Damit die Lebensenergie Chi gut fließt, ist bei der Planung und Gestaltung einiges zu beachten. Das Chi will ständig in Bewegung sein, soll aber auch nicht zu schnell fließen. Wir unterscheiden zwischen vitalem Chi und verbrauchtem Chi, hohem und niedrigem Energie-Niveau, feinen und groben Schwingungen. 

 

Foto (C) Tim Green aka atoach / flickr

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Was ist Chi und wie spürt man es? Man kann es sich als die spezielle Atmosphäre eines Raumes vorstellen, die nicht stagnieren, aber auch nicht verloren gehen soll. Je höher das Energie-Niveau im Raum ist und je besser es zum eigenen Energie-Niveau passt, umso wohler wird man sich fühlen. Man sollte eine leichte Aufladung oder ein leises Prickeln empfinden, dann wird man sich gerne lange aufhalten und nicht ermüden. Das Chi lässt sich gestalterisch lenken, indem man die Bewegung im Raum optimiert, die Blickbeziehungen beachtet, die Aussichten inszeniert, für natürliche Belüftung sorgt und die bestmögliche Belichtung findet. Es ist von Vorteil, wenn die Räume nicht komplett abgeschlossen sind, sondern ein Kontinuum bilden, zumindest optisch. Der Blick sollte sich in alle Richtungen fortsetzen lassen, daher sind auch blickdichte Vorhänge zu vermeiden.

Alle Einrichtungen und Anordnungen sollten funktionell und flüssig zu bedienen sein, auf kürzestem Wege und ohne Umstände. Treppen, Stützen, Decken-Balken und andere Hindernisse sind zu vermeiden oder so geschickt zu anzuordnen, dass sie nicht stören. Um nirgendwo anzuecken, muss man die Türaufgeh-Richtungen aufeinander abstimmen. Scharfe Kurven oder Richtungswechsel unterbrechen den Chi-Fluss, auch hier kann man sich bessere Lösungen einfallen lassen. Vorspringende Ecken und Kanten kann man vielleicht abrunden oder mit sonstigen Maßnahmen, wie zum Beispiel Pflanzen, entschärfen. Zimmer-Pflanzen können das Chi im Raum beleben, wenn sie passend ausgewählt und platziert sind. Zu viele und zu große Pflanzen wirken eher nachteilig. Man sollte sie auch nicht direkt vor den Fenstern aufstellen, es sei denn, man möchte das Chi bewusst einbremsen, weil die Fenster zu groß sind oder ein Sichtschutz erwünscht ist.

 

 

Foto (C): alantankenghoe / flickr

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Ein wesentliches Gestaltungselement in der Architektur ist die bewusste Inszenierung der Wege, die man zum Haus und durch das Gebäude zurücklegt. Wenn man die Wege beschreitet, sollte ein angenehmes Körpergefühl entstehen, voller Abwechslung und Anregungen. Dabei spielen natürlich auch die Ausblicke und die Orientierung eine große Rolle. Lange und schnurgerade Wege werden meist als ermüdend empfunden. Man dreht sich von Natur aus leichter nach rechts als nach links. Das Chi fließt tendenziell gerade aus, aber wenn die Strecke zu lange ist, wird es zu schnell und wirkt wie ein Pfeil. Daher sollte man lange Wege irgendwie gliedern oder unterbrechen. Willkürlich angelegte Kurven sind aber auch nicht günstig, es sollte alles ganz natürlich aussehen und ein flottes Begehen ermöglichen. Je mehr Bewegungsräume man schafft und je weniger Hindernisse sich in den Weg stellen, umso besser. Ein Hindernis kann zum Beispiel ein Teppich sein, der den Schritt automatisch einbremst. Oder ein Möbelstück, das den Durchgang verengt.

 

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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