„Matheliebe“ nennt sich eine faszinierende Ausstellung im Grazer Naturkundemuseum, die noch bis Ende Juni 2014 läuft. Der Titel ist ein wenig irreführend, denn es geht hier weniger um das Rechnen mit Zahlen, sondern um geometrische Gebilde, die auch in der Natur eine große Rolle spielen. Obwohl die Natur nie exakt arbeitet und kein Organismus dem anderen gleicht, können die Formen mit großer Genauigkeit nachkonstruiert werden. 

Hyperbolisches Paraboloid in Form einer Obstschale. Sie lässt sich sehr einfach aus geraden Stäben konstruieren. Foto (C) Irmgard Brottrager

Hyperbolisches Paraboloid in Form einer Obstschale. Sie lässt sich sehr einfach aus geraden Stäben konstruieren. Foto (C) Irmgard Brottrager

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Das Naturkunde-Museum in Graz ist ein Teil des Universalmuseums Joanneum und liegt im neuen Museumsviertel zwischen Neutorgasse und Raubergasse. Der Eingang befindet im neuen unterirdischen Besucherzentrum, das die historischen Museumstrakte verbindet und von Nieto Sobejano Arquitectos geplant wurde. Man erreicht es über den großen Innenhof, der oberirdisch unbebaut blieb und auch von der Landhausgasse und von der Kalchberggasse aus zugänglich ist. Für den Besuch sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, denn die Ausstellung ist sehr lehrreich und voller Informationen. Das umfangreiche Anschauungsmaterial umfasst natürliche Objekte ebenso wie technische Konstrukte aus dem Alltagsleben, die auf mathematischen Formeln basieren. Viele Exponate dürfen mit den Händen berührt werden oder können mit spielerischen Interaktionen sinnlich erlebt werden.

Platonische und andere geometrische Grundkörper, Foto (C) Irmgard Brottrager

Platonische und andere geometrische Grundkörper, Foto (C) Irmgard Brottrager

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Zu den bekanntesten harmonikalen Strukturen gehören neben dem Goldenen Schnitt die Fibonacci-Reihe, die Mandelbrot-Fraktale mit ihren selbstähnlichen Verzweigungen, die Blume des Lebens, die Platonischen Körper, das Pentagramm, das Hexagramm, der Torus, der Stern-Tetraeder und die hyperbolischen Paraboloide. Überall im Universum finden wir ähnliche Proportionen und Konstrukte. Die ganze natürliche Welt , so vielschichtig und komplex sie uns erscheinen mag, scheint auf Zahlen aufgebaut zu sein.

Pulsierende Herz-Geometrie, Foto (C) Irmgard Brottrager

Pulsierende Herz-Geometrie, Foto (C) Irmgard Brottrager

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Zahlen stehen in engem Zusammenhang mit Klängen und Schwingungen, daher findet man diese fundamentalen mathematischen Geometrien auch als Klangbilder und Kristallformen wieder. Man bezeichnet sie als heilige Geometrien, weil sie die Grundmuster der Schöpfung darstellen. Heilig auch im Sinne von heilsam, denn sie wirken zutiefst harmonisierend und erinnern den Menschen an seine ursprünglichen Ordnungsprinzipien. Heil zu sein bedeutet ausgeglichen und im Lot zu sein, verbunden mit dem Weltganzen, auch Urgrund oder Urmatrix genannt. Insofern kann ganzheitliche Architektur auch die Heilwerdung fördern, indem sie durch harmonische Formgebung zum Wohlbefinden ihrer Benutzer beiträgt.

Die Fibonacci-Zahlenreihe am Beispiel einer Nautilus-Muschel, Foto (C) Irmgard Brottrager

Die Fibonacci-Zahlenreihe am Beispiel einer Nautilus-Muschel, Foto (C) Irmgard Brottrager

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In der natürlichen Pflanzenwelt gibt es kein exponentielles Wachstum. Zwar werden Früchte und Samen im Überfluss produziert, aber es gibt klare Wachstumsgrenzen und den jährlichen Transformationsprozess im Winter, wo alles abstirbt oder einschläft. Im Gegensatz dazu vermehren sich die Tiere epidemieartig, sofern sie keine Fress-Feinde besitzen oder vom Menschen an der Fortpflanzung gehindert werden. Der Mensch muss selbst dafür sorgen, dass er sich nicht vermehrt wie die Karnickel, denn sonst würde er binnen kürzester Zeit seinen Lebensraum zerstören. Solange Menschen Nachwuchs produzieren, ist ihre Lebenszeit begrenzt, denn alles was wächst, muss auf einem Planeten, der selbst nicht größer wird, zu einem Ende finden. Daran sollten vor allem unsere Politiker/innen öfter denken, wenn sie glauben, das bestehende Finanzsystem, das auf ewigem Wachstum basiert, längerfristig halten zu können. Wir müssen lernen, ganzheitlich und in geschlossenen Kreisläufen zu denken, so wie die Natur es uns vormacht.

Geometrie einer Herzkurve mit geraden Schnüren. Foto (C) Irmgard Brottrager

Geometrie einer Herzkurve mit geraden Schnüren. Foto (C) Irmgard Brottrager

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

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