Die Lebensenergie Chi zirkuliert nicht nur in unseren Körpern, Wohnungen und Häusern, sondern auch global und im ganzen Kosmos. Das Bestreben der Menschheitsentwicklung sollte es sein, gesündere Lebensweisen und Gesellschaftssysteme zu finden, damit wir unser Dasein zunehmend glücklicher gestalten können.  2012 gilt als Wendejahr. Was können wir uns davon versprechen?

Light Painting, Foto: WagsomeDog (Scot Campbell)

Light Painting, Foto: WagsomeDog (Scot Campbell)

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Gleich vorweg:  Ich habe kein einziges der vielen Bücher gelesen, die sich mit Vorhersagen für das Jahr 2012 beschäftigen. Ich vertraue da lieber auf meine Intuition und meinen Hausverstand. Veränderungen hat es immer gegeben, daher wird natürlich auch 2012 einiges passieren. Normalerweise geschieht nichts ohne Anzeichen. Und alles verändert sich fließend, manchmal sehr schnell, aber nie übergangslos. 2012 soll alles viel schneller gehen, habe ich gehört. Alles, was nicht mehr stimmig ist, wird zusammenbrechen. Die Menschen werden feinfühliger werden, neue Dimensionen werden sich erschließen. Menschen mit starren Weltbildern, die es nicht gewohnt sind, mit der Zeit zu gehen, werden nicht mehr mitkommen und „absonderlich“ werden. Es ist wohl so ähnlich wie mit dem Internet. Die jüngeren Menschen sind angeschlossen an das Netz, die älteren fürchten sich vor allerlei Gefahren und meinen, darauf verzichten zu können. Sie bleiben auf ihre regionalen Informationsquellen bezogen und suchen sich nur Sendekanäle, die ihr bisheriges Weltbild bestätigen. Pensionisten verstehen oft die Welt nicht mehr, sie sind nicht mehr offen für Neues. Ab 2012 wird die Senilität, die wir bisher nur bei alten Menschen gekannt haben, vielleicht auch jüngere treffen.

Kapitalistische Wirtschaftssysteme fördern ausschließlich Verhaltensweisen, die Geld einbringen

Damit das Chi gut fließen kann, dürfen keine Blockaden aufgebaut und aufrecht erhalten werden. Derzeit gibt es noch viele gesellschaftliche Blockaden und Unmäßigkeiten, die dringend darauf warten, dass sich endlich was lockert. Wir müssen so viele Dinge tun und konsumieren, die wir eigentlich nicht brauchen, nur um das Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten immer noch 40 Stunden in der Woche, obwohl die Hälfte oder noch weniger genügen würden. Wir verbrauchen zu viele Ressourcen, nicht nur die Kapazitäten der Erde, sondern auch viele Menschen sind komplett erschöpft. Burnout ist zur Volksseuche geworden. In den Köpfen vieler Menschen geistert die Vorstellung herum, immer mehr und alles gleichzeitig haben zu müssen. Sie überfordern sich, kippen um oder bauen Unfälle. Es gibt so viele berufliche Bestimmungen und Zwangsmitgliedschaften, es sind unzählige Nachweise zu erbringen und Genehmigungen einzuholen für die einfachsten Dinge. Die Menschen werden immer abhängiger von den staatlichen Versorgungssystemen und können sich selber nicht mehr helfen. Die Systeme sind viel zu unflexibel, sie können auf berufliche und familiäre Veränderungen nicht befriedigend reagieren. Wir müssen vieles aus „Vernunftsgründen“ tun oder aufrecht erhalten, obwohl wir wissen, dass es gegen unsere Natur ist. Es wird nur in Forschungen investiert, die zu verkäuflichen Produkten oder Dienstleistungen führen. Selbst Energiesparen muss aufwändig sein und viel kosten, damit nur ja keine Arbeitsplätze verloren gehen. Schrumpft der Heizwärmebedarf auf ein Zehntel, müssen eben die Wartungskosten, Messkosten  und Energieausweise teurer werden. Echte Ersparnisse und Erleichterungen, mehr Freiheit und Kreativität widersprechen dem Wirtschaftssystem. Selbst an mehr Gesundheit kann keiner ernsthaft interessiert sein, denn mit gesunden Menschen lässt sich kein Geld verdienen. Sollte es tatsächlich passieren, dass weniger Menschen krank werden, müssen sie eben öfter untersucht werden, mit Vorbeuge-Maßnahmen und Schönheitsoperationen versorgt werden. Wir vergeuden Unmengen an Energien für Blödsinnigkeiten, Umständlichkeiten, Zinszahlungen und blockierende Reglementierungen. Der Alptraum des kapitalistischen Systems ist der gesunde, unabhängige und kreative Mensch, der alles hat, was er braucht und wenig Bedürfnisse verspürt. Die autarke Energieversorgung ist technisch bereits möglich, Mobilität ist dank Internet immer weniger erforderlich, wie lässt sich mit solchen Leuten noch Umsatz machen?

Lichtreflexe der St. Annes`s Episcopal Church, Foto: Ishrona (Ishmael Orendain)

Lichtreflexe der St. Annes`s Episcopal Church, Foto: Ishrona (Ishmael Orendain)

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Wir machen uns das Leben unnötig schwer

Ich kann mir vorstellen, dass 2012 viele Menschen und Organisationen an ihre Grenzen stoßen werden und dadurch gezwungen werden, ihre bisherigen Ziele zu hinterfragen. Die Regierungen können nicht sparsamer wirtschaften, solange die Menschen immer mehr staatliche Leistungen fordern. Es ist die Maßlosigkeit im Kopf jedes Einzelnen, die nicht nur zu Übergewicht führt, sondern die ganze Gesellschaft belastet. Wir machen uns das Leben unnötig schwer. Viele verwechseln ein Leben in Fülle mit Geltungssucht und Größenwahn. Wer glaubt, alles und immer mehr haben zu müssen, hat im Grunde immer noch ein Mangeldenken. Es ist genug von allem da, wir müssen nicht alles nach Hause tragen oder in unseren Körper hineinstopfen. Die Natur lehrt uns den Überfluss, aber auch die Begrenzung und die Angemessenheit. Die materiellen Dinge werden absolut überbewertet, die energetischen und emotionalen Qualitäten viel zu nachrangig betrachtet. Hauptsache das Essen ist reichlich und üppig, wie gut oder gesund es ist, interessiert die Wenigsten. Die meisten Menschen verknüpfen ihr Selbstwertgefühl mit den, was sie besitzen und sich leisten können. Schuldenkrisen und Währungsabwertungen hat es immer gegeben, aber diesmal sind wir wirklich an einer Grenze angelangt. Auch die Erde kann nicht mehr, und viele Menschen haben die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bereits überschritten. Wir können den ganzen Aufwand, den wir produzieren, nicht mehr abarbeiten. Obwohl wir qualitativ eher weniger besitzen als vor 50 Jahren, stehen wir zunehmend unter dem Druck, immer mehr Leistung in immer kürzerer Zeit erbringen zu müssen. Denn irgendjemanden gibt es immer, der es noch schneller und noch billiger macht. Für Dinge, die von Natur aus Weile brauchen oder die nicht einträglich sind, gibt es kein Budget. Produkte, die zeitlos sind, lange oder gar „ewig“ halten, sind unerwünscht. Und falls doch etwas die Zeit überdauert, wird die Nutzung einfach gesetzlich verboten. Denn wo käme man da hin, wenn die Menschen nichts mehr wegwerfen würden?

Wir brauchen einen Energie-Ausgleich in Form von immateriellen Gegenleistungen 

Ich glaube nicht, dass wir das Geldsystem komplett aufgeben müssen, aber es wird in der Verantwortung jedes Einzelnen liegen, auch andere Wertigkeiten zu entdecken und diese in einem fairen Handel mit seinen Mitmenschen auszutauschen: Zeit, Spiel, Freude, Kreativität, Freiheit, Natürlichkeit, Gesundheit, Entwicklung, Lebenserfahrung, Lernen und Wissen, Beziehungspflege, intakte Umwelt, glückliche Pflanzen und Tiere, Schönheit, Aufmerksamkeit, kommerzfreie Qualitätsdienstleistungen, Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft, Ruhe, Frieden, Müßiggang, Kunst und Kultur, Design, Informationen, Ideen und Inspirationen. Bislang sind jene Menschen, die „für die Seele“ arbeiten, die Verlierer des Systems. Sie werden schlechter oder gar nicht bezahlt und müssen eine Menge Nachteile auf sich nehmen. Das ist zutiefst ungerecht, denn ohne sie wäre der Kapitalismus längst kollabiert. In Zukunft wird das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen eine größere Rolle spielen. Auch mittellose Menschen können viel geben, wenn man die immateriellen Leistungen miteinbezieht. Leistungen, die auf der energetischen Ebene blockierend oder minderwertig sind, werden auch monetär an Wert verlieren, weil die Nachfrage und das gesellschaftliche Ansehen sinken werden. Wer Informationen oder andere energetische Zuwendungen direkt austauschen kann, braucht keinen Zwischenhändler und auch keine Steuern zu bezahlen. Die Regierungen werden ihren Einfluss auf das Leben des Einzelnen hoffentlich zurückschrauben, sobald die Bürger/innen ihre Wertvorstellungen ändern. Schon heute können viele Menschen gar nicht vom staatlichen Gesundheitssystem profitieren, weil sie nicht mehr an die Schulmedizin glauben, sondern alternative Hilfsdienste aus eigener Tasche bezahlen. Auch die Pensionssysteme sind zutiefst ungerecht, denn warum soll ein materiell erfolgreicher Mensch sein Leben lang Einkommensvorteile haben? In der Rente leistet doch keiner mehr was, die Häuser und Wohnungen sind ausbezahlt, die Kinder außer Haus, wozu bekommen viele Rentner so unverhältnismäßig viel Geld, während die anderen am Existenzminimum dahinsiechen? Es gibt so viele Ungerechtigkeiten, die seit Jahrzehnten nicht beseitigt wurden! Für die zu Unrecht Privilegierten wird 2012 vielleicht ein Jahr der Zusammenbrüche und Verluste werden, aber auf der anderen Seite besteht auch viel Grund zur Hoffnung, dass die Wende gelingt!

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

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