskraftwerke findet Ihr hier. Momentan ist noch Pioniergeist gefragt. Ein fertiges Gerät für Einfamilienhäuser ist derzeit noch nicht lieferbar, aber was nicht ist, kann noch werden. Dem Verein GAIA ist sehr bewusst, dass nicht jeder die Zeit und das Geschick hat, um an Workshops teilzunehmen. Es bestehen jedoch gute Chancen, dass man im Verein jemanden findet, an den man die Arbeit delegieren kann. Und wenn mal mehrere Kraftwerke in Betrieb sind, werden vermutlich auch andere Anbieter auftauchen, die anschlussfertige Geräte in ihr Programm aufnehmen.

*

*

Dipl.Ing. Arch. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

*

Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

Buch “Happy Aging mit westlichem Fengshui”:

E-Book-Version

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

 

 

 

 

 

Advertisements