Die Natur ist unser aller Lebensgrundlage, nichts auf der Erde existiert ohne sie. Für den Aufbau einer guten Beziehung zu Mutter Erde eignet sich am besten das eigene Umfeld! Im Umfeld zeigt sich, wie wir grundsätzlich mit unseren Ressourcen und Mitmenschen umgehen. 

Schön mit der Natur verwoben: Middelboe House in Dänemark von Jörg Utzon, Foto: seier+seier

Schön mit der Natur verwoben: Middelboe House in Dänemark von Jörg Utzon, Foto: seier+seier

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Gebäude sollten nicht zufällig und beliebig in der Landschaft herumstehen, sondern auf diese Bezug nehmen. Leider wird das heute oft vergessen, daher sehen Neubausiedlungen selten harmonisch aus. In früheren Jahrhunderten wurde mehr im Einklang mit der Natur gebaut. Und obwohl es immer schon so etwas wie „Typen-Häuser“ gab, war doch jede Situation unverwechselbar und einzigartig. Heute haben viele Gegenden ihre Identität verloren und gelten als „zersiedelt“, gesichtslos und kulturlos. Unflexible Fertighaus-Typen tragen ganz wesentlich zu dieser Misere bei, denn sie suggieren den Kunden/innen, man könne jedes Haus auf jedes Grundstück stellen, egal was sich links und rechts davon befindet. Das Verhältnis zur Natur ist kein gesundes mehr. Wir betrachten die Natur nicht mehr als Lebensspenderin und Partnerin, vor der wir uns respektvoll verneigen, sondern als ausbeutbaren Energielieferanten. Fast jede/r möchte einen Blick ins Grüne, aber die wenigsten Menschen interessieren sich für die Pflanzen und ihre Bedürfnisse. Zu jedem Haus gehört mindestens ein Baum und möglichst kein steriler Rasen, sondern eine „naturnah“ domestizierte Grünfläche.

Die Orientierung des Hauses, die Fassaden- und Außenraum-Gestaltung sollte mit der Umgebung korrespondieren.

Wichtig bei der Planung ist also nicht nur, dass das Haus an sich gefällt, funktioniert und leistbar ist, sondern auch das  „Drumherum“: Die Landschaft bzw. das Quartier, die Nachbarhäuser, die Ausblicke und die Vorzonen des Hauses, Terrasse, Garten und Freiflächen. Nicht zu vergessen auch die Räume und Plätze zwischen den Häusern, die meist rein zufällig entstehen und wenig Erlebniswert aufweisen. Sind diese Zonen stimmig und angenehm gestaltet, steigt der gefühlte Nutzwert um ein Vielfaches. Die Terrassen werden zum zweiten Wohnzimmer und die Pflanzenwelt spendet großzügigst Lebensenergie, wenn sie nur entsprechend geachtet und genährt wird. An den Vorzonen lässt sich ablesen, wie sehr die Verantwortlichen (nicht immer sind es die Bewohner des Haus, öfter die Eigentümer oder Auftraggeber) mit ihren Mit-Wesen kommunizieren. Der Platz, den Menschen zum Wohnen oder als Arbeitsplatz vorfinden, ist meist nicht ganz frei von Altlasten, sondern stellt zugleich eine Aufgabe dar, die nach Problemlösung ruft. Wir wachsen nicht im Paradies auf, sondern dürfen es uns selber schaffen!

+Die Dachterrasse als zweites Wohnzimmer: Villa Savoye von Le Corbu in Poissy, Foto: scarletgreenDie Dachterrasse als zweites Wohnzimmer: Villa Savoye von Le Corbu in Poissy, Foto: scarletgreen

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Das direkte Umfeld eines Hauses, der Garten, die Zäune und Terrassen sind ein Spiegel für die Kommunikationsfähigkeit der Bewohner. 

Europäisches Fengshui geht davon aus, dass die materielle Welt ein Spiegel dessen ist, was die Menschen geistig bewegt. Im Raum zeigen sich die Lebensumstände und persönlichen Themen besonders anschaulich, weil 3-dimensional und mit unseren normalen Sinnen erfassbar. Sind im Garten und an den Grundstücksgrenzen keine kommunikativen Qualitäten zu erkennen, kann man annehmen, dass die Menschen auch sonst eher isolierte Umgangsformen pflegen und nicht in Resonanz gehen mit Ihren Mit-Wesen bzw. wenig zum Gemeinwohl beitragen. Es kann auch sein, dass sie sich einfach nicht wohl fühlen und daher abgrenzen möchten. Denn zu einem gelungenen Miteinander gehört natürlich mehr als eine Person, und es gibt Umgebungen, die zu viel Energie kosten würden, wenn man sie stärker miteinbeziehen würde. Dennoch kann man sagen, dass das Drumherum des Hauses vergleichbar ist mit dem persönlichen Auftritt. Dieser kann grundsätzlich offen und freundlich sein – oder achtlos, desinteressiert und feindselig. Viele Gärten sehen nach hilfloser Verlegenheitslösung aus, sie sind weder für die Benutzer noch für die Anrainer ein erfreulicher Anblick. Häuser, die gut in ihre Umgebung eingebunden sind, wirken auch aus der Ferne viel harmonischer und stören weniger das Landschaftsbild. Idealerweise sollten Gebäude immer so geplant werden, dass sie den ursprünglichen Charakter und die natürliche Harmonie der Landschaft kultivieren und bereichern. Alle möchten möglichst „unversehrte“ Grundstücke finden, denn zwischen vielen Nachbarhäusern leben zu müssen, gilt als unattraktiv. Wenn jeder sein Haus irgendwie hinstellt, ohne an die Nachbarhäuser zu denken, kann keine Harmonie entstehen, sondern jeder fühlt sich durch den anderen gestört.  Es liegt an jedem einzelnen selbst, das seine für eine schöne Umgebung beizutragen!

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Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager, Ganzheitliche Architektur und Europäisches Fengshui in Graz.

Link zur Homepage: http://irmgardbrottrager.npage.at/

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Buch “Europäisches Fengshui”:

Druck-Version

E-Book-Version

Buch “Planen und Bauen in Zeiten des Wandels”:

E-Book-Version

Buch “BODY FENG SHUI”, Band 1+2:

E-Book-Version, Band 1 

E-Book-Version, Band 2 

Druck-Ausgabe Band 1

Druck-Ausgabe Band 2

Buch „Happy Aging mit westlichem Fengshui“:

E-Book-Version

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Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil:

http://www.feng-shui-katalog.de/berater/irmgard-brottrager-ganzheitlich-denkende-architektin-europaeisches-fengshui.html

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Checkliste für die Grundstücksbewertung mit 60 Punkten, kostenlos auf  Anfrage per Email:  arch.brottrager@tele2.at (nur für den privaten Gebrauch, keine kommerzielle Nutzung erlaubt)

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