Nur unverbesserliche Ignoranten glauben noch daran, dass alles so weiter gehen wird wie bisher. Die Mainstream-Presse ist voll mit Fehl-Informationen, Beschönigungen, Angst-Szenarien und Fantasien von einem Goldenen Zeitalter. Worauf können wir uns einstellen?

Unser derzeitiges Finanzsystem ist ein Kartenhaus. Foto (C) Irmgard Brottrager

Unser derzeitiges Finanzsystem ist ein Kartenhaus. Foto (C) Irmgard Brottrager

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Unser Geldsystem ist ein Schuldgeld-System, das heißt, Geld entsteht durch die Vergabe von Krediten. Daher glauben viele, dass unser Geldsystem auf einen Crash zusteuert, weil, um Geld zu erzeugen, immer mehr Schulden gemacht werden müssen, die niemals zurückgezahlt werden können. Doch ganz stimmt das meiner Meinung nach nicht. Erstens geht es bei diesem Geld-Pyramidenspiel nur um das Giralgeld bei den Banken. Ein kleiner Teil der Kredite, die vergeben werden, ist gesichert. Früher waren es mindestens 2%, inzwischen kann man von mindestens 4,5% ausgehen. Der Sinn von Krediten ist es, Investitionen zu ermöglichen, die in Zukunft einen Mehrwert abwerfen sollen. Die anfallenden Zinsen erhöhen die Geldmenge insgesamt, es ist kein Null-Summenspiel, wie oft behauptet wird. Der steigenden Geldmenge stehen wachsende Sachwerte und Dienstleistungen gegenüber, solange es keine großen Kredit-Ausfälle gibt. Erst wenn begonnen wird, die Geldmenge durch Wetten und Verleihungen zwischen den Banken in die Höhe zu jagen, geht die Relation zwischen Geld und Real-Werten verloren. Die Kredite sind in der Regel durch Pfandrechte gesichert. Dort, wo viele Schulden sind, ist daher logischerweise auch viel Vermögen vorhanden, und zwar direkt bei den Schuldnern, nicht bei den Sparern. Die Spareinlagen machen ja nur 4,5% aus.

Wer sind die Gläubiger?

Die Schwarzweiß-Malerei, dass auf der einen Seite die bösen Geld-Verleiher stünden und auf der anderen die bedürftigen Kreditnehmer, ist ein gefährliches Märchen, das falsche Schuld-Zuweisungen und soziale Konflikte schürt. Wirklich arme Menschen besitzen weder Real-Vermögen noch bekommen sie Darlehen. Die größeren Spar-Einlagen, die auf den Konten liegen, gehören meist Firmen, die ihre Mitarbeiter auszahlen müssen und daher Reserven benötigen. Zweitens angehenden Bau-Werbern, die ohne Eigenkapital kein Wohnbau-Darlehen bekommen. Und drittens dienen sie der Altersvorsorge, denn nicht alle Bürger besitzen einen Pensionsanspruch. Wer Millionen oder gar Milliarden anhäuft, hat es nicht auf einem normalen Sparbuch angelegt. Die vielen Privat-Personen und Betriebe, die sich über die Jahre etwas erspart haben, haben bereits dafür gearbeitet, während die Kreditnehmer für die Güter, die sie auf Pump finanziert haben, nichts oder wenig geleistet haben. Wer seine Schulden nicht zurückzahlen kann, kann die erworbenen Güter ja wieder zurückgeben und ist dann genauso „reich“ wie jene Mitmenschen, die bescheiden geblieben sind und sich nicht übernommen haben. Die Kreditsummen bestehen nicht aus Bankeinlagen, sondern werden aus der Luft gegriffen. Es gibt daher auch keine Gläubiger, denn das Geld war vorher gar nicht vorhanden.

Was zählt, sind die realen Werte

Die meisten Menschen besitzen kaum Ersparnisse, sind von der Giralgeld-Misere daher eigentlich nicht betroffen, sofern sie keine Schulden haben. Sie können höchstens ein paar Monatslöhne verlieren und vorübergehend Probleme bekommen, bis das Geldsystem reformiert ist. Wichtiger für die meisten Haushalte sind jene Sachwerte, die sie außer Geld besitzen. Im Idealfall sind das Immobilien, ansonsten Fahrzeuge, Kleidungsstücke, Möbel und so weiter. Wer bereits alles hat, braucht zum Überleben sehr wenig. Nur Nahrung und ein wenig Strom. Wir haben außerdem keine Wirtschaftskrise, sondern es wird alles im Überfluss produziert.

Wie spart man Geld für ein Bauvorhaben, wenn die Anlage bei einer Bank nicht mehr sicher ist?

Wer ein Haus bauen möchte, hat das Problem, dass er sparen muss, aber nichts am Konto haben soll. Eine Möglichkeit besteht darin, in Realwerte zu investieren, die man in den nächsten 3 Jahren mit Sicherheit benötigt, um auf diese Weise die zukünftigen Fixkosten zu reduzieren. Zum Beispiel in haltbare Lebensmittel und andere Vorräte, aber auch Eigentums-Anteile an Immobilien sind ein Kapital, das nicht komplett verloren geht. Wenn man bereits einen Plan hat, kann man auch Gegenstände für das Haus im Voraus kaufen, zum Beispiel Ziegelsteine und Möbel. Wenn das Material später viel billiger ist, wird man sich ärgern. Werden jedoch alle Bankeinlagen liquidiert, wird man froh sein, wenigstens ein paar Steine oder Fenster besorgt zu haben. Wer genug Zeit hat, holt sich mal eine Bau-Bewilligung, beginnt mit dem Bau und macht dann so langsam weiter, wie die Finanzen es erlauben. Man kann auch Vorauszahlungen beim Finanzamt leisten und das Geld auf diese Weise „parken“. Oder Rechnungen erst mit 2 Jahren Verzögerung stellen und somit das Währungsrisiko abschütteln. Bei Edelmetallen ist man auf die Kurse und Transaktionsgebühren angewiesen, ihr Wert ist stark schwankend und nicht kalkulierbar. Devisen sind kurzfristig weniger riskant, aber bei einem globalen Crash genauso weg sind wie die Euros. Auch Bargeld-Scheine im Tresor nutzen wenig. Am gefährdetsten sind Einlagen bei Banken, denn schon jetzt nehmen die Kapital-Verkehrskontrollen zu. Man wird im Notfall keine Zeit bekommen, um größere Summen zu retten. Menschen, die es gewohnt sind, Wohlstand mit Konsum und Verbrauch gleichzusetzen, seien daran erinnert, dass man durch das Vertilgen von Gütern kein Vermögen aufbauen kann. Bauvorhaben sind nun mal mit einem Monatslohn nicht zu berappen. Und wohin es führt, wenn alles fremdfinanziert wird und die faulen Kredite sich türmen, das wissen wir ja schon.

Das bestehende Geldsystem ist reformierbar 

Meines Erachtens ist das bestehende Geldsystem durchaus reformierbar, indem man die Zocker- und Investment-Banken von den gewöhnlichen Geschäftsbanken trennt. Weiters müssen die Schulden stark eingeschränkt werden, wenn wir eine Gesellschaft möchten, die keinem Wachstumszwang unterliegt, sonders sich in eine Richtung entwickelt, wo die Produktion von Gütern auch zurückgehen darf, ohne dass alles zusammenbricht. Wer einen Kredit aufnimmt, muss Wachstum erzeugen, sonst geht er in Konkurs. Alle Branchen, die in Bereiche investiert haben, die sich in Zukunft nicht mehr rechnen, weil sich die Technologien ändern und die Konsumenten weniger manipulieren lassen, werden auf ihren Ausgaben sitzen bleiben und ihr Vermögen verlieren. Dies betrifft alle Sparten, die etwas mit Energie zu tun haben, aber auch die Pharma-Industrie wird vermutlich stark schrumpfen. Bei einem globalen Schulden-Erlass für alle Banken und Regierungen werden hauptsächlich Luft-Gläubiger betroffen sein, die das Geld aus dem Nichts geschöpft haben – sofern man die normalen Anleger rechtzeitig warnt und ihnen die Chance gibt, ihr Geld abzuheben. Ob die 4,5% Eigenkapital der Banken reichen, um alle rechtmäßigen Einleger auszahlen zu können, ist allerdings fraglich. Die Banken können dabei nicht überleben, sondern müssen mit sämtlichen Vermögenswerten wie Immobilien und Gold-Reserven einspringen. Das bestehende Bankenwesen ist komplett bankrott und kann nichts mehr zum Wohl der Menschheit beitragen. Es ist ein neues Bankenwesen mit besseren Spielregeln einzuführen.

Die Abschaffung des Schuldgeld-Systems, aber nicht der Zinsen

Das neue Geldsystem sollte einen Gegenwert für reale Güter und Dienstleistungen darstellen und sich nicht davon abkoppeln dürfen. Das Schuld-Geldsystem ist abzuschaffen, was nicht bedeutet, dass es keine Zinsen mehr geben soll. Geliehenes Geld darf nicht länger einfach so aufgebucht werden, sondern muss von einem bestehenden Guthaben abgebucht werden. Niemand dürfte mehr Geld verleihen, das er gar nicht besitzt. Die Geldmenge sollte flexibel sein und problemlos schrumpfen können, wenn wir Technologien entwickeln, die uns viel Arbeit ersparen und daher nicht mehr so viel Geld benötigen. Wenn Darlehens-Summen nicht aus der Luft geschöpft werden, sondern tatsächlich hinterlegt sein müssen, wäre es auch sinnvoll, zu wissen, wer seine Guthaben für die Geschäfte eines anderen zur Verfügung stellt, denn ein Kredit ist immer ein riskanter Vorgriff auf die Zukunft. Wenn ich die Person persönlich kenne, die mir ihre Ersparnisse eine Zeit lang im guten Glauben überlässt, damit ich mir eine tolle Villa bauen oder mein Glück als Unternehmerin wagen kann, werde ich vielleicht vorsichtiger sein.

Bargeldlose Tausch-Geschäfte werden Usus

Auch bei Tausch-Geschäften sind Kredite möglich, sofern die Gegen-Leistung nicht zeitnah erfolgt, sondern gut geschrieben wird. Für eine Fengshui-Planung kann es dann vielleicht einige Kisten Obst und Gemüse oder Reit-Stunden oder zwei Wochen kostenlosen Aufenthalt in einem Ferienhaus geben. Viele Kleingruppen experimentieren zur Zeit mit eigenen Währungen und geldlosen Versorgungsmodellen. Diese Erfahrungen lehren uns vor allem, dass wir viel weniger Aufwand betreiben müssen, wenn wir nicht bei jeder Transaktion Steuern, Sozial-Leistungen und vor allem Zins-Anteile bezahlen müssen. Allein durch den Entfall der Zins-Anteile in allen Waren müssten diese nach einem System-Crash um 30-40% billiger werden. Wenn auch noch die Freie-Energie-Technologien eingeführt werden, können wir die Geldmenge vielleicht um 50% reduzieren, ohne dass jemand auf etwas verzichten muss. Ein Problem haben nur die Kredit-Nehmer, die ihre Schulden nicht zurückzahlen können, wenn es keine Geld-Vermehrung mehr gibt. Alle Unternehmen, die auf alte Technologien setzen oder der CO2-Lüge aufgesessen sind, werden schrumpfen oder zusperren müssen. Je länger jemand die Zeichen der Zeit ignoriert und überkommenen Ideologien anhängt, umso höher werden die Verluste sein. Risiko-Finanzierungen, jahrzehntelange Amortisationszeiten, Größenwahn und Wachstumswahn sind out!

Nur eine fundierte Finanzierung sorgt für eine entspannte Zukunft. Foto (C) Images Money / flickr

Nur eine fundierte Finanzierung sorgt für eine entspannte Zukunft. Foto (C) Images Money / flickr

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Nach dem erlösenden Crash wird man sich nicht mehr ständig etwas einfallen lassen müssen, um das Leben teurer zu machen, damit die wachsenden Zinsen-Berge abgetragen werden können. Es wird in vielen Bereichen Vereinfachungen geben, die Wert-Vorstellungen werden sich komplett verändern. Die Menschen werden erkennen, dass sie Zinsen-Sklaven in einem Hamster-Rad waren und keine Chance mehr hatten auf ein entspanntes und finanziell gesichertes Dasein voller Überfluss. Um die Leute zur Arbeit anzutreiben, musste ständig ein Mangel vorgetäuscht werden, der in Wahrheit überhaupt nicht existiert. Ständig musste man den Verbrauch ankurbeln, denn was lange hält bringt genauso wenig Umsatz wie Gesundheit und Genügsamkeit. Alles musste durch zahlreiche Hände gehen, weil jede Transaktion Steuern abwarf. Menschen, die für sich selber sorgten, waren unerwünscht, weil der Schulden-Staat dabei leer ausging. Es waren nicht nur die Pensionen nicht gesichert, auch die Kinder und Kindeskinder hatten keine Zukunft mehr. Alles war verpfändet, jedes zukünftige Einkommen und jeder bereits erworbene Sachwert wurde mit Steuern belegt, so dass sich kein normaler Mensch mehr auf seinen bereits erbrachten Leistungen ausruhen konnte. Wer ein Stück Ackerland besitzt muss auf Teufel komm raus Gewinne erwirtschaften, auch wenn er den Boden und seine Tiere gar nicht ausbeuten möchte. Die Spitzfindigkeiten, wie man die Bürger noch mehr entmündigen und abhängig machen könnte, werden immer abstruser. Inzwischen sind wir so weit, dass sogar die Luft und das Wasser vermarktet werden und jedes Mittel recht ist, um die die Menschen energetisch auszubeuten und zur Kasse zu bitten.

In Zukunft werden wir viel weniger Geld benötigen

Meine Prognose: Der Crash ist unvermeidlich, aber danach wird weder das große Elend noch das Goldene Zeitalter kommen, sondern eine Übergangsphase mit starken Veränderungen, an der längerfristig niemand vorbei kommt. Bau-Vorhaben sollten daher flexibel angedacht werden, solide finanziert werden und nicht zu weit in die Zukunft vorgreifen. Ohne Vorausplanung geht es nicht. Auch ein Bauer muss ungefähr wissen, was er in 5 Jahren vorhat, denn nicht jede Pflanze ist einjährig. Wir können nicht einfach nur abwarten oder in den Tag hinein leben, ohne Konzepte und Visionen. Das neue Geldsystem wird vermutlich kein komplett Neues sein, sondern immer noch ein kapitalistisches, bei dem viele zwischenmenschliche Leistungen nicht honoriert werden. Längerfristig werden wird Geld immer weniger benötigen und wahrscheinlich wird es irgendwann abgeschafft werden. In der Zwischenzeit können wir lernen, in Harmonie mit unseren Mitmenschen zu leben, indem wir Geben und Nehmen in Einklang bringen, das richtige Maß finden für unseren Konsum und die Wertschätzung für all jene Güter zurückgewinnen, die nichts kosten. Die Menschheit ist derzeit noch nicht reif für einen komplett bargeldlosen Austausch und wird einige Jahrzehnte benötigen, um sind an die neuen Bedingungen anzupassen.

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

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E-Book: “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

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E-Book: “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

 

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