Transition-Town bedeutet übersetzt Stadt im Wandel. Die ökologisch orientierten Bürger-Bewegungen im Geist des Zeitenwandels entwickeln sich seit 2006 in vielen Städten und Gemeinden auf der ganzen Welt. Ihre Ziele sind die Abkehr von der Globalisierung und zentralistischen Bevormundung hin zu regionaler und nachhaltiger Kreislaufwirtschaft, möglichst autark und unabhängig von den herrschenden Machtstrukturen, die unser Leben unnötig teuer und kompliziert machen.

Städtische Nahrungsmittelproduktion im Garten oder Hinterhof, Foto (C) Nicolas Boullosa / flickr

Städtische Nahrungsmittelproduktion im Garten oder Hinterhof, Foto (C) Nicolas Boullosa / flickr

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Die reformistische Sozial- und Umwelt-Bewegung wurde vom irischen Permakultur-Verfechter Rob Hopkins initiiert, daher spielen die Prinzipien der Permakultur eine wichtige Rolle. Ein naturnahes und einfacheres Leben, bei dem die Selbstversorgung mit lokalen Lebensmitteln gesichert wird, verringert die Fixkosten, schafft sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und fördert die sozialen Kontakte. Mittlerweile hat fast jede größere Stadt eine Transition-Town-Bewegung. Die deutschsprachige Internet-Vernetzungsseite Transition Initiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz führt derzeit 142 Gruppen an. Wobei offenbar nicht alle Organisationen erfasst sind, denn die Gruppe in Graz scheint hier nicht auf. Die Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf städtische Gebiete, die ländlichen Varianten nennen sich Transition-Region-Bewegungen. Hier ist zum Beispiel nachzulesen, dass am Ammersee ein gemeinnütziger Verein gegründet wurde. Auf der Seite Transition Austria findet man 49 Gruppen aufgezählt, die Gruppe in Graz ist hier mit 17 Mitgliedern erwähnt. Als Arbeitsschwerpunkte sind Urban Gardening, Gemeinschaftsgärten, Energie, Mobilität, Ernährung und Konsum aufgelistet.

Konsum und Wirtschaft können nicht ewig wachsen. Und vor allem ist es ja völlig sinnlos, immer mehr produzieren und verbrauchen zu wollen, nur um ein perverses Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das an den fundamentalen Interessen der Menschheit vorbei läuft und die Ressourcen der zukünftigen Generationen auffrisst. Die meisten Menschen möchten ein friedliches und entspanntes Dasein führen, gesunde Nahrungsmittel und eine stressfreie Beschäftigung, die ihnen Freude bereitet und bei der sie ihre persönlichen Wert-Vorstellungen nicht verleugnen müssen. Dazu noch ausreichend Freizeit (wer sehnt nicht die Feierabende und Wochenenden herbei?), ständige Weiterbildungs-Möglichkeiten und ein wohlgesinntes soziales Umfeld. Die kreativen Bürger-Initiativen zeigen einen Weg heraus aus der System-Sklaverei, von der nur eine winzig kleine Finanz-Elite profitiert und durch zunehmende Machtkonzentration den Planeten regiert. Die Gruppenmitglieder und Sympathisanten dieser modernen Freiheitsbewegung lernen sich wieder auf ihre Wurzeln zu besinnen und die eigentlichen Bedürfnisse des Menschen zu hinterfragen. Der Einzelne kann viel mehr für eine gedeihliche Veränderung seiner Lebensbedingungen beitragen, als ihm gemeinhin bewusst ist. Die Auseinandersetzung mit dem Selbst-Anbau von Lebensmitteln ist lustvoll, spannend, lehrreich, unterhaltsam und führt ohne Umwege zu sichtbaren Erfolgen. Nach dem Prinzip „Learning by doing“ und durch offenen Erfahrungsaustausch eignen wir uns alte und neue Fähigkeiten an, um verantwortungsbewusst für uns selbst zu sorgen, ohne die Umwelt zu belasten.

Kreative Lösung: Beton-Hohlsteine als Beet-Einfassung, Foto (C) Gabriel Kamener, Sown Together

Kreative Lösung: Beton-Hohlsteine als Beet-Einfassung, Foto (C) Gabriel Kamener, Sown Together

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Die Transition-Eigeninitiativen haben neben der Grünraum-Nutzung insofern mit Bauen, Wohnen, Architektur und Immobilien zu tun, als auch Grund- und Boden-Rechte tangiert werden. Die Transition-Idee ist auch eng mit der Abkehr von fossilen Energiequellen verknüpft. Sie ist eine Absage an die Pharma- und Chemiekonzerne, die unser Leben von Grund auf vergiften, vom Erdboden bis zur Atemluft. Allein durch das Konzept der Nah-Versorgung erübrigen sich viele Umwelt-Probleme wie Verpackung, Transport, Verkehr und Biodiversität. Was direkt aus der Region oder dem eigenen Stadtviertel kommt, hat Identität. Man benötigt keine komplizierten Herstellernachweise, sondern kann sich jederzeit persönlich ein Bild machen, woher die Dinge stammen, wie gearbeitet wird und wer daran beteiligt ist. Die Produktionsmenge kann leichter an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden. Und durch die Verwendung von ursprünglichen Samen-Sorten lässt sich auch die energetische Qualität der Lebensmittel enorm verbessern. – Auf der Transition-Town-Landkarte finden Sie einen Überblick, falls Sie sich selbst aktiv einbringen möchten oder ihre privaten Flächen im Geiste dieser Bewegung bewirtschaften oder der Gemeinschaft zur Verfügung stellen möchten.

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

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