Private Atrium-Häuser sind (noch) so selten in unseren Breiten, dass viele fragen, was das ist. Ein Haus mit einen kleinen Licht- und Luft-Hof in der Mitte. Noch nie gesehen? Doch, ganz bestimmt, denn bei fast allen Gründerzeit-Häusern gibt es diese Innenhöfe, oft nicht größer als ein Luft-Brunnen. 

Privater Innenhof, Foto (C) Flickr / TexasExplorer98

Privater Innenhof, Foto (C) Flickr / TexasExplorer98

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Diese Höfe dienten früher der natürlichen Belichtung und Belüftung von innen liegenden Räumen wie Küche, Bad, Gang und WC. Und erstreckten sich meist über mehrere Geschoße, was sie als Aufenthaltsorte unattraktiv machte. Sie waren kaum mehr als ein größerer Schacht, der im modernen Wohnungsbau durch Entlüftungsrohre ersetzt wird. Gerade in städtischen Wohn-Quartieren, wo man auf Grund der Bebauungsdichte wenig Ausblick genießt und sich von den Nachbarn abschirmen möchte, bieten Innenhöfe ganz besondere Wohn-Qualitäten. Denken sie jetzt bitte nicht mehr an die taubenkot-verschmierten Luft-Schächte in Mehrparteien-Häusern, wo man direkt in die Suppenschüssel des Nachbarn sieht. Der Luftraum sollte natürlich nur von den eigenen Privaträumen umschlossen sein und mit keinen Anrainern geteilt werden müssen. Er sollte zumindest die Größe einer Terrasse haben und über maximal zwei Geschoße reichen, damit die Sonne schön hereinkommt. Optimal ist eine Ausrichtung nach Süden, um die Sonnen-Einstrahlung bestmöglich zu nutzen.

Urbaner Innenhof in der Grazer-Innenstadt, Foto (C) Irmgard Brottrager

Historischer Innenhof in der Grazer-Altstadt, Foto (C) Irmgard Brottrager

Historischer Innenhof in der Grazer Altstadt, Foto (C) Irmgard Brottrager

Historischer Innenhof in der Grazer Altstadt, Foto (C) Irmgard Brottrager

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Wer keine Platz-Probleme hat, kann einen Baum und einen Pool einplanen oder zumindest eine kleine Wasser-Fläche. Angrenzende Schlaf- und Badezimmer können vollständig verglast werden, denn der Innenhof ist ganz intim, völlig uneinsehbar für Leute, die nicht zur Familie gehören. Auch ein Brunnen oder eine Outdoor-Dusche ist möglich. Haustiere und Kleinkinder finden hier einen gefahrlosen Auslauf. Und wenn eine Küche angrenzt, hat man auch die selbst gezogenen Kräuter schnell bei der Hand. Im Winter kann man das Freiluft-Zimmer mit einem Glasdach zum Wintergarten umfunktionieren, um frostempfindliche Pflanzen zu überwintern. Das Dach sollte natürlich lüftbar sein und im Sommer entfernt werden können. Dieser Außenraum ist eine Insel der Ruhe, der Großstadt-Lärm wird zuverlässig abgeschirmt. Auf dem Land kennen wir von Mauern umschlossene Innenhöfe traditionell bei Vierkant-Höfen und Schloss-Anlagen. Die Fenster auf der Außenseite der Gebäude wurden eher klein gestaltet, während sich die Räume zu den Höfen hin öffneten, wo sich das eigentliche Leben abspielte. Courtyards haben auch in vielen südlichen Ländern Tradition. Bei der Nachnutzung von historischen Gebäuden bieten sie sich besonders für Retreats und als Gastgarten an.

Courtyard in Spanien, Foto (C) flickr / Jennifer Rafieyan

Courtyard in Spanien, Foto (C) flickr / Jennifer Rafieyan

Botero Museum in Bogota, Foto (C) flickr / brunosan

Botero Museum in Bogota, Foto (C) flickr / brunosan

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

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Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

Buch „Happy Aging mit westlichem Fengshui“:

E-Book-Version

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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