Ganzjährig Wohnen auf Rädern in Wohnwägen und Wohnmobilen

Sie sind Fahrzeuge und Unterkünfte in einem. Und bieten Aussteigern eine komfortable Art, allen gesellschaftlichen Normen und Pflichten davonzufahren, frei herumzureisen und ein modernes Nomaden-Leben zu führen.

Auch Hausboote sind eine Form von mobilen Behausungen, Foto (C) Angel Ganev / flickr

Auch Hausboote sind eine Form von mobilen Behausungen, Foto (C) Angel Ganev / flickr

 

Normalerweise werden sie nur zur Urlaubszeit in Betrieb genommen, angemietet oder ausgeborgt. Viele Menschen, die sich nach einem einfacheren Leben mit weniger Arbeit und mehr Freizeit sehnen, kommen auf die Idee, ihre festen Wohnsitze abzumelden, das Inventar zu reduzieren und in ein Wohnmobil umzusteigen. Neben dem Trend zum „Tiny House“ (winzige Häuschen in Gartenhaus-Größe) sind auch Wohnwägen eine Möglichkeit, minimalistisch zu wohnen und gleichzeitig mobil zu sein. Immer mehr Singles, Pensionisten, Paare und Kleinfamilien berichten in Netzwerken wie Youtube und Instagram über ihre Abenteuer mit Camping-Fahrzeugen. Sie stehen ein paar Wochen hier und ein paar Monate da, fahren quer durch Europa und haben oft auch Kinder an Bord, die sie selbst unterrichten und somit aus dem Schulsystem heraushalten.

 

5 verschiedene Fahrzeug-Typen

  1. Wohnwägen sind einachsige PKW-Anhänger ohne Motor. Der PKW kann auch ohne Anhänger benutzt werden, um die Gegend zu erkunden.
  2. Wohnmobile sind luxuriösere Fahrzeuge mit integriertem Führerhaus, zwei Achsen und Längen bis über zehn Metern. Hier ist insgesamt mehr Platz vorhanden als in einem Anhänger-Wohnwagen, aber die Mobilität ist eingeschränkter.
  3. Schmale Tiny-House-Anhänger, meist aus Holz oder alternativen Baustoffen. Sie sind für einen längeren Aufenthalt gedacht.
  4. Umgebaute alte Busse und andere Sonderanfertigungen mit individueller Ausstattung.
  5. Hausboote, wie sie in den Niederlanden und vielen anderen Hafengegenden üblich sind.

 

Modernes Wohnmobil mit Fahrradträger, Foto (C) Marco Verch / flickr

Modernes Wohnmobil mit Fahrradträger, Foto (C) Marco Verch / flickr

 

Vorteile:

  • Ganzjähriges Urlaubsgefühl.
  • Es gibt keine ungemütlichen Jahreszeiten, denn man kann sich immer dort aufhalten, wo es gerade am schönsten ist.
  • Die beschränkte Fläche im Fahrzeug wird erweitert durch die Freiflächen im Außenraum und die Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung.
  • Der Haushalt macht wenig Arbeit, denn es gibt nicht viel zu putzen.
  • Fahrräder und Sportgeräte können mitgeführt werden.
  • Es ist insgesamt viel mehr Gepäck möglich verglichen mit Reisen mit dem Flugzeug oder PKW.
  • Kein Übernachten in teuren und unpersönlichen Hotelzimmern.
  • Keinerlei Bindung an einen Ort. Umdisponieren ist jederzeit möglich.
  • Es gibt keine nervigen Nachbarn, denen man nicht davonfahren könnte.
  • Die Wohnungskosten sind geringer als in einer Mietwohnung.
  • Keine Wartezeiten auf öffentliche Verkehrsmittel.

 

 Nachteile:

  • Es gibt keinen Garten und daher auch keine Anbaumöglichkeiten.
  • Die Küche ist winzig und bietet wenig Lagerflächen für Lebensmittel.
  • Kaum Gestaltungsmöglichkeiten bei der Einrichtung.
  • Sehr beschränkter Stauraum für Kleidung und Hausrat.
  • In vielen Ländern ist freies Campieren nur kurz oder gar nicht erlaubt.
  • Die Kosten können beachtlich sein. Die Investitionen für ein komfortables Wohnmobil sind nicht zu unterschätzen und auch die Stand-Mieten auf den Campingplätzen sind nicht zu vernachlässigen. Wer mehr als ein Jahr lang unterwegs ist, wird wahrscheinlich kein Fahrzeug mieten wollen, sondern ein „Eigenheim“ bevorzugen.
  • Die Fahrzeug-Ausstattung besteht üblicherweise aus Kunststoffen.
  • Große, sperrige Fahrzeuge können auf normalen Parkplätzen nicht parken.
  • Wenig Privatsphäre und beschränktes Sozialleben.
  • Gefahr, dass einem trotz aller Freiheit die Decke auf den Kopf fällt.
  • Der Aufbau von Nachbarbeziehungen und langfristigen sozialen Bindungen ist kaum möglich.

 

Digitale Nomaden, pensionierte Paare und andere mobile Wohntypen

Ob jemand glücklich wird mit einem Wohnmobil oder nicht, hängt wohl hauptsächlich vom Sozialleben ab. Familien mit älteren Kindern und Teenagern, die nicht mehr gerne in einem Bett schlafen, sondern mehr Abstand und Eigenleben möchten, werden es in dem engen Gehäuse kaum aushalten. Auch Paare, die über die Flitterwochen hinaus sind, können einander schnell auf die Nerven gehen, wenn es keinerlei Rückzugsmöglichkeiten gibt. Manche behelfen sich mit zusätzlichen Zelten, um eine gewisse räumliche Separierung zu schaffen. Das Wohnen auf Rädern ist eine schöne Lösung für Freigeister, die wirklich unterwegs sein wollen und offen sind für neue Bekanntschaften. Solange die Kinder noch klein sind, kann das mobile Wohnen eine gute Alternative sein, um dem Nähe-Bedürfnis der Kleinen gerecht zu werden. Für Familien ist Campen meist nur eine Wohnform für eine gewisse Zeit – auch wenn es mehrere Jahre dauert. Für minimalistische und abenteuerlustige Singles mit ortsunabhängigen Berufen ist langjähriges Dauerreisen eher geeignet.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Atem ist Lebensenergie

… und versorgt nicht nur unsere Zellen mit Sauerstoff, sondern kann auch das Bewusstsein verändern. Es gibt unzählige Atmen-Techniken für alle möglichen Zwecke, von denen man wenigstens einige kennen sollte.

Foto (C) SPT Photographe (seanthibert.com) / flickr

Foto (C) SPT Photographe (seanthibert.com) / flickr

 

Rund 20.000 Atemzüge macht ein Mensch pro Tag. Das geschieht ganz von selbst und wir denken selten darüber nach. Dabei kann man mehr falsch machen, als man glauben möchte. Folgende Fehler kommen häufig vor und können zu energetischen Nachteilen führen.

 

  • Zu flache Atemzüge, vor allem bei Angst und Stress
  • Atmung in den Brustkorb statt in den Bauch
  • Das Ausatmen erfolgt nicht entspannt, sondern mit Druck
  • Es wird mehr eingeatmet als ausgeatmet
  • Abgeknickte oder eingeschnürte Körpermitte
  • Unregelmäßige Schnapp-Atmung mit langen Pausen
  • Regelmäßige Pausen zwischen Ein- und Ausatmung
  • Ungleichgewichte zwischen Einatmen und Ausatmen
  • Einatmen durch den Mund
  • Röcheln und Schnarchen mit Aussetzern

 

Bewusstes Atmen

Normalerweise atmet man durch die Nase ein und aus. Da der Atem der Aufmerksamkeit folgt, ist es nicht günstig, sich auf die Nase zu konzentrieren, sondern man atmet am besten „mit dem Bauch“ ein und aus, so dass die Luft von selber nachströmt. Dies setzt voraus, dass sich der Bauch frei bewegen kann und nicht durch enge Kleidung behindert wird. Um die Ausatmung zu verstärken, zum Beispiel beim Sport, kann man auch durch den Mund ausatmen. Das Einatmen sollte immer durch die Nase erfolgen.

 

Verbundenes Atmen

Das verbundene Atmen ist die Atmung, wie Kleinkinder sie praktizieren und alle offenherzigen Menschen, die sich gegen keine Erfahrung sträuben. Sie wird auch Rebirthing genannt – was daher kommt, dass man sich nach einer Therapie-Sitzung wie neugeboren fühlt. Verbundenes Atmen bringt verdrängte Emotionen in Gang und führt ganz allgemein zu einer intensiveren Wahrnehmung. Wenn wir etwas Unangenehmes erleben, neigen wir nämlich dazu, den Atem anzuhalten, um das Leidige weniger zu spüren. Man atmet sanft und so lange wie möglich durch die Nase ein und übergangslos wieder aus, ohne Pause. Das Einatmen erfolgt aktiv, das Ausatmen hingegen ist ein passives Loslassen. Verbundenes Atmen kann eine bewusste Atemtechnik sein, aber auch zur Gewohnheit werden.

 

Die Chi-Atmung

… ist eine chinesische Atem-Technik, damit die Energie im Körper zirkulieren kann.

Das Einatmen erfolgt durch die Nase, wobei die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne gelegt wird. Ausatmen durch den leicht geöffneten Mund, wobei die Zungenspitze hinter die unteren Schneidezähne gelegt wird. Dabei werden zwei wichtige Meridiane verbunden, nämlich das Konzeptionsgefäß und das Lenkergefäß. Es gibt auch Atem-Varianten, die entweder eine ausleitende oder eine aufbauende Wirkung haben.

 

Holotropes Atmen

Mit dieser Technik nach Stanislav Grof wird ein erweiterter Bewusstseinszustand erreicht. Erinnerungen an unbewusste Inhalte können hochkommen. Oft lösen sich Traumata, die mit der eigenen Geburt zu tun haben. Neben biografischen Erinnerungen sind auch transpersonale Wahrnehmungen von Zusammenhängen möglich, die über den irdischen Radius hinausgehen. Die gesamte Prozedur dauert zirka 3 Stunden und sollte nicht allein, sondern mit einem geschulten Therapeuten erfolgen – am besten in einer Gruppe und mit spezieller Musik. Die Atmenden liegen entspannt auf dem Rücken, mit Augenbinden und kleinen Kissen unter den Köpfen. Nach einer Einleitungsphase mit Trommeln wird die Atmung langsam schneller und tiefer, bis ein vorgegebener Rhythmus erreicht ist. Jeder Atmende bekommt einen „Sitter“, der daneben sitzt, aufpasst und kleine Hilfsdienste leistet.

 

 

 

Der Feuer-Atem

„Breath of Fire“ ist eine Yoga-Übung, die das innere Feuer aktiviert. Sie bringt schnell Energie, macht einen klaren Kopf, vitalisiert und erfrischt, macht wach und präsent. In aufrechter Körperhaltung (Stehen oder Sitzen) hintereinander schnell und tief einatmen durch die Nase in den Bauch, einmal kräftig ausatmen. Ohne Unterbrechung wiederholen, so dass eine Luft-Pumpe mit fließendem Rhythmus entsteht. Diese Technik bewirkt eine spürbare Veränderung im Kopf und ist besonders geeignet als Kaffee-Ersatz in der Früh oder in der Mittagspause.

 

 

 

Entspannendes Atmen

Während bei energetisierenden Techniken das Einatmen betont wird, ist zum Entspannen die Ausatmung wichtiger. Sie sollte kräftig und laut erfolgen, eventuell mit Seufzen und Gähnen begleitet, aber ohne Druck. Der Körper ist entspannt, wenn er sich in den Aus-Atemstrom fallen lassen kann. Man kann die Ausatmung verlängern oder durch den Mund ausatmen und sich vorstellen, dass man eine Pusteblume anbläst.

 

Meditatives Atmen

Beim meditativen Atmen geht es weniger um den Atem selbst, als um das Ankommen im Hier und Jetzt. Die Atmung wird genau beobachtet, egal wie sie ist, ohne aktives Denken. Falls Gedanken, Gefühle oder Bilder aufsteigen, bleibt man in der Beobachterrolle und kehrt mit der Aufmerksamkeit immer wieder zum Atem zurück.

 

Therapeutisches Atmen

… ist eine Form von meditativem Atmen, wobei bewusst in verspannte oder schmerzhafte Bereiche geatmet wird. Man kann grundsätzlich überall hin atmen, wo man die Energie im Körper haben möchte, nicht nur in den Lungenraum und in den Bauch.

Kräftiges Atmen kurbelt die Entgiftung an, denn mit der Ausatmung ist eine wichtige Ausscheidungsfunktion verbunden. Das verstärkt aufgenommene Prana über den Luftstrom kann dazu führen, dass man weniger essen muss. Nur wenn der Atem gut fließt, sitzt auch die Stimme locker und die Worte kommen uns ohne Anstrengung in den Sinn. Der Atem verbindet uns mit den feinstofflichen Welten und mit allem, was lebt (und ebenfalls atmet).

 

Atembeschwerden als Symptom

Schluckauf bedeutet, dass man sich zu sehr hetzt und Ruhe genehmigen sollte.

Niesen ist eine heftige Abwehr- und Entgiftungsreaktion, gemischt mit unterdrückter Wut.

Asthma kann darauf hindeuten, dass ein Mensch mehr nehmen will als geben.

Nasenbluten kann ein Zeichen sein, dass sich jemand bedroht fühlt.

Eine verstopfte Nase kann folgende Bedeutungen haben:

  • Abgrenzung und Rückzug von der Außenwelt
  • Mitmenschen werden auf Distanz gehalten
  • Die Nase voll haben von etwas oder jemandem
  • Versteckte Verteidigung des eigenen Reviers

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

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Wie empfehlenswert sind Elektro-Autos?

Kann Strom sauberer sein als der Kraftstoff, aus dem er gewonnen wird? Solange die Stromerzeugung auf fossilen Rohstoffen basiert, wohl kaum! Wenn wir allerdings 100% Ökostrom erzeugen, sind E-Autos eine Option.

Foto (C) Thomas Quine / flickr

Foto (C) Thomas Quine / flickr

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Was neu ist und sauber klingt, ist nicht automatisch besser. Mit derzeitigem Wissensstand ist keine Kauf-Empfehlung möglich. Als Taxis, Leihautos, Busse und in anderen Fuhrwerk-Betrieben mögen E-Fahrzeuge OK sein – vor allem für das Image. Das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg kam zu dem Ergebnis, dass die Öko-Gesamtbilanz von E-Autos nicht viel besser ausfällt wie bei konventionellen Benzin- und Diesel-Autos. Nur wenn der Anteil an Ökostrom steigt, sind Vorteile zu erwarten. Auch Rechnereien über die Rentabilität von E-Autos führen zu keinem positiven Ergebnis. Wie so oft (Atomkraft, Energiewende, Solarförderung, CO2-Reduktion) werden energie-politische Weichen gestellt, ehe die Probleme überhaupt erfasst und gelöst sind. Hauptsache, es werden wieder viele neue Autos verkauft und auch die Schrott-Wirtschaft darf sich freuen.

 

Argumente gegen Elektroautos

  1. Es ist unökologisch, Autofahrer zu Neukäufen zu drängen oder sogar zu zwingen, und Fahrzeuge, die noch funktionieren, zu verschrotten.
  2. Es ist nicht erwiesen, dass E-Autos eine bessere Klimabilanz aufweisen als herkömmliche Fahrzeuge.
  3. Der Strom kommt immer noch hauptsächlich aus Kohle- und Gaskraftwerken.
  4. Es ist nicht erwiesen, sondern äußerst umstritten, dass sich CO2 schädlich auf das Klima auswirkt.
  5. Es geht viel Energie verloren durch die Bereitstellung des Stroms (der bekanntlich nicht lagerfähig ist wie ein Kanister Benzin) und die Entladung der Batterien.
  6. Die Herstellung der Lithium-Akkus braucht so viel Energie, dass ein normales Auto 20.000 bis 40.000 km damit fahren kann.
  7. Die teuren Akkus halten nicht lange, sondern müssen nach zirka 8 Jahren oder 160.000 Kilometern ausgetauscht werden. Sie kosten so viel wie ein herkömmlicher Gebrauchtwagen (6.000 bis 7.000 €).
  8. Der Akku ist mehrere hundert Kilo schwer, weshalb der Motor umso stärker sein muss.
  9. Der Akku ist temperaturempfindlich, weshalb man das Auto nur in einer Garage abstellen sollte.
  10. Die Reichweite ist mit zirka 200 Kilometern begrenzt.
  11. Erste Hilfe bei Unfällen kann wegen der Hochspannung lebensgefährlich sein.
  12. Bei Zusammenstößen von Autos mit feuergefährlichen Akkus kann es zu Bränden kommen.
  13. Autofahren wird wegen der hohen Kosten zu einem exklusiven Sport für die Oberschicht.
  14. Je weniger ein E-Fahrzeug verwendet wird, umso weniger rentiert es sich.
  15. Private Schnell-Ladestationen kosten zirka 30.000 Euro und sind somit für die meisten Haushalte unerschwinglich.
  16. Die Ladezeit an normalen Steckdosen dauert bis zu 14 Stunden. An öffentlichen Ladesäulen steht man zirka ein bis vier Stunden und mit dem „superschnellen“ Tesla-Supercharger dauert der Vorgang immer noch 20 Minuten. Eilig darf man es also nicht haben und wenn eine Säule gerade besetzt ist, hat man Pech gehabt.
  17. Wissenschaftler der Universität von Minnesota kamen zu dem Ergebnis, dass E-Autos eine ungefähr doppelt so schlechte Ökobilanz aufweisen (Feinstaub und Ozon) wie Benzin-Autos, wenn der Strom nur aus Kohlekraftwerken kommt.
  18. Zur Herstellung der Batterien werden seltene Rohstoffe wie Kobalt, Lithium und Dysprosium benötigt.
  19. Die Batterien sind Sondermüll, müssen derzeit aufwändig gesammelt und recycelt werden. Man geht optimistisch davon aus, dass umweltfreundliche Lösungen wohl noch gefunden werden – und geht somit ein Umweltrisiko ein.
  20. Die Batterien sind nicht für alle Modelle kompatibel und daher nicht austauschbar.
  21. Die Leistung der Akkus ist nicht konstant.
  22. Mit dem Nachlassen der Batterie verringert sich die Reichweite.
  23. Es gibt keine regionalen Batterie-Recycling-Betriebe, sondern die Alt-Akkus müssen dafür nach Frankreich oder Belgien gekarrt werden.
  24. Um ökologisch zu punkten, muss man mit dem gewöhnlichen Strom-Mix mindestens 100.000 Kilometer weit fahren. Wer weniger fährt, ist mit einem Treibstoff-Auto umweltfreundlicher unterwegs.
  25. In der Praxis kann man sich den Strom-Mix kaum aussuchen. Schon gar nicht, wenn man auf fremde Ladestationen angewiesen ist. Das Argument mit dem reinen Ökostrom ist daher reine Theorie.
  26. Wenn das Auto länger nicht benutzt wird, kann der Akku am Ende leer sein. Ist also nichts für Leute, die Öffis benutzen und nur gelegentlich mit dem Auto fahren möchten.
Foto (C) Simon Clancy / flickr

Foto (C) Simon Clancy / flickr

 

Argumente für Elektroautos

  1. Strom ist grundsätzlich zukunftstauglich, denn woher der Strom kommt, bleibt ja völlig offen.
  2. Elektroautos sind effizienter als Benziner, wenn die Stromgewinnung sauber und günstig erfolgt.
  3. E-Autos können im städtischen Taxi-Verkehr positiv bilanzieren.
  4. Die Batterien können repariert werden, wenn sie aus einzelnen Modulen bestehen.
  5. Elektroautos sind leise und verursachen keine Emissionen während der Fahrt.
  6. Im Sommer kann das vorhandene Überangebot an Solarstrom verwendet werden.
  7. Es gibt noch Entwicklungspotential, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessern kann.
  8. Die Umweltbelastung wird von der Straße ins Kraftwerk verlagert und ist daher kontrollierbarer.
  9. E-Fahrzeuge rechnen sich derzeit vor allem für Firmenautos und öffentliche Verkehrsmittel, aber weniger für private Autofahrer.
  10. Es gibt immer mehr Ladestationen und Leihauto-Anbieter, die die Entscheidung für E-Autos erleichtern.

 

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Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Autos: Machen sie das Rennen?

Sie sind eine besondere Form von Elektro-Autos. Lautlos, abgasfrei und ungefährlich. Es gibt zwar bereits Serien-Modelle am Markt, aber die Fahrt mit einem Wasserstoff-Auto ist derzeit noch ein Abenteuer, weil es zu wenige Tankstellen gibt.

Foto (C) Tracey Adams / flickr

Foto (C) Tracey Adams / flickr

 

Die Brennstoffzellen-Technik ist nichts sensationell Neues, sondern wird bereits seit zwei Jahrzehnten erforscht und seit 2010 forciert mit diversen Einrichtungen, Vereinigungen, Innovations- und Förderprogrammen. Zum Beispiel:

  • CEP: Clean Energy Partnership zwischen Politik und Industrie
  • NOW: Nationale Organisation Wasserstoff und Brennstoffzellen-Technologie
  • H2 Mobility Deutschland GmbH & Co KG
  • NIP: Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
  • Projekt CHIC: Clean Hydrogen in European Cities – von 2010 bis 2016
  • HZwei-Blog: Internet-Plattform über Wasserstoff und Brennstoffzellen
  • Förderrichtlinie für Maßnahmen der Marktaktivierung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase II
  • „Hydrogen Council“: Allianz zwischen Daimler, BMW, Linde und weiteren beteiligten Unternehmen
  • Initiative Wasserstoff Brennstoffzelle Deutschland
  • EU-Projekt „INN-BALANCE“ zur Förderung der Massenfertigung von Brennstoffzellen-PKWs: Konsortium vom Automobilunternehmen, Beratungsgesellschaften, Forschungsinstituten und Universitäten aus Deutschland, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien.

Als „Sprit“ wird gasförmiger Wasserstoff verwendet, der den Strom für den Fahrzeug-Antrieb liefert. Der Strom entsteht, wenn der getankte Wasserstoff mit Sauerstoff chemisch reagiert. Es kommt zu einer kalten Verbrennung ohne Emissionen und lediglich Wasserdampf als „Abgas“. Batterien sind hier nur als Zwischenspeicher erforderlich. Allerdings ist der Wasserstoff in der Natur nicht frei vorhanden, sondern er muss aus Wasser hergestellt werden. Zum Beispiel mit Hilfe eines Elektrolyse-Verfahrens, wofür wiederum Strom gebraucht wird. Wenn dieser Strom aus überschüssigem Solar- und Wind-Strom besteht, ist eine Speicherung der „grünen“ Energie in Form von Wasserstoff möglich. Dabei entstehen jedoch hohe Umwandlungsverluste. Derzeit ist Wasserstoff nicht preisgünstiger als ein herkömmlicher Treibstoff, sondern nur etwas sauberer. Die Technologie rechnet sich bisher für niemanden. Weder für die Hersteller der Fahrzeuge noch für die Käufer noch für den Staat und auch nicht für die Tankstellen-Betreiber.

 

Ob der Wasserstoff-Antrieb Zukunft hat, ist fraglich

Die Brennstoffzellen-Technologie wird als Ergänzung zu batteriebetriebenen E-Mobilen gesehen, die wegen ihrer langen Ladezeiten und geringeren Reichweite nicht für jeden Einsatz geeignet sind. Das Auftanken mit Wasserstoff dauert nur wenige Minuten. Die Brennstoffzelle hat außerdem eine längere Lebensdauer als der Akku bei einem Elektroauto. Die meisten Topmanager, Konzerne und Regierungen scheinen eher auf das Brennstoffzellenauto zu setzen als auf das Batterie-Elektroauto. Argumentiert wird vor allem mit der fragwürdigen CO2-Keule. Es kann daher sein, dass es in Wirklichkeit nicht um die Umwelt geht, sondern dass ein riesiger neuer Geschäftszweig aufgezogen werden soll, wenn zuerst Dieselfahrzeuge und später auch Benziner verboten werden. Um das „Klima zu retten“ und um die „Wirtschaft anzukurbeln“ – das kennen wir ja inzwischen zur Genüge. Für Technologien, die wirklich Energie sparen und zudem auch noch weniger kosten, sind keine Forschungs- und Fördergelder vorhanden. Klar will jeder was Gutes für die Umwelt tun, aber wenn immer alles teurer wird und das Wegwerfen nicht aufhört, werden sich bald nur mehr sehr wenige Menschen ein Auto leisten können. Derzeit wird der Wasserstoff hauptsächlich mit Strom aus fossilen Energieträgern gewonnen. Ein weiteres Minus ist, dass das teure Edelmetall Platin verbaut wird.

 

 

Tankstellen sind noch rar

Wasserstoff-Tankstellen gibt es bisher nur in größeren Städten. In ganz Deutschland sind es rund 50 Stück, die nur mit hohen Subventionen errichtet und betrieben werden können. Seit 2017 besitzt auch die steirische Landeshauptstadt Graz eine H2-Tankstelle im Bezirk Liebenau. Weitere befinden sich in Innsbruck, Linz und Wien. Durch ein international einheitliches Tanksystem und relativ große Reichweiten (ca. 450 bis 700 km) sind auch internationale Reisen möglich. Der Verbrauch beläuft sich auf rund 1 kg Wasserstoff pro hundert Kilometer. Ein Kilo kostet ca. 9,50 Euro. Der Tank sollte nicht leer gefahren werden und solange es so wenige Tankstellen gibt, die nicht immer funktionieren, kann es leicht zu Engpässen kommen.

Auch die Autos sind noch viel zu teuer. Der Hyundai ix35 Fuel Cell kostet zirka 65.500 Euro. Der Toyota Mirai war das erste Wasserstoff-Fahrzeug bzw. Brennstoffstellen-Hybridfahrzeug der Welt mit einer Reichweite von 450 Kilometern zu einem Preis von rund 78.500 Euro. Die PS-starke Limousine möchte mit futuristischer Optik auffallen und ist eindeutig nicht für Berufstätige gedacht, die außerhalb der Ballungszentren unterwegs sind.

Foto (C) David / flickr

Foto (C) David / flickr

 

Der Trend geht in Richtung Hybrid-Fahrzeuge

Mit sinkenden Akku-Kosten und steigender Reichweite werden die Elektroautos attraktiver. Der Trend geht in Richtung Hybridfahrzeuge, die einen Verbrennungsmotor besitzen und auch elektrisch funktionieren. Wasserstoff-Busse sind bereits in Großstädten wie Köln und Hamburg unterwegs. Auf Grund der großen Reichweite ist während eines Betriebstages ist kein Auftanken erforderlich. In Japan, Korea und den USA laufen bereits mehr Wasserstoff-Autos als in Europa. Für Durchschnitts- und Geringverdiener ist diese Technologie derzeit leider noch keine Option, auch wenn hohe Fördersummen winken, die den Konsumenten suggerieren, dass es etwas geschenkt gibt. Wer ganzheitlich denkt, weiß natürlich, dass die Subventionen von den Steuerzahlern kommen und nicht von den Banken.

 

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Die Körperhaltung und ihr Einfluss auf das Energie-Niveau

In der Modelwelt nennt man es Attitüde. Die typische Körperhaltung verrät viel über die geistigen Einstellungen eines Menschen. Wer sich dessen bewusst ist, kann gezielt an sich arbeiten.

Finger-Mudra, Foto (C) Mike D. Logan / flickr

Finger-Mudra, Foto (C) Mike D. Logan / flickr

 

Körperhaltung und Gefühlswelt

Die Körperhaltung hängt eng mit den Gefühlen zusammen, die gerade bestimmend sind. Daher kann man die Gefühle auch direkt über die Körperhaltung beeinflussen. Wer sich hängen lässt, der fühlt sich auch so. Das bedeutet nicht, dass man sich verstellen sollte, wenn es einem gerade nicht gut geht. Aber man kann zumindest versuchen, die Haltung zu modifizieren, sich innerlich zulächeln und den Körper entspannen. Negative Gefühle sollten nicht unterdrückt werden, wenn sie nun mal da sind, sondern wollen zugelassen und anerkannt werden. Die ideale Haltung ist offen, aufrecht und entspannt zugleich. Da viele Menschen chronisch verspannt sind, können Loslass- und Beuge-Übungen zielführender sein als Ermahnungen, den Rücken gerade zu halten. Wichtig ist, es überhaupt zu bemerken, wenn die Körperhaltung nicht ideal ist. Denn nur so kann man sich aus einer ungünstigen „Einstellung“ – im doppelten Sinn des Wortes – herausbringen. Das meiste, was wir denken, sind unbewusste Einstellungen. Daher ist es nicht immer einfach, die geistige Ursache für ein negatives Gefühl zu finden.

 

Körperhaltung und Geisteshaltung

Wenn man sich gerade traurig, resigniert, mutlos und erschöpft fühlt, dann hat das bestimmte geistige Ursachen, die sich körperlich manifestieren. Sie haben meist damit zu tun, dass man ein Erlebnis negativ bewertet. Ein weiser Mensch lässt sich von nichts und niemandem „niederschlagen“, weil er weiß, dass jede Erfahrung einen Sinn und ihre positive Seite hat. Er richtet daher die Aufmerksamkeit auf die neuen Chancen, die eine vermeintlich unglückliche Situation bietet, und nicht auf die unangenehmen Aspekte. Auch wenn man gerade verstimmt und körperlich aus dem Lot ist, sollte man die Augen möglichst weit aufmachen und mit Humor nicht sparen. Lachen wirkt oft Wunder. Das Unangenehme darf trotzdem da sein, aber es darf vergehen und muss nicht dramatisiert werden. Trauerphasen sind notwendig, gesund und natürlich, um Abstand zu finden von etwas oder jemandem, der nicht mehr gut tut. Eine gewisse Distanz zu allem ist ein Allheilmittel, das sich auch in der Körperhaltung ausdrücken darf. Wer sich nicht mit allem und jedem identifiziert, sondern in der Beobachterrolle bleibt und Gleichmut übt, hat ganz automatisch weniger Probleme.

 

Auftreten und Körperhaltung im Alltag

Wir ziehen uns oft ganz unnötig runter, weil wir unsere Haltung und unser Auftreten vernachlässigen. Wenn man die Menschen auf der Straße beobachtet, wird man bemerken, dass die meisten zu Boden sehen, unglücklich und grimmig dreinschauen. Sie bekommen von der Umgebung und von den Mitmenschen kaum was mit, sondern sind in negative Gedanken versunken. Es kann natürlich vorkommen, dass man gerade keine Lust hat, jemanden zu sehen, aber normalerweise sollten alle Sinne offen sein. Der Blick sollte geradeaus gehen und flexibel in die Ferne schweifen. Eine selbstbewusste Haltung mit erhobenem Kopf ist besser als eine geduckte, weil sie Souveränität, Distanz und Abgrenzung signalisiert. Der Blick nach unten eröffnet keine Perspektiven. Besser ist es, sich zurückzulehnen und nach oben zu schauen, sich zu strecken und Dehnübungen zu machen. Es gibt aber auch Menschen, die zu steif, herrisch und „von oben herab“ wirken. Es fehlt hier an Schwung und Elastizität. Beim Gehen sollten die Hüften und Arme locker mitschwingen. Entspannte Haltungen sind besser für die Blutzirkulation, die Sauerstoffversorgung und die Verdauung. Bei ständig krummer Haltung können sich sogar Muskeln verkürzen. Auch die Kleidung spielt natürlich eine Rolle. Sie sollte locker fallen, gut sitzen, die Vorzüge unterstreichen und das Selbstbewusstsein fördern.

 

Wie man in die Welt hineinschaut, so schaut sie zurück. Foto (C) Luz Bratcher / flickr

Wie man in die Welt hineinschaut, so schaut sie zurück. Foto (C) Luz Bratcher / flickr

 

„Körperarbeit“ und Bewegung

Menschen, die sich gerne bewegen oder Sportarten betreiben, tun das nicht aus purem Ehrgeiz, sondern weil sie die Erfahrung machen, dass sie sich nachhaltig gut dabei fühlen. Unter „Körperarbeit“ versteht man keine körperliche Arbeit und auch kein Sporttraining, sondern therapeutische Arbeit mit dem Körper. Hier wären Techniken wie Feldenkrais®, Breema®, Gindberg-Methode®, Lomi Lomi Nui, Shiatsu, Akupressur und Rolfing® zu erwähnen.

 

Asanas

Asanas sind bestimmte Yoga-Haltungen, die uns helfen können, mehr Selbstbewusstsein, Erdung oder Leichtigkeit zu gewinnen. Auch die Flexibilität und der Gleichgewichtssinn werden trainiert. Man unterscheidet hunderte verschiedene Stellungen, die alle einen eigenen Namen besitzen. Manche sind nur für Akrobaten geeignet, andere auch für Anfänger und Unsportliche. Jeder kennt den „Lotussitz“ mit angewinkelten Unterschenkeln. Und auch der „Sonnengruß“ ist sehr bekannt. „Tadasana“ oder „Der Berg“ ist eine einfache Standhaltung, die jeder ausführen kann. Was sie vom normalen Stehen unterscheidet, ist das Bewusstsein, die Atmung und die Achtsamkeit. Die schwierigeren Übungen sind eine Mischung aus Dehnübungen und statischem Krafttraining mit entsprechender Wirkung.

 

Mudras

Mudras sind spezielle Yoga-Gesten, meist mit den Händen durchgeführt, die die Energien laden, harmonisieren und lenken. Am bekanntesten ist die „Namasté“-Mudra zur Begrüßung mit aufrecht gefalteten Händen vor der Brust. Wer sie ausprobiert, wird sofort merken, dass sie etwas bewirkt. Sie macht augenblicklich zentrierter und energiegeladener. Sehr bekannt sind auch die Finger-Mudras, bei denen entweder die Daumenspitze an die Spitze des Mittelfingers gehalten wird oder an die Spitze des Zeigefingers. Dabei werden verschiedene Meridiane miteinander verbunden und die Wirkungen sind entsprechend unterschiedlich. Bei der „Prana-Mudra“ werden die Spitzen des Kleinen Fingers und des Ringfingers mit der Daumenspitze zusammengehalten, während die restlichen beiden ausgestreckt werden. Sie wirkt gegen zu viel Kapha (Ayurveda Dosha) und bringt frische Energie.

Es gibt Mudras für alle vier Elemente – Wasser, Feuer, Luft und Erde. Ganz allgemein kann man sagen, dass das Öffnen der Handflächen die Klarheit fördert. Der Daumen steht für das Feuer-Element, der Zeigefinger für die Luft, der Mittelfinger für den Äther, der Ringfinger für die Erde und der kleine Finger für das Wasser-Element. Die Mudras können mit verschiedenen Gebetsformeln, Meditationen oder Yoga-Übungen verbunden werden. Sie wirken nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist und das Bewusstsein.

 

Qigong

Qigong ist im Gegensatz zu Taiji und asiatischen Kampfkunstarten wie Taijiquan, Kungfu, Wushu, Aikido und Judo eine sehr sanfte und ruhige Form der Energie-Übung. Sie ist auch für Menschen geeignet, die nicht ganz fit und gesund sind. Man konzentriert sich auf den Chi-Fluss im Körper und bewegt sich nur wenig dabei.

 

 

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Kompost selber herstellen

Zu einem nachhaltigen Haushalt gehört unbedingt eine kleine Kompost-Anlage, damit die Bio-Abfälle direkt verwertet werden. Wer einen Garten besitzt, ist hier eindeutig im Vorteil, aber es geht auch ohne.

Kleine Garten-Kompost-Anlage aus Holzlatten mit Abdeckung, Foto (C) andy carter / flickr

Kleine Garten-Kompost-Anlage aus Holzlatten mit Abdeckung, Foto (C) andy carter / flickr

 

Es ist schon faszinierend, wie aus Pflanzenabfällen wieder duftende neue Erde entsteht innerhalb relativ kurzer Zeit! Eine gewisse Zersetzung wird bereits über den Winter erreicht und nach einem Jahr kann man die Erde schon wieder verwenden. Idealer Kompost mit fein krümeliger Struktur benötigt ungefähr zwei Jahre, bis er fertig ist. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten die Abfälle sofort weiter zu verwenden, ohne sie zwischenzulagern.

1) Man zerkleinert sie bestmöglich und gibt sie als unterste Schichte in Pflanzenkübel.

2) Ebenso kann man sie als unterste Schichte in Hochbeeten verwenden, wobei hier auch gröbere Stücke dabei sein dürfen.

3) Wenn man einen Garten hat, kann man die Abfälle auch an Ort und Stelle vergraben.

4) Oder man verwendet das verkleinerte Material zum Mulchen von vorhandenen Beeten. Das sieht zwar eine paar Tage lang ungepflegt aus, aber wenn man das Ganze mit Stroh, Grasschnitt, Sägespänen oder Blättern bestreut, ist die Optik durchaus akzeptabel.

 

Komposter, Kompostsilos und Komposthaufen

Kleine Kompost-Anlagen haben den Vorteil, dass man die Abfälle zuerst mal relativ sorglos auf einen Haufen schmeißen kann, ohne sie irgendwo einarbeiten zu müssen. Der Standort sollte sich in Hausnähe befinden, schattig und luftig sein. Auch ein Vordach ist kein Fehler. Meistens wird die Anlage aus optischen Gründen an den äußersten Gartenrand verbannt, möglichst direkt neben dem Nachbarn. Aber das kann nicht nur für Ärger sorgen, sondern ist auch ziemlich unpraktisch. Es gibt ja auch schicke Modelle, die sich von Hochbeeten kaum unterscheiden. Wer keinen Garten hat, findet vielleicht einen Platz für eine Kiste auf der Terrasse oder am Balkon. Bokashi-Komposteimer müssen nicht im Freien stehen und sind daher eine Alternative, wenn gar keine Freiflächen vorhanden sind. Vielleicht findet sich im Keller oder in der Garage ein Platz? Es wird zwar empfohlen, Komposter direkt auf den Mutterboden zu stellen, aber da das Material auch in Kübeln und Kisten verrottet, ist fehlende Gartenfläche kein Hindernis. Außerdem gibt es auch mobile Trommel-Komposter, die wie Mischmaschinen aussehen. Manche sind sogar mit Rädern ausgestattet, so dass man den Kompost dort hinführen und kippen kann, wo man ihn braucht. Eine andere Variante sind fertige Kompostsäcke, die ebenfalls mobil sind.

 

Garten-Komposter Bauweisen

Im Baumarkt findet man vor allem Modelle aus Holz, Metall und Kunststoff. Wenn man selber einen Komposter bauen möchte, ist zu beachten, dass zumindest die Grundkonstruktion aus wetterfestem Material besteht. Die Seitenbretter kann man dann leicht austauschen, falls sie verrotten. Für die Eckpfeiler kommen zum Beispiel Lärchenholz, Eichenholz und Kastanienholz in Frage. Aber auch Metallprofile oder sogar Natur- oder Betonsteine. Außerdem muss für ausreichende Luftzirkulation gesorgt werden. Komposter haben daher immer Luftlöcher und Luftspalten in den Seitenwänden. Auch Gabionen-Käfige lassen sich zweckentfremden und statt mit Steinen mit Pflanzenabfällen befüllen. Wer sicher gehen möchte, dass keine Mäuse und andere Nager dazu kommen, sollte auf der Unterseite ein engmaschiges Gitter anbringen und auch auf der Seite kein grobmaschiges Gitter nehmen.

 

Haufen-Methode und Abdeckungen

Wer einen weitläufigen Garten hat, muss an die Optik keine so großen Ansprüche stellen, sondern kann einfach irgendwo einen hügelförmigen Haufen anlegen und diesen mit einer Plane abdecken. Nach dem „Umsetzen“ kann der Haufen mit verschiedenen Kürbis-Gemüsesorten (Melonen, Zucchini) oder Kartoffeln bepflanzt werden. Das Abdecken ist vor allem am Anfang nötig. Später können großblättrige Pflanzen oder Brennnesseln diese Schutzfunktion übernehmen. Manche Anlagen sind nur mit Gittern abgedeckt, andere mit Holzplanken oder passenden Deckeln. Das Abdecken ist wichtig, damit der Inhalt weder austrocknet noch vom Regen überschwemmt wird. Bei der Haufen-Methode muss man mindestens die doppelte Fläche vorsehen, damit das Material von einer Seite auf die andere geschaufelt werden kann. Das nennt man „Umsetzen“ und es dient zur Belüftung und Durchmischung des Inhalts. Diese Arbeit ist nur ein- bis zweimal fällig, ungefähr nach einem Jahr oder nach den Wintermonaten.

 

4-Kisten-Methode und Ansetzen des Kompostes

Mehrere kleine Kompost-Kisten sind besser als ein großer Haufen. Richtig angesetzter Kompost stinkt in keiner Phase, sondern riecht nur nach feuchtem Waldboden. Bei der 4-Kisten-Methode steht jederzeit fertiger Kompost zur Verfügung, der sauber entnommen werden kann. Wenn es nur eine Kiste gibt, kommt der fertige Kompost unten zu liegen und man benötigte eine Öffnung, um an ihn heranzukommen. Die vier Kisten enthalten:

1) Gartenabfälle vom laufenden Jahr

2) Kompost-Ansatz vom laufenden Jahr

3) umgesetzten Kompost vom Vorjahr

4) fertigen Kompost

Beim Ansetzen des Kompostes kann man die Abfälle mit fertigem Kompost, Stroh und Mikroorganismen vermischen, um die Durchlüftung zu verbessern und die Verrottung zu beschleunigen. Kleine Teile verrotten zwar schneller, aber sie setzen sich leichter und lassen weniger Lufträume als gröbere Materialien. Am Ende kann man noch eine Mulchschichte als Schutzschichte darauf geben oder Unkraut wachsen lassen.

 

Flächenkompostierung

Bei der Flächenkompostierung werden Ernte-Rückstände direkt vor Ort verteilt oder auf den abgeernteten Beeten von Starkzehrern aufgebracht, wo sie bis zum Frühjahr liegen bleiben und dann mit einen Kultivator oder anderen Hark-Werkzeug unter die Erde gemischt werden. Der Kultivator ist kein Pflug, sondern bewirkt nur eine Auflockerung der Bodenoberfläche.

 

Geeignete Inhalte und mögliche Fehler

Was darf nun in den Komposter? Im Prinzip dasselbe, wie in die Biotonne. Neben rohen Pflanzenabfällen (nichts Gekochtes!) sind auch Tiermist, Stroh, Strauchschnitt, Rasenschnitt, Herbstblätter sowie alte Blumenerde aus Töpfen und Kübeln erlaubt. Unbehandelte Holz-Materialien muss man vorher zerkleinern, weil sie sonst mehrere Jahre benötigen, bis sie vermorschen. Beim Einbringen sollte man darauf achten, dass die Inhalte nicht zu nass sind und nicht verkleben, sonder locker und gut vermengt sind. Bei saftigen Obst- und Gemüse-Abfällen ist es günstig, das Material ein wenig antrocknen zu lassen und mit Streu zu vermischen, um unangenehme Fäulnisprozesse zu vermeiden. Zutaten, die Fliegen anziehen könnten, sollte man sofort abdecken mit Grasschnitt oder Laub. Die richtige Mischung macht es!

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Brillouin-Energie auf Basis von Wasserstoff und Kalter Fusion

Eine kalifornische Firma hat Reaktor-Prototypen entwickelt, die die bisherige Energieversorgung von Haushalten revolutionieren können und wahrscheinlich bald kommerziell genutzt werden.

Foto (C) part 3 / flickr

Foto (C) part 3 / flickr

 

Die Brillouin Energy Corporation ist ein amerikanisches Unternehmen, das 2005 von Robert Godes gegründet wurde, damals noch unter anderem Namen. Die Produkte sind technologisch der „Kalten Fusion“, auch LENR (Low Energy Nuclear Reaction) zuzuordnen. Wie die „Kalte Fusion“ funktioniert und ob tatsächlich eine Atomkern-Fusion stattfindet ist bis heute nicht ganz geklärt. Im Gegensatz zur heißen Kernfusion werden keine hohen Temperaturen erzeugt. Es gibt verschiedene Theorien dazu und verschiedene Herstellungsmethoden, die hier wegen ihrer Komplexität nicht erläutert werden können. Da bereits seit Jahrzehnten daran geforscht wird, finden Interessierte reichlich Material im Internet. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass mit LENR-Technologien Energie erzeugt werden kann, auch wenn die Forscher vielleicht selber nicht genau wissen, wie es zu den Effekten kommt.

 

Wasserstoff dient als „Brennstoff“

Im Gegensatz zur E-CAT-Technologie von Andrea Rossi wird kein Nickel verbraucht, sondern Nickel fungiert nur als Katalysator. Das einzigartige Prinzip von Brillouin ist auch als CECR bekannt (controlled electron capture reaction). Dabei wird gewöhnlicher Wasserstoff durch eine Abfolge von kontrollierten Kernreaktionen in Helium umgewandelt. Die Masse des Heliums ist etwas geringer als die des Wasserstoffs. Der Massenunterschied wird mit Hinweis auf Albert Einsteins Äquivalenz-Formel E = mc2 in Wärme ungewandelt. Masse und Energie sind demnach gleichwertig.

Die Brillouin Energy Corporation und Andrea Rossi sind nicht die einzigen Entwickler, die auf die Kalte Fusion setzen. Weitere Projekte im Wettlauf um die beste LENR-Technik sind zum Beispiel:

  • Hyperion von Defkalion
  • Nichenergy von Piantelli
  • LENUCO von George Miley
  • Celani’s Cold Fusion Energy Inc.
  • Energetics Technologies in Kooperation mit Robert Duncen und der Universität von Missouri
  • Jet Energy, Mitchell Swartz
  • Clean Planet Inc. in Tokyo

 

 Foto (C) Peter Mulligan / flickr


Foto (C) Peter Mulligan / flickr

 

„Freie Energien“ und Medienzensur

Obwohl Robert E. Godes lieber auf Transparenz setzt als auf Geheimhaltung, sind im Internet nur wenige Informationen in deutscher Sprache zu finden. Es kann natürlich auch sein, dass sie von dem Browsern einfach unterdrückt werden, wie das oft so ist bei brisanten Themen, die den Medieneigentümern nicht in den Kram passen. Ich selber kann sehr oft beobachten, wie meine Beiträge bei „Google Plus“ mehrere Stunden oder Tage zurück gereiht werden, so dass sie auf den aktuellen Streams gar nicht aufscheinen. Es wird also ein wenig nachgeholfen, wenn von wegweisenden Technologien kaum was zu hören ist. Viele bezahlte Trolle arbeiten emsig daran, alles als Humbug zu diffamieren, was nicht in das Weltbild der klassischen Physik passt. Die Quantenphysik ist bis heute keine Mainstream-Wissenschaft und wird daher weitgehend ausgeklammert. Ebenso wird alles negiert, was sich vorläufig nicht erklären lässt, auch wenn es nachweislich funktioniert und existiert. Man könnte meinen, dass die Wissenchaftler/innen (und vor allem die, die sie bezahlen) mehr von Angst getrieben werden als von Neugier und Wissbegierde. Die Brillouin-Technik soll laut Insiderbewertungen zu den Spitzenreitern gehören, was die kommerzielle Nutzung betrifft, weil sich die Energie-Erzeugung gut steuern lässt und keine gefährlichen Abfälle entstehen. Robert E. Godes hat einen Twitter-Account und ist auch im Netzwerk „Linked in“ vertreten, wo zumindest in englischer Sprache viele Informationen zu finden sind.

 

Heißwasser-Boiler und Reaktor-Kessel mit Overunity-Effekten

Eine Energietechnik gilt als „Freie Energie Technologie“, wenn sie Overunity erzeugt. Brillouin Energy soll „nur“ die vierfache Menge der eingesetzten Energie herausbringen, was aber auch ein tolles Ergebnis ist. Sie hat zwei Reaktor-Typen entwickelt.

1) Ein Niedertemperatur-System mit bis zu 150 Grad auf Basis eines nassen, elektrolytischen Prozesses. Die WETTM-Kesselsysteme sind für die Warmwasser-Erzeugung und dür die Raumheizung geeignet.

2) Der „Hydrogen Hot Tube“ oder HHTTM-Boiler ist ein Hochtemperatur-System, das bei 500 bis 700 Grad arbeitet, basierend auf der Anwendung von Hochdruck-Wasserstoff-Gas. Sie sind für Hochtemperatur-Prozesse geeignet und können auch Strom liefern.

Die Kessel arbeiten extrem effizient. Eine einzige Kesselanlage soll 30.000 Haushalte ein ganzes Jahre lang versorgen können. Wenn man bedenkt, wie viele konventionelle Heizkessel dadurch überflüssig werden, kann man verstehen, dass die Kalte Fusion nicht nur Freunde hat und auch das US-Militär sich dafür interessiert.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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