Der Raketenofen: Einfach und effizient für den Outdoor-Bereich

Der mobile Camping-Ofen ist ein raffiniertes Low-Tech-Gerät mit Kamineffekt und Holzvergaser-Prinzip. Er hat eine lange Tradition und ist eine interessante Alternative zu Grillöfen, Feuerlaternen und Gaskochern.

Selbst gebauter Raketenofen in L-Form, Foto (C) Leigh Blackall / flickr

Selbst gebauter Raketenofen in L-Form, Foto (C) Leigh Blackall / flickr

 

Sie haben vor allem in ärmeren Ländern Tradition und werden meist selbst gebaut. Daher gibt es sie in unzähligen Formen und Ausführungen. Das Besondere daran ist, dass die Brennstoff-Zufuhr von der Seite erfolgt, wobei der Zufuhr-Schacht rechtwinkelig, schräg oder hakenförmig angeordnet sein kann. Durch die L-förmige Anordnung entsteht ein Kamineffekt. Die Rohre können rund oder eckig sein, aus dünnem Blech, dickem Eisen oder Mauerwerk bestehen. Jedes hitzebeständige Material ist geeignet. Bessere Modelle sind zweiwandig oder sogar mehrschalig und mit speicherfähigem Isoliermaterial gefüllt. Die Palette reicht von ineinandergeschobenen Konservendosen bis zu alten Blechfässern und ausgeklügelten Designerprodukten.

 

Feuerspeiende „Drachenöfen“ mit kompletter Nutzung der Holzgase

Sie werden auch „Rocket Stove“, Holzvergaser, Holzgasöfen und Drachenöfen genannt, weil die Flammen sehr konzentriert züngeln und auch wegen der rauschenden Geräusche, die sie beim Betrieb von sich geben. Im Gegensatz zu Lagerfeuern geht keine Hitze verloren, sondern sie bleibt auf die Kochstelle konzentriert. Wenn der Koch-Rost nicht aus Blech, sondern aus dickem Gusseisen besteht, ist die Speicherwirkung noch besser. Die Luftführung erfolgt nach dem Holzvergaser-Prinzip. Die Zuluft gelangt unterhalb der Holzauflage in den Brennraum und entweicht ganz oben unterhalb des Kochgeschirrs. Ein Kaminrohr ist nicht notwendig, weil sich fast gar keine rauchenden Abgase entwickeln. Die entstehenden Gase werden bereits in der Brennkammer verbrannt, wodurch sich die Effizienz erhöht. Die Öfen sind quasi Biomasse- und Gasöfen zugleich. Vom Brennholz bleiben keine verkohlten Stücke übrig, sondern das Brennmaterial wird sauber und fast rückstandslos verbrannt.

 

Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Grillöfen

Raketenöfen sind immer dann im Vorteil, wenn das Brennmaterial rar und kostbar ist. Sie sind für kleinteilige Holzstückchen, Tannenzapfen und andere Biomasse geeignet, die man im Freien sammeln kann, ohne einen Baum zu beschädigen. Das Kochgut wird sehr schnell heiß, ohne Qualm und Energieverluste. Die Brennstoff-Ersparnis verglichen mit gewöhnlichen Holzöfen beträgt bis zu 70%! Sie sind sehr einfach zu bauen, relativ klein und daher auch transportabel. Wer keine Zeit hat oder kein Heimwerker-Typ ist, kann fertige Modelle im Handel erwerben. Die Feuerungstechnik ist weltweit bewährt und erprobt. Die Anschaffung eines Raketenofens stellt daher kein Risiko dar, sondern ist eine sichere Investition in Richtung Selbstversorgung und energetische Unabhängigkeit.

 

Gefahren und Sicherheitshinweise

Die Nachteile sind ähnlich wie beim offenen Feuer: Die Feuerstelle muss ständig beaufsichtigt werden und das Holz muss rechtzeitig nachgelegt werden. Es gibt zwar auch gemauerte Öfen mit Rauchrohranschluss, aber im Allgemeinen sind Raketenöfen nur im Freien zu betreiben. Außerdem kann es zu einem gefährlichen Rückbrand kommen, wenn der Luftabzug verstopft ist. Um den Betrieb zu unterbrechen, muss man das Feuer ausmachen. Der Zwischenraum bei doppelwandigen Zylindern wird mit Sand oder Asche gefüllt, um ein Durchglühen zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen. Es sollte immer ein Eimer mit Sand bereit stehen, um die Flammen im Notfall ersticken zu können.

 

Kachelofen- und Hypokausten-Effekte durch Verteilung der Heißluft

Manche Indoor-Raketenöfen haben eine aufwändige Rauchgasführung, um einen Kachelofen-Effekt zu erzielen. Das antike Vorbild ist die römische Hypokausten-Heizung, wobei die warme Abluft zur Erwärmung von Hohlräumen in Wänden und Fußböden verwendet wurde. Bei den Römern lag die Feuerkammer meist im Freien, während die Abgase durch das Haus geleitet wurden und über einen Schornstein entwichen.

 

L- Brenner

Die häufigste Bauart ist die L-förmige Anordnung der Bauteile. Der Brennstoff liegt in einem waagrechten Füllschacht (Blechstutzen) auf einer feuerfesten Unterlage. Er muss ständig in die Brennkammer nachgeschoben werden, wo die Glut auf den Boden fällt. Die Zuluft strömt oberhalb und unterhalb am Brennstoff vorbei.

 

V-Brenner

Bei dieser Bauart ist der Blechstutzen nicht waagrecht, sondern schräg angesetzt, so dass der Brennstoff nachrutschen kann.

 

J-Brenner

Hier stehen die Holzstücke senkrecht im Füllschacht und rutschen von selber nach. Das Glutbett befindet sich direkt darunter.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Im Fluss des Lebens schwimmen

„Go with the Flow“ reimt sich nicht nur schön, sondern kann zum Leitspruch werden für Menschen, die keine Energie mehr verlieren möchten.

Foto (C) Brian Smithson / flickr

Foto (C) Brian Smithson / flickr

 

Was wir als Hindernisse, Blockaden und Leid empfinden, hat meist mit inneren Widerständen zu tun, die wir bestimmten Vorfällen, Umständen und Erlebnissen entgegensetzen. Wir unterscheiden zwischen gut und böse, nützlich und unnütz, erfreulich und ärgerlich, weil wir die Dinge bewerten, ohne das Gesamtbild zu sehen. Wir wissen nicht, wohin der Weg geht und bewerten alles als negativ, was von unseren Wünschen und Erwartungen abweicht. Vor allem, wenn es um Geld geht – und es geht sehr oft um Geld. Was tun wir nicht alles für Geld, was wir ohne Bezahlung niemals tun würden? Dabei wollen wir alle im Grunde nur glücklich sein und sonst gar nichts.

 

25 Tipps für ein leichteres Leben im Flow

 

  1. Sag niemals „nie“ oder „für immer“ und lasse dich nicht jahrzehntelang binden, zum Beispiel mit Krediten und anderen Langzeitverträgen. Ziele, Wünsche und Lebenskonzepte sind wichtig, aber sei jederzeit bereit, den Kurs zu korrigieren.
  2. Finde positive Einstellungen, denn sie führen zu positiven Sichtweisen. Es gibt keine schlechten Tage, sondern nur solche, die du weniger gut gemeistert hast.
  3. Das Streben nach ehrlich angenehmen Gefühlen ist wichtiger als jeder andere Vorteil. Betäubungen bringen nichts.
  4. Versuche in jeder Situation die Balance zu finden, indem du die Chancen erkennst und das Beste daraus machst. Man kann auf jede Herausforderung ausgleichend reagieren und auf diese Weise in seiner Mitte bleiben, wo sich alles sinnvoll, friedlich und wohlig anfühlt. Wer sich leicht aus der Fassung bringen lässt, sollte sich fragen, mit welchen Glaubenseinstellungen er den vermeintlichen Hindernissen begegnet.
  5. Bewahre dir Neugierde, Entspannung und Genuss als grundlegende Lebenshaltungen, nicht nur im Urlaub: Es sollte „normal“ sein, sich gut zu fühlen, und nicht die Ausnahme.
  6. Pflege ein „Mindset“ ohne Sorgen, Ängste und Selbstvorwürfe. Mindset ist eine andere Bezeichnung für das Paket an Glaubens- und Lebenseinstellungen, mit dem wir unser Leben bestimmen.
  7. Wenn es sich nicht gut anfühlt, ist es wahrscheinlich nicht richtig. Erlaube dir, jedem Unlustgefühl nachzugeben.
  8. Die inneren Werte zählen und nicht das, was rundherum passiert. Ob das Wetter sonnig oder trüb ist oder ob die Nachbarn nett oder die Kinder schlimm sind, darf uns nicht aus dem Lot bringen.
  9. Sei so achtsam wie möglich und gehe allen Impulsen nach. Iss nur, wenn du hungrig bist. Mache eine Pause, wenn du müde bist. Hör auf, wenn du keine Lust mehr hast. Sag ab, wenn es für dich nicht passt.
  10. Sei offen für das, was der Tag bringt. Es ist wesentlich einfacher, auf das zu reagieren, was sich anbietet, als die eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch spannender und abenteuerlicher. Darum suche nicht lange, sondern mach die Augen auf und finde! Was sich nicht ergibt oder nicht in Reichweite befindet, gehört nicht zu dir!
  11. Begegne allen Menschen unvoreingenommen und ohne Erwartungen.
  12. Übe dich in Gleichmut. Begegne jedem Ereignis mit dem gleichen Wohlwollen – vor allem, wenn es anders kommt als gedacht.
  13. Bewerte nicht, sondern bleibe in der Beobachterrolle. Reime dir nichts zusammen und ergreife keine Partei, sondern bleibe offen und differenziert.
  14. Betrachte das Leben als Reise. Es gibt nichts zu erreichen. Der Weg ist das Ziel. Man kann nie zwei Wege gleichzeitig beschreiten, daher muss es immer etwas geben, was „scheitert“ oder in den Hintergrund gerät. Ich kann nicht gleichzeitig hier und dort leben, diesen und jenen Partner haben, an mehreren Stellen angestellt sein und an allen möglichen Veranstaltungen teilnehmen.
  15. Triff komplexe Entscheidungen nie isoliert, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die anderen gesprächsbereit sind. Auch Mobbing, Absagen und unerwartete Kündigungen sind eine Form von Botschaft. Es kann schon sein, dass der Grund für den Rauswurf total ungerecht ist, aber er kann trotzdem hundertprozentig stimmig sein in dem Sinne, dass es einfach nicht länger passt und was Neues angesagt ist.
  16. Der richtige Weg ist leicht. Übe Vertrauen ins Leben, Hingabe und Demut in Bezug auf den höheren Plan, den wir aus unserer Perspektive nicht erkennen können. Dazu gehört, alle Aufgaben und Lehrstücke bereitwillig anzunehmen, die das Leben uns bietet. Wer weiß, wozu es noch gut ist?
  17. Es ist nur gut, wenn es für alle gut ist. Tu daher nichts, was für dich selber nicht gut und schön ist. Denn das wäre sicher verkehrt. Wer anderen nicht gut tut, bekommt es meist sofort auch selber zu spüren.
  18. Stehe Veränderungen positiv gegenüber und freue dich über jede Weggabelung. Kein Tag gleicht dem anderen.
  19. Höre auf dein Herz und lass dich von Eingebungen leiten.
  20. Ärgere dich nicht. Nimm alle Irrtümer, Dummheiten und Verfehlungen locker. Du kannst niemanden davon abhalten, seine Erfahrungen zu machen, auch wenn sie wehtun oder sogar tödlich enden.
  21. Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben. Mache deine Sichtweisen von niemandem abhängig und suche nur bei dir selbst nach Lösungen.
  22. Gehe integrativ mit allen Konflikten um und sorge für reibungslose Abläufe. Nimm alle Hindernisse ernst und mache sie zu einem harmonischen Bestandteil deiner Projekte und Entwicklungsprozesse.
  23. Übe dich in Geduld und finde damit ab, dass du nicht immer erkennen kannst, wohin der Weg führt. Lebe im Augenblick und nutze den Tag, statt dir Sorgen über Morgen zu machen.
  24. Ruhe in dir selbst und vermeide Abhängigkeiten. Spüren deine Verbundenheit mit allem, was lebt, aber lass dich nicht einzwängen oder verstricken. Je mehr dein Glück von innen kommt, umso weniger kann dir passieren.
  25. Höre nicht auf, an deinen mentalen Blockaden zu arbeiten, solange sie sich bemerkbar machen. Du kannst dein Mindset jederzeit ändern, wenn du es dir bewusst machst.
Foto (C) James Mann / flickr

Foto (C) James Mann / flickr

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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3 zuckersüße Superfoods: Datteln, Rosinen und trockene Aprikosen

Sie sind die geborenen Snacks zwischendurch, schmecken wie fruchtige Pralinen und gehören zu den gehaltvollsten Lebensmitteln überhaupt.

Dattel mit Füllung, Foto (C) David Weekly / flickr

Dattel mit Füllung, Foto (C) David Weekly / flickr

 

Was sind „Superfoods“?

Als „Superfoods“ bezeichnet man Lebensmittel, die deutlich mehr Nährstoffe enthalten als herkömmliche Lebensmittel. Außerdem sollten keine wichtigen Nährstoffe fehlen. Nicht alle Superfoods kommen aus fernen Ländern und kosten ein kleines Vermögen. Und nicht alles, was als Nährstoffbombe propagiert wird, ist wirklich so viel besser als ein ähnliches Produkt aus heimischem Anbau. Daher lohnt es sich, genauer hinzuschauen und die Inhaltsstoffe zu vergleichen. Sind Datteln wirklich so viel gehaltvoller als Rosinen? Oder sind sie nur wesentlich teurer und insgesamt weniger nachhaltig? Und wie steht es mit getrockneten Aprikosen? Liegen sie im Mittelfeld oder sind sie wirklich super gesund? Auf jeden Fall gehören Datteln, Rosinen und Aprikosen zu den Lebensmitteln, die man pur essen kann und die obendrein noch super munden. Im Gegensatz zu so manchen Wildkräutern und Gewürzpflanzen, die für verwöhnte Gaumen zu bitter oder zu intensiv schmecken.

Es kommt natürlich nicht nur auf die Nährstoffe an, sondern auch auf die Bio-Informationen und den ganzheitlichen Charakter einer Pflanze. Da die feinstofflichen Qualitäten nicht messbar sind, beschränken wir uns hier auf die stofflichen Zusammensetzungen.

 

Getrocknete Datteln

Sie sind süß und klebrig und spenden schnelle Energie. Rohköstler schätzen sie als wichtigste Zutat für Energiebällchen, weil sie alle Bestandteile zusammenhalten. Als Ersatz für Zucker und ungesunde Süßstoffe, verbessern sie Smoothies ebenso wie Müslis. Sie werden jedoch nicht basisch verstoffwechselt und sind daher nicht in großen Mengen zu empfehlen. Insgesamt haben sie ähnliche Werte wie Rosinen, sind aber doppelt so teuer. Datteln schlagen Rosinen bei der Menge an B-Vitaminen, Kupfer und Eisen. Rosinen punkten unter anderem beim Vitamin E, Vitamin K und dem Spurenelement Bor, das für die Bildung von Hormonen und Vitamin D von Bedeutung ist. Auch wenn die meisten Veggie-Produkte kein Vitamin D enthalten, kann der Körper das Vitamin mit Hilfe von Sonnenlicht herstellen. Vorausgesetzt, es ist genug Calcium, Magnesium, Vitamin K2, Vitamin A, Zink und Bor vorhanden. Die seltenen Nährstoffe sind mindestens genauso wertvoll wie jene, die wir täglich brauchen.

 

Rosinen und Sultaninen

Rosinen sind getrocknete Weintrauen. Sie können mit teureren Superfoods durchaus mithalten, obwohl sie selten als solche bezeichnet werden. Zwar kennt jeder die Redewendung „sich die Rosinen aus dem Kuchen picken“, aber im Allgemeinen werden Rosinen weit unterschätzt. Sie wirken wie Datteln gegen Hungerattacken und dienen als schneller Snack zwischendurch. Eine Handvoll Rosinen, gemischt mit Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen schmeckt nicht nur Vögeln prima, sondern wirkt nachhaltig sättigend. Man kann sie wie Datteln zum Süßen verwenden und ins Müsli streuen. Sie sind Bestandteil von vielen Energieriegeln und dürfen in keinem „Studentenfutter“ fehlen. Rosinen gehören wirklich zu den besten Lebensmitteln, kann man zusammenfassend sagen. Vorausgesetzt, es handelt sich um ungeschwefelte Biofrüchte.

 

Getrocknete Aprikosen

Getrocknete Aprikosen sind um zirka 20% bis 30% teurer als Datteln. Doch sind sie diesen Preis auch wert? Sie schneiden im Nährstoffvergleich wirklich gut ab, aber nicht so extrem gut, dass sich die Investition allgemein lohnt. Nur beim Beta-Carotin und beim Vitamin E sprengen die Trockenfrüchte jeden Maßstab. Auch der Kupfer-Gehalt und der Eisengehalt sind hervorragend. Aprikosen isst man am besten zur Abwechslung oder wenn man einen extra Nährstoffschub haben möchte. Sie können in größeren Mengen abführend wirken.

Gemischte Trockenfrüchte, Foto (C) Eden, Janine and Jim / flickr

Gemischte Trockenfrüchte, Foto (C) Eden, Janine and Jim / flickr

 

Die drei Superfoods im Nährstoff-Vergleich

(Alle Angaben sind lediglich Richtwerte)

 

Alle Angaben pro 100g Datteln Aprikosen Rosinen
Kohlenhydrate (g) 65 47,87 66
Fett (g) 0,5 0,50 0,55
Eiweiß (g) 2 5 2,46
Ballaststoffe (g) 8,7 17,65 5,4
Vitamin A  (µg) 6 5767 5
Beta-Carotin (µg) 36 34600 30
Vitamin B1 (µg) 70 7 120
Vitamin B2 (µg) 70 110 55
Vitamin B3 (µg) 2000 3200 500
Vitamin B5 (µg) 800 830 100
Vitamin B6 (µg) 140 170 110
Vitamin B7, Biotin (µg) 5 5 2
Folsäure  (µg) 21 5 4
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 3 11 1
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 200 2733 600
Vitamin K (µg) 10 18 40
Calcium (mg) 65 82 31
Kalium (mg) 648 1370 782
Magnesium (mg) 50 50 15
Phosphor (mg) 60 114 110
Schwefel (mg) 60 31 23
Eisen (mg) 1,9 4,4 0,3
Jodid  (µg) 1 2 2
Kupfer  (µg) 300 800 100
Mangan (mg) 0,15 1,5 0,27
Zink (mg) 0,34 0,4 0,1
Selen (µg) ja ja 7
Bor (mg) 1 ja 2,5
Kobalt (µg) ja ja
Silicium (mg) 17 ja ja
Methionin (mg) 22 22 12
Tyrosin (mg) 30 117 10
Arginin (mg) 68 177 305
Omega 3 Fettsäure ja

 

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3 unterschätzte Superfoods: Luzerne, Bockshornklee und Gartenkresse

Man sieht es ihnen nicht an, wie wertvoll sie sind. Die unscheinbaren Grünpflanzen gehören zu den besten Nährstofflieferanten, die uns die Natur zu bieten hat.

Kresse kennt jeder. Foto (C) Mike Haller / flickr

Kresse kennt jeder. Foto (C) Mike Haller / flickr

 

Man nennt ihn auch Kuhhornklee und Ziegenkraut

Bockshornklee gehört eigentlich zu den Hülsenfrüchten, hat aber klee-artige Blätter. Er ist eng mit dem Schabzigerklee verwandt. Die Samen schmecken so scharf, dass sie auch als Gewürz Verwendung finden. Sie passen gut zu Curry-Mischungen oder als milder Pfeffer-Ersatz. Bockshornklee wird in vielen Kulturen nicht nur als Superfood, sondern auch als Naturheilmittel angesehen. Die einjährige Pflanze gedeiht in Mittelmeerländern, in China, Indien, Nordafrika, Nord- und Südamerika, aber auch in heimischen Gärten. Lehmige Böden und sonnige Standorte werden bevorzugt. Wer sie nicht selbst anbauen möchte, kann sie in Form von Tee, Kapseln, getrockneten Blättern, Öl, Samen, Pulver und Sprossen erwerben.

 

Bockshornklee gegen Haarausfall und zur Förderung der Fruchtbarkeit

Der krautigen Grünpflanze mit den hornförmigen Früchten werden viele positive Wirkungen nachgesagt. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig und in vielen Kulturen erprobt. Vor allem ist Bockhornklee als Haarwuchsmittel „berüchtigt“ wie kein anderes Naturprodukt. Zum Beispiel kann man das Spülwasser, das sich bei der Anzucht von Sprossen ergibt, für Haarpackungen verwenden. Die Blätter können gemischt mit Kokosöl und Wasser auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Die Paste wird nach 30 Minuten wieder ausgespült. Man vermutet, dass es die hormonellen Wirkungen der Pflanze sind in Kombination mit dem speziellen Nährstoff-Cocktail, die die Haare zum Nachwachsen anregen. Schließlich wirkt Bockshornklee sogar potenzfördernd und fördert auch die Milchproduktion bei stillenden Frauen. Das Pflanzenhormon Diosgenin hat eine östrogen-artige Wirkung und kann zur Vergrößerung der Brüste beitragen.

 

Die Luzerne wirkt regulierend und verdauungsfördernd

Die arabische Bezeichnung ist „Alfalfa“ und bedeutet übersetzt „Vater der Nahrung“. Die winterharte Nutzpflanze wächst quasi überall. Man findet sie auf vielen Wiesen und kann sie auch im eigenen Garten ziehen. Die Pflanze mit den klee-artigen Blättern wird recht hoch und passt zum Beispiel in Staudenbeete. Sie gehört wie der Bockshornklee zu den Hülsenfrüchten. Und auch sie wird als traditionelle Heilpflanze gefeiert. Sie soll den Wasserhaushalt im Körper regulieren und zur Entgiftung beitragen. Saponine sorgen für eine Stärkung des Immunsystems. Die Blätter lassen sich mehrmals im Jahr ernten, denn sie wachsen immer wieder nach. Wenn man zu viel davon hat, kann man sie trocknen und zu feinem Pulver vermahlen. Alfalfa-Sprossen gehören zu dem beliebtesten Keimlingen, denn sie können auch roh gegessen werden. In der Landwirtschaft ist Luzerne als Futterpflanze begehrt. Wie alle Hülsenfrüchte wirkt sie bodenverbessernd, weil sie den Stickstoff aus der Luft in den Boden bringt. Die Wurzeln können bis zu 30 Meter in die Tiefe reichen.

 Alfalfa-Pflanzen blühen violett und haben längliche „Kleeblätter“. Foto (C) nature80020 / flickr


Alfalfa-Pflanzen blühen violett und haben längliche „Kleeblätter“. Foto (C) nature80020 / flickr

 

Die Gartenkresse verblüfft mit beeindruckenden Inhaltsstoffen

Auch die ganz gewöhnliche Gartenkresse steht im Ruf, tolle Heilwirkungen zu haben. Sie gehört zu den Ayurveda-Pflanzen und wird nicht nur in Indien geschätzt. Sie soll unter anderem die Entgiftung fördern, bei Verdauungsbeschwerden helfen und auch hormonelle Wirkungen haben, die bei Müttern die Milchbildung unterstützt.

 

Die drei Superfoods im Nährstoff-Vergleich

Die Liste ist nicht komplett, sondern es handelt sich lediglich um einen Auszug. Samen, Sprossen und Gräser haben grundsätzlich verschiedene Nährstoff-Zusammensetzungen. Beim Keimen findet ein Umwandlungsprozess statt. Aus dem kompakten Korn wird eine junge Grünpflanze mit Keimblatt und Wurzelansatz. Der Gehalt an Kohlenhydraten und Fetten sinkt, während die Vitamine zunehmen. Obwohl auch der Kalorienwert abnimmt, sind Sprossen bekömmlicher und gesünder als Körner.

 

Alle Angaben pro 100g Bockshornklee Samen Alfalfa-Sprossen  Garten-Kresse Sprossen
Kohlenhydrate (g) 58 2,16 2,48
Fett (g) 6 0,70 0,7
Eiweiß (g) 23 4 4,2
Ballaststoffe (g) 25 1,64 3,52
Vitamin A  (µg) ja 16 365
Beta-Carotin (µg) 96 2190
Vitamin B1 (µg) 320 76 150
Vitamin B2 (µg) 370 126 190
Vitamin B3 (µg) 1640 500 1750
Vitamin B5 (µg) 500 560 180
Vitamin B6 (µg) 600 34 300
Vitamin B7, Biotin (µg) 10 10 0,9
Folsäure  (µg) 57 36 110
Vitamin B12 (µg) ja ja
Vitamin C (mg) 3 8,2 59
Vitamin D (µg) ja ja
Vitamin E (µg) 96 700
Vitamin K (µg) ja 5 600
Calcium (mg) 176 32 214
Kalium (mg) 770 79 550
Magnesium (mg) 191 27 40
Phosphor (mg) 296 70 38
Schwefel (mg) 100 50 200
Eisen (mg) 33,53 1 2,9
Jodid  (µg) 5 1 2
Kupfer  (µg) 1000 160 130
Mangan (mg) 2 0,19 0,35
Zink (mg) 2,5 0,92 0,15
Selen ja
Methionin (mg) 253 60 78
Thyrosin (mg) 667 116 149
Arginin (mg) 2162 132 266
Omega 3 Fettsäure ja 0,20% 321 mg
Saponine ja ja ja
Chlorophyll ja ja

 

 

 

 

 

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Heizkosten sparen: Tipps und Tricks, die nicht jeder kennt

Das Geld, das man am leichtesten verdient, ist jenes, das man sich einfach erspart! Vor allem, wenn man gar nichts investieren muss, sondern nur sein Verhalten ändern muss!

Die Heizkörper-Rippen sollten sauber sein, Foto (C) EvanHahn / flickr

Die Heizkörper-Rippen sollten sauber sein, Foto (C) EvanHahn / flickr

 

Dichtungen prüfen und austauschen

Viele Wärme geht durch undichte Fenster und Türen verloren. Es genügt nicht, die Profile vor 15 Jahren abgedichtet zu haben, sondern sie sollten jährlich kontrolliert werden. Ob die Fugen zwischen Stock und Rahmen dicht sind, kann man mit einer brennenden Kerze überprüfen. Wenn die Flamme zu flackern beginnt, ist die Stelle dahinter undicht. Für den Spalt unter den Türen gibt es spezielle Profile und lustige Zugluft-Stopper. Man kann sie aber auch selber herstellen. Anleitungen dazu findet man im Internet.

 

Heizkörper entlüften, reinigen und frei stellen

Gewöhnliche Radiatoren müssen vollkommen frei stehen und sollten nicht durch Vorhänge, Möbel, Polster, Verkleidungen etc. abgedeckt sein. Es sind mindestens 30 cm Abstand einzuhalten, damit sich kein Wärmestau bildet und die Wärme nicht über die Außenwand entweicht. Dicke Staubschichten können nicht nur zu schlechter Raumluft und üblen Gerüchen führen, sondern auch die Wärmeabstrahlung einschränken. Für die Reinigung der schmalen Rippen-Zwischenräume gibt es spezielle Bürsten. Wenn sich Luftblasen in den Leitungen befinden, kann das Warmwasser nicht richtig zirkulieren. Falls sich die Heizanlage nicht automatisch entlüftet, muss man händisch nachhelfen.

 

Dämmungen richtig anbringen

Dämmungen dürfen aus bauphysikalischen Gründen niemals vor den Fenstern angebracht werden. Geschlossene Fensterläden, zugezogene Rolläden und Außen-Jalousien helfen beim Energiesparen. Vorhänge und Innen-Jalousien jedoch können zur Schimmelbildung führen und vermindern die Effektivität der Heizung. Zur Dämmung der Heizkörper auf der Wandseite gibt es spezielle Platten, die mit Alu-Folie kaschiert sind. Die Ausführung in Eigenregie ist jedoch heikel, weil die Platte nicht zu dünn sein darf und weil man sie vollflächig verkleben sollte, damit keine feuchte Luft dahinterkriechen kann und am kalten Mauerwerk kondensiert. Heizungsrohre, die durch unbeheizte Bereiche führen, dürfen sich nicht heiß anfühlen, denn das bedeutet, dass sie schlecht gedämmt sind. Zum Erneuern der Rohrdämmungen findet man passende Schaumstoffrollen im Baumarkt.

 

Jährliche Wartung der Fenster und Türen

Die besten Dichtungen nutzen nichts, wenn die Fenster nicht ordentlich zugedrückt sind. Der Griff muss im geschlossenen Zustand senkrecht nach unten zeigen. Falls sich der Fenstergriff nicht ganz zudrehen lässt, kann man das Gestänge mit speziellem Beschlag-Öl einsprühen. Für die Dichtungen kann man eine Pflegemilch verwenden, um sie geschmeidig zu halten. Die Entwässerungsöffnung im unteren Rahmenteil muss sauber sein, damit Regen- und Kondenswasser schnell abrinnen kann. Außerdem ist es ratsam, alle Türen zu kühleren Nebenräumen zu schließen und nur dort zu heizen, wo die Wärme benötigt wird. Türlose Lofts mit hohen Räumen sind heiztechnisch sehr ungünstig.

 

Richtig Stoßlüften und Querlüften

Die Fensterflügel sollten beim Lüften vollständig geöffnet werden – und zwar möglichst alle gleichzeitig. Dies ist nur möglich, wenn die Fensterbänke nicht verstellt sind und auch keine Vorhänge im Weg sind. Drei Minuten genügen, aber die Heizkörper sollten vor dem Lüften ausgeschaltet sein, sonst geht die Hitze direkt beim Fenster hinaus. Es wird nur die Luft ausgetauscht und die Wände bleiben warm. Die Wände dürfen nicht auskühlen. Wenn im Winter gekippt wird, bilden sich im Bad, WC und in Schlafzimmern leicht Schimmel, weil die hohe Luftfeuchtigkeit an den kalten Oberflächen kondensiert. Die Raumluft sollte nicht zu trocken, aber auch nicht zu feucht sein, denn eine hohe Luftfeuchtigkeit fühlt sich unbehaglich an und erhöht daher die Heizkosten. Zu viele Zimmerpflanzen, Wäschetrockner und Verdunstungsgeräte sind bauphysikalisch gefährlich. Wer Mieter hat und keine Bauschäden riskieren möchte, sollte sie über das richtige Lüften informieren, bevor es zu spät ist. Die meisten verstehen leider nicht, warum eine hohe Luftfeuchtigkeit und innenseitige Dämmungen die Bausubstanz gefährden.

 

Heizkessel: Vorlauftemperatur, Regelung und Pumpe

Bei alten Heizungen verbrauchen die Pumpe und die Regelung zu viel Strom. Es ist daher zu überlegen, ob es sich rentiert, sie gegen energiesparende Modelle auszutauschen. Die Pumpe sollte sich automatisch ausschalten, wenn keine Heizkörper eingeschaltet sind. Maßgeblich sind nicht nur die Steuerungen an den Heizkörpern, sondern auch die Voreinstellungen am Heizgerät. Pumpe, Vorlauftemperatur und Heizleistung sollten genau auf den Bedarf abgestimmt sein und sich automatisch anpassen. Durch einen hydraulischen Ausgleich lassen sich bis zu 30% Heizkosten sparen. Er sorgt dafür, dass alle Heizkörper gleich viel Warmwasser bekommen, egal wie weit sie vom Heizkessel entfernt sind. Zu heiß eingestellte Heizungen verschleudern eine Menge Energie. Es gibt auch Heizanlagen ohne zentrale Pumpe, wobei in jedem Heizkörper eine Mini-Pumpe eingebaut ist. Die höheren Anschaffungskosten von dezentralen Pumpensystemen amortisieren sich in zirka 5 Jahren durch die Ersparnis von 20% Heizenergie.

 Foto (C) Kari Söderholm / flickr

Foto (C) Kari Söderholm / flickr

 

Thermostate und Ventile zur Regelung der Heizkörper

Die Temperatur-Anforderungen in einem Raum ändern sich ständig, weil mal die Sonne scheint, Personen aus- und eingehen, niemand zu Hause ist, elektrische Wärmequellen in Betrieb sind (Bügeleisen, E-Herd, PC, Glühbirnen und so weiter), gelüftet wird und sich natürlich auch die Außentemperaturen ändern. Elektronische Funk-Heizregler, auf die man auch mit dem Smartphone zugreifen kann, sind relativ teuer und erhöhen den E-Smog im Haus. Eine Nachtabsenkung ist normalerweise nicht erforderlich, weil die Räume sowieso nicht auf unter 15 Grad auskühlen, wenn man die Heizung ausmacht. Bei gut gedämmten Häusern wird die Temperatur nur um 1-2 Grad sinken.

Bei den Heizkörpern gibt es Regelungen mit und ohne Stromverbrauch.

  • Händisch regulierbare Ventile
  • Ventile mit mechanischer Steuerung (z.B. Voreinstellung per Stellschraube)
  • Batteriebetriebene Ventile mit elektronischer Steuerung
  • Batteriebetriebene Ventile mit Funk-Steuerung mit frei positionierbarem Temperaturfühler

Die Heizgrad-Stufen auf den Ventilen sind meist so ausgelegt, dass sich die Raumtemperatur damit voreinstellen lässt. Es ist günstiger, die Einstellung konstant zu belassen, statt häufig auf und ab zu drehen.

  • Stufe 1 bedeutet: Der Heizkörper heizt nur, wenn die Raum-Temperatur unter 12 Grad absinkt.
  • Stufe 2: Heizung ab 18 Grad Raumtemperatur
  • Stufe 3: ab 20 Grad
  • Stufe 4: ab 24 Grad
  • Stufe 5: ab 28 Grad

 

 

 

 

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Gibt es eine Gojibeeren-Verschwörung?

3 Superfoods im ungleichen Vergleich: Was können Cranberries, Gojibeeren und Maulbeeren tatsächlich? Sind Gojibeeren wirklich so überragende Nährstoffpakete wie man hört?

So sehen Gojibeeren im frischen Zustand aus. Foto (C) Forest Starr and Kim Starr / flickr

So sehen Gojibeeren im frischen Zustand aus. Foto (C) Forest Starr and Kim Starr / flickr

 

Die Intention hinter diesem Superfood-Vergleich war eigentlich, nüchternes Zahlenmaterial zu sammeln, gegenüber zu stellen und zu bewerten. Doch dieses Vorhaben gestaltete sich schwieriger als gedacht. Obwohl es Gojibeeren in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, war es mir selbst nach stundenlanger Internetrecherche nicht möglich, eine vollständige und seriös aussehende Nährstofftabelle zu finden. Dass es zu den weniger geläufigen Maulbeeren und Cranberries nicht viele Tabellen gibt, war zu erwarten. Allerdings hätte ich mir nicht gedacht, dass man so wenige Angaben zu trockenen Beeren findet, denn wo gibt es schon frische Maulbeeren und Cranberries im Handel? Um 100 Gramm trockene Früchte zu bekommen, muss man fast die zehnfache Menge Frischobst verwenden und die Nährstoffwerte sind entsprechend konzentriert. Zwar gehen beim Trocknen auch Vitamine verloren, aber die meisten Werte vervielfachen sich durch den Entfall des Wasseranteils. Der Vergleich zwischen Trockenbeeren und frischen Beeren ist also nicht aussagekräftig.

Ich hoffe dennoch, dass die Leser/innen etwas lernen können aus dem Ergebnis. Denn wenn zum berühmtesten aller Superfoods keine Nährstoffangaben publiziert werden, dann sagt das ja auch etwas aus, oder? Wie leicht lassen wir uns eigentlich manipulieren und wer macht sich wirklich die Mühe, Werbeaussagen zu überprüfen? Wer steht hinter den diversen Hypes und wie kommen sie zustande? Wie kommt es, dass so viele Medien mitspielen und ein Produkt in den Himmel loben, für das es gar keine Studien gibt? Und falls es sie doch gibt: Warum sind die Zahlen nicht genauso leicht auffindbar wie für beliebige andere Lebensmittel?

 

Preiselbeeren, Cranberries und Moosbeeren

Cranberries oder Moosbeeren sehen ähnlich aus wie Preiselbeeren, sind aber größer. Der Nährstoffgehalt ist derart ähnlich, dass man sie in einen Topf werfen kann. Dennoch handelt es sich um unterschiedliche Pflanzen, die nur entfernt verwandt sind. Preisbeeren wachsen auf Sträuchern, während sich Moosbeeren am Boden dahinranken. Die Cranberry stammt aus Neuengland im Nordosten der USA. Die indianischen Ureinwohner verwendeten sie vor allem für Säfte, als pikante Gewürzutat und Medizin. Sie wächst auch bei uns, verträgt jedoch keinen starken Frost und braucht viel Feuchtigkeit. Ein sandiger, moosiger Boden ist ideal. Sie besitzt keinen Wurzelstock, sondern bildet bis zu 2 Meter lange Sprossen und Ausläufer mit kleinen Wurzelfortsätzen. Die Früchte haben eine feste Schale und können lange gelagert werden. Sie sind roh essbar, schmecken aber derart sauer und herb, dass man bald genug davon hat. Getrocknet jedoch gewinnen sie an Süße und sind eine beliebte Zutat in Nuss- und Trockenfrucht-Mischungen. Cranberries werden ebenso wie Preiselbeeren als Hausmittel gegen Blasenentzündungen empfohlen.

 

Gojibeere, Gemeiner Bocksdorn, Chinesische Wolfsbeere

Gojibeeren gehören zu den vielgerühmtesten Superfoods, aber werden sie diesem Ruf gerecht? Man findet im Internet viel Geschrei und jede Menge Heilversprechen, jedoch wenig Fakten und keine Studien. Es ist sogar fraglich, ob die raren Nährstoffangaben stimmen, denn sie sind wenig präzise und scheinen alle von derselben Quelle abgeschrieben worden zu sein. Die Verbraucherzentrale.de weist darauf hin, dass die Inhaltsstoffe weitgehend unbekannt sind und dass Goji-Produkte mit Pestiziden belastet sein können. Eine Überprüfung der gesundheitlichen Behauptungen habe ergeben, dass es keine Nachweise dafür gibt.

 

Maulbeeren am Baum, Foto (C) Jessie Hirsch / flickr

Maulbeeren am Baum, Foto (C) Jessie Hirsch / flickr

 

Maulbeeren

Obwohl sie auch in unseren Breiten gedeihen, sieht man sie relativ selten. Man erhält sie hauptsächlich im Reformkost-Handel. Die Früchte können eine weiße, schwarze oder rote Farbe haben und erinnern rein äußerlich an Brombeeren. Sie haben eine uralte Tradition und gelten nicht nur als Superfood, sondern auch als vielseitige Naturheilmittel.

 

Die Nährstoffe im Vergleich

Durch das Trocknen schwindet der Wasseranteil (von zirka 90% auf 10%) und wächst der Anteil an Kohlenhydraten sowie Mineralstoffen. Die nachfolgenden Zahlen sind nur Orientierungswerte, abhängig von der Herstellung und dem Alter der Untersuchung, denn die Nährstoffdichte nimmt allgemein ab von Jahr zu Jahr. Falls jemand Zugang hat zu vollständigen Nährstofftabellen im Internet, würde ich mich über Links sehr freuen!

 

Alle Angaben pro 100g Moosbeeren

frisch

Gojibeeren

getrocknet

Maulbeeren

frisch

Maulbeeren getrocknet
Kohlenhydrate (g) 3,9 60 8,1
Fett (g) 0,7 8 1
Eiweiß (g) 0,4 12 1,3
Ballaststoffe (g) 3,8 13 1,5
Vitamin A  (µg) 4 ja 2
Beta-Carotin (µg) 22 8 14 77
Vitamin B1 (µg) 30 150 40 190
Vitamin B2 (µg) 20 1300 40 250
Vitamin B3 (µg) 100 4500 400 3180
Vitamin B5 (µg) 220 1000 250 1190
Vitamin B6 (µg) 70 2000 50 240
Biotin (µg) 2 0,4
Folsäure  (µg) 2 6 30
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 11 48 10
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 500 ja 500
Vitamin K (µg) 10 10
Calcium (mg) 14 190 36 214
Kalium (mg) 90 1000 260 1544
Magnesium (mg) 7 100 15 89
Phosphor (mg) 10 178 48 245
Schwefel (mg) 11 9
Eisen (mg) 0,9 6,8 1,6 9,5
Jodid  (µg) 2 1
Kupfer  (µg) 140 1500 60 356
Mangan (mg) 0,1 1 0,9
Zink (mg) 0,2 1,8 0,2 1,19
Selen (µg) ja ja
Methionin (mg) 8 25
Thyrosin (mg) 31 33
Arginin (mg) 28 920 91
Omega 3 Fettsäure ja

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Der Casimir-Effekt und was man damit anfangen kann

Die meisten werden wahrscheinlich noch nie etwas von dieser „Naturgewalt“ gehört haben. Sie gehört wie die Schwerkraft, der Auftrieb, die Fliehkraft, die Lebensenergie und der Magnetismus zu den „freien Energien“, die bisher kaum genutzt werden. 

 

Der Casimir-Effekt ist dafür verantwortlich, dass sich Teilchen, die einen halben Mikrometer voneinander entfernt sind, wie magnetisch anziehen, wenn sie sich im Vakuum und in einem kritischen Temperaturbereich befinden. Er kann dazu führen, dass Geräteteile im Nanobereich aneinander kleben, obwohl sie nicht elektrisch geladen sind. Dieser Effekt ist noch nicht lange bekannt. 1948 wurde er erstmals von Hendrik Casimir vorhergesagt und 1956 experimentell bestätigt von drei russischen Wissenschaftlern. Der Nachweis der Casimirkräfte wird zugleich als Beweis für die Existenz der Nullpunkt-Energie angesehen.

 

Nullpunktsenergie und absolute Nullpunkt-Temperatur

Man nennt sie auch Vakuumenergie oder Quantenvakuum. Dabei spielt die Temperatur eine Rolle. Die absolute Nullpunkt-Temperatur liegt bei minus 273,15 Grad Celsius. Das ist die rechnerisch tiefste mögliche Temperatur laut einer Formel von Gay-Lussac, wonach der Quotient aus Volumen und Temperatur stets konstant ist. Da ein Volumen nicht kleiner sein kann als Null, sind die Temperaturen nach unten begrenzt. Der Casimir-Effekt ist nicht die einzige Besonderheit, die sich bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt beobachten lässt. Die Liste der „speziellen Effekte“ im Quantenbereich ist sehr lang. Ganz allgemein kann man sagen, dass in der Quantenphysik deutlich andere Gesetzmäßigkeiten gelten als in der normalen Physik. Alles in der Quantenmechanik ist Schwingung und unterliegt daher gewissen Schwankungen. Die Nullpunktsenergie ist die Energie eines Systems am absoluten Temperatur-Nullpunkt. Es gibt jedoch noch viele andere Erklärungen. Um die Nullpunktsenergie besser zu verstehen, sei eine Reihe von Synonymen genannt:

  • Vakuumenergie: Die Quantenfluktuationen im Raum, wenn keinerlei Teilchen vorhanden sind
  • Dunkle Energie: Der größte Teil des Universums ist „leer“, hat aber dennoch Energie
  • Der Äther als Medium für die Fortpflanzung von Wellen im Universum
  • Nullpunktschwingung
  • Die Kosmische Energie, die jede Materie formt
  • Lebensenergie, Chi, Prana, Od, Orgon, Kundalini, Akasha
  • Schöpfungsenergie
  • Urgrund des Seins
  • Feinstoffliche Energie
  • Vitalität und Lebenskraft
  • Heiliger Geist
  • Tachyonen-Energie

 

Wie lässt sich die Nullpunktsenergie nutzen?

Bis jetzt ist die Nullpunktsenergie kaum nachweisbar und die Nutzung nur experimentell möglich. Alles was lebt, schwingt, und geht in Resonanz mit allen stimmigen Frequenzen, die ihn umgeben. Wissenschaftler, die diesen Bereich erfassen, messen und steuern wollen, scheitern meist an ihren beschränkten materiellen Vorstellungen. Zwar lässt sich die Existenz dieser Energie nicht leugnen, aber sie lässt sich nicht hantieren wie herkömmliche Energiequellen. Es gibt keinen physikalischen Beweis für das Leben und alle Kreisläufe in der Natur. Es gibt bis heute keinen Wissenschaftler, der Leben aus dem Nichts herstellen kann. Man darf sogar annehmen, dass die Materie „nichts“ ist im Vergleich zu den nicht materiellen Energien, die die Materie antreiben. Die Schwingungen im „Nichts“ sind der eigentliche Motor, nicht die materiellen Substanzen. Der bisher erfolgreichste Erfinder, der die Vakuumenergie zu nutzen wusste, war Nicola Tesla.

 

NicolaTesla, Foto (C) Ariel Quiroz / flickr

NicolaTesla, Foto (C) Ariel Quiroz / flickr

 

Philosophische Überlegungen

Von der Lebensenergie wissen wir, dass sie sich binden und missbrauchen lässt. Die Energie, die ein biologisches System generiert, um sich selbst am Leben zu halten, ist im Allgemeinen genau so groß wie notwendig, aber nicht so groß, dass man sie gleichzeitig für fremde Nutzungen anzapfen könnte. Jeder Moment lässt sich nur einmal erleben. Es gibt kein Parallelleben. Die Zeit und Energie, die ich aufbringe, um jemandem zu dienen, geht für andere Zwecke verloren. Wenn wir die Energie von Tieren und Pflanzen für unsere Zwecke nutzen, so hat das meistens zur Folge, dass die Energiespender früher sterben oder ihre Freiheit verlieren. Andererseits sind kosmische Schwingungen etwas, was unbegrenzt vorhanden ist und nie zur Neige geht. Um sie einzufangen, benötigt man Rezeptoren, Antennen und Resonatoren – sowie ein Bewusstsein und Sensoren dafür, was die Lebensenergie stärkt und was sie schwächt. Das gewohnte Denken in Mengen und Massen, Mangel und Überfluss bringt uns nicht weiter. Informationen werden nicht weniger, indem man sie teilt, sondern gewinnen an Kraft. Sie sind rein geistiger Natur und verbreiten sich umso schneller, je häufiger man sie benutzt.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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