Auftriebstriebskraftwerke nach dem archimedischen Prinzip

Das „Kinetic Power Plant“ der Firma Rosch Innovations ® gehörte vor ein paar Jahren noch zu den vielversprechendsten Technologien, die man als „Freie Energie Technologien“ bezeichnen kann. Was ist daraus geworden?

Foto (C) Ted Sakshaug / flickr

Foto (C) Ted Sakshaug / flickr

 

Die Auftriebskraft wirkt der Schwerkraft entgegen und macht sich in Flüssigkeiten bemerkbar, indem feste Gegenstände aufschwimmen. Aber auch in der Luft herrschen Auftriebsenergien, die zum Beispiel dazu führen, dass Luftballons in die Höhe steigen. Die Auftriebskraft wächst mit dem Volumen des Körpers und der Dichte des Mediums, in dem er sich bewegt. Sie ist dafür verantwortlich, dass Objekte schwimmen, fliegen und schweben können.

 

Was ist aus dem Rosch-Auftriebskraftwerk geworden?

Vor ein paar Jahren war in der Freie-Energie-Szene viel von Auftriebskraftwerken die Rede, die mehr Energie erzeugen sollen als sie verbrauchen. Leider ist es sehr ruhig um diese Technologie geworden. Auf einer Internet- Seite von „DasGelbeForum“ ist nachzulesen, dass Rechtsstreitigkeiten anhängig sind. Im Internet wimmelt es nur so von rufschädigenden Vorverurteilungen und die Firma Rosch hat daher mit einer Verleumdungsklage reagiert. Mit Behauptungen, dass alles Schwachsinn sei oder nicht sein könne, sollte man also vorsichtig sein! Weiters soll von den Erfindergeheimnissen so viel durchgesickert sein, dass ein Nachbau möglich ist.

Auch von Konflikten mit dem GAIA-Verein ist die Rede, der eine hohe Anzahlung geleistet haben soll. Bei GAIA sind als Nicht-Mitglied kaum noch Informationen erhältlich. Der Internetauftritt wurde komplett überarbeitet und der Sektor „Energie Technologie“ ist jetzt von der Öffentlichkeit völlig abgeschirmt. Früher waren hier laufend Kurzinformationen über den Entwicklungsstand einsehbar. Schade! Denn der Verein gehörte zu den interessantesten Informationsquellen im Internet.

Die Firma Rosch Innovations ® erklärt auf ihrer Homepage, dass die Entwicklungen bis zur Marktreife fortgeschritten sind. Es sind auch neue Bilder von den turmartigen Kraftwerken zu sehen, die sehr ausgereift wirken. Dass eine international renommierte Firma allein aus betrügerischen Motiven so viel Aufwand betreibt mit einer Technologie, von der unzählige Besserwisser behaupten, dass sie nicht funktionieren kann, ist eher unwahrscheinlich. Die Firmengruppe „Rosch Holding“ verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Mexiko, Kolumbien, Kroatien, Südkorea und in der Schweiz.

Foto (C) dierk schaefer / flickr

Foto (C) dierk schaefer / flickr

 

Wie funktioniert ein Auftriebskraftwerk?

Man kann es sich so vorstellen, dass sich ein vertikales Schaufelrad in einem mit Wasser gefüllten Schacht dreht, indem auf der einen Seite die Schwerkraft und auf der anderen Seite der Auftrieb wirkt. Die dabei entstehende Bewegungsenergie (= kinetische Energie) kann wie bei einem Wasserrad oder Windrad genutzt werden. Eine Animation zum Funktionsprinzip ist auf dieser Seite zu finden. Das so genannte „Archimedische Prinzip“ besagt, dass der statische Auftrieb in einem Medium so groß ist wie das Gewicht des von ihm verdrängten Mediums. Je mehr Wasser verdrängt wird, umso kräftiger die Auftriebswirkung. Oder mit anderen Worten: Körper schwimmen und fliegen umso besser, je voluminöser sie sind. Ein Schwebezustand entsteht, wenn die Wirkung der Schwerkraft gleich groß ist. Ist die Schwerkraft stärker, sinkt der Körper zu Boden.

Die Kraftwerkstypen der Firma Roch Innovations ® werden in verschiedenen Größen angeboten, mit einem Leistungsvermögen von 200 Kilowatt bis in den Gigawatt-Bereich. Die Anlagen bestehen aus zahlreichen Wasserbehältern, die auf und ab zirkulieren – ähnlich wie bei einem Schaufelrad, jedoch nicht in runder Form, sondern wie bei einem Paternosteraufzug. Die Rotation des Behältersystems im Wasserturm wird mit Druckluft erzeugt und gesteuert. Die Umwandlung der kinetischen Energie in Strom erfolgt über ein Getriebe und einen Generator, der als Bremse fungiert. Die Energie-Effizienz soll höher sein als bei Solar- und Windkraftanlagen. Vor allem jedoch sind die Kraftwerke rund um die Uhr produktiv und nicht von den Wetterverhältnissen abhängig. Sie können dezentral an vielen Orten aufgestellt werden und fügen sich wie Lifttürme in das Ortsbild ein. Sie arbeiten völlig emissionsfrei und machen energetisch unabhängig.

 

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Alternative Treibstoffe vom Acker

Biogene Kraftstoffe sind flüssige oder gasförmige Treibstoffe, die aus Biomasse hergestellt werden. Welche sind besonders nachhaltig und welche sind weniger zu empfehlen?

Rapsfeld, Foto (C) Thomas Kohler / flickr

Rapsfeld, Foto (C) Thomas Kohler / flickr

 

Biokraftstoffe als Ersatz für fossile Brennstoffe

 „Biokraftstoff“ ist ein Überbegriff für Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Elefantengras, Raps und Mais. Auch Baumplantagen mit schnell wachsenden Hölzern gehören dazu. Sie werden genauso eingesetzt wie fossile Brennstoffe und sind sowohl für Fahrzeuge als auch für stationäre Verbrennungsmotoren geeignet. Die Ökobilanz ist nicht immer ganz so toll wie man auf Anhieb vermuten möchte, wenn bis zum fertigen Kraftstoff allerlei Pestizide und Maschinen eingesetzt werden müssen. Außerdem gibt es ethische Probleme, wenn es sich um ess- beziehungsweise fressbare Pflanzen handelt, die großflächig und in Monokultur angebaut werden.

 

Energiebäume für die Brennstoffindustrie

Mit „Energie“ sind hier keine energetischen Qualitäten gemeint, sondern die reinen Brennwerte der Bäume. Ein monotoner Energiewald hat mit einem natürlichen Mischwald sehr wenig zu tun. Die Bäume stehen in Reih und Glied, damit der Acker maschinell bearbeitet werden kann. Am Boden darf ein wenig Gras wachsen, aber ansonsten ist jede Artenvielfalt unerwünscht. Es geht nur darum, möglichst viel Holzmasse zu produzieren und die Bäume zum Wachsen anzuregen. In den ersten Lebensjahren wachsen Gehölze überdurchschnittlich schnell. Diese Triebkraft wird ausgenutzt, um mit vergleichsweise geringem Einsatz maximale Gewinne zu erzielen. Ein Großteil der Holzmasse landet in Pellets- und Hackschnitzel-Anlagen, bei Spanplatten- und Papier-Herstellern. Auch viele kommunale Biomasse-Heizkraftwerke werden mit Holz betrieben.

Echten Baumliebhabern tut das Herz weh beim Anblick der tristen Baumplantagen. Sie erinnern irgendwie an Massentierhaltungen. Jedem Baum wird nur das Minimum an Fläche zugestanden. Er hat keinerlei höhere Bestimmung als sich zu verausgaben und Material zu liefern. Spezielle Klon-Sorten aus Weiden, Pappeln und Robinien werden regelmäßig bis auf den Boden zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben. Diese Prozedur wird alle 2 bis 10 Jahre wiederholt, bis die Lebensenergie der Bäume erschöpft ist und das Wachstum zu langsam wird, um noch rentabel zu sein. Nach 25 bis 30 Jahren wird die komplette Rodung empfohlen. Die Plantagen gelten daher nicht als Wald, sondern als Äcker, was leicht zu nachbarrechtlichen Problemen führen kann. Denn welcher Anrainer hat eine Freude damit, wenn er von meterhohen Gehölzen umringt wird?

 

Bioethanol

Bio-Ethanol ist ein Ethylalkohol, der meist aus Zuckerrüben und anderen zucker- und stärkehaltigen Pflanzen gewonnen wird. Die Rohstoffe werden fermentiert, destilliert und für die Kraftstoff-Beimischung aufbereitet. E5 und E10 sind Kraftstoffe, die 5% beziehungsweise 10% Bio-Ethanol enthalten. Jedoch nicht alle Fahrzeuge vertragen E10. Um gewöhnliche Benzinmotoren mit Superethanol zu betreiben, der zu 85% aus Bioethanol und zu 15% aus Benzin besteht, sind geringe Anpassungen beim Motor erforderlich.

 

Zuckerrüben-Feld, Foto: Dag Terje Filip Endresen / flickr

Zuckerrüben-Feld, Foto: Dag Terje Filip Endresen / flickr

 

Algen-Kraftstoffe

Die Gewinnung von Kraftstoffen aus Algen ist etwas komplizierter als bei konventionellen Biomasse-Pflanzen. Die Algen werden in offenen Becken oder in geschlossenen Algen-Reaktoren herangezüchtet. Aus kohlenhydratreichen Arten kann zum Beispiel Ethanol gewonnen werden. Weiters ist die Herstellung von Ölen und von Biogas aus Algen möglich. Bis jetzt hat sich diese Form der Energiegewinnung noch nicht durchgesetzt, weil die Herstellungskosten zu hoch sind.

 

Biodiesel

Dieseltreibstoffe mit bis zu 7% Biodiesel-Beimischung (an Tankstellen als B7 erhältlich) sind inzwischen Standard in den EU-Ländern. Biodiesel ist ein Pflanzenöl-Treibstoff, der meist aus Rapsöl gewonnen wird. Die Herstellung von Biodiesel hat eine lange Geschichte, denn sie wurde quasi gleichzeitig mit dem Dieselmotor entwickelt.

 

Pflanzenöl-Kraftstoffe

Autobastler wissen, dass man Diesel-Motoren auch direkt mit Pflanzenöl betreiben kann, wenn man den Motor geringfügig umbaut. Sogar der Einsatz von gefilterten Altölen ist möglich.

 

Biogas

Biogas ist ein nachhaltiger Ersatz für Erdgas und kann nach entsprechender Reinigung in allen Erdgas-Fahrzeugen als Treibstoff zum Einsatz kommen. Das Gas wird aus Pflanzenabfällen gewonnen und ist daher hundertprozentig umweltverträglich. Es sind keine Anbauflächen erforderlich und es gibt auch keine Rückstände, denn beim natürlichen Zersetzungsprozess der Pflanzen wird alles restlos verwertet.

 

 

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Abwärme-Nutzung und Wärmerückgewinnung

Abwärme ist eine Form von Abfall-Energie, die ungenutzt verströmt, wenn wir sie nicht bewusst nutzen. Sofern man kein Gerät dafür braucht, steht sie völlig kostenlos zur Verfügung.

Kaminplatz, Foto (C) Brent Eckley / flickr

Kaminplatz, Foto (C) Brent Eckley / flickr

 

Passive Abwärme-Nutzung ohne technische Anlagen

Als Abwärme-Nutzung kann man jede Form von Mehrfachnutzung von Wärme bezeichnen. Man benötigt nicht unbedingt ein Gerät dafür, sondern nur Bewusstsein und etwas Geschick. Ganz simple Möglichkeiten sind zum Beispiel:

  • Nutzung der Wärme, die beim Kochen entsteht, für die Raumheizung.
  • Nutzung der Abwärme von Glühbirnen für die Raumheizung.
  • Abwärme-Nutzung von Adaptern, PCs, Boilern, Bügeleisen, Kerzen, Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Wärmequellen im Raum.
  • Passive Sonnenenergienutzung durch die Fensterscheiben.
  • Abwärme von Tieren und Mitmenschen und sogar manchen Pflanzen.
  • Nutzung der Abwärme von Fernwärmeübergabe-Stationen für die Temperierung von Trockenräumen im Keller.
  • Heizkosten sparen mit den Wärmeverlusten von geheizten Nachbarwohnungen.
  • Passive Wärmenutzung von Kamin- und Abluftrohren
  • Wärmenutzung, die durch körperliche Bewegung entsteht.
  • Nutzen der eigenen Körperwärme durch warme Kleidung und kuschelige Bettwäsche.
  • Restwärme nutzen beim Backen und Kochen.

Wer schlau ist, ordnet die Sitzplätze in der Nähe von Abwärmequellen an (Kamin, Herd, Sonnenfenster) und muss dadurch weniger heizen. Wenn es der Zeitplan erlaubt, kann man auch eine halbe Stunde bügeln, statt die Heizung aufzudrehen. In kleinen Küchen und Bädern ist es oft so warm, dass man auf eine Zentralheizung verzichten kann und mit gelegentlicher Elektroheizung auskommt, wobei besonders Infrarotstrahler zu empfehlen sind. Da sie nicht die Luft erwärmen, sondern die Oberflächen und die Haut, ist keinerlei Vorlaufzeit erforderlich. Man heizt nur die paar Minuten, die man im Bad steht und schaltet dann wieder aus.

 

Prozesswärme in Unternehmen

Prozesswärme entsteht zum Beispiel als Nebenprodukt von PC-Arbeitsplätzen. In Bäckereien, Profi-Küchen und Druckereien, wo besonders viel Wärme entsteht, lässt sich entsprechend viel Energie zurückgewinnen, die im Sommer für die Warmwasserbereitung verwendet und im Winter für die Heizung von anderen Räumen herangezogen werden kann. Die Wärmeübertragung erfolgt mittels Wärmetauscher. Die Abwärme-Nutzung lohnt sich besonders dann, wenn die Wärme kontinuierlich erzeugt wird.

Dass die Prozesswärme oft nicht genutzt wird, hat damit zu tun, dass Informationen fehlen, die Investitionskosten gescheut werden oder schlichtweg darauf vergessen wird. Wie kommt man überhaupt zu einer Wärmerückgewinnungsanlage? Man kann sich Angebote machen lassen von Fachfirmen, unabhängige Energieberater beiziehen oder öffentliche Energieberatungsstellen aufsuchen. Zur Vorinformation findet man auch viele Informationen im Internet. Wärme-Rückgewinnungsanlagen sind vielfach erprobt und bewährt und es gibt sie in vielen Ausführungsformen. Neue Wärmetauscher-Materialien sind korrosionsbeständig und halten auch auch hohe Temperaturen aus.

Einige Möglichkeiten, überschüssige Wärme nutzbar zu machen:

  • Abluft-Absaugung
  • Wärmetauscher in der Lüftungsanlage
  • Übertragung der Wärme in der Luft auf Wasser mittels Wärmetauscher

 

Umluft-, Frischluft- und Abluftsysteme

In älteren Häusern wird die Abluft direkt ins Freie transportiert, zum Beispiel über Ventilatoren in den Sanitärräumen und über den Dunstabzug in der Küche. Hier handelt es sich um Abluftanlagen, bei denen die in der Luft enthaltende Wärme verloren geht. Bei Frischluft- oder Zuluft-Anlagen, wird die verbrauchte Luft ebenfalls abgeführt, aber die Wärme wird vorher entzogen und auf das Zuluft-Rohr übertragen. Bei Umluft-Systemen wird die Luft nur gefiltert, aber nicht ausgetauscht. Es gibt auch Anlagen, bei denen die Umluft mit Frischluft gemischt wird.

Dunstabzug, Foto (C) Chalon Handmade / flickr

Dunstabzug, Foto (C) Chalon Handmade / flickr

 

Wärmerückgewinnung für den Dunstabzug

In Haushalten ist es vor allem die Lüftung, bei der am meisten Wärme verloren geht. In modernen Passivhäusern, Niedrigstenergie-Häusern und Nullenergiehäusern ist daher eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Je nachdem, ob es sich um eine Frischluft- oder Umluft-Anlage handelt, ist der Dunstabzug integriert oder nicht. Wenn der Dunstabzug nicht eingebunden ist, sollte es sich um einen Umluft-Dunstabzug handeln, um die Lüftungswärmeverluste in Grenzen zu halten. Es gibt jedoch auch eigene Wärmetauscher für Dunstabzüge, zum Beispiel von der Firma Nilan. Sie  stellt gleichzeitig ein Lüftungsgerät für den ganzen Raum dar. Auch die Firma Heindl bietet Wärmerückgewinnungsanlagen für Dunstabzüge. Mit der Abwärme des Dunstabzuges kann die Frischluft vorgewärmt werden. Bei Wärmetauschern (Wärmeübertragern) ist grundsätzlich immer ein zweites Medium erforderlich, auf das die Wärme übertragen wird. Man unterscheidet folgende Prinzipien:

  • Luft – Luft (bzw. Gas – Gas)
  • Luft – Wasser oder Wasser – Luft (bzw. Gas – Flüssigkeit)
  • Wasser – Wasser (bzw. Flüssigkeit – Flüssigkeit)

 

 

 

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Hanf als alternative Medizin, Energiepflanze und Baustoff

Hanf ist eine der vielseitigsten und wertvollsten Pflanzen auf dem Planeten. Sie wurde in China bereits vor 10.000 Jahren angebaut. Neben ihren wunderbaren feinstofflichen Qualitäten liefert sie Rohstoffe für unzählige Produkte.

Hanfsamen (C) Jason Rogers / flickr

Hanfsamen (C) Jason Rogers / flickr

 

Die Legalität von Cannabis ist von der EU nicht geregelt sondern Ländersache. In diesem Artikel geht es nicht um die Verwendung von Hanf als Rauschmittel, sondern um seriöse Verwendungszwecke. Für gesundheitsbewusste Menschen sind Genussmittel aller Art kein Thema, egal ob legal, illegal oder apothekenpflichtig. Wer etwas sucht, um sich zu betäuben oder zu trösten, wird immer etwas finden. Zu den Genussmitteln gehören neben Tabak und Alkohol auch Kaffee, Zucker, Mehlspeisen und vieles mehr, was kurzfristig die Stimmung aufhellt, die Wahrnehmung verändert und das Leben scheinbar leichter macht. Diese Mittel haben Suchtpotential, wirken säurebildend und haben auf einem basenüberschüssigen Ernährungsplan nichts zu suchen. Wegen der berauschenden Wirkung der weiblichen Blüten wird unglaublich viel Wirbel gemacht, so als hätte die Pflanze nichts anderes zu bieten. Die männlichen Pflanzen und der Rest der weiblichen Pflanzen sind völlig harmlos. Der Anbau ist leider streng reglementiert. In Belgien zum Beispiel darf man nur eine einzige Pflanze besitzen, in Kalifornien sind sechs Stück erlaubt. Wer mehr erwerben oder anbauen möchte, braucht eine Sonderbewilligung. Produkte aus Hanf sind meist nur über spezialisierte Händler erhältlich. Aber auch in Bioläden, Reformhäusern und bei Öko-Versandhäusern kann man fündig werden.

 

Medizinische Anwendungen

Die Verwendung von Hanf als Heilmittel hat eine uralte Tradition. Die Pflanze enthält sehr viele Inhaltsstoffe mit pharmazeutischem Wert, die viel zu wenig untersucht werden. Vor allem die Inhaltsstoffe THC und CBD scheinen als Schmerzmittel, Schlafmittel und sogar gegen Krebs zu wirken. In manchen Ländern wie Israel, Österreich, Deutschland, Tschechien und den Niederlanden sind Hanfmedikamente unter ärztlicher Kontrolle zugelassen. In den USA sind bereits über 20 Bundesstaaten zur offenen Legalisierung übergegangen – teilweise nur als Therapiemittel, teilweise auch als Genussmittel. Früher war Cannabis eines der wichtigsten Schmerzmittel überhaupt. Die Liste der Indikationen ist lang und umfasst auch Symptome wie Spasmen, Übelkeit und Migräne.

 

Lebensmittel aus Hanf oder mit Hanf-Bestandteilen

  • Hanfsamen geschält und ungeschält
  • Hanföl
  • Hanftee
  • Hanfmehl
  • Hanf-Aufstriche und Pestos
  • Hanf-Nudeln
  • Hanf-Schokolade
  • Hanf-Milch und Trinkhanf wird aus den Kernen der Hanfsamen gewonnen.
  • Hanfara (Hanfmilchpresskuchen) ist ein Nebenprodukt der Hanf-Milch-Erzeugung mit 30% Eiweiß und 6% Fett. Es eignet sich als Backzutat für Kekse, Brot und Kräcker.
  • Hanf-Proteinpulver mit 50% Eiweiß gehört zu den wertvollsten pflanzlichen Protein-Quellen.

 

Pflege- und Reinigungsprodukte

  • Körperpflege-Cremes
  • Badezusätze
  • Hautöle und -Lotions
  • Duschgels und Shampoos
  • Waschmittel und Reiniger auf der Basis von Hanf-Tensiden

 

Hanf-Produkte für Tiere und Pflanzen

Hanf-Schäben nennt man den Holzanteil im Stängel, der nach der Fasergewinnung übrig bleibt und zu Häcksel verarbeitet wird. Getrocknete Schäben sind sehr saugfähig und hygienisch, sowie als Gartenmulch und Tiereinstreu geeignet. Hanfmulch soll sogar gegen Schnecken wirken.

  • Hanfschrot und Hanf-Leckerlis als Tierfutter, vor allem für Hunde und Pferde
  • Hanf-Mulch und Hanf-Kompost

 

Hanfgarn

Textilien aus Hanfgarn sind besonders reißfest und dreimal so strapazierfähig wie Baumwolle. Das Material ist auch als biologischer Leder-Ersatz für vegane Schuhe und Taschen geeignet.

  • Kleidung
  • Schuhe und Einlegesohlen
  • Socken
  • Seile
  • Möbelbezüge
  • Taschen, Rucksäcke und Beutel
  • Futons und Matratzen
  • Dichtungshanf für technische Abdichtungen
  • Nussmilchbeutel

 

Hanfgarn, Foto (C) Tara S / flickr

Hanfgarn, Foto (C) Tara S / flickr

 

Papier und Baustoffe

  • Für die Dämmstoff- und Papier-Herstellung werden Hanf-Fasern verwendet. Hanfpapier ist besonders haltbar und griffbeständig. Es ist unter anderem für Banknoten, Bibeln und wichtige Dokumente geeignet.
  • Hanfstroh ist in Form von Quarder- und Rundballen im Handel.
  • Dämmwolle aus Hanf.
  • Hanf-Dämmplatten sind schwer brennbar und in verschiedenen Stärken erhältlich. Sie werden als Wärmedämmung, Trittschalldämmung und Schalldämmstoff eingesetzt.
  • Hanfziegel und -Bretter bestehen aus Hanfschäben, die mit Kalk oder Zement gemischt sind.

 

 

Industriehanf und Energiegewinnung aus Hanf

Energiepflanzen werden speziell zur energetischen Nutzung angebaut. Hanf könnte neben Mais, Raps, Sonnenblumen, Zuckerrüben, Elefantengras und Topinambur zu den wichtigsten Energiepflanzen zählen, wird aber wegen der Anbaueinschränkungen kaum genutzt. Die Pflanzen wachsen sehr schnell und brauchen nur 100 Tage bis zur Erntereife. Sie benötigen keine Pestizide und verbessern den Boden. Durch die verholzenden Stängel entsteht viel Biomasse, die zum Beispiel in Biogasanlagen verwendet werden kann. Der nachwachsende Rohstoff ist sehr anspruchslos und könnte daher an vielen Orten regional angebaut werden kann.

 

 

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Effizienter kommunizieren

Gespräche nehmen oft sehr viel Zeit in Anspruch und führen doch zu nichts. Auch mit sozialen Netzwerken kann man Stunden verplempern, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr!

Foto (C) PR Fundsachen / flickr

Foto (C) PR Fundsachen / flickr

 

In Sachen Kommunikation Tipps zu geben, ist grundsätzlich nicht einfach, weil jeder seinen eigenen Kommunikationsstil hat, der eng mit seiner Art zu denken verbunden ist. Am besten lernt man durch Nachahmung und eigene Erfahrung. Wer seine Kommunikation verbessern möchte, sollte daher in erster Linie MEHR kommunizieren. Mit möglichst verschiedenen Menschen und auch schwierige Situationen nicht scheuen. Jeder hat seine kommunikativen Schwächen. Es gibt wohl kaum jemanden, der jederzeit mit jedem klarkommt und sich auch von heftigen Attacken nicht aus der Ruhe bringen lässt. Es gibt fürwahr sehr schwierige Gesprächspartner. Auch viele kranke Menschen mit geistigen Einschränkungen. Alkoholiker, Depressive, Demente und Traumatisierte. Leute aus völlig fremden Schichten und Kulturkreisen. Extreme Charaktere von total schüchtern bis komplett aufdringlich, unbehaglich verstockt und erschreckend laut.

 

Nachfolgend ein paar allgemeine Regeln, die die Kommunikation erleichtern können:

 

1) Nichts persönlich nehmen. Auch dann nicht, wenn man mit Namen, mit „Du“ oder „Sie“ angesprochen wird und alle möglichen Behauptungen mit der eigenen Person verbunden werden. Das was andere von mir denken oder sich ausmalen ist einzig und allein ihre Geschichte und nicht meine. Man muss niemanden aufklären oder zurechtweisen. Jeder darf sich einbilden, was er will. Ich muss niemandem MEINE Wahrheit und Perspektive näher bringen oder ihn gar davon überzeugen.

 

2) Nur antworten, wenn es überhaupt Sinn macht, auf eine Frage einzugehen. Denn viele Fragen sind so gestellt, dass sie für den Gefragten ohne Belang sind. Es zahlt sich nicht aus, auf eine Themenstellung einzugehen, die nur im Kopf des Fragestellers existiert.

 

3) Nur fragen, wenn man wirklich für alle Varianten von Antworten offen ist. Nicht fragen, wenn man nur eine Bestätigung möchte oder etwas Bestimmtes NICHT hören möchte.

 

4) Schweigen ist oft Gold. Wenn man merkt, dass die Wellenlänge überhaupt nicht passt oder jemand mit Projektionen daher kommt, kann es besser sein, den Mund zu halten.

 

5) Direkt und klar kommunizieren. Um etwas zu erreichen, was man möchte, ist es oft am besten, wenn man es deutlich ausspricht und bei jeder Gelegenheit wiederholt. Zielbewusst und bestimmt, auch gegen Widerstände, aber ohne jeden Druck. Nur wenn die direkte Art zu gewagt erscheint, sollte man sich herantasten.

 

6) Gedanken lesen. Das kann natürlich keiner, aber es ist von großem Vorteil, wenn man genau zuhört und ein Gefühl dafür bekommt, wie der Gesprächspartner tickt. Nur wer viel zuhört, erfährt viel!

 

7) Die Redezeit einschränken. Man muss nicht länger zuhören als man den Text interessant findet. Wenn das Gegenüber auf Signale des Desinteresses nicht reagiert, ist es legitim, ihn zu unterbrechen oder das Gespräch überhaupt zu beenden. Ob das nach 3 Minuten oder erst nach 30 Minuten passiert, ist egal. Auch im Internet muss man nicht jeden Artikel zu Ende lesen und jedes Video bis zur letzten Minute anhören.

 

8) Für Stimmung sorgen. Viel wichtiger als der Inhalt ist oft die Art, wie man etwas sagt und wie man es mit Gesten untermalt. Freundlichkeit und Humor kommen meistens gut an, können aber auch ungünstig sein, wenn es etwas zu sagen gibt, was eine ernste Miene erfordert.

 

9) Nur das aussagen, was der andere gerade wissen muss, um zu verstehen. Ohne Umschweife und lange Erklärungen. Egal, ob es sich um sachliche Informationen oder Mitteilungen über Gefühle handelt.

 

10) Ablenkungen unterbinden. Täglich erleben wir unzählige Versuche, uns von dem abzubringen, was wir tun wollen. Überall lauern Leute, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Das sollen wir uns ansehen, mit dem ein paar Worte wechseln, hier noch ein Spielchen spielen, dort noch beitreten. Netzwerkepflege ist nett, wenn man Zeit hat, aber nicht zielführend, wenn man etwas auf die Reihe bekommen möchte.

 

11) Keine komplexen Themen am Telefon besprechen. Inhalte mit vielen Zahlen und Fachausdrücken kommuniziert man am besten schriftlich. Was man sich im Kopf nicht merken kann, gehört auf ein Papier (oder auf den Bildschirm).

 

12) Auf den Punkt kommen. Bevor man ein Gespräch beginnt, sollte man wissen, was man überhaupt will. Die Anzahl der Gesprächsziele sollte so überschaubar sein, dass man sie nicht aus den Augen verliert. Zur Sicherheit hilft ein Stichwortzettel!

 

13) Nicht spekulieren. Was man nicht weiß, muss man abklären. Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit Vermutungen aufzuhalten.

 

14) Keine Meetings ohne Vorbereitung. Zu jeder Besprechung gehört eine „Tagesordnung“, die den Teilnehmern vorher bekannt gegeben wird. Personen, die nicht wichtig sind oder nichts dabei verloren haben, kosten nur Zeit.

 

15) Die Erreichbarkeit einschränken. Es gibt keine Pflicht, sich jederzeit anreden zu lassen, egal ob telefonisch, persönlich oder per Email. Man muss nicht mal Briefe aufmachen, wenn der Absender uninteressant ist. Vor allem in der Großstadt ist es nicht möglich, auf alles einzugehen, was rundherum passiert. Um in Ruhe gelassen zu werden, hilft eine klar distanzierte Körpersprache.

 

Foto (C) Hamza Butt / flickr

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Duschen und Baden, Vor- und Nachteile

Sind die allgegenwärtigen Glas-Duschen ein Modetrend oder ein echter Wellness-Fortschritt? Was ist angenehmer, nützlicher, preiswerter, platzsparender, gesünder für die Haut und besser für die Umwelt?

 Foto (C) Irmgard Brottrager

Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Für viele stellt sich diese Frage gar nicht, weil es gar keine Wanne in der Wohnung gibt. Der Trend ist also eindeutig. In der Früh muss es schnell gehen. Für Wannenbäder haben berufstätige Menschen keine Zeit. Und wenn mehrere Personen Schlange stehen vor dem Badezimmer, muss jeder binnen 15 Minuten fertig sein. Wannen benötigen außerdem mehr Platz. Obwohl das heute nicht mehr stimmt, denn die Duschen sind viel größer geworden und Wannen gibt es auch im Kleinformat. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich wohl vielmehr um einen Modetrend als um einen funktionellen Vorteil. Denn billig sind die allgegenwärtigen Vollglas-Duschen ja auch nicht gerade. Um das Geld bekommt man schon eine SEHR schicke Wanne, in der man zusätzlich noch duschen kann.

 

Was ist gesünder für die Haut?

Das Reinigungsprinzip beim Duschen und Baden ist grundsätzlich sehr unterschiedlich. Beim Duschen wird etwas fortgespült, meist unter Zugabe von austrocknenden Duschgels. Auch wenn man sich mit purem Wasser abbraust, ist Duschen energetisch gesehen ein Loslösungsprozess. Manche stellen sich zusätzlich vor, wie alles von ihnen abperlt, was sie stresst oder belastet. Wasserfall-Duschen wecken vielleicht romantische Visionen, aber das Leitungswasser ist nun mal kein klarer Gebirgsbach voller Mineralien und negativer Ionen. Duschen kann erfrischen, und wenn das Wasser heiß ist, auch erwärmen. Es hilft beim Wachwerden und kurbelt die Durchblutung an. Die Brause-Armatur ist außerdem unentbehrlich beim Haarewaschen. Früher hat man die Haare im Waschbecken waschen können, aber die modernen Armaturen sind zu niedrig, um irgendwas darunter zu bekommen außer Hände. Welchen Sinn diese mickrigen Wasserhähne haben, ist bis heute nicht geklärt. Trotzdem werden sie überall angeboten und auch gekauft.

Wannen bieten die Möglichkeit, die Haut nicht nur abzuwaschen, sondern ihr auch etwas hinzuzufügen. Zum Beispiel Mineralien in Form von Basenbädern. Oder Düfte durch Zugabe von ätherischen Ölen. Auch kurmäßige Anwendungen, zum Beispiel mit Tonerde, sind möglich. Wannenbäder können eine Wohltat sein nach langen Reisen oder anstrengenden Tätigkeiten. Sie fördern mehr die Entspannung, wirken beruhigend und einschläfernd. Allerdings liegt man beim Baden im eigenen Sud während man beim Duschen nur mit frischem Wasser in Berührung kommt. Wer ohne kurzes Abbrausen aus der Wanne steigt, wird sich aufgequollen, aber nicht gereinigt fühlen.

 

Was ist besser für die Umwelt?

Duschen brauchen eindeutig weniger Wasser, glauben die meisten. Das stimmt aber nur, wenn man nicht länger als zehn Minuten duscht. Für drei Minuten werden zirka 40 Liter Wasser benötigt, während eine Wanne zirka 120 Liter verschlingt. Und wer sagt denn, dass man die Wanne randvoll machen muss? Kleinere Wannen mit 150 bis 160 cm Länge und Sitzwannen sind nicht verschwenderischer als große Duschen mit vielen Düsen. Bei Whirlpools und XL-Badewannen muss auch der Boiler entsprechend dimensioniert sein. Ist es sinnvoll, ständig so viel Warmwasser bereit zu halten, das nur selten gebraucht wird? Andererseits: Eine Wanne kann man eventuell auch zu zweit benutzen, was wiederum Wasser spart.

 

 Foto (C) Irmgard Brottrager

Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Warum nicht beides?

Was spricht eigentlich dagegen, Duschen und Badewannen zu kombinieren? Mit Sicherheit wenig, denn die meisten Wannen-Besitzer praktizieren das sowieso. Das einzige Problem ist, dass es wenig schöne Angebote gibt am Markt. In der Praxis hat man eine Badewanne mit flexibler Dusche-Armatur und einen Vorhang als Spritzschutz. Das sieht halt nicht ganz so toll aus wie eine Nurglas-Dusche mit Wasserfall-Brause, die zwar den Kopfscheitel sauber hält, aber unten herum nicht zur Sache kommt. In manchen Trend-Duschen sind auch seitlich Düsen eingebaut, aber da sie nicht höhenverstellbar sind, ist der Nutzen ziemlich fragwürdig. Vor allem langhaarige Menschen haben keine Lust, täglich wie ein begossener Pudel aus der Kabine zu steigen. Wenn genug Platz im Badezimmer ist, kann man sowohl eine Wanne als auch eine Dusche einbauen. Ansonsten lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man beide Funktionen mit gutem und sinnvollem Design vereinen kann. Bei Glasduschen ist zu bedenken, dass man sie nach jedem Gebrauch reinigen muss, damit die tolle Optik erhalten bleibt. Und ist die Transparenz wirklich von Vorteil? Ältere Menschen haben meist andere Sorgen als sich möglichst sexy zu zeigen. Für sie steht eher die Sicherheit im Vordergrund: Wie gelangt man überhaupt in das Gehäuse, ohne auszurutschen und hinzufallen? Nicht alles, was im Trend liegt, macht das Leben besser!

 

 

 

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Schlafzimmer-Einrichtung in großen Altbauräumen

In 90% der Fälle hat man bei Planungen mit Platzmangel zu kämpfen, doch es gibt auch Wohnungen, die fast zu groß sind. Um sie bis in die letzte Ecke mit Leben zu füllen und auch gemütlich zu machen, sind Ideen gefragt.

Blick Richtung Wohnzimmer, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick Richtung Wohnzimmer, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Die Planung beginnt bei der Aufteilung der Räume und Zuordnung von Funktionen. Bei der hier vorgestellten Umgestaltung einer Altbauwohnung in der Obersteiermark kam das Elternschlafzimmer im ehemaligen Wohnzimmer zu liegen und ein Kinderzimmer im ehemaligen Elternzimmer. Die früher kleinen Kinderzimmer wurden zu einem neuen großen Wohnraum zusammengefasst. Die Ruheräume sind jetzt alle nordseitig angeordnet und deutlich größer als notwendig. Nun galt es, die vielen Quadratmeter mit Leben zu füllen – aber nicht mit Überfülle, sondern mit einer reduzierten Formensprache.

 

XXL-Familienbett und Kinder-Sprungmatte

Am größten ist das Elternschlafzimmer mit üppigen 37 Quadratmetern. Die jungen Bauherren wünschten sich ein XXL-Familienbett, in dem auch die drei Kleinkinder Platz haben. Da Matratzen und Bettwäsche nicht in unbegrenzter Breite erhältlich sind, entschied man sich für eine 240 cm breite Bettstatt, die von einer Tischlerei angefertigt wurde und zwei Matratzen mit je 120 Zentimetern umfasst. Der Spalt zwischen den Matratzen wird mit einem Ritzenfüller (auch „Liebesbrücke“ genannt) überwunden. Spannlaken gibt es bis 220 Zentimeter Breite, die sich auf 240 Zentimeter dehnen lassen. Die Kinder haben sehr schnell noch weitere Qualitäten des Maxi-Bettes entdeckt. Sie klettern mit Vorliebe über die Nachtkästchen auf die Truhen hinter dem Betthaupt, um von dort auf die Matratzen zu springen. Was gibt es auch Schöneres als zu dritt im Bett herum zu hüpfen?

Blick Richtung Fensterwand, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick Richtung Fensterwand, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Reichlich Stauraum hinter dem Bett und in zwei Ankleide-Kabinen

Da nicht nur im Bett, sondern auch rund um das Bett herum genug Platz ist, wurde hinten und seitlich ein schöner Verbau gemacht mit hölzernen Truhen, die zugleich als Lehnen dienen. Die niedrigeren Nachtkästchen sind genau eingepasst und auf die Gliederung des angrenzenden Schrankraumes abgestimmt. Ein zweiter Schrankraum befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite. Beide sind U-förmig mit Ablagen eingerichtet und bieten jede Menge Platz für Kleidung und Wäsche. Zur Belichtung dienen umlaufende Oberlicht-Bänder aus Glas, die an der Ecke rahmenlos ausgeführt wurden. Die Buchenholz-Wände sind weiß lasierend geölt – so wie alle neuen Einbaumöbel in der Wohnung. Die Erschließung erfolgt über je eine doppelflügelige Schiebetür. Der kurze Gang, der sich zwischen den beiden Kabinen bildet, ist leicht konisch geformt, so dass der Raum sich zum Bett hin weitet, wenn man von Wohnzimmer kommt. Eine weitere Tür führt zum benachbarten Kinderzimmer und weiter zum Badezimmer, wenn man nicht über das Wohnzimmer gehen möchte. Diese Tür wird auch genutzt, wenn die Kinder von ihren eigenen Bettchen ins Familienbett schlüpfen.

Blick hinter das Elternbett, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick hinter das Elternbett, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Persönlicher Schreibplatz zum Festhalten von Träumen und Wünschen

Der Elternschlafraum beherbergt noch eine dritte Funktion. Und zwar wurde gegenüber vom Bett ein langer Schreibtisch samt Oberschrank eingebaut. Dieser Platz ist nicht zum Arbeiten gedacht, sondern für Konzeptionen und private Korrespondenz. In der Nacht hat man ja oft die besten Einfälle, die man zu Papier bringen möchte. In den Kästchen über dem Tisch befinden sich unter anderen Accessoires und Modeschmuck-Sachen. Statt vorstehenden Griffen sind überall ovale Griffmuscheln eingelassen. Das alte Eichenparkett wurde belassen, neu abgeschliffen und geölt.

Blick hinter das Elternbett, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick hinter das Elternbett, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Team 7 – Vollholzmöbel für die Kinder

Das größere der beiden Kinderzimmer misst 28 Quadratmeter und war schon immer so groß. Derzeit ist es mit zwei Kinderbettchen und einem breiteren Bett bestückt. Das zweite Zimmer wird als Mehrzweckraum genutzt. Die umweltbewussten Bauherren entschieden sich, ihre alten Vollholzmöbel vom „Team 7“ weiter zu verwenden. Nachdem sie eigenhändig abgeschliffen und frisch geölt wurden, sehen sie wieder aus wie neu und werden von den Kindern bestens angenommen. Aber auch das runde Milchglas-Fenster in der Wand zur Diele begeistert die Kleinen. Es ist hauptsächlich zur indirekten Belichtung der fensterlosen Diele gedacht, dient nun aber auch als Dämmerlicht für das Kinderzimmer.

 

 

 Blick Richtung Diele, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager


Blick Richtung Diele, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick in ein Kinderzimmer, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

Blick in ein Kinderzimmer, Raum(mit)gestaltung + Foto (C) Irmgard Brottrager

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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