In zirka einem Jahr oder vielleicht schon Ende des Jahres 2013 werden völlig neuartige Geräte für die Energie-Versorgung zur Verfügung stehen, die auch für private Haushalte zugelassen sind. Allen voran ist es der E-CAT (Energy Catalyzer) von Andrea Rossi, der für den industriellen Einsatz bereits ausgeliefert wird. 

Foto (C) flickr / kelsey_lovefusionphoto

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Planer/innen können nicht nur in der Gegenwart leben, sondern sie müssen von Berufs wegen vorausschauen können, schließlich sind Immobilien keine alltäglichen Produkte sondern langfristige Investitionen, die auch in 5 oder 10 Jahren noch zeitgemäß sein sollen. Ein Ausblick zu diesem Zeitpunkt ist noch etwas gewagt, soll aber trotzdem nicht gescheut werden. Die Mainstream-Medien berichten sehr wenig über die vielversprechenden Entwicklungen am Energie-Sektor, sind sie doch vielen etablierten Energie-Versorgern ein Dorn im Auge. Und auch alle jene, die bereits viel in Wärmeschutz-Techniken investiert haben, um der vermeintlichen Energie-Knappheit Rechnung zu tragen, werden nicht gerade begeistert sein. Denn die hohen Aufwendungen werden sich nicht mehr amortisieren, sobald neue Energie-Quellen verfügbar sind, die wesentlich günstiger und schadstofffreier produzierbar, und außerdem auch noch schier unbegrenzt vorhanden sind. Freie Energien machen die Verbraucher weitgehend unabhängig von Versorgungsnetzen, denn sie werden direkt vor Ort generiert. Zwar ist für die erste Geräte-Generation noch eine Netz-Strom-Versorgung notwendig, aber das wird sich vermutlich ändern.

Wie funktioniert der E-CAT?

Für Quer-Einsteiger, die noch nie etwas von LENR (low energy nuclear reaction) oder Kalter Fusion gehört haben, sei die Funktionsweise kurz erklärt: Während in üblichen Atom-Kraftwerken Uran-Atomkerne gespalten werden, werden bei der Kalten Fusion verschiedene Atom-Kerne fusioniert bzw. verschmolzen, und zwar Nickel- und Wasserstoff-Kerne. Dabei entsteht Kupfer und es wird viel nutzbare Wärme frei, aber es wird kein radioaktives Material benötigt oder erzeugt. Ein reiskorngroßes Stück Nickel genügt, um einen ganzen Haushalt mit Energie zu versorgen. Mit dieser Form der Energie-Generierung gibt es keine Engpässe mehr. Die Herstellung ist sauber, billig und vollkommen emissionsfrei. Wir werden komplett umdenken müssen und können alle Energiespar-Maßnahmen der letzten Jahrzehnte vergessen! E-CAT Schweiz kündigt den Verkauf der 10 KW-Geräte für die Heizung und Kühlung von Haushalten bis Ende 2015 an, Reservierungen sind bereits möglich. Ein Preis wird nicht genannt. Der 1 MW- Reaktor für die Industrie hingegen ist definitiv bestellbar und auch preislich definiert. Die Lieferzeit beträgt 4 Monate, die voraussichtliche Lebensdauer 30 Jahre. E-CAT-Deutschland verspricht eine Amortisation bereits nach wenigen Jahren. Auf der Website von E-CAT Australia findet man sogar einen Schätzpreis für die Home-Version mit 10 KW. Demnach soll eine Einheit 2000 bis 2500 Dollar kosten. Einfamilienhaus-Heizkessel für Brennstoffe kosten im Vergleich dazu rund 7.000 EUR.

Amortisationszeiten und Immobilien-Blase bei Altbauten

Die Kosten für die Geräte und deren Wartung sind bislang noch schwer kalkulierbar. Die Installationskosten werden voraussichtlich nicht ins Gewicht fallen, denn die E-CAT-Katalysatoren sind sehr klein, ungefähr so groß wie eine Bierkiste. Die ersten Geräte, die für Haushalte zugelassen werden, können nur Wärme liefern, aber keinen Strom. Später soll auch die autarke Strom-Erzeugung pro Haushalt möglich sein. Die kompakten Wärme-Erzeuger ersetzen die bisherigen Heizkessel. Die Wärme-Verteilung über Heizkörper oder flächige Rohrnetze (Fußboden- und Wandheizung) bleibt wie gehabt. Wer bislang einen Elektro-Boiler hatte, wird diesen vermutlich an einen E-CAT anschließen können und damit Strom sparen.

Bei den Amortisationszeiten sollte man sich auf keine Verkaufsberater verlassen, sondern selber nachrechnen. Die allerseits propagierten und baubehördlich vorgeschriebenen Wärmedämm-Maßnahmen rechnen sich in der Regel nicht und werden in Zukunft auch nicht mehr nötig sein. Ein rundum hochwertig gedämmtes Haus mit 3-Scheiben-Verglasungen und kontrollierter Lüftung kostet um 10-20 % mehr als ein minimal gedämmtes Haus mit 2-Scheiben-Verglasungen ohne Lüftungsanlage. Bei durchschnittlichen Baukosten von 300.000 EUR für ein Eigenheim sind das Zusatzkosten von 30.000 bis 60.000 EUR. Die Heizkosten für Durchschnittshäuser betragen zirka 15 EUR pro m2 im Jahr, das sind bei 150 Quadratmetern 2.250 EUR. Davon kann man mit sehr guter Niedrigenergie-Technik vielleicht 10 EUR pro m2 einsparen, also 1.500 EUR. Die Amortisationszeit beträgt in diesem Fall 20 bis 40 Jahre. Das entspricht jedoch ziemlich genau der Lebenszeit der Investitionen, d.h. unterm Strich bleibt kein Vorteil.

Die E-CAT-Geräte werden voraussichtlich deutlich günstiger sein und sich schneller amortisieren als Niedrigenergie- und Passiv-Häuser. Solange es wenig Konkurrenz gibt am Markt, wird der Preisvorteil vermutlich nicht so überragend sein wie zu einem späteren Zeitpunkt, weil ja auch der Forschungsaufwand abgegolten werden muss. Man erinnere sich nur daran, was die ersten Computer gekostet haben und wie günstig sie heute zu haben sind! Wenn die Energiekosten allgemein stark sinken, werden auch die Produktionskosten für alle Waren niedriger werden. Die überteuert errichteten Immobilien der CO2-Panik-Ära werden logischerweise an Wert verlieren und nur noch mit Verlust weiterverkauft werden können.

Konkurrenz-Produkte

Ein Konkurrenz-Produkt ist möglicherweise der Strom-Generator der Keshe-Foundation. Er wurde bereits 2012 angekündigt und wird in verschiedenen Videos auch gezeigt. Inzwischen ist es jedoch wieder ruhig geworden. Bei diesem Reaktor-Typ sind laut einer Beschreibung vom Dezember 2012 regelmäßige Updates erforderlich, die für laufende Kosten sorgen. Diese Tücke, die man gerne übersieht, gibt es allerdings auch bei vielen Passivhaus-Lüftungsanlagen. Auch hier kann die Wartung teurer sein als der Betrieb. Man sollte jedenfalls bei aller Begeisterung für bahnbrechende Innovationen wachsam und vorsichtig bleiben. Auf der Website der Keshe-Foundation findet man unter „Anwendungen“ verschiedene Energie-Produkte für die Stromerzeugung. Der Keshe-Generator ist mit 3-4 KW und 10 KW Nennleistung beziffert. Angeblich wurden bereits 150 Geräte vorbestellt, der Preis für 3-4 KW soll bei 5.000 EUR liegen, wobei ein Weiterverkauf unterbunden wird. Es sollen zunächst 10.000 schwächere und 1.000 stärkere Einheiten produziert werden. Zu den Hintergründen für die Verzögerungen der Markteinführung können Sie hier Näheres nachlesen: http://www.slimlife.eu/plasmareaktor.html Die Reaktoren befinden sich offenbar noch in der Testphase und könnten, wenn alles glatt läuft, noch im Laufe des Jahres 2013 erhältlich sein. Mehran Tavakoli Keshe scheint die Absicht zu haben, seine Stiftung der UNO zu übergeben. Die Produkte der Keshe-Stiftung wären somit nicht mehr Teil des freien Marktes, sondern in den Händen einer globalen Organisation, mit allen damit verbundenen Gefahren.

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

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Buch „Happy Aging mit westlichem Fengshui“:

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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